Beiträge von RafiLe1985

    Hallo,

    wieso sollte sich das eine Geschlecht mehr als das andere als Ersthund eignen? Da verstehe ich die Logik nicht. Aufgrund der Rassewahl würde ich auch eher zu einer Hündin tendieren, wobei es wohl nicht sehr viel Unterschied macht, ob jetzt 45kg oder 50kg an der Leine ziehen.
    Persönlich würde ich als Ersthund nie einen auswählen, dem ich rein körperlich unter Umständen nicht Herr werde. Man wird doch den ein oder anderen Fehler in der Erziehung machen als Anfänger. Und ich denke, es macht dann einen Unterschied, ob ich 50kg kontrollieren muss oder 30kg...

    Lg,
    Rafaela

    Zitat

    Nennt mich neumodisch, aber ich finds immer wieder traurig zu lesen, dass man einen 15 Wochen alten Welpen doch einfach mal richtig anschreien und "rempler" verteilen soll. Und positiv aufgebaute abbruchsignale funktionieren nicht? Oh man. Erstens finde ich dass ein positiv trainierter Hund allgemein eine bessere compliance mit dem Besitzer hat als ein aversiv trainierter Hund. Einfach, weil es ihm spass macht und er gute dinge statt remplern zu erwarten hat. Ginge euch das nicht genauso? Zweitens: Wer garantiert denn, dass das aversiv trainierte signal besser funktioniert? Da kann der Hund doch genauso denken "oh shit, gleich werd ich wieder richtig angebrüllt und angerempelt, aber egal, reh jagen ist mir jetzt trotzdem wichtiger!"
    Drittens: Wie oft tritt denn so ein ernstfall auf? Im Alltag reichen nein und aus und als hh bringe ich meinen Hund nicht in gefährliche Situationen, da ich alles entsprechend dem trainingsstand meines hundes manage.

    Also te: Trainiere ein positives abbruchsignal. Es reicht nicht wenn du einfach nein, aus und pfui sagst wenn dein Hund nicht weiss, was das heißt. Abbruchsignale müssen übrigens auch nicht in einem scharfen ton oder besonders laut gesprochen werden wenn sie gut trainiert sind. Auf anschreien und anrempeln würde ich verzichten.

    Und das aufnehmen von dingen bessert sich auch irgendwann. Allerdings finde ich massives kotfressen, v.a. von anderen Hunden auch komisch..das mit dem blättermagen kannst mal ausprobieren, vllt hilft es ja.

    Jeder hat seine Art seinen Hund zu trainieren. Ich habe nirgends geschrieben, dass die TE ihren Hund anbrüllen oder ausschimpfen soll oder ähnliches. Aber sorry, wenn mich mein Hund in dieser Heftigkeit angeht, dass ich mir ein neue Hose kaufen muss, dann wird es mir wohl erlaubt sein, in der gleichen Heftigkeit darauf zu reagieren. Der Hund wird einen auf Dauer nicht ernst nehmen, wenn er derartiges Verhalten zeigt und dann dafür ein Leckerli vor die Nase gehalten bekommt.
    Ein Abbruchsignal kann per se überhaupt nicht positiv sein. Nie. Du unterbrichst den Hund in einer Tätigkeit, die er gerne ausführt. Selbst wenn du ihm dann ein Leckerli oder ein Alternativverhalten anbietest, wie kann das für den Hund positiv rüber kommen? Kannst ja gerne mal beschreiben, wie man so ein per se negatives Kommando für den Hund positiv trainert. Würde mich ganz ehrlich gemeint interessieren.
    Etwas anderes ist es beim Abruf. Das kann man meiner Meinung nach überhaupt nur positiv trainieren, damit er zuverlässig klappt.
    Wie auch immer, im Endeffekt muss man den für seinen Hund passenden Weg finden. Wenn ich meinen immer nur mit Leckerli etc. freundlich bitten würde, bestimmtes Verhalten zu unterlassen, würde er mir hier bald auf dem Kopf rumtanzen und über Tische und Bänke gehen.

    Hallo,

    ob meiner einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Vermute eher nicht. Wir sind oft im Wald unterwegs und ich achte halt darauf, dass er immer in der Nähe des Weges bleibt. Er orientiert sich im Freilauf auch sehr stark an mir. Abgedüst is er mit bisher noch nie. Auf der Freilauffläche, die wir regelmäßig besuchen, gibt es viele Raben, denen er gelegentlich mal hinterher möchte, aber da ist er 100%ig abrufbar.
    Sollte der Tag kommen, an dem er mal abdüst und sich nicht mehr abrufen lässt, kommt er in der Zukunft im Wald an die Schleppleine. Vor Kurzem hatten wir eine interessante Diskussion darüber im Thread "Hund reißt Reh". Seitdem weiß ich, dass Jagen, selbst wenn er das Wild nicht erreicht, keine Bagatelle ist. Ich werde es bei ihm keinesfalls dulden.

    Lg,
    Rafaela

    Zitat

    Es kann auch heissen 'Es lohnt sich das zu unterlassen; mach doch stattdessen lieber das'. Dazu vielleicht ein Tauschgeschaeft machen. Ein Kommando welches gerne ausgefuehrt wird ist automatisch zuverlaessiger. Machst es ueber Strafe kann der Schuss nach hinten losgehen und der Hund schluckts lieber schnell runter ehe du zu ihm gerannt bist, o.ae. Kennt man ja, die Geschichten.

    Ja, oder so. Wobei ich glaube, dass das bei selbstbelohnendem "Fehlverhalten" dann unter Umständen nicht funktionieren könnte. Habe ich noch nicht herausgefunden. Denke da insbesondere ans Jagen. Wenn der Hund auf den Abbruch nur hört, weil er im Tausch was Besseres bekommt, weiß nicht... Was ist, wenn er die Jagd plötzlich doch besser findet als mein Leckerli oder mein mitgebrachtes Spielzeug, etc. pp? Ist mir irgendwie zu riskant. Abbruch ist Abbruch. Bei Newton hat es sich auch so entwickelt, dass er im Anschluss an den Abbruch zu mir gelaufen kommt. Das ist ja quasi auch ein Alternativverhalten.

    Zitat

    Weil es heute bereits 9mal vorher ein nein gab und Sachen weggenommen wurden. Ich kam schimpfend die Treppe runter und hab mich nicht vor ihm aufgeplustert.
    Kennst du es nicht, dass du gerade eigentlich zu tun hast und das 10. Mal dich dann halt sauer macht?

    Ne, sorry, kenne ich ehrlich gesagt nicht. Vllt gehöre ich zur besonders geduldigen Sorte... Ich nehme Newton den Schuh wenn es sein muss hundert Mal am Tag weg. Wenn man sich groß aufregt, bringt das nix. Das einzige was der Hund dabei lernen könnte, ist, wie er dich auf die Palme bringen kann...

    Wenn die Hündin trotz Läufigkeit und Stehtagen abrufbar ist, wieso sollte man sie dann nicht frei laufen lassen? Ist sie nicht abrufbar und es kommt zum ungewollten Deckakt, bin ich als Rüdenbesitzer fein raus. Versicherung übernimmt die Kosten. Das heißt natürlich nicht, dass ich einfach zuschaue und nix dagegen unternehme... Aber wenn es zu spät ist... Meine Versicherung wird allerdings wohl dem Hündinnenbesitzer eine Mitschuld zusprechen. Wäre mir zu riskant, als Hündinnenbesitzer.

    Hallo,

    das kann ich so nicht beurteilen, ob es Angst ist, oder nicht. Aber stressig war es alle mal für ihn. Daher das Pipi.
    Warum muss man einen Hund ausschimpfen, weil er ein Portemonnaie klaut? Nein sagen, hingehen und wegnehmen, fertig... Mit allem anderen kann der Hund eh nix anfangen und man macht sich nur die Bindung kaputt.
    Newton klaut auch als meine 100€-Schuhe von Jack Wolfskin und mag drauf rumkauen. Ich nehm sie ihm weg und biete Ersatz an. Was muss man sich da groß aufregen? Verstehe ich nicht.

    Gruß,
    Rafaela

    Hallo,

    das Abbruchsignal sollte eigentlich nur im Notfall eingesetzt werden. Am besten wählt man dazu ein Wort oder ein Geräusch, das im Alltag nicht so häufig vorkomnt. Es dient dazu unerwünschtes Verhalten im Ansatz zu unterbinden, d.h. nicht wenn der Hund schon am Kot ist, sondern in dem Moment wo er den Kot erblickt und drauf los will. Es heißt so viel wie: "Ich weiß, was du im Begriff bist zu tun. Lass es bleiben!" Ich finde ein funktionierendes Abbruchsignal extrem wichtig, genauso wie einen funktionierenden Abruf. Mehr Kommandos braucht man eigentlich nicht.
    "Nein" und "Aus" ist bei mir was Anderes als das Abbruchsignal. Nein sag ich, wenn ich nicht aufgepasst hab und er schon am Kot dran ist. "Aus" nehme ich, wenn er was im Maul hat, was er ausgeben soll.
    Aber wie gesagt, den Abbruch nutze ich nur im Notfall. Wenn Newton zum Beispiel so weit weg ist, dass ich körperlich nicht eingreifen kann. Z.B. wenn Newton auf der Freilauffläche ist und einen Raben erblickt.
    Je öfter man es verwendet, desto eher läuft man Gefahr, dass es sich abnutzt.
    Lg,
    Rafaela