Beiträge von Avocado

    hier war irgendwie von Anfang an der Mann für Wickeln und Baden zuständig.

    Ins Bett gebracht haben wir sie lange gemeinsam.
    Mein Mann wechselt immer Quartalweise zwischen Frühschicht und Nachtschicht. Hat er Früh dann badet er sie und bringt er sie ins Bett denn er muss sowieso um 4:30 aufstehen, ich lese auch manchmal was vor aber gehe dann raus. ich bin der Typ Nachteule der um 23 Uhr noch die Wohnung putzt.

    Hat er Nachtschicht bringe ich sie alleine (und bade sie vorher natürlich auch).

    Bissle stressig sind bei uns im Moment die Vorbereitungen Morgens weil es so lange dunkel ist und die Kids ab 7:30 in den KiGa sollen, ich um 8 aber am PC sein muss. Ein Kind ist langschläfer, das andere braucht morgens sehr lange zum Wach werden und jeder Morgen ist ein Wettrennen und ich schaffe es mich um 8:00 einzuloggen (starte vorher alle Systeme und mache alles soweit dass ich nur noch einloggen muss.

    Und ich mach 3 Kreuze dass die Hunde nicht auch noch Gassi müssen.

    Wenn ich ab 10 bin bewege ich zwischen 8 und 10 Hunde und Pony, die Schicht ist aber blöd weil ich dann bis 18 Uhr arbeite und bis ich richtig "ankomme" schon Schlafenszeit ist.

    Das ist das einzig negative am HO. Mir fehlt die Möglichkeit nach der Arbeit einfach Mal kurz abzuschalten. Wir haben da so unsere Tricks mittlerweile aber ich denke oft so 30min danach erstmal heimfahren wäre es.

    ja, das natürlich auch.

    Wobei es auch früher Frauen gab die gewollt kinderlos blieben. Meine Tante zB. Es war ungewohnt aber sooo selten auch nicht.


    Aber früher hat man eben halt die Kinder im Alltag mitlaufen lassen und nicht den Alltag ums Kind rum organisiert. Dieser Druck dass alles perfekt sein muss war in diesem Ausmass nicht da. Auch der Druck alles so positiv wie möglich zu machen fürs Kind und Konflikte komplett zu vermeiden war so nicht vorhanden wie es jetzt immer mehr der Fall ist.

    (Wobei ich denke dass das eher in der westlichen Welt so ist, ich hatte letztens im Rahmen einer Fortbildung ein Gespräch mit jemandem aus dem asiatischen Raum und die Dame erzählte mir bzgl Mitarbeiterführung etwas und verglich es mit "spanking your kids, you don't want it but they need it" ds dachte ich mir hui gewagte These, das würde hier - zum Glück - keiner mehr so sagen)

    Ich denke das hat auch teils mit der Bedeutung zu Tun die heute Kindern aufgedrückt wird. Kinder waren früher einfach da, liefen nebenher.

    Heutzutage dreht sich bei vielen Eltern der komplette Alltag um das Kind und dessen Wünsche, was widerum für die Kinder nicht gut ist und auch die Eltern (meist Mütter) irgendwann komplett ans Limit bringt.

    "begleitet, aber hingenommen/nicht den Auslöser reduziert etc."

    Man kann aber im Leben nicht alle Auslöser reduzieren fürs Kind.

    Gerade wenn es grösser wird muss es auch Mal damit klarkommen können dass eben der eigene Wunsch und die Realität nicht zusammenpassen und das auch aushalten lernen.

    Kinder sollen und müssen lernen auch mit negativen Gefühlen umzugehen, auch wenn das Mal Tränen bedeutet.

    Genauso müssen sie lernen dass nicht nur ihre Bedürfnisse zählen sondern dass andere Lebewesen genauso Bedürfnisse haben und die in dem Moment gerade wichtiger sind.

    Am Hundethema - meine Tochter hatte eine Phase in der sie gerne Ärztin spielte. Das beinhaltete uns alle zu verarzten, Verbände anzulegen, Temperatur zu messen. Sie wollte das auch bei den Hunden machen, das haben wir verboten. Sie hat geweint. Uns zu verarzten wollte sie nicht, die 150 Plüschtiere auch nicht, es mussten die Hunde sein. Wir haben es weiterhin verboten. Sie durfte es gerne doof finden aber das Bedürfnis der Hunde nach Ruhe war in dem Moment wichtiger als das des Kindes nach Spiel.

    Naja weinen wenn etwas neu ist oder ungewohnt ist bei einem Baby ja recht normal. Solange man es begleitet ist es ja nix schlimmes, sie können ja nicht anders kommunizieren.

    Hier war das mit einem Kind so wenn es Mal bei Oma bleiben sollte. Wenn wir gegangen sind hat es geweint. Kaum aus der Einfahrt raus sass es singend bei Oma am Schoss.

    Ernalie danke, das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.

    Ich kenne niemanden bei dem es funktionieren MUSSTE der Probleme hat. Da wollten es aber auch die Mütter bzw war es von Anfang an so geregelt. Ich habe im Bekanntenkreis einige selbstständige Mütter im Hundebusiness (Hundetrainerinnen/Hundepensionsinhaberinnen/Hundefriseurinnen) und bei allen war es so dass die Babies schon von Anfang an beim Papa waren während die Mama arbeitete.

    Oder dass die Babies recht früh schon bei Grosseltern/Tanten waren weil Turnier/Ausstellungswochenende war.

    Man muss halt damit klar kommen dass andere Leute das Kind ggf anders behandeln aber persönlich sehe ich das sehr locker.


    Ich bin froh wenn die Grosseltern Mal 2-3 Tage mit den Kids wegfahren und wir Sachen unternehmen können die wir mit Kindern nicht können.

    Und es schafft auch Erinnerungen für die Kinder. Der Opa hatte früher beruflich viel mit landwirtschaftlichen Betrieben zu Tun und organisiert so dass die Kids zB aufm Mähdrescher mitfahren dürfen bei der Ernte oder mit irgendwelchen riesigen Traktoren rumfahren dürfen und was sind sie zB stolz wenn der Onkel mit ihnen in die Stadt fährt zum Kaffeetrinken.

    Bei einem Kind ist es aber so dass wir zB nicht abends telefonieren dürfen denn dann vermisst es Mama und Papa und weint. Rufen wir nur tagsüber an ist alles super.

    Wir teilen uns auch öfter die Kinder auf am Wochenende da die Kleine noch Mittagsschlaf braucht, der Grosse aber nicht und gerade bei schönem Wetter will man ja was unternehmen. So legt einer die Kleine hin während der andere zB mit dem Grossen und den Hunden Radfahren geht.

    Habt ihr eigentlich so Sachen die ihr vorher nie nachvollziehen konntet, nun aber selber macht?

    Ich konnte früher nie verstehen warum man dieses bis 3 zählen macht.

    Nun weiss ich es :rolling_on_the_floor_laughing:

    ich hab's gejinxt.

    Ich habe gestern(!) zu meinem Mann gesagt dass wir diesen Herbst bis jetzt echt so ziemlich krankheitsfrei durchgestanden haben.

    Wer wacht krank auf und muss sich nach 2 Stunden auf Arbeit (HO) krank melden? Ich.

    Immerhin sind alle anderen gesund und ich bin ins Wohnzimmer gezogen damit das auch so bleibt.

    Ich hab auch mehr wegen der rechtlichen Seite gefragt, also sprich, kann mein AG mir was, wenn ich trotz AU im Stall bin? Grundsätzlich mach ich dann auch einen kurzen Spaziergang (wenn es nicht, wie heute, Hunde und Katzen graupelt), das ist ja eher gut für die Genesung. Nur heute war ich schon nach dem ganzen Umsorgen durchgefroren, und das ist natürlich wiederum nicht förderlich.

    Das kommt halt auf den Grund der AU an. Bist du wegen Depressionen AU geschrieben dann fördert das die Heilung. Bist du wegen Grippe krankgeschrieben dann wäre in der Kälte am Stall sein eher etwas was dir negativ ausgelegt werden könnte. Vor Allem wenns ja eh ein Pensionsstall ist.