Beiträge von RafiLe1985

    gerade der Kromfohrländer hat leider einen extrem kleinen Genpool.

    Oh je, das war mir bisher gar nicht so bewusst und schreckt mich jetzt eher wieder von der Rasse ab. :(

    Meine Schwester hat eine Hündin einer nicht von der FCI anerkannten Rasse mit kleinem Genpool und sie ist leider sooooo krank. :(

    Dann wohl doch einen zweiten Labbi als Zweithund, falls jemals einer einziehen sollte...?

    Hallo,

    wenn ich so eine Geschichte lese, wie deine, frage ich mich immer: Was macht eigentlich der Mann bzw. der Vater der Kinder? Es kann doch nicht sein, dass die Kinder und der Hund komplett an dir hängen bleiben?! Ich würde den Mann da ganz klar in die Pflicht nehmen. Er wird wohl einmal täglich 30 Minuten alleine auf die Kinder aufpassen können, damit du mit Neo in Ruhe trainieren kannst. Auch wenn man Alleinverdiener ist und Vollzeit arbeiten muss, ist das wohl nicht zu viel verlangt.
    Oder wie wäre es, wenn er sich mal der Aufgabe mit Neo annimmt? Vielleicht kann er unvoreingenommener an die Situation herangehen, weil er nicht so viele Negativerlebnisse hatte.
    Auf jeden Fall finde ich, es muss ein kompetenter Trainer her, der sich das anschaut und genaue Anweisungen geben kann, wie was trainiert wird. Und das muss dann eben konsequent von deinem Mann umgesetzt werden.

    Ich kenne auch so einen Fall hier bei uns. Sie hat auch ein kleines Kind im Kinderwagen und einen Dobermann-Mix, der genauso drauf ist, wie dein Neo. Da ich öfter mit ihr laufe, und sie auch weiß dass Nico (so heißt ihr Hund) Training benötigt, habe ich sie mal gefragt, ob ihr Mann das nicht übernehmen könnte. Ja, er arbeite Vollzeit, und ist immer so gestresst, wenn er von der Arbeit kommt, da mag er sich nicht auch noch den Stress mit dem Hund antun, bla bla bla, alles Ausreden, weil man(n) keinen Bock hat... Ich habe zwar keine Kinder (werde auch nie welche haben), aber ich habe auch einen Vollzeitjob, einen Hund und auch noch komplett alleine meinen Haushalt zu schmeißen. Ich kann mich auch nicht hinsetzen nach der Arbeit und sagen, boah, ich mache heute nichts mehr, bin so kaputt...

    So, genug geschimpft auf die Männerwelt. ;)

    Liebe Grüße,
    Rafaela

    Huhu,

    hört sich nach einem sehr schwierigen Fall an. Es kann an einer Vielfalt von Gründen liegen, dass sie nicht allein bleiben kann. Hat sie während deiner Abwesenheit die ganze Wohnung zu Verfügung? In welchem Gemütszustand lässt du sie alleine? Kann es vllt doch sein, dass die überfordert ist bzgl. Spaziergängen, Nasenarbeit, etc.? Das kann ja bei zarten 6 Monaten schon sehr schnell passieren. Gäbe es eventuell die Möglichkeit, sie in einem Raum alleine zulassen, wo sie absolut nichts anstellen kann? Wie ist es nachts? Ist es da genauso? Wie verhält sie sich dir gegenüber, wenn du da bist? Läuft sie dir nach? Fordert sie dich oft (etwa zum Spielen, Streicheln, etc.)?

    Grundsätzlich ist minutenweises Aufbauen sehr sinnvoll, aber wenn es immer wieder solche Rückfälle gibt, liegt es unter Umständen auch nicht am Training sondern hat andere Ursachen.

    Liebe Grüße,
    Rafaela

    Hehe, ich kenne das auch. Erst gestern habe ich eine Hundehalterin gesehen, die ich den ganzen Winter über nicht gesehen habe. Ich frage mich auch, wo die im Winter alle hinverschwinden.
    Auch in der Freilaufgruppe ist es so, dass im Winter da deutlich weniger los ist als im Sommer. Wobei mich das wundert. Ich fand im Winter die Freilaufgruppe grad praktisch, weil ich freitags nachmittags dann nur eine kleine Runde gehen musste. Da ist man dann weder durchgeweicht noch komplett eingesaut und kann dann noch was Arbeiten.

    Du wolltest keine Debatte losstoßen? Dann schreibe doch bitte in Zukunft differenzierte und erkläre auch dass du keine Erfahrungen mit Tierschutzhunden hast, sondern lediglich mit dem einen Welpen. Sonst wird sich das Gerücht der gestörten Tierheimhunde ewig halten.

    Ich wüsste nicht, dass wir uns persönlich kennen. Ich habe weder ausschließlich Erfahrung mit einem Welpen (Newton ist insgesamt der vierte Welpe in der Familie) noch habe ich keine Erfahrung mit Hunden aus dem Tierschutz.
    Die wenigsten Hundehalter, mit denen ich mich privat treffe, haben Rassehunde vom Züchter. Das sind genau zwei, nämlich die, die mit mir bereits den dritten Kurs in der Hundeschule machen.
    Alle anderen haben Hunde aus dem Tierschutz und bis auf einen Hund (nämlich der Hund der Trainerin) haben alle diese Hunde entweder gravierende gesundheitliche Probleme oder Verhaltensaufälligkeiten. Die Hündin einer Bekannten mit der ich regelmäßig laufe, hat einen schweren Herzfehler und eine chronische Darmerkrankung, die vom Tierheim verschwiegen wurden, wie sich später herausstellte. Eine andere Bekannte hat einen Hund, der aus schlechter Haltung stammt und bis heute, trotz Trainings, nicht stubenrein ist. Ein Kollege hat einen ehemaligen Straßenhund, den er quasi nur noch in unbekanntem Gebiet freilaufen lassen kann. Sonst macht er früher oder später sein eigenes Ding und kommt dann nach Gutdünken Stunden nach meinem Kollegen daheim an. Eine andere Bekannte kann ihren Hund überhaupt nicht freilaufen lassen, weil er bei der ersten Gelegenheit jagen geht und sie teils schon zwei Stunden im Wald gestanden hat, bis er wiederkam.
    Natürlich ist es möglich, dass zufällig genau meine Erfahrungen fast ausschließlich negativ sind. Und ich bestreite auch nicht, dass man im Tierschutz ein Goldschätzchen finden kann. Aber ich warne davor, einem blutigen Anfänger so bedingungslos zu einem erwachsenen Tierschutzhund zu raten, ohne mögliche Probleme aufzuzeigen, die es geben kann und in vielen Fällen auch geben wird.
    Ich bin schon lange hier im Forum unterwegs und bisher ist mir nicht ein einziger Vorteil untergekommen, den mir ein erwachsener Tierschutzhund gegenüber einem gut sozialisierten Welpen vom Züchter bieten kann.
    Ich bestreite auch nicht, dass man beim ersten Welpen unter Umständen Fehler machen kann, die einem später Probleme bereiten. Aber ich denke, wenn man sich im Vorfeld über die Eigenschaften der jeweiligen Rasse informiert, einen seriösen Züchter (und damit sozusagen lebenslangen Support in Hundefragen) wählt und eine gute Hundeschule zur Unterstützung hat, kann nicht soviel schief gehen, dass man den Kleinen total verkorkst.

    Ich finde es einfach einfacher mit einem Welpen in das Leben als Hundehalter hereinzuwachsen und alles von Anfang an kennenzulernen als mit einem erwachsenen Hund aus dem Tierschutz unter Umständen direkt nach 6 Wochen Eingewöhnungszeit vor "fortgeschrittenen" Problemen zu stehen, von denen man als Hundeanfänger null Ahnung hat.

    Ich behaupte nicht, dass jeder Hund der aus dem Tierschutz kommt problematisch ist. Aber das Risiko ist doch sehr hoch. Wieso landen denn Hunde im Tierheim? Meist sind es doch Mischlinge, die aus einer "Vermehrerzucht" stammen, an zweifelhafte Besitzer vermittelt wurden und dann verhaltensauffällig oder krank wurden. Einen Rassehund vom seriösen Züchter habe ich im Tierheim noch nicht entdeckt.

    Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Hunde aus dem Tierheim und auch nichts gegen Hundehalter, die sich einen Hund aus dem Tierschutz holen, aber für mich persönlich käme ein Hund aus dem Tierschutz nie und nimmer in Frage. Es bietet für mich keinerlei Vorteile gegenüber einem Welpen vom seriösen Züchter.

    Und ich finde es dann schon bezeichnend, dass man einer TE, die schon im Eingangspost schreibt, dass sie einen Welpen möchte, weil sie viel Zeit hat und ihm ein schönes Zuhause bieten kann, dahingehend so verunsichert, dass sie nun nicht nur vor ihrer eigentlichen Frage nach der Rasse steht sondern erneut vor der Frage ob Welpe oder nicht.

    Wenn man in irgendetwas Anfänger ist, muss man sich dann gleich etwas potentiell Problematisches antun? Vor allem, wenn man es im Vorhinein mangels Erfahrung überhaupt nicht beurteilen kann, ob es problematisch sein könnte oder nicht.

    Ich wollte hier keine Diskussion über TS-Hund ja oder nein anzetteln und der TE damit den Thread kaputt machen, aber wenn es soweit geht, dass sie eigentlich eine getroffene Entscheidung nun aus Verunsicherung wieder rückgängig macht, erlaube ich mir doch, eine andere Sichtweise auf die Dinge anzubieten.