Beiträge von Millemaus

    Du kannst natürlich beginnen, alleine bleiben zu trainieren, wie man es mit Welpen macht.
    Aus dem Raum gehen, Tür schließen und sofort wieder aufmachen.
    Diesen Zeitraum dann immer weiter ausdehnen. Das Alleine bleiben nicht stringent steigern, sondern (wenn es über einen gewissen Zeitraum klappt) die Zeiten variieren. Wenn sie bspw. eine halbe Stunde ohne Dich aushält, dann mal 30 Minuten, dann wieder nur 5, dann 20Minuten alleine lassen.

    Noch kurz ergänzend hier zu:

    So habe ichs mit Whiskey auch gemacht. Hund an kurzer Leine (2m) an den Cani Cross Gürtel gehängt, Stück gegangen, um eine Wiese rum und dieselbe Strecke wieder zurück (das haben wir wirklich viele Wochen gemacht, 3x am Tag 15 Minuten, 1x die Woche gings zum Freilauf mit dem Auto auf ein entsprechendes Gelände, das wars an Gassi).


    Wir haben dann wöchentlich Strecke hinzugenommen. Also einfach pro Woche 15-30m mehr dran gehängt (je nachdem, wie aufregend die Gegend ist, was der Hund leisten kann), wieder umgekehrt und denselben Weg zurück.
    Mittlerweile können wir ca. eine halbe Stunde lang gehen. Dabei gehen wir in 2 "Sackgassen", an deren Ende wir gerade jeweils am Ausbauen sind.
    Wenn es dunkel ist, es also weniger Reize gibt, dann können wir bei der einen Sackgasse schon wesentlich weiter gehen, bevor wir umdrehen müssen.
    Joggen wir (nur nachts/im dunkeln), können wir sogar noch sehr sehr sehr viel weiter gehen als beim normalen Spazieren gehen. Er kommt dann einfach in so eine Art "Lauftrance", er läuft sich ein (dauert so 500m) und dann trabt er ganz entspannt vor mir her.
    Ruhiges, gleichmäßiges Laufen (Joggen oder auch am Fahrrad) hilft vielen Hunden, sich zu konzentrieren und überschüssige Energie abzubauen. Habt ihr es damit schon mal probiert?

    Ja, wurde alles durchgecheckt, alles ohne Befund.

    Kennt sich der Tierarzt denn gut(!) mit der Schilddrüsenunterfunktion aus? Die meisten Ärzte tun das leider nicht und problematisch ist auch, dass die Referenzwerte wenig aussagekräftig sind, weil viele Hunde bereits von der SD herrührende Probleme haben, wenn die Werte noch "im Normbereich" liegen.
    Gerade die subklinische SDU kann man an den Werten nicht ablesen. Hier heißt der Behandlungsgrundsatz auch: Es wird das Verhalten behandelt, nicht die Werte. Deswegen habe ich Dir den Artikel vom Rückert in meinem ersten Post verlinkt. Bitte unbedingt durchlesen =)

    und gehen die gleiche Strecke zurück, wenn wir die gleiche Strecke zurüch gehen, ist der Hund deutlich entspannter und zieht eigentlich kaum bis gar nicht mehr.

    Dann bau doch darauf auf =)
    So habe ichs mit Whiskey auch gemacht. Hund an kurzer Leine (2m) an den Cani Cross Gürtel gehängt, Stück gegangen, um eine Wiese rum und dieselbe Strecke wieder zurück (das haben wir wirklich viele Wochen gemacht, 3x am Tag 15 Minuten, 1x die Woche gings zum Freilauf mit dem Auto auf ein entsprechendes Gelände, das wars an Gassi). Auf dem Hinweg rein gar nichts vom Hund verlangen, ihn einfach machen lassen.
    Auf dem Rückweg jedes erwünsche Verhalten loben (nicht nur an lockerer Leine laufen, sondern auch umorientieren! Selbst ein zu Dir gedrehtes Ohr kann/sollte belohnt werden). Auch wenn der Hund nicht reagiert, trotzdem verbal loben. Es kommt an! Glaub mir ;)
    Leckerlies evtl nicht aus der Hand geben, sondern ruhig und langsam über den Boden kullern (nach hinten, nicht nach vorne, sonst kann es sein, dass dadurch wieder Zug auf die Leine kommt).
    Wir haben extrem große Erfolge erzielt, indem wir variable Belohnungen eingeführt haben. Mal nur ein winzig kleines Stückchen Futter, dann einen Futterregen. Vollkommen wilkürlich.

    Je nach Reizlage kommt das ab und zu vor und wird immer bestätigt, entweder Verbal oder mit Kecks, er läuft dann einfach erwartungsvoll neben mir her (pusht ihn also).

    Führe ein "Ende"-Signal ein. Damit zu Hause anfangen, Hund ruhig etwas pushen, eine bestimmte Anzahl an Leckerchen geben (noch welche zurückbehalten), ein Wort (z.B. Ende) sagen und eine große Geste dazu machen (Hände vor der Brust überkreuzen o.ä.) und dann ist eben Ende, obwohl Du noch Leckerchen hast. Egal was der Hund macht, er wird dann konsequent ignoriert. Je nach Hund kann das schwer sein, aber es lohnt sich. Das würde ich zu Anfang noch nicht auf dem richtigen Spaziergang einbauen, sondern dann auf dem Rückweg, ganz kurz bevor ihr zu Hause seid.
    So lernt er: Aha, wenn Frauchen das Wort sagt und die Geste macht, dann krieg ich nix mehr und brauche sie nicht anhimmeln.

    Morgens Dosenfutter von Lukullus - abends Platinum Adult Chicken.

    Hmmm... Was ich da so spontan zu gefunden habe ist sehr fleischlastig... Habt ihr schonmal probiert, gezielt Kohlehydrate, Vitamin B und Magnesium zuzufüttern? Man kann da extrem viel über die Ernährung steuern bei den aufgedrehten Hunden. Natürlich ist das nicht DIE Lösung, aber es kann unterstützen.

    Leider ist Lee an Zusammenarbeit nur mäßig interessiert und verliert sehr schnell das Interesse, daher haben wir mit Mantraling wieder aufgehört, ab und zu tricksen wir Abends nach dem Gassi.

    Was habt ihr denn noch probiert außer Mantrailing und Tricksen?

    Huh... Das klingt irgendwie nach Whiskey in seiner Anfangszeit (bzw. in den letzten 3 Jahren ^^).
    Was heißt denn "erwachsen", sprich: Wie alt ist Lee?

    Wurde er gesundheitlich komplett durch gecheckt? Großes Blutbild inkl. Schilddrüsenwerte und wurde dem Verdacht einer subklinischen Schilddrüsenunterfunktion (Das Phantom: Die subklinische Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) beim Hund - Ulm / Neu-Ulm - Kleintierpraxis Ralph Rückert) nachgegangen?

    Dass ihr in reizarmer Umgebung geht, ist ja schonmal super, geht ihr eine Runde oder eine Strecke (also selben Weg hin wie zurück)?

    Hat er denn zwischendrin auch mal Momente, wo er sich zu Dir umorientiert, oder wo er an lockerer Leine geht? Wenn ja, bestätigst Du die?
    Wie reagiert er auf rein verbales (ruhig gesprochenes) Lob? Nimmt er das an, pusht ihn das?

    Was fütterst Du und wie sieht euer Alltag aus? Was macht ihr zu Hause, wie viel schläft er und wie oft geht ihr wie lange raus? Welche Leinenlänge nutzt ihr? Was für eine Rasse/Mischling ist er, wo kommt er her, wie lange ist er bei euch?

    Fragen über Fragen ^^


    Edit:

    hast Du schon einmal versucht, die Leine nicht in der Hand zu halten, sondern sie Dir quer um den Körper zu hängen?

    Da finde ich persönlich einen Cani Cross Gürtel besser.
    Den nutze ich zur Zeit und uns hilft es aus den von Dir genannten Gründen ungemein.
    Wenn Whiskey in die Leine springt, möchte ich die Leine nicht ungepolstert quer überm Oberkörper "hängen" haben. Da hat der Gürtel den Vorteil, dass er gepolstert ist, mehr in der Körpermitte sitzt und nicht (so leicht und extrem) verrutschen kann.
    Ich möchte den nicht mehr missen!

    Erstmal möchte ich mich für meine Verwechslung im ersten Post entschuldigen, in dem ich den Hovi als Jagdhund bezeichnet habe.
    Mir ging es gestern reichlich bescheiden (Fieber) und in dem "Wahn" habe ich zwei Rassen durcheinander geworfen, die nichts miteinander zu tun haben. Mea Culpa, entschuldigung! :gott:


    Ein Welpe würde ja mit 8-10 Wochen alter zu mir kommen und müsste dann erstmal Stubenrein werden. Allein das dauert schon rein wachstumstechnisch und wohnungstechnisch wie lange ? 4 wochen?

    Das ist sehr optimistisch gedacht.
    Kann klappen, muss aber nicht. Mein eigener Hund war mit 10 Monaten noch nicht stubenrein...

    Ich war heute mit Whiskey, Lucy und ihrem Herrchen zwei Stunden unterwegs. Wir gehen einen Weg entlang, ettliche 100m hinter uns taucht irgendwann eine Frau mit großem weißem Hund auf. Zwischen uns und ihr war noch so viel Platz, dass ein Pärchen mit Hund dazwischen laufen konnte und der Abstand immer noch so groß war, dass sich die Hunde alle null füreinander interessiert haben.
    Der Weg ist wie ein Quadrat aufgebaut. Drei schnurgerade geteerte Feldwege, als vierte Begrenzung ein Gehöft und in der Mitte kahles Feld. Man kann also immer und zu jeder Zeit alle Teile des Wegs gut sehen. Als wir bei unseren Autos ankamen, die am Rande des Wegs geparkt waren, fing es an zu "eisregnen" und so verfrachteten wir die Hunde in die Kofferräume und wollten die Idee noch Fotos zu machen eigentlich verwerfen, als es auch schon wieder aufhörte mit dem Regen. Also doch Fotos machen, aber erst die Leute mit den Hunden vorbeilassen (Lucy ist mal wieder krank und darf keinen Fremdhundekontakt haben).
    Das Pärchen mit dem Miniwuschelhund geht vorbei, man grüßt sich.
    Dann kommt die Frau mit dem großen weißen Hund (irgend ein Doodle mMn), bleibt an der Längsseite meines Autos stehen (Whiskey saß im Kofferraum), leint ihren Hund an, geht an uns vorbei und fragt:
    "Gar kein Hund dabei?"
    Äähh... :omg: Antwort von Lucys Herrchen: "Doch, zwei sogar."
    In dem Moment fängt Whiskey an zu randalieren, weil sich ein anderer Hund SEINEM Auto genährt hat :roll: und die Frau macht sich von dannen.

    Bemerkenswert daran ist: Sie konnte uns die ganze Zeit, die sie das Feld umrundet hat sehen. Whiskey ist sogar einmal in ihre Richtung durchgestartet (und lies sich abrufen).
    Also entweder war sie so verwirrt, dass sie nicht gemerkt hat, dass wir das waren oder (die Vermutung von Lucys Herrchen), sie konnte nicht mehr so gut gucken :???: :ka:

    Ich habe den Beitrag über den jungen, überforderten Mann gestern auch gesehen und ich muss sagen, dass ich sowas mittlerweile sehr selektiv wahrnehme.
    Für mich stand der (Asperger) Autismus als Grund im Vordergrund. Dem Aspie wurde für alles "die Schuld gegeben". Finde ich persönlich ein Unding, aber leider die (in der Regel, gibt natürlich auch Ausnahmen!) typische Berichterstattung, wenn irgendein "Journalist" (bei der RTL Gruppe ist das ja so ne Sache... :roll: ) das Wort Autismus auch nur erahnt. :dagegen:

    Der junge Mann hat noch ganz andere Probleme. Ich würde da PTBS und Depression in den Raum stellen und finde es unverantwortlich, dass da nicht bereits viel viel früher eingegriffen wurde.
    Und zwar bereits vor dem Tod der Mutter. Nach den Informationen und Bildern aus dem Beitrag hätte die Mutter mMn in ein Krankenhaus, Hospiz o.ä. gehört, jedenfalls in professionelle Pflege und nicht in einen vermüllten Haushalt mit einem überforderten Sohn als Hauptansprechsperson (man weiß ja nicht, ob da noch täglich Pfleger o.ä. kamen). Der junge Mann hätte einen Betreuer gebraucht, der dafür sorgt, dass er näher an seine Schule zieht und seinen Alltag in den Griff kriegt.
    Natürlich ist es besch***en, dass er jetzt auch noch die Hunde verliert, die gerade Menschen aus dem autistischen Spektrum sehr helfen können. Aber wenn da doch regelmäßig jemand (die Tierschützerin?) nach dem rechten geschaut hat, wie konnte es dann so weit kommen?

    Der Beitrag von mir ist natürlich sehr persönlich geworden, aber das wollte ich los werden. |)