Beiträge von Lendril

    Nein, auf keinen Fall mehr machen! Der Hund kennt quasi gar nichts. Der ist schon mit sich und der Umwelt ausgelastet. Auch Musher gewöhnen die Hunde langsam am Arbeit, da zieht kein 8 Wochen alter Welpe (und phasenweise muss man den Hund mit einem solchen vergleichen, es fehlen viele Erfahrungen die Welpen in dem Alter machen)

    Ich persönlich würde dem Jungspund dauerhaft ne hausleine spendieren. Und alles was "korrigiert" wird nur noch über diese machen. Also vom Sofa holen, festhalten wenn er einen auf Känguru macht, Wenn er schnappt an der Leine auf seinem Platz bringen. Hat den Vorteil dass man keine gliedmaßen in die Nähe von hundezähnen bringt.
    Auch anfassen kann eine Form der Belohnung sein und das wegschubsen wenn er gerade einen auf piranhia macht kann schon als Spiel und Aufforderung für mehr gesehen werden. Und sorry.. aber ich finde ignorieren da immer so.. undeutlich. So frei nach dem Spruch "nicht gemeckert ist genug gelobt". Hängt auch vom Hund ab, aber cici nahm Ignoranz immer als stilles Einverständnis.
    Wenn man fair ist kann man einem Hund durchaus auch sagen wenn er mist baut. Davon fällt ein gesunder, normaler Jungspund nicht tot um.

    wichtig beim tagebuch ist nur dass man wirklich konsequent jeden fussel einträgt. Bei darcey ist es tatsächlich so dass schon so ein hundekeks knapp 5% der tagesration an Kalorien ausmacht. D.h quasi leere Kalorien die nur auf die hundehüfte wandert.

    Ich habe auch immer darauf geachtet dass das hauptfutter mindestens 80% der kcal ausmacht, allein wegen der nähstoffversorgung.

    Im grunde nehmen Hunde genauso ab wie Menschen...

    weniger futtern als verbraucht wird.

    Der Verbrauch berechnet sich aus Grundumsatz und "Sport", wobei für einen mopsigen bis dicken Hund schon reines Gehen durchaus Sport ist.


    Je nach ausprägung des Übergewichts kann man "Diätfutter" kaufen, muss aber nicht unbedingt sein. Meine Darcey ist auch auf Diät mit normalem Futter, nur schlicht weniger davon. Und was man absolut NICHT unterschätzen darf sind Leckerchen und kauzeug.


    Ich habe ein Futtertagebuch geführt, über 2 Monate lang, in das ich alles reingeschrieben habe dass im Hund landete. Und auf die Woche gesehen (ebenso wie auf den tag) ausgerechnet wie viele Kalorien im Hund landeten. Über den Futtermedikus kann man sich wunderbar die Kcal/100g von jedem Futter ausrechnen lassen, ebenso den Grundbedarf.

    Verändert? Klar...

    Vor allem Darcey. Sie war ein typischer Hütitüti-Welpe/Junghund mit einem Haufen Schmetterlinge da wo das Hirn sitzen sollte. Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege auf Speed, Frusttoleranz im Minusbereich, Ruhebedürfnis gleich null.

    Inzwischen merkt man dass sie einfach reifer geworden ist. Gut, die hellste Kerze ist sie noch immer nicht. Aber man merkt dass sie die paar Gehirnzellen, die sie hat, auch benutzt.

    Wenn Du wüsstest, wie oft Hundehalter ihre Hunde an den Laden, an die Ständer draussen, an die Deko, an die Tür und an die Wand pissen lassen und wie viele Haufen da dekorativ liegenbleiben... Es ist echt einfach nur widerlich und zum kotzen. Ich kann da jeden verstehen der rummotzt auch wenn man selbst nicht so ist.
    Deeskalieren, freundlich sein, Verständtnis haben uuuund den Heiligenschein polieren :p hilft da wesentlich mehr.

    Grundlegend gebe ich dir recht..


    aber ganz ehrlich? Ich habs satt unter Generalverdacht gestellt zu werden weil ich Hunde habe. Ich blöke ja auch nicht schon von Haus aus jeden Senior an nur weil es da draußen ein paar gibt die sich und die Welt dermaßen zu hassen scheinen dass sie keine Freude mehr empfinden können.

    Ebenso erwarte ich von meinen Mitmenschen dass sie, wenn sie schon schlechte Laune haben, einfach die Klappe halten. So nach dem Motto "wenn man nichts nettes zu sagen hat einfach mal die Klappe halten".


    Zum Thema ungefragte Belehrungen...

    Wenn ich jedes Mal im Sommer nen Euro bekommen würde wenn mir "erklärt" wird dass ich den Sheltie uuuuuuuunbedingt scheren lassen muss bräucht ich nicht mehr arbeiten gehen. Da schwank die Bandbreite von "ist der nicht heiß" bis hin zu "tierquäler! der Hund stirbt gleich! wie kann man nur!!!!"
    Jucken tut mich nichts davon. Wenn ich es denn überhaupt realisiere.

    Aber mal ganz ehrlich...

    wenn ich mit Waffen (egal ob nun Stock, Messer, Gürtel oder sonst was) angegriffen werde lasse ICH meine Hunde auch los. Schlicht weil sie schneller sind als solche Gestalten und ich meine Hände zur nötigen Verteidigung frei habe.

    Dass der Hund nicht sein Heil in der Flucht gesucht hat- blöd gelaufen. Meine beiden hätten so was von eine Biege gemacht dass es gestaubt hätte.


    Wäre der Deutsche ohne Hunde dort gewesen hätte es nur geheißen "Mann im Park mit Messer angegriffen und verletzt". Über die Täter wäre nichts geschrieben worden. Da wette ich...

    Was mir nun verstärkt aufgefallen ist seit ich in kurzer Zeit mehrmals in der tierklinik war (Abbey hatte ne PL-OP)...

    Man sieht eigentlich immer die "selben verdächtigen" im Wartezimmer. Knautschnasen Die quasi den ganzen Raum mit Geräuschen beschallen, hinten hinkende Terrier und übergewichtige Retriever.

    Ich war nun 4x binnen recht kurzer Zeit in der Klinik und hab da 11 verschiedene knautscher gesehen (Mops, bulldoggen,..) und ALLE röchelten, keuchten, sabberten erbärmlich, es lief rotz aus der Nase,.. schlicht kein schönes bild.

    Noch vor 6 Jahren war die rassevielfalt im Wartezimmer schlicht höher. Dackel, verschiedene Terrier, jagdhunde verschiedener Rassen,...

    Das zeigt mir... entweder gibt es zu viele knautscher oder sie sind überproportional häufig fast in der Klinik...