Beiträge von Millemaus

    Wir habens schon mit normalen Zergeln probiert. Liebt er in der Wohnung, ignoriert er draußen.
    Mit Echtfell... Klar, könnte man probieren.
    Wir wollten mit ihm auch mal die Reizangel ausprobieren (sobald Männe sich mal aufrafft eine zu basteln). Da könnte man so einen Dummy ja anhängen. Genug Fell haben wir ja hier liegen :)

    Also ihn nicht einfach sinnlos jagen lassen, sondern einen Stoppbefehl etablieren.

    Die Lösung ist die Quietscherei aber leider nicht. Nur eine Ablenkung. Aufgrund seines Alters würde ich sagen, haltet einfach weiter durch. Übt die Umorientierung, übt Ruhe und verhindert mögliche Erfolge in dem ihr ausreichend sichert. Das Jagen wirst du wahrscheinlich nie rausbekommen, aber hoffentlich händelbar machen können. Allerdings bin ich da realistisch, manche Hunde kann man trotz Training nie sicher laufen lassen.

    Okay... Ich denke so wird es laufen (müssen).
    Wirklich sicher können wir ihn nur mit anderen Hunden laufen lassen. Die sind nämlich viel interessanter als alles zum jagen. Allerdings gibts da auch eine zeitliche Begrenzung, aber die hab ich mittlerweile ganz gut drin.


    Zitat

    Der Hund meiner Mutter ist da so ein Fall. Auch ein Münsterländer-Mix mit wahnsinnigem Jagdtrieb auf Sicht und Spur. Zugleich ist er auch so intelligent, dass er genau weiß wann er kann und wann nicht und auch nicht mehr anzeigt, sondern einfach losdüst.

    Jipp... Das kennen wir auch. Ich hab nach der ersten Woche zu meinem Mann gesagt, dass es toll ist, dass der Hund so intelligent ist, aber dass das mit Sicherheit auch viele Schwierigkeiten mit sich bringen wird.

    Selbst Futter hilft bei uns nicht obwohl Trico so verfressen ist. Ich könnte mit Steaks werfen, es wäre ihm egal. Mir haben schon soviele gesagt, man muss das Jagen im Ansatz unterbrechen. Nur leider hab ich nicht die Augen und die Nase um Wild vor meinem Hund aufzuspüren^^


    Jipp. EXAKT genau so ist es bei uns auch. Der Hund macht für Futter sonst alles (wirklich alles), aber dabei ists schnurzenpiepegal.

    Und wie das ist mit dem "vorher abfangen" hatte ich ja schon in der Antwort auf den Beitrag von byllemitblacky genantwortet.

    Vorstehen tut er denke ich nicht. Das muss ich mal sehr sehr genau beobachten, ob es da diese eine Sekunde gibt.

    Jedenfalls beruhigt es mich, dass es noch andere Leute gibt, die 1. fast dasselbe Problem haben und 2. ebenfalls so blauäugig waren ;)
    Danke für deinen Beitrag.

    @datKleene Stimmt. Auf diese Fixierung wurde bisher ja noch nicht eingegangen. Wie ist das bei Dir? Klebt er dann auch so extrem an Dir? Und hat er danach gesucht, als Dus weggepackt hast? Oder wie hat sich das geäußert?

    Erstmal danke für deine Antwort! :)

    Deswegen sagte ich ja blauäugig ^^ Wir hatten die Hoffnung, dass der Berner durchschlägt, aber von dem hat er leider nur das Anzeigen/Wachen und die Zeichnung -.-'

    Na ja, aber wie soll das funktionieren? Normalerweise läuft das ganze so: Hund schnüffelt, läuft total entspannt und *Zoing!!* ist er weg. Er wirkt vorher total "normal" und desinteressiert. Es können auch 3 Radfahrer an ihm vorbeifahren, die er ignoriert und den 4. jagt er dann.

    Meinst Du, das Quietschie als Belohnung für den RR aufzubauen?
    Und in der Zwischenzeit nicht als Bestechung einsetzen wie vorhin auf dem Spaziergang?

    Hey :)
    Ein etwas umständlicher Threadtitel, aber der trifft es so wunderbar. Der Text wird etwas lang, also Danke im voraus an alle, die sich durcharbeiten.
    Wir haben hier ja eine kleine Jagdsau sitzen. Hätten wir um das massive Jagdproblem (er jagt alles, was sich bewegt -> Autos, Räder, Jogger, Vögel, Bälle, Lichtreflexe) vorher gewusst, hätten wir den Hund vermutlich nicht zu uns geholt. Leider haben wir zu dem Zeitpunkt noch alles geglaubt, was die Vorbesitzer uns erzählt haben. Die meinten nämlich, er würde überhaupt nicht jagen. Im nachhinein wars ziemlich blauäugig von uns, aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, die Milch verschüttet usw. und wir müssen mit dem jagenden 20,5kg Kraftpaket leben.

    Kurz die Eckdaten zum Hund: Kleiner Münsterländer x (angeblich) Berner Sennenhund, 16 Monate alt, lebte die ersten 10 Monate auf dem Balkon, ohne Erziehung, rausgehen bedeutete wohl in die Klärteiche springen und Enten jagen. Wir haben ihn seit Anfang August und seitdem hat sich vieles gebessert. Das einzige, was wir einfach nicht in den Griff bekommen ist eben das Jagen. Wir haben versucht einen Superpfiff zu etablieren, was nach hinten losging. Wir haben versucht eine Umorientierung auf uns zu loben und ihn dann in die andere Richtung Leckerlies jagen zu lassen. Ohne Erfolg. Futter ist anscheinend nicht hochwertig genug. Abbruchsignal ist ihm egal, wenn er jagt.

    Er steigert sich meist unheimlich rein, fängt an zu fiepen und zu kläffen und ist nicht mehr ansprechbar; z.B. wenn ein Eichhörnchen vor ihm auf den Baum gesprungen ist. Dann hilft nur noch wegzerren. Haben wir das gemacht, versuchen wir ihn möglichst ruhig zu kriegen, ihn mit "Schau" zu uns zu holen und langsam die Distanz zu verringern. Das Problem ist: Solange sich das "zu jagende Tier" nicht bewegt ists vollkommen uninteressant.

    Heute hatte ich auf dem Spaziergang sein Quietschspielzeug mit. Einfach mal probehalber. Das gibt es sonst nur, wenn es baden geht (er liebt das Ding und es ist der einzige Weg, ihn in die Wanne zu bekommen -> Das haben die Vorbesitzer verbockt, er hatte zu Anfang panische Angst vorm Badezimmer). Der Großteil des Spaziergangs verlief total friedlich. Hund aufmerksam, leinenführig, einfach toll. Kurz vor Ende flog dann mal wieder eine Amsel auf, Hund durchgestartet und hinterher. Ich zog das Quietschie aus der Tasche, drückte einmal, der Hund legte eine Vollbremsung ein und lief zu mir. Hat er vorher noch nie gemacht, wenn er im Jagdmodus war.
    Ich warf das Quietsche in die zur Amsel entgegengesetzte Richtung, Hund flog hinter her und war das glücklichste Wuff auf Erden.
    Jedenfalls bis ich ihn wieder zu mir rief. Er kam widerwillig an und als ihm klar wurde, dass ich das Quietschie gern wieder hätte wollte er abhauen. Lies es sich dann aber brav abnehmen und freute sich über das Pferdefleischleckerlie (gibts nur zu "besonderen Anlässen", er liebt die Dinger), war aber auf die Tasche fixiert, in der das Quietschie verschwand.
    Und da ist das Problem: Er ist total fixiert darauf. In der Wohnung suchte er noch eine Viertelstunde lang nach dem Quietschie, kam nicht zur Ruhe, war total aufgedreht und hibbelig. Das Quietschie gibts nämlich nicht zur freien Verfügung, sondern liegt meistens im Schrank.


    Ich werde die nächsten Tage testen, ob das mit dem Quietschie nur Zufall war, oder doch DIE Lösung.
    Ich hab einfach "Angst", dass sich das Quietschie mit der Zeit abnutzt und er mir nur noch an den Hacken klebt, weil er so fixiert drauf ist. Weiterhin hab ich Sorge, dass das Quietschie nicht mehr als "Superbelohnung" funktioniert, wenn ich ihn dagegen desensibilisiere.

    Oder mache ich mir unnötig Sorgen? Wie würdet ihr damit umgehen? Wie würdet ihr diese "Geheimwaffe" nutzen?
    Klar, zu Hause kann ich ihn danach zur Ruhe "zwingen", das mussten wir zu Anfang ja ständig machen, aber ist das wirklich die Lösung allen Übels?
    Ich will mir diese Chance nun einfach nicht kaputt machen. :hilfe:

    Bevor der Tipp kommt: Pia Göring steht auf der Wunschliste ;)

    Whiskey liegt tagsüber primär auf der Couch. Eher selten auf dem Boden. Wenn einer von uns in der Küche ist, liegt er davor. Ab und an geht er in seine Box. Wenn wir Besuch haben, dann muss er in die Box, bzw. liegt dann oft davor.

    Nachts liegt er in seinem Körbchen unterm Bett. Wir müssen die Schlafzimmertür zu machen, weil er sonst in der Wohnung rumläuft und kläfft.

    Sollte der Hund das Leckerchen im falschen Moment bekommen bestätigt man ihn in dem Tun, was man ja eigentlich wegtrainieren möchte.


    Zumindest wenn Du das auf Angstverhalten beziehst, ist das nicht richtig (falls es anders gemeint war: Sorry! Davon ab ist es wesentlich schlimmer, ein erwünschtes Verhalten einmalig abzustrafen, als ein unerwünschtes einmalig zu belohnen). Ein Hund, der Panik hat, wird z.B. sowieso nichts fressen.
    Außerdem kann das negative Gefühl Angst, nicht durch etwas positives (Lecker) verstärkt werden, sondern nur durch etwas weiteres negatives (anbrüllen, an der Leine rucken).
    Schöner Link dazu: http://markertraining.de/marchenstunde-…dung-verstarkt/

    Also klar: Hat der Halter Angst, regt er sich auf usw. überträgt sich das auf den Hund.
    Ist man souverän und gelassen (oder tut zumindest so ^^) überträgt sich das im besten Fall ebenfalls auf den Hund. Allerdings nicht, wenn er in Panik ist oder höchst aggressiv an der Leine pöbelt. Wenns soweit ist, kann der Hund nichts mehr wahrnehmen (wie hier ja schon erwähnt wurde).