Hallo,
ich möchte noch einen anderen Punkt anbringen. Ich denke, oft liegt es auch daran, dass Hunden das Alleinebleiben schwer fällt, weil zu ein großes Drama daraus gemacht wird.
Newton ist nun insgesamt der vierte Hund in der Familie und keiner von den Vieren hatte jemals ein Problem mit dem Alleinebleiben. Dabei haben wir da nichts (bewusst) schrittweise aufgebaut. Gut, es kann natürlich sein, dass wir mit allen vier Hunden mega Glück hatten, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist eher gering.
Ich denke, oft liegt es daran, dass vor und nach dem Alleinebleiben Vieles falsch gemacht werden kann. Ich achte zum Beispiel drauf, dass Newton vor dem Alleinebleiben ausreichend bewegt wurde und er nach dem Spaziergang noch genug Zeit hat zum Herunterfahren. Während er alleine ist, soll er schlafen. D.h. er hat da weder ein Spielzeug noch irgendwelche Kauartikel zur Verfügung. Weiterhin hat er, während er alleine ist, nie die gesamte Wohnung, sondern nur einen Raum zur Verfügung, den er als Ruhe- und Schlafraum bereits kennt. Bei uns ist das das Schlafzimmer oder das Arbeitszimmer.
Hier wird auch weder das Gehen noch das Wiederkommen inszeniert. Wenn ich gehe, schicke ich ihn ins Schlafzimmer oder Arbeitszimmer, sage sein "Entspannungswort", warte bis er sich abgelegt hat, lobe dann kurz ruhig und mache ohne Weiteres die Tür zu und gehe. Beim Wiederkommen mache ich die Tür auf, lasse ihn raus und ignoriere ihn zunächst, d.h. es gibt hier keine Begrüßungsorgien.
Ich finde, der Hund "versteht" so am besten, dass das Alleinebleiben etwas ganz Normales ist. Frauchen geht halt mal aber sie kommt auch wieder zurück.
Überstrapazieren möchte ich das jedoch nicht, auch wenn es gut klappt. Ich organisiere meinen Tag so, dass Newton nie länger als 4h/Tag alleine ist.
Lg,
Rafaela