Beiträge von Millemaus

    Jetzt hab ich nochmal kurz Zeit, auf alles einzugehen.

    Das Hundehirn muß ja auch verarbeiten was es da gerade gemacht hat.

    Wir waren Sonntag drei Menschen mit 4 Hunden und haben gute 4 Stunden "gearbeitet". Da kann man sich also vorstellen, wieviel Zeit/Pause zwischen den einzelnen Durchgängen lag, zumal 3 der 4 Hunde unverträglich sind. Also musste man bei jedem Hund warten, bis der jeweils vorherige wieder sicher im Auto war.

    Wenn du das so meinst, dass bei jedem der 2 Durchgänge ein eigentlich einzelner Trail in 2-3 kurze Abschnitte zerstückelt wird, dann ist das für Einsteigerhunde (oder auch mal zur Motivation) ok, mache ich bei Anfängern auch so: als Standard ein Doppeltrail (also der Trail in 2 Abschnitte unterteilt), wenn es nicht gut geklappt hat noch ein 3. superkurzer leichter Abschnitt dazu. Die einzelnen Abschnitte sind dabei so 20 - 60 m lang, wenn's gut läuft testweise auch mal 100 m, wenn der Hund so langsam für den Einzeltrail reif wird.

    Wenn ich sage "2 Durchgänge mit jeweils 1-3 Trails" heißt das nicht, dass der Hunde jedes Mal 1-3 Trails von über 100m Länge hat. DAS wäre in der Tat viel. Es sind kürzere Trails, 100-150m sind das Maximum (außer für den Hund, der als zweites an den Start ging, der hatte wie gesagt einen sehr langen Trail, und in dem Durchgang auch nur den. Im zweiten Durchgang gabs für ihn einen Mini"trail" mit einer Verleitperson) und wenn ein Trail 150m hat, wird der nächste auch deutlich kürzer.

    Wichtig ist, dass das nicht routinemässig abgespult wird, sondern man auch mal aufhört, wenn der Hund grad was begriffen und umgesetzt hat - da setzt man dann nicht noch mal einen drauf, sondern lässt ihn das Gelernte verarbeiten.

    Ja, das passiert bei unserem Training. Wie gesagt 1-3... Wenn der erste mega schwierig (für den jeweiligen Hund in der jeweiligen Situation) war, aber der Hund das gut gemeistert hat, bleibts bei dem einen. Es wird individuell entschieden, was der Hund heute leisten kann und was nicht.

    Bis auf Nala waren Sonntag auch alle Hunde "Problemfälle". Also keine entspannten Hunde, die absolut problemlos im Alltag mitlaufen.

    Bzgl loslaufen am Start . Ich finde das ist auch etwas unser Wunschdenken vom lossprintenten Hund. Ich denke einige Hunde brauchen am Start kurz um sich zu orientieren, sich zu sammeln und den Geruch zu verarbeiten.

    Wenn sich das auf den Hund bezieht, dem der Start neu beigenbracht werden soll:
    Bei dem Hund ging es nicht darum, dass er zögerlich loslief oder gewartet hat oder sich erst gesammelt hat usw. Sondern er ist (nach einem Seminar, nicht bei unserer Trainerin) gar nicht mehr losgelaufen. Er hat komplett "blockiert" und wollte nicht mehr los laufen.

    Auch Nala läuft nicht immer sofort los, sondern orientiert sich ab und an, bevor sie startet. Darum gings also nicht.

    Wir hatten heute nach sehr langer, viel zu langer, Pause endlich mal wieder Mantrailing.

    Der erste Durchgang mit Whiskey lief extrem besch***en. Die VP hat sich sogar von ihm verabschiedet und er hat einen super einfachen Trail mit hinterher gucken nicht hinbekommen. Er war einfach vollkommen kopflos und ist irgendwo hin gelaufen, ohne wirklich zu suchen. Falsch abgebogen, das aber immerhin irgendwann erkannt und sich von mir zurückführen lassen, dann wieder auf der Spur die VP sehr schnell gefunden.

    Der nächste Trail war vom Aufbau her sehr ähnlich und er hat es schon besser hinbekommen. Nicht so gut, wie er es eigentlich kann, aber besser. ;)

    Dann folgte ein wahnsinnig langer Trail für einen anderen Hund, den er super gemacht hat. Trotzdem hat es sehr lange gedauert, bis wir wieder am Auto waren und Nala dran war.

    Den ersten Trail hat Nala wirklich richtig richtig gut gemacht. Da durfte sie auch noch etwas hinterher gucken, beim zweiten Trail ging es aber ohne Pause und ohne neu orientieren direkt weiter. Während Nala noch ihre Belohnung gefressen hat, hat sich die VP schon wieder versteckt. Da war das Monsterchen sehr durcheinander. Großes Problem war auch, dass hinter uns eine Wiese war und hinter der Wiese wiederum waren Personen, die sie gesehen hat und dann unbedingt dorthin wollte. Wir haben sie lange warten und machen lassen und sie hat dann tatsächlich die richtige Richtung eingeschlagen, wäre beinahe an der VP vorbei gelaufen, hat sie aber doch noch gefunden. :D Sobald sie einmal wieder auf dem richtigen Weg war, lief sie auch wieder wie auf Schienen.

    Dann gab es erneut eine kurze Pause, weil der nächste Hund dran war, bei dem irgendwas dafür gesorgt hat, dass er sich nicht mehr traut zu starten. Hier musste also komplett bei Null angefangen werden und alles noch mal neu aufgebaut werden.

    Als nächstes war Whiskey schon wieder dran und der Durchgang war um Welten besser als der erste. Er durfte dreimal suchen und hat die VP jeweils ohne Probleme gefunden, trotz relativ offener Fläche und Wind. Die VP hat sich jedes Mal verabschiedet, aber er durfte nicht mehr zugucken.

    Wieder eine Pause, dann durfte Nala nochmal. Der Trail war wesentlich schwieriger für sie, weil die VP eine Treppe hinunter gegangen ist und Nala nicht verstanden hat, dass sie die Treppe hinunter gehen muss. Sie ist lange oben an der Straße hin und her gelaufen, weil sie den Weg runter nicht gefunden hat. Als ich sie dann mit zur Treppe genommen habe, war es überhaupt kein Thema mehr, diese runter zu gehen. Sie hat ein bisschen Schwierigkeiten gehabt, sich dann zu orientieren, weil der Wind dort den Geruch ziemlich durcheinandergewirbelt hat, aber sie hat relativ sicher alle Möglichkeiten ausgeschlossen und die VP dann gefunden. Es folgten noch zwei kürzere und einfachere Trails, um einen positiven Abschluss zu haben. =)


    Alles in allem war es heute ein wirklich erfolgreicher Termin für uns.

    Ich hoffe sehr, dass der nächste Termin nicht so lange auf sich warten lässt.

    Das ist vermutlich ganz normaler Welpenwahnsinn. ;)

    Das hat nichts mit maßregeln oder gar fehlendem Repekt zu tun.

    Warum sie es bei deiner Freundin eher macht als bei Dir? Es kann sein, dass deine Freundin sie unbewusst/ungewollt in ihrem Verhalten bestätigt. Dafür reicht oft schon Ansprechen oder Anschauen, ein "wegschubsen" wird vom Welpen meist ebenfalls als als "mitspielen" interpretiert.

    Hat sie solche Momente öfter am Tag oder wirklich nur Abends?
    Was macht ihr so den Tag über mit ihr/wie sieht ein typischer Tag bei euch aus?

    Ablenken bzw. die Energie "umlenken" kann eine gute Methode sein. Auch ein "runterfahren" kann helfen. Also den Welpen sehr eng bei sich halten, bis er sich beruhigt.

    Es gibt da kein Patentrezept. Da muss man ein wenig ausprobieren. Immer mit dem Gedanken, dass es ein kleines Baby ist und kein Ungeheuer, das mit fehlendem Respekt die Weltherrschaft an sich reißen will ;)

    Fotos im Liegen sind 0 aussagekräftig. Wenn du dich hinlegst sieht deine Figur auch ganz anders aus, als wenn du stehst oder sitzt. ;)

    Ich finde ihn auch ziemlich moppelig. Da kann durchaus noch einiges runter. Gerade wenn man das Alter bedenkt. Gemüse zum Sättigen am besten roh geben. Am ehesten eignen sich Möhren, wenn er die nicht roh nimmt, kann man sie raspeln, dann fressen sie die meisten Hunde einfach mit. Gerade wenn man das Trockenfutter einweicht und das ganze miteinander verrührt.