Beiträge von pardalisa

    Streckt man das Geld vor oder wird die Rechnung direkt zur Haftpflichtversicherung des anderen Hundes gegeben oder an den Hundehalter?
    Wie läuft sowas ab? Ich hab keine Lust im Ernstfall wieder auf den Kosten sitzen zu bleiben bzw wochenlang hinterher zugehen.

    Ich kenne es so, dass man die Rechnung erst mal selbst bezahlt und den Vorfall an seine eigene Versicherung meldet. Die kümmern sich dann darum, mit dem anderen Hundehalter (bzw. dessen Versicherung) einig zu werden, wer wie viel der Kosten zu tragen hat. Dass der andere Halter allerdings 100% der Kosten bezahlt, ist selten – Stichwort "Tiergefahr". Alleine deswegen, weil du dich mit einem Hund in der Öffentlichkeit bewegst, haftest du verschuldensunabhängig häufig zu einem Teil schon mal mit. :/ (Gibt's von Rechtsanwälten geschriebene Artikel im Netz zu, einfach mal googlen, wenn man sich da einlesen will.)

    Der Anteil der zu übernehmenden Kosten kann sich allerdings je nach Umständen verschieben: beißt z.B. ein freilaufender Hund deinen angeleinten, muss der Besitzer des freilaufenden Hundes hinterher häufig den höheren Anteil zahlen, also z.B. 70:30. Das sind aber Einzelfallentscheidungen, die jedes Mal neu ausgehandelt werden, kommt dann also drauf an.

    Kann man den Hund anonym melden das die sich den mal anschauen ob er auch eine Gefahr für andere darstellt? Wenn ja wo?

    Melden, ja; anonym vermutlich eher nicht. Du kannst die Vorfälle beim Ordnungsamt schildern, die sind zunächst mal zuständig. Solange allerdings nix "Dramatisches" passiert ist (= nur eine kleine Klopperei unter Hunden und keine behandlungsbedürftigen Verletzungen oder verletzte Menschen), kann das OA häufig auch nichts ausrichten.

    Du schreibst, der andere hat deinen Hund "schon zweimal angegriffen" – hast du davon Tierarztrechnungen o.ä.? Das wiederum dürfte das OA interessieren.

    Ich seh' auch nicht ganz, wo da das Problem sein sollte.

    Wenn die Besitzer um Erlaubnis gefragt werden und einverstanden sind, wo ist dann da der 'Übergriff'? Und wenn sie nein sagen sollten, dann lässt man's halt mit dem Clickern; ist doch gar kein Problem, sondern nur ein nettes Angebot von Seiten der TE. :ka: Sie will das ja nicht hinter dem Rücken der Besitzer mit dem Hund anfangen oder irgendwie die Erziehung umkrempeln. (Das wäre in der Tat übergriffig, aber darum geht's hier doch gar nicht.)

    Ich hab' z.B. wenig Lust dazu, so richtig aufwändige, Um-die-Ecke-Denken-Intelligenzspielzeuge für meine Hunde zu basteln, obwohl es dafür hunderte von lustigen Anleitungen gibt und die Hunde das bestimmt nicht übel finden würden. Wenn jetzt eine Freundin von mir ankommen und sagen würde "hey, darf ich mal ausprobieren, ob deine Hunde Spaß an sowas hätten?" – ja, warum denn nicht?

    Tut niemandem weh, schadet nicht und ist für die Hunde halt ein nettes Extra. Das tut doch ihrer Bindung zu mir keinen Abbruch, wenn jemand anders in dem Rahmen was Lustiges mit ihnen unternimmt.

    Das klingt wirklich übel – auch von mir viel Kraft für die nächste Zeit. :streichel:

    Und ich weiß nicht, inwiefern das vergleichbar ist, aber als mein Rüde nach seiner Darm-OP weicheren Kot haben und der Darm 'dauerhaft ein bisschen' arbeiten sollte, hat die TÄ Lactulose-Sirup und über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen von einem Futter mit einem hohen Rohfasergehalt empfohlen. Die Lactulose wirkt abführend (gibt's auch in der Humanmedizin), der Rohfasergehalt sorgt für konstante, leichte Darmtätigkeit. Vielleicht könnt ihr euren TA darauf ansprechen, ob das bei eurem Hund auch helfen würde? Alles Gute auf jeden Fall!

    Wie handhabt ihr dass denn mit euren anny x Geschirren? Nutzt ihr die wirklich auch für den Alltag (schmuddelwetter, Sand, Schlamm, Dornen, Gestrüpp) oder nur für „feine Anlässe“ (Besuch in der Wohnung, in die Stadt gehen, essen gehen)? Und unterscheidet ihr bei der Nutzung von sonderfarbe und normal?

    Meine beiden tragen ihre Geschirre ganz normal im Alltag. :smile: Hier ist gerade noch der 'Endspurt' von der dreieinhalb Monate langen Brut- und Setzzeit und dem damit verbundenen Leinenzwang, also waren die Geschirre in den letzten Monaten echt im Dauereinsatz und natürlich auch beim Wälzen, Rangeln, Baden, etc. am Hund.

    Für mich sind das aber auch alltägliche Gebrauchsgegenstände, die ruhig schmutzig werden dürfen oder 'nen Kratzer abbekommen können, und ich hab' bloß Standardfarben, weil ich mich bisher standhaft weigere, bei dem Getüddel um die Sonderfarben mitzumachen ;) – ich weiß also nicht, ob ich da so repräsentativ bin.

    (Und ich hab' sogar nur drei Geschirre für zwei Hunde – weiß gar nicht, ob ich mit so einem 'schlechten Schnitt' hier mitschreiben darf... |) ;) )

    Umgehen und ignorieren, so gut es geht – und wenn man gerade nicht weg kann (weil man z.B. auf einem Parkplatz auf jemand anderen wartet mit dem man verabredet ist oder an der selben Ampel steht oder so), dann verunsichere ich solche Klugscheißer gerne durch noch absurdere Sprüche als die, mit denen sie mir ungefragt ankommen.

    Wie die Dame, die mir erklären wollte, wie ich meinen Zweithund zu "sozialisieren" habe und wie viel Kontakt der zu welchen Hunden braucht... Der hab' ich mit bierernstem Gesicht erklärt, dass ich ihren Rat nicht annehmen kann, weil sie ja nur einen Hund hat – und ich ein Minimum von zwei Hunden für eine artgerechte Haltung für das Rudeltier Hund für unabdingbar erachte und sie deshalb in Hinblick auf hündisches Sozialverhalten ja selbst noch ganz viel Nachholbedarf hat. :D Rumms, da war Ruhe.

    Wie handhabt ihr das Urinieren eures Rüden eigentlich im eigenen Garten?

    Bei meinen Eltern im Garten (Einfamilienhaus mit hundesicher eingezäuntem Grundstück, auf das keiner einfach so ohne uns draufläuft) dürfen meine zwei Rüden pinkeln und markieren, wo immer sie Lust haben, solange es an 'natürliches Zeugs' ist – also nicht an Gartenmöbel, Sonnenschirm, usw., aber Hecken, Sträucher und Bäume sind alle 'freigegeben'. Meine Eltern finden das sogar praktisch, wenn die Hunde da bei unseren Besuchen immer ein paar Markierungen rundum setzen, das hält die Freigänger-Katzen der umliegenden Höfe vom Grundstück fern. :D

    Bei uns zu Hause (Mehrfamilienhaus mit Gemeinschaftsgarten/kleiner Rasenfläche hinterm Haus, die außer den Hunden und mir nie einer nutzt) achte ich darauf, dass sie nicht vorne am Durchgang, wo die Nachbarn zu den Parkplätzen gehen, pinkeln, sondern im hinteren Bereich, wo so eine "Rümpel-Ecke" ist. Die Büsche da wachsen wild vor sich hin und zu den nächsten Nachbarn ist reichlich Abstand, da stört das keinen.

    Ich hab' allerdings auch noch nie beobachten können – weder bei meinen Eltern noch bei uns –, dass da irgendwo gelbe Stellen sind oder an den 'beliebten Pinkelplätzen' irgendwas an Pflanzen verdorrt ist – entweder ist das Grünzeug sehr robust oder hier bei uns im regenreichen niedersächsischen Flachland zieht so häufig Schietwetter durch, dass das alles regelmäßig schnell genug weggespült wird. ;)

    Solche Kandidaten gibts hier auch.Da geht es aber nur darum, dass der Hund am Auto SCHNUPPERT. Ich meine, der Hund riecht an einem Gegenstand (Auto) und da drehen die (ja, es gibt auch Damen ;) ) und Herren in einem bestimmten Haus, hier in der Straße, schon durch und beschimpfen einen. Der letzte wusste ganz genau, dass mein Hund sein Geschäft dort verrichtet hat. Als ich ihm sagte, er solle bitte nachschauen kommen, denn da wäre nichts, meinte er, ich solle nicht pampig werden. :shocked:

    Solche gibt's hier auch vereinzelt und denen begegne ich echt mit einer Mischung aus Unwohlsein und deftigem Mitleid... Unwohlsein, weil ich mir denke, dass jemand, der wegen imaginären Hundeurintropfen so ausflippt, sich vielleicht tatsächlich mal 'vergisst' und handgreiflich wird; und Mitleid, weil das doch eigentlich ein armseliges Leben sein muss, wenn man nix Besseres zu tun hat als auf dem Balkon zu lauern, herumzustänkern und Hundebesitzer (Mütter mit Kindern, Falschparker, Jugendliche mit Musik, ...) rund zu machen und anzubrüllen. Was für eine kleingeistige und trostlose Existenz. Wenn solche Menschen kein wichtigeres Problem in seinem Tag als ein paar pinkelnde Hunde hat, sollten sie sich vielleicht mal klar machen, wie wahnsinnig privilegiert sie leben. ;)

    (Und nein, das heißt im Umkehrschluss natürlich nicht, dass es okay ist, wenn man seinen Hund seelenruhig und ständig an Fahrräder, Garagentore, in liebevoll gepflegte Blumenbeete oder so pinkeln lässt – aber so'n bisschen mehr Verhältnismäßigkeit und die kurze Überlegung ob es wirklich angebracht ist, wegen einem markierten Strauch an der Grundstücksgrenze gleich einen Tobsuchtsanfall zu bekommen, wär' vielleicht nicht schlecht...)

    Wo ist da der Unterschied?Ob der Hund privat oder öffentlich-rechtlich markiert, ist für denjenigen, der die Rabatten pflegen muss, gleich ekelig.

    Wenn's denn überhaupt gepflegt wird... :hust:

    Bei uns wird z.B. städtisches Grünzeugs einfach ohne Rücksicht auf Verluste alle halbe Jahre mit so einem fahrbaren Häcksler grob geschnitten (wie so'n vertikaler Rasenmäher, der die Hecken und Sträucher absäbelt und das abgeschnittene Zeug dann gleich zerkleinert) und Rasenflächen in kürzerem Abstand mit einem Aufsitzmäher, wo der Rasenschnitt dann liegen bleibt – ergo: das fasst keiner an, da muss sich kein Mitarbeiter durch die Büsche schlagen ;) , und dementsprechend hab' ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn meine Hunde an so einer Fläche pinkeln.

    Bei privaten Beeten/Hecken/Vorgärten gehe ich dagegen davon aus, dass das 'per Hand' und nicht mit großen Gerätschaften gepflegt/geschnitten/Unkraut gejähtet wird, das fasst also jemand an und kümmert sich um die Pflanzen, pflegt die vielleicht sogar mit viel Mühe, also ist Pinkeln da für meine Hunde selbstverständlich tabu.

    Ist hier bei uns (dörflich geprägte Gegend, aber Einzugsgebiet einer Stadt) also schon ein ziemlicher Unterschied. :smile: Aber das kommt natürlich drauf an, wo man wohnt, verallgemeinern würde ich das jetzt nicht.

    Da habe ich halt zu sehr Angst um Balou :/ Er könnte sich dann ja selbst nicht wehren im Ernstfall und hier sind einige unverträgliche und nicht hörende Hunde unterwegs, wo er sich auch schon wehren musste :verzweifelt:

    Mhm, bist du dir da sicher? Ich frag' nur, weil der oben erwähnte Gassi-Hund mit seinem Maulkorb schon ganz überzeugend Contra geben kann, wenn's drauf ankommt – gerade so ein stabiler Metallmaulkorb tut verdammt weh, wenn man den irgendwo hingehauen bekommt, und Körpergewicht, Pfoten, etc. hat der Hund ja auch noch... Das Einzige, was er damit halt nicht mehr verursachen kann, sind Risswunden mit den Zähnen – aber da bin ich jetzt nicht böse drum. ;)

    Sorry, wenn ich an deinem Beitrag jetzt so nachhake :ops: , aber hier passt's gerade und es würde mich total interessieren, was die Halter von (vollständig) unverträglichen Hunden hier im Thread dazu denken.

    Ich hab' das schon öfter gelesen, dass jemand Bedenken beim Maulkorb hat, weil der eigene Hund sich dann nicht wehren könnte, und hab' das bisher nie so ganz verstanden – mein Gedankengang war bisher immer, dass a) echte Beißereien, wo der Hund wirklich selbst 'zulangen' muss, um sein Leben zu verteidigen, ja zum Glück sehr, sehr, sehr selten sind; und b) ich ganz froh bin, wenn mein Hund (bzw. hier halt der Sitterhund) nicht als Übersprungshandlung aus einer eventuell nur sehr angespannten, Kommentkampf-mäßigen Stressituation zubeißen kann, weil dann der andere Hund nicht noch durch Schmerzen/Biss weiter gereizt wird und die Sache nicht eskaliert.

    Für mich war da bei einer internen Kosten-Nutzen-Abwägung ;) immer ein klares "Im Zweifel: Maulkorb drauf!" das Ergebnis, aber es kann natürlich sein, dass ich da noch mal ein bisschen anders draufgucke, weil's ja nicht mein Hund ist, den das hier bei uns in erster Linie betrifft.

    (Wobei ich den 'Abschreckungseffekt' der Maulkorbs auch schon bei meinen eigenen Hunden genutzt habe: 'nen Maulkorb stressfrei zu tragen lernt hier jeder Hund und wenn ich bei schönsten Sonntagsspaziergangswetter, wo hier erfahrungsgemäß die ganzen Deppen aus der Stadt ins Grüne gefahren kommen, Lust auf eine entspannte Runde ohne Diskussionen mit anderen HH habe, dann wird das Maulkorb-Training eben mal flott nach draußen auf den Spaziergang verlegt... :pfeif: )