Nächster Punkt, mit der Kinderfrage beim kinderunverträglichen Hund.
Was hast du als Interessent, das Recht auf diesen einen ungeeigneten Hund zu bestehen? Würde mich genauso brennend interessieren.
Der TH Mitarbeiter hat tatsächlich das Recht letzendlich zu entscheiden, ob dieser Hund passt Könnte er das nicht, könnte er auch keinen vermitteln.
Natürlich ist's gut, wenn ein TH-Mitarbeiter offen und ehrlich sagt: "Sorry, nein, dieser Hund passt aus Grund X, Y oder Z überhaupt nicht in Ihr Leben und zu Ihren Vorstellungen." 
Das, was hier ein bisschen sauer aufstößt, ist – glaube ich – eher die Situation, dass der Interessent sagt: "ich hab' keine Kinder und werde auch ganz sicher keine Kinder haben" – und der TH-Mitarbeiter den kinderunverträglichen Hund trotzdem als ungeeignet einstuft, weil es seiner Meinung nach irgendwie nebulös sein könnte, dass der Interessent ja doch mal Kinder haben wird.
Diese Unterstellung, dass der Interessent entweder lügt oder der TH-Mitarbeiter die eventuelle Lebensplanung in einem kurzen Gespräch besser abschätzen kann, finde ich z.B. einfach nicht angemessen. Ich finde nicht, dass der Interessent da erst erklären muss, dass er/sie z.B. medizinisch-biologisch gar keine Kinder bekommen kann, nach einer Fehlgeburt unfruchtbar geworden ist, nur gleichgeschlechtliche Partner hat und dewegen auch nicht ungewollt Elternteil werden kann, oder ganz banal einfach keinen Bock auf Kinder hat und einen anderen Lebensplan hat – solche Sachen gehen einen TH-Mitarbeiter mMn nix an und wenn jemand, der ansonsten einen verständigen und ehrlichen Eindruck macht, sagt, dass er keine Kinder haben wird, dann sollte ihm das geglaubt werden.
... und anstatt des Kinder-Themas kann man da auch jedes beliebige andere Vermittlungskriterium einsetzen. Wenn ich z.B. sage, dass ich nicht arbeite und mein Partner/meine Partnerin vollzeit berufstätig ist, muss mir das TH das ja auch "einfach so" glauben, denn stichfest überprüfbar ist das ja nicht. Oder ich könnte im Moment nicht arbeiten, aber in ein paar Jahren wieder. Wenn ich sage, dass ich in einer EG-Wohnung mit Garten lebe, dann mag das im Moment zutreffen, aber in Zukunft könnte ja ein Umzug anstehen. Usw. usf.
Insofern finde ich dieses "ja, aber der Interessent könnte sich ja umentscheiden/lügen/in der Zukunft anders leben und deshalb ist der Hund da grundsätzlich falsch, auch wenn die Umstände im Moment passen und der Interessent von den 'Macken' des Hundes weiß"-Argument so seltsam. Ja, natürlich könnte er in Zukunft anders leben, aber das betrifft jedes einzelene Vermittlungskriterium. Wenn man da bei jedem Hund sagen würde "oho, wer weiß was die Zukunft bringt", dann dürfte man konsequenterweise keinen einzigen Hund rausgeben, der nicht rundum unkompliziert und in jeder Lebenssituation komplett anpassungsfähig ist.