Beiträge von pardalisa

    Wenn man meine Nachbarn fragen würde, würden die wahrscheinlich auch sagen, dass man meine Hunde fast nie draußen beim Spaziergang sieht. :ka:

    Ich arbeite im Moment fast nur Nachtschichten, d.h. ich gehe die richtig große, ausgedehnte Spaziergangsrunde des Tages meist am Mittag/frühen Nachmittag, wenn die meisten Leute noch arbeiten – und dann gehe ich häufig nicht mal von der Haustür weg, sondern fahre mit dem Auto ein Stück raus, weil mein Seniorhund die Strecke auf asphaltiertem Grund durch's Dorf an der Leine nicht mehr so gut packt und lieber gleich frei auf weichen Waldwegen läuft. Ich hab' auch noch nie mit Nachbarn über meine 'Spaziergangsgewohnheiten' gesprochen; klar, wenn man sich begegnet und ein bisschen schnackt, fragt man gegenseitig, was die Hunde/Kinder/Eltern/etc. so machen und wie's generell so geht, aber ich wüsste nicht, woher meine Nachbarn wissen sollten, wie oft und wie lange ich mit den Hunden Gassi gehe, am Hundeplatz bin, wandern gehe oder sonstige Sachen unternehme. :???: Das ist einfach kein übliches Gesprächsthema hier.

    Und bei meinen Eltern ist's ähnlich: die wohnen in einem kleinen, sehr ländlich geprägten Dorf und natürlich kennt man da seine Nachbarn und ich weiß auch so ungefähr, wer wo wie viele Hunde hat. Aber wann die Gassi gehen und wie lange, davon hab' ich keine Ahnung. Ist auch viel zu weitläufig dafür in der Gegend, da kann man stundenlang durch den Wald und über die Felder gehen ohne irgendwen zu treffen und ich hab' auch weder die Zeit noch die Motivation, da im Blick zu haben, wer wann mit welchem Hund vom Hof geht. |) Gesprächsthema sind da die Trockenheit diesen Sommer, die Heuknappheit, die aktuelle Rüben- und Kartoffelernte, die Entwicklung der Kinder und Enkelkinder, der jährliche Apfelkuchen-Backwettbewerb, ... aber nicht die Ausgehzeiten der Hunde. ;)

    Ich find's auch klasse, wie du an deiner Angst arbeitest – Respekt! :smile:

    Und ich würde ja inzwischen gerne so viele Hunde, denen ich begegne, streicheln wollen, aber da hier im Forum so viele schreiben, dass es nervt, wenn sie angequatscht werden und ihre Hunde streicheln wollen, halte ich mich zurück =)

    Wenn ich auf die PLZ gucke, ist es unwahrscheinlich, dass du uns zufällig beim Gassi über den Weg läufst ;) , aber für den Fall der Fälle: Ich find's klasse, wenn jemand fragt! Und derjenige darf dann auch gerne den jüngeren Rüden streicheln, wenn der da Lust drauf hat.

    Das Einzige, was ich im Kontext 'Menschen mit Hundeangst' anstrengend finde, sind Leute, die offensichtlich Angst haben, im Stechschritt und mit Tunnelblick zwecks 'Selbsttheraphie' auf den Hund zugehen, abrupt abbremsen, den Arm langmachen, sich sichtbar überwinden und all ihren Mut zusammennehmen, um den Hund zu tätscheln – und vorher nicht fragen. Das komische Bewegungsmuster verwirrt den Hund und ich find's dem Besitzer gegenüber unhöflich; aber so überlegt wie du hier schreibst, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass du sowas machen würdest. :smile: Insofern: Fragen ist prima (und Ohrenkraulen meistens willkommen)!

    Noch eine Stimme für das Anny-X-Geschirr. :gut:

    Meine beiden laufen viel frei, aber wenn sie in der BuS an die Schleppleine müssen, hängt die am Anny-X. Der unterpolsterte Ring ist super, die Verstellmöglichkeiten praktisch bei einem Hund, der noch ein bisschen wächst oder je nach Jahreszeit doll unterschiedlich viel Fell hat, und selbst mit einer langen Leine dran verrutscht das Geschirr auf meinen Hunden nicht (das Problem hatten wir vorher bei Geschirren, die mit Neopren gepolstert waren).

    Okay, also zweiter Versuch:

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    Der Opi im "Schaukelpferd-Galopp" – hochmotiviert auf dem Weg zum Futterbeutel.

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    Versteckspiel mit dem 'kleinen Bruder' im Hintergrund

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    Und schließlich bei der wohlverdienten Pause auf der Wiese nach dem Spaziergang, kurz bevor der Kopf für ein Nickerchen auf meinem Knie abgelegt wurde.

    Hast du jemanden, der sich das zutrauen würde, und wo du den Hund für 'ne Woche oder so hingeben könntest? Sozusagen als kleine 'Auszeit', um einen freien Kopf zu bekommen?

    Deine Beiträge klingen ein bisschen so, als ob der Hund und du euch in einer gegenseitigen 'Frustspirale' befindet – du bist überfordert, der Hund merkt das und reagiert wilder, du fühlst dich noch hilfloser, der Hund spiegelt das wieder... dazu dann die gesundheitliche Komponente, die natürlich allen auf's Gemüt schlägt und Stress mit sich bringt – eine Entscheidung für oder gegen eine Abgabe des Hundes würde ich, wenn irgendwie möglich, nicht aus dem aktuellen Alltags-Tief, sondern mit ein bisschen wortwörtlichem Abstand zum Nachdenken treffen. Vielleicht würde der Züchter so eine Notfall-Kurzzeit-Betreuung sogar machen, wenn man ihm die Situation schildert?

    Falls das nicht oder nicht zeitnah möglich ist: passenden Maulkorb mit Fressschutz besorgen und darauf bestehen, dass der Hund den trägt, Hund an die Schleppleine (mit Ruckdämpfer) packen, Spaziergänge in ruhigen, überschaubaren Gegenden machen, und 2-3 feste Hundekumpels suchen (jetzt in der Läufigkeit dann wahrscheinlich eher Hündinnen), mit denen dein Hund – auf umzäunten Gelände, wenn der Rückruf draußen noch nicht richtig sitzt – regelmäßig 'auf hündisch' interagieren kann, das wären so meine Tipps, um die Situation zu beruhigen und den Druck rauszunehmen.

    Ich find's auch wichtig, dass ich meinen Hunden jederzeit alles, was sie in der Schnauze haben, wegnehmen könnte bzw. dass sie es mir auf Kommando freiwillig ausspucken. Mir geht's dabei nicht um "was kann ich mir erlauben?" oder "darf mein Hund mich anknurren, während ich ihm im Maul herumwerkele?"; wir fahren stattdessen ganz gut damit, dass die Hunde von Anfang an lernen, dass die Kombination Mensch + Futter eine super geniale Sache ist, wo die Grundstimmung so entspannt ist, dass Knurren gar nicht aufkommt. (Hab' allerdings auch zwei – in Bezug auf ihren Umgang mit mir – butterweiche Hütitütis ;) , die von Welpe an hier leben, das ist sicher mitnichten eine allgemeingültige Sache.)

    Was ich übel finde, sind diese "Machtspielchen", die Ersthundehaltern manchmal in der Hundeschule empfohlen werden: solche Sachen wie "dem jungen Hund regelmäßig kommentarlos den Napf wegnehmen" oder "jedes Familienmitglied, auch das kleinste Kind, immer wieder mit der Hand in den vollen Napf patschen lassen" – sowas ist grob fahrlässig und wenn man vorher keinen Hund hatte, der mit Ressourcen ein Thema hat, dann erzieht man ihn sich spätestens durch solche Aktionen dazu.

    Ich hab' die von Ruffwear mal für Wanderungen angeschafft. Die sind zwar ziemlich 'fest' und schmiegen sich nicht gut an das Hundebein an, sind dafür aber auch extrem stabil und haben eine feste Sohle. Waren hier auch schon bei Pfotenverletzungen im Einsatz und haben ihren Dienst gut getan. :smile:

    Die aus dem Schlittenhundebedarf sollen auch gut sein. Eine Freundin hat welche aus dem Shop von Uwe Radant, glaube ich, die sind weicher und halten jetzt auch schon eine ganze Weile.

    Halt deutlich getimeter einfach und auch mit viel mehr Abstrichen im Alltag des Halters selbst.

    Klar, und solange der Halter nur sich selbst einschränkt und die Hunde nicht darunter leiden/zu kurz kommen, ist das ja auch Privatvergnügen, das jeder für sich so aussuchen kann, wenn er mag. :smile:

    Und kann natürlich sein, dass ich da im Moment mit meinem Opi einfach nur besonders sensibel bin, aber ich frag mich schon, ob solche Konstellationen wirklich langfristig gutgehen – mit 10+ Hunden, die alle gesund sind und in der gleichen Sportart laufen, mag das ja mit dem gut geplanten Tagesablauf hinhauen (... ich würd's trotzdem nie so haben wollen ;) ), aber was passiert, wenn da die ersten Hunde alt werden und Zipperlein oder richtige Krankheiten haben? Lass da mal einen Demenz haben und deutlichst mehr Aufmerksamkeit brauchen, einen inkontinent werden, einen, der aus Altersgründen mit dem Rest des Rudels nicht mehr gut klarkommt und abgeschirmt/geschützt werden muss, ein paar, die zu den unmöglichsten Zeiten Medikamente bekommen müssen, ... und dazu dann weiter Hunde in den besten Jahren, die natürlich auch was erleben wollen.

    Mit einer kleinen Gruppe Hunde ist das sicher machbar, so intensiv auf einzelne Bedürfnisse eines oder mehrerer Hunde einzugehen, aber bei einem Dutzend Hunden? Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man das bei 10-und-mehr-Hunden bewerkstelligen will. Selbst, wenn Nerven und Geld im Überfluss vorhanden sind, hat der Tag ja trotzdem nur 24 Stunden. ;) Aber ich würde tatsächlich gerne mal jemanden kennenlernen, der so lebt und mit der Haltung von so vielen Hunden langfristige Erfahrung hat; das Gespräch stelle ich mir spannend vor.


    Ganz lieben Dank für eure Erfahrungsberichte. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viel Kopf? :ugly:

    Ja, vielleicht. ;)

    Ich hab' im Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass es umso besser lief, je weniger man den neuen Hund im Vorfeld mit Erwartungen überfrachtet hat.

    Bei den Haltern, die sich ganz doll erhofft haben, dass ihre Hunde dicke Kumpels werden und von der ersten Sekunde an wie Ar*** auf Eimer zusammenpassen :D , und den Zweithund mehr oder weniger für den ersten angeschafft haben, war's deutlich angespannter und schwieriger mit der Gewöhnung als bei denjenigen, die – salopp gesagt – da mit der Einstellung "eine friedliche Zweck-WG der Hunde untereinander würde mir reichen; sie müssen sich nicht lieben" rangegangen sind.