Das Problem ist doch- die Menschen kennen ihren "Platz" in der Natur einfach nicht...
Schon in der Schule lernt man "der Mensch ist dem Tier überlegen". Dass sich das nur auf eine Situation mit Hilfsmitteln bezieht wird dabei elegant vergessen. Und dann steht das kleine Städterlein da, alleine in einer Herde Mutterkühe, und blökt "aber ich bin euch doch überlegen!". Interessiert die Tiere mit mehreren hundert Kilo und spitzen Hörnern dann nur nicht besonders.
Ebenso in der Gegenüberstellung zu einem Raubtier- das interessiert es Null ob der Mensch mithilfe von Hilfmitteln eventuell überlegen sein könnte.. wenn diese nicht da sind ist der Mensch ebenso ein Snack wie ein Reh oder ein Gnu- wobei ersteres wenigstens schnell und letzteres aufgrund von Hörern und Hufen zumindest als wehrhaft einzustufen ist.
Solange der Mensch nicht einsieht dass er NICHT die Krone der Schöpfung ist sondern nicht viel von einem Fußabtreter entfernt wird die Situation immer wieder gefährlich werden. Allein weil es Menschen gibt die tatsächlich glauben eine Chance gegen eine schlecht gelaunte Kuh zu haben.
Videos die friedliche Kühe beim grasen und kuscheln zeigen helfen da nur leider nicht.
Und seien wir mal ehrlich.. wenn man davon ausgehen könnte dass es HSH gibt die falsch eingeschätzt werden dürfte man nicht mehr vor die Tür. Wenn ich für jeden falsch eingeschätzten Haushund nen Euro bekommen würde bräuchte ich fast nicht arbeiten gehen. Und der "gewöhnliche Haushund" ist viel eher gewillt seine Zähne einzusetzen als ein HSH.
Und solange es Touris und Hundebesitzer gibt die glauben eine Herde (egal ob nun Schaf, Rind oder Pferd) ist nur dazu da die Bespaßung der Allgemeinheit und des eigenen Fiffis sicherzustellen wird es IMMER wieder Probleme mit dem Herdenschutz geben.