Beiträge von Millemaus

    Diese Unverträglichkeit mit anderen Hunden, wie kann man denn da von Beginn an gegenwirken? Was steckt da denn psychologische dahinter?

    Manche Rassen sind einfach nicht auf Verträglichkeit gezüchtet und brauchen demnach keine anderen Hunde in ihrem Umfeld.


    Zu dem Thema kann ich die ersten Seiten dieses Threads hier sehr empfehlen:
    Plötzliche Aggression und Ungehorsamkeit

    Da wird absolut deutlich gemacht, dass ein Hund nunmal nicht nur die Summe seiner Erfahrungen, sondern auch seiner Gene ist und man das, was die Gene vorgeben, nicht ausschalten kann.

    Find ich interessant, denn so wie du ihn da beschreibst hätte ich den Hund wohl schon längst Beruhigungsmittel gegeben.

    Ich hab ja auch schon x-mal drüber nachgedacht, aber das ist ja nichts, was man mal eben so im Internet bestellt und dann auf gut Glück ausprobiert :lol:
    Und ich frage mich halt, wieviel er dann von seinem Charakter einbüßen würde und ob es das wirklich wert ist. Gerade dass er in positiven Dingen (also bspw. seiner Liebe zu mir) so übertreibt, ist was wunderschönes.
    Nala freut sich zwar sehr über mich, aber die freut sich eben auch über Freunde von mir sehr ähnlich, während ich für Whiskey schon das absolute Nonplusultra bin.

    Also erst alles "natürlich pflanzliches" durch (bei Arren wirkt zB Adaptil super, auch als Duft. Bei Hami wirken nur die Tabletten davon und das nur in größerer Menge) und wenn da nix wirkt dann an das verschreibungspflichtige.

    Das bringt bei ihm halt alles nix. Alles durch ^^ Das einzige, was ein bisschen gebracht hat, war eben Tryptophan + Vit. B.

    Nicht nur für den Hund, auch für einen selbst. Das Leben mit so einem Hund ist nämlich auf vielen Ebenen anstrengend! Für alle Parteien.
    Leider vergisst man sich als Hundehalter da schnell, weil der Fokus so sehr auf dem Hund liegt. Aber wir sind ja genauso wichtig, ohne uns kein Hund.

    Genau. Und dafür habe ich Nala :herzen1:
    Nala ist da echt meine Therapie. Mit ihr kann ich das machen, was ich immer mit einem Hund machen wollte. Durch die Gegend bummeln, neue Strecken erkunden, sie (fast) überall mit hinnehmen...
    Das ist echter Balsam für die Seele.

    Wir haben den von PitPat. Bei einem Facebook Gewinnspiel gewonnen, gekauft hätte ich mir sowas nicht.
    Ist halt ein nettes Spielzeug, aber wirklich notwendig ist das nicht.

    Das Ding von PitPat macht man am Halsband fest und das "misst" dann die Bewegungen und teilt sie in Ausruhen, Schlendern, Laufen, Rennen und Spielen ein.
    Es wird einem in Minuten gezeigt, was der Hund gemacht hat. Zudem wird die Gesamtmenge der zurückgelegten Kilometer und der verbrannten Kalorien angezeigt.
    Problem ist, dass man nur zwischen Kleinem, Mittlerem und Großem Hund wählen und nichts individuelleres einstellen kann.

    Die SD-Medis hatten wir auch nur auf meinen Wunsch (mit Unterstützung unserer Trainerin) hin ausprobiert, die TÄ hatte da keine Notwendigkeit gesehen (obwohl sie einen verhaltenstherapeutischen Schwerpunkt hat).

    Dazu noch kurz ergänzend:
    Von den Werten her hätte es keine Indikation für eine Behandlung gegeben. Deswegen hat sich die TÄ auch so gesträubt. Und nur deswegen habe ich die Medis wieder ausgeschlichen. Hätte es von den Werten her schlecht ausgesehen, hätte ich die Medis niemals abgesetzt, aber Whiskey wurde immer nur nach dem Verhalten und nicht nach den Werten behandelt.

    @Millemaus, nur aus Neugierde, weil mir beim Lesen deines Eingangspost die Frage ins Hirn schoss: Kriegt Whiskey Medikamente?
    Ich frag nur, ich bin da ja sehr pragmatisch.

    Jein...
    Er hat lange Schilddrüsenmedis bekommen und subjektiv war es damit auch besser. Objektiv war es hingegen immer ein Auf und Ab, welches sich aber stetig leicht verbesserte (schreibe ich dem Alter und entsprechendem Management/Training zu). Wir haben die SD Medis im letzten halben Jahr ganz ganz langsam ausgeschlichen und sobald sich sein Hormonhaushalt (auch wg. der Kastra) wieder stabilisiert hat, werde ich nochmal ein BB machen und die Werte überprüfen lassen.
    Ohne die Medis hat sich sein Verhalten wieder nur minimal verschlechtert. :ka:
    Die SD-Medis hatten wir auch nur auf meinen Wunsch (mit Unterstützung unserer Trainerin) hin ausprobiert, die TÄ hatte da keine Notwendigkeit gesehen (obwohl sie einen verhaltenstherapeutischen Schwerpunkt hat). So wohl ich mich in "meiner" TA-Praxis auch fühle, in diesem Punkt kommen wir da auf keinen gemeinsamen Nenner. Die og. TÄ hat schon x-mal versucht, mir homöopathische Mittel aufzuschwatzen, was ich für den größten Schwachsinn überhaupt halte. Für "mehr" hat sie keine Indikation gesehen.
    Wir hatten sogar wg Tryptophan und Vitamin B unsere Diskussionen, da hab ichs dann mit ihr ganz aufgegeben und gehe seitdem nur noch zu den anderen TÄs in dieser Praxis. |)

    Leider gibts in unserem direkten Umfeld keinen TA, dem ich diesbezüglich fachlich genug zutraue, auch wenn ich es schon gerne ausprobieren würde. Beim letzten Mantrailing Termin meinte unsere Trainerin, dass sie sich nochmal umhört und ein paar Leute fragt. Mal schauen, was sie sagt, wenn sie aus dem Urlaub wieder da ist.

    Wenn er bei anderen HH gelandet wäre, die eventuell mit seiner Angstaggression nicht hätten umgehen können, dann wäre er wohl zum Wanderpokal geworden.

    Das wäre bei Whiskey sicherlicher auch der Fall gewesen.
    Und MIT meinem Wissen von heute, hätte ich ihn damals sicher auch genommen. Aber ohne mein mittlerweile erworbenes Fachwissen, dafür mit dem Wissen, wie verdammt schwierig dieser Hund ist/sein kann... Ich weiß es nicht. Ich denke eben eher nicht.
    Klar klingt das herzlos und wie gesagt würde ich ihn jetzt, wo er hier ist, auch niemals mehr abgeben, aber :roll: er ist und bleibt nunmal echt eine Herausforderung.

    Inzwischen ist er mehr als 5 Jahre bei mir und für meinen Alltag ein Traumhund.

    Das ist bei uns im Moment leider nicht der Fall, was hauptsächlich der Wohnsituation geschuldet ist. Wenn ich eine Wohnung auf dem Dorf (winziges Dorf, oder Dorfrand) mit Garten hätte, wäre das hier sicherlich auch komplett anders. =)

    Manchmal weiß ich nicht, wie ich den dreien gemeinsam gerecht werden soll und ehrlich gesagt - es wird einfacher, wenn Klecks irgendwann nicht mehr ist. Er schränkt uns schon sehr ein.

    Das finde ich ist ein wichtiger Punkt. Das denke ich mir tatsächlich auch öfter mit Whiskey. Natürlich liebe ich ihn über alles und würde ihn niemals weggeben (und ganz ehrlich: wer würde "so einen Hund" freiwillig nehmen ;) ), aber es wird definitiv einfacher, wenn er nicht mehr da ist. Und ja, ich plane auch als nächsten Hund wieder einen eher einfachen Hund zu nehmen (auch wenn das natürlich noch Jahre hin ist!). Gerne mit ein oder zwei Baustellen oder ein Welpe, aber kein "Totalausfall" wie Whiskey.
    Ich habe jetzt schon (nach 4 1/2 Jahren) teilweise keine Lust mehr mich so massiv einzuschränken, vor allem wenn ich durch Nala sehe, wie einfach alles sein kann.
    Für mich ein Punkt, mit dem es mir immer mal wieder schlecht geht. Wie sieht das bei Dir aus @Dinakl? Kommst Du damit klar?

    Trotz Sturkopf, trotz Eigensinn, oder eher genau deshalb. Ich hab mir die Rassen ja bewußt ausgesucht! Die Vorgänger waren mehr will to please Hunde, nun sinds die 2 Chaoten, der nächste Hund...

    Finde ich auch ein sehr interessanter Punkt.
    Ich denke, ob und wie man mit zwei extrem unterschiedlichen Hunden klarkommt, ist auch ganz stark davon abhängig, ob man sich bewusst dafür entschieden hat, diesen/jenen Hund zu nehmen, oder ob er "einfach so ins Leben gestolpert kam".
    Hätte ich gewusst, wie es mit Whiskey wird, hätte ich ihn vermutlich nicht genommen... :-/

    Gestern lief auf SAT1 Die Akte 20.19 mit dem Thema "Nicht ohne meinen Hund".
    Da wurden unter anderem ein Dogwalker aus Köln gezeigt, eine Frau mit sechs Windhunden beim Hundephysiotherapeuten und eine Hundesalonbesitzerin mit zwei kläffenden Chihuahuas gezeigt.