Mitlesend u.a. beim Thema "Was an anderen HH nervt" oder auch aktuell beim Thema Kiffen in der Wohnung, stellt sich mir die Frage, wieso man sofort empfiehlt oder selbst fragt, ob bzw. dass man Behörden einschalten soll.
Dass man nicht schweigend zusehen kann, wenn ein Tier gequält wird, und ihm helfen möchte, ist selbstverständlich. Mein persönlicher Weg ist, erst mal zu versuchen den Halter anzusprechen. Analog dazu, wenn mich z.B. allgemein ein Mitmensch nervt, Nachbar o.ä. Wenn alles nichts helfen würde, würde ich vermutlich überlegen, eine Behörde einzuschalten ... aber soweit kam es bei mir noch nie, alles ließ sich durch Gespräche lösen.
Ich bin auch der Meinung, dass man zunächst mal das Gespräch suchen sollte und dabei auch ganz klar sein sollte. Die meisten Leute zeigen sich dann erstmal einsichtig. Manche ändern dann auch was, aber eben nicht alle. Und dann muss man eben konsequent sein und den nächsten Schritt gehen. Sonst wird man nicht für voll genommen und das Verhalten setzt sich ewig fort.
Informiert ihr, die solche Empfehlungen aussprecht, wirklich gleich Behörden, wenn euch ähnliches widerfährt? Und falls ja, welche Reaktionen bekommt ihr von den Behörden?
Ich habe bisher zweimal die Behörden informiert. Einmal wegen einer Ruhestörung und einmal weil ich von einem Dobermann gebissen worden bin. Habe beide Male sehr gute Erfahrungen mit dem Personal gemacht.
Und was ich gerne auch fragen möchte, wie geht oder ginge es euch, wenn euer Nachbar gleich das VetAmt oder eine andere Behörde verständigen würde, weil z.B. euer Hund des öfteren mal bellt, vielleicht auch mal 30 min am Stück, weil ihr nicht zuhause seid und das Alleinbleiben erst lernen muss. Oder weil er ein Welpe ist und in seinen irren Minuten halt mal durch die Wohnung tobt.
Wegen mir muss weder Ordnungsamt noch Veterinäramt noch die Polizei verständigt werden. Ich verhalte mich so, dass andere Leute dadurch nicht gestört, genervt oder gar belästigt werden.
Dazu gehört auch, dass ich meinen Hund nur alleine lasse, wenn ich weiß, dass während meiner Abwesenheit Ruhe ist. Wenn mein Hund das (noch) nicht kann, muss ich mich eben um eine Betreuung kümmern. Die "irren fünf Minuten" hat es bei uns nie gegeben, weil ich es von Anfang an im Ansatz unterbunden habe.