Beiträge von RafiLe1985

    Newton ist Schulhund. Mittlerweile allerdings berentet, da er mit der Zeit die Freude daran verloren hat. Bzw. er immer mehr seine Ruhe wollte. Nach meinem Schulwechsel zu diesem Schuljahr kommt er nur noch sporadisch zum Einsatz.

    Newton hat bei seinem RZV einen Wesenstest abgelegt. Gemeinsam haben wir ein zweiwöchiges Vollzeitseminar bei einer entsprechenden Hundeschule belegt. Der theoretische Input dort war klasse; die praktischen Phasen ließen zu wünschen übrig. (Man musste bereits mit einem vollständig erzogenen Hund kommen und es wurde dann quasi nur noch überprüft, ob es passt.)

    Ansonsten war Newtons Ausbildung mehr oder weniger learning by doing. Das Konzept zu seinem Einsatz wurde sukzessive erstellt. Das kann ich dir gerne zukommen lassen, wenn du möchtest.

    Die Organisation an der Schule war sehr niederschwellig. Ich hatte die Zustimmung/Erlaubnis der Schulleitung; von anderen Parteien (Eltern/Schülern/Kollegen/Schulträger/RP/KM) hatte ich keine Zustimmung/Erlaubnis eingeholt. Das war laut meines damaligen Schulleiters auch nicht nötig. Generell würde ich davon abraten, deswegen ein großes Faß aufzumachen. Da legt man sich nur selbst Steine in den Weg.

    Wozu ich aber auf jeden Fall raten würde, wäre den Hund extern auf seine Eignung hin überprüfen zu lassen. Wenn dein RZV keine Wesensüberprüfung anbietet, kannst du mit deinem Hund die Begleithundeprüfung laufen. Unter Umständen bietet eine HiOrg in deiner Nähe auch eine Besuchshundeausbildung an? Das könnte ich dir uneingeschränkt empfehlen.

    Weiterhin sollte der Hund natürlich versichert und gesund sein. Strategische Entwurmung / Zeckenprophylaxe und Impfung (Tollwut!) ist absolute Pflicht.

    Da ich nicht viel Zeit habe im Moment, bin ich kurz angebunden. Falls du weitere Fragen hast, gerne. Bin heute am späteren Abend wieder online.

    Meine Hunde sind da sehr anpassungsfähig. Egal welchen Rhythmus ich vorgebe. Wir gehen nachts in Einsätze... Wenn ich da noch den Hund um Erlaubnis fragen müsste... Oder seinen Bio-Rhythmus behutsam umstellen müsste... Naja. ;)

    Soll ich deswegen jetzt mit Rettungshundearbeit aufhören?

    Nein, natürlich nicht, meine Hunde waren/sind ja auch ein paar Stunden in der Box wenn ich am Hundeplatz bin, aber man muss sich auch keinen Hund kaufen um ihn dann 5x die Woche (fast das ganze Jahr) 5-7 Std. ins Auto zu sperren damit man ihn zwischendurch kurz rauslassen kann.

    Manchmal denke ich, du kannst nicht verstehen was andere meinen oder du willst es nicht verstehen.

    Davon hat doch aber keiner gesprochen!!!!

    Ich habe manchmal das Gefühl, dass du einfach das liest, was du lesen willst und nicht das, was da steht...

    Du hattest ja deinen Newton auch häufig den ganzen Vormittag im Kofferraum in der Box, sowas finde ich z.B. sehr fragwürdig

    Stell dir vor... Hunter ist jeden Samstag den ganzen Vormittag in der Box. 8.30 - 13.30 Uhr. Und jeden Mittwoch Abend von 18.30 - 21.30 Uhr. Jeweils unterbrochen von zweimal ca. 20 Minuten in denen er arbeitet... Ich mache Rettungshundearbeit. Deal with it...

    Soll ich deswegen jetzt mit Rettungshundearbeit aufhören?

    Und jetzt bitte genug mit Off Topic und zurück zum Thema.

    Ich wollte auch gar keine Diskussion vom Zaun brechen... Ich habe einfach nur unterschiedliche Beispiele angeführt...

    Es ging mir einfach darum, dass jeder unterschiedliche Haltungsbedingungen hat und auch jeder Hund unterschiedlich ist. Und meistens kristallisiert sich sowas eben erst heraus, wenn der Hund dann mal da ist. Learning by doing, sozusagen.

    Ich fand es eben nur vollkommen ungerechtfertigt, jetzt wegen einem Aspekt, der vielleicht nicht so optimal ist, die gesamte Haltung infrage zu stellen... Es kommt doch aufs Gesamtpaket an! Wenn das im Endeffekt stimmig ist und es Hund und Halter dabei gut geht, ist doch alles tutti.

    Also keine Ahnung, warum hier Manche jetzt plötzlich so verkopft sind... Wenn man einen Hund im Sommer nicht im Auto lassen könnte, müssten wir das komplette Staffeltraining in den Sommermonaten Juni/Juli/August absagen...

    Wir fahren in der ersten Augustwoche auf Trainingslager. Montag bis Freitag, 8 - 17 Uhr. Wo meint ihr, dass die Hunde warten, solange sie nicht an der Reihe sind?

    Wenn ich im Hochsommer um 20.30 Uhr im Edeka einkaufen gehe, liegt der halbe Parkplatz im Vollschatten. Klappe bleibt hinten auf, Box abgeschlossen. Wo ist das Problem? Bevor ich da nach Hause gurke, die Hunde absetze und dann nochmal anfahre. Wo der Edeka eh auf dem Heimweg von der Gassistrecke liegt.

    Im Hochsommer habe ich Newton schon aus dem vollkommen überhitzten Klassenzimmer raus ins im Vollschatten stehende Auto in seine Box gebracht weil es da angenehmer war. Hätte mich am liebsten dazu gelegt statt zurück ins stickige Klassenzimmer zu gehen...

    Man kann auch echt immer alles kompliziert machen... Meine Herren...

    Also halten wir fest: Eine Betreuung in der Hinterhand zu haben, ist auf jeden Fall wichtig. Dennoch sollte man (gerade als Lehrer, wenn es beruflich veranlasst ist) sehr gut abwägen ob man den Hund im Endeffekt in Betreuung gibt oder nicht.

    Ein weiteres Beispiel aus meinem Alltag: Unterricht am Mittwoch zu folgenden Zeiten... 8-9.30 Uhr / 12.15-13 Uhr / 14.15 - 15.45 Uhr. Wäre eigentlich ein "klassischer Fall" für einen Betreuungstag. Glücklicherweise habe ich mich dagegen entschieden. Denn: Die Mittwoche an denen der Unterricht tatsächlich so lief, kann ich an einer Hand abzählen. Die 6. konnte ich als in die 3. vorziehen. So hatte ich dann im Endeffekt Unterricht von 8 - 10.30 Uhr und dann wieder 14.15 - 15.45 Uhr. Das sind fast vier Stunden Pause... Da fahre ich heim. Oder der Nachmittags-Unterricht wurde in den Vormittag gezogen. Auch dann wäre die Betreuung unnötig gewesen.

    Vielleicht ist das eine Spezialität des beruflichen Schulwesens, aber dass es mal eine Woche gibt, in der der Unterricht tatsächlich so läuft wie im Stundenplan, ist schon recht selten. ;)

    Ich frage mich warum Du Dich direkt angesprochen oder kritisiert fühlst.

    Weder das Eine noch das Andere. Ich finde es einfach nur wahnsinnig ungerecht, dass sich hier so an den sieben Stunden aufgehangen wird...

    Sechs Stunden sind ok, aber sieben Stunden gehen dann nicht mehr? Ich bitte euch... Zumal ich davon ausgehe, dass diese sieben Stunden beim TE der worst case sind. Bzw. er hat halt einfach noch keine Hunde-Erfahrung und da fehlen ihm einfach noch die Ideen/Strategien.

    Gerade bei so Dingen wie Einkaufen gehen... Ein Einkauf dauert was, 15-20 Minuten? Das erledige ich auf dem Rückweg von der Gassi-Strecke... Ich habe von 8-9.30 Uhr und dann wieder von 11.30 - 13 Uhr Unterricht. Perfekt. Hunde mit ins Auto und dann gehen wir 9.45 - 11.15 Uhr eine große Runde am Rhein. Ich schlage mir doch nicht die Zeit in der Schule tot, wenn ich weiß, meine Hunde hocken so lange allein zuhause...

    Aber auf diese Ideen kommt man eben nur, wenn man konkret einen Hund hat. Und dann deswegen so massiv davon abraten, wo der TE meiner Meinung nach die perfekten Umstände hat... Das finde ich eben ungerecht.