Beiträge von pardalisa

    Noch eine Stimme für das Anny-X-Geschirr. :gut:

    Meine beiden laufen viel frei, aber wenn sie in der BuS an die Schleppleine müssen, hängt die am Anny-X. Der unterpolsterte Ring ist super, die Verstellmöglichkeiten praktisch bei einem Hund, der noch ein bisschen wächst oder je nach Jahreszeit doll unterschiedlich viel Fell hat, und selbst mit einer langen Leine dran verrutscht das Geschirr auf meinen Hunden nicht (das Problem hatten wir vorher bei Geschirren, die mit Neopren gepolstert waren).

    Okay, also zweiter Versuch:

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    Der Opi im "Schaukelpferd-Galopp" – hochmotiviert auf dem Weg zum Futterbeutel.

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    Versteckspiel mit dem 'kleinen Bruder' im Hintergrund

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    Und schließlich bei der wohlverdienten Pause auf der Wiese nach dem Spaziergang, kurz bevor der Kopf für ein Nickerchen auf meinem Knie abgelegt wurde.

    Hast du jemanden, der sich das zutrauen würde, und wo du den Hund für 'ne Woche oder so hingeben könntest? Sozusagen als kleine 'Auszeit', um einen freien Kopf zu bekommen?

    Deine Beiträge klingen ein bisschen so, als ob der Hund und du euch in einer gegenseitigen 'Frustspirale' befindet – du bist überfordert, der Hund merkt das und reagiert wilder, du fühlst dich noch hilfloser, der Hund spiegelt das wieder... dazu dann die gesundheitliche Komponente, die natürlich allen auf's Gemüt schlägt und Stress mit sich bringt – eine Entscheidung für oder gegen eine Abgabe des Hundes würde ich, wenn irgendwie möglich, nicht aus dem aktuellen Alltags-Tief, sondern mit ein bisschen wortwörtlichem Abstand zum Nachdenken treffen. Vielleicht würde der Züchter so eine Notfall-Kurzzeit-Betreuung sogar machen, wenn man ihm die Situation schildert?

    Falls das nicht oder nicht zeitnah möglich ist: passenden Maulkorb mit Fressschutz besorgen und darauf bestehen, dass der Hund den trägt, Hund an die Schleppleine (mit Ruckdämpfer) packen, Spaziergänge in ruhigen, überschaubaren Gegenden machen, und 2-3 feste Hundekumpels suchen (jetzt in der Läufigkeit dann wahrscheinlich eher Hündinnen), mit denen dein Hund – auf umzäunten Gelände, wenn der Rückruf draußen noch nicht richtig sitzt – regelmäßig 'auf hündisch' interagieren kann, das wären so meine Tipps, um die Situation zu beruhigen und den Druck rauszunehmen.

    Ich find's auch wichtig, dass ich meinen Hunden jederzeit alles, was sie in der Schnauze haben, wegnehmen könnte bzw. dass sie es mir auf Kommando freiwillig ausspucken. Mir geht's dabei nicht um "was kann ich mir erlauben?" oder "darf mein Hund mich anknurren, während ich ihm im Maul herumwerkele?"; wir fahren stattdessen ganz gut damit, dass die Hunde von Anfang an lernen, dass die Kombination Mensch + Futter eine super geniale Sache ist, wo die Grundstimmung so entspannt ist, dass Knurren gar nicht aufkommt. (Hab' allerdings auch zwei – in Bezug auf ihren Umgang mit mir – butterweiche Hütitütis ;) , die von Welpe an hier leben, das ist sicher mitnichten eine allgemeingültige Sache.)

    Was ich übel finde, sind diese "Machtspielchen", die Ersthundehaltern manchmal in der Hundeschule empfohlen werden: solche Sachen wie "dem jungen Hund regelmäßig kommentarlos den Napf wegnehmen" oder "jedes Familienmitglied, auch das kleinste Kind, immer wieder mit der Hand in den vollen Napf patschen lassen" – sowas ist grob fahrlässig und wenn man vorher keinen Hund hatte, der mit Ressourcen ein Thema hat, dann erzieht man ihn sich spätestens durch solche Aktionen dazu.

    Ich hab' die von Ruffwear mal für Wanderungen angeschafft. Die sind zwar ziemlich 'fest' und schmiegen sich nicht gut an das Hundebein an, sind dafür aber auch extrem stabil und haben eine feste Sohle. Waren hier auch schon bei Pfotenverletzungen im Einsatz und haben ihren Dienst gut getan. :smile:

    Die aus dem Schlittenhundebedarf sollen auch gut sein. Eine Freundin hat welche aus dem Shop von Uwe Radant, glaube ich, die sind weicher und halten jetzt auch schon eine ganze Weile.

    Halt deutlich getimeter einfach und auch mit viel mehr Abstrichen im Alltag des Halters selbst.

    Klar, und solange der Halter nur sich selbst einschränkt und die Hunde nicht darunter leiden/zu kurz kommen, ist das ja auch Privatvergnügen, das jeder für sich so aussuchen kann, wenn er mag. :smile:

    Und kann natürlich sein, dass ich da im Moment mit meinem Opi einfach nur besonders sensibel bin, aber ich frag mich schon, ob solche Konstellationen wirklich langfristig gutgehen – mit 10+ Hunden, die alle gesund sind und in der gleichen Sportart laufen, mag das ja mit dem gut geplanten Tagesablauf hinhauen (... ich würd's trotzdem nie so haben wollen ;) ), aber was passiert, wenn da die ersten Hunde alt werden und Zipperlein oder richtige Krankheiten haben? Lass da mal einen Demenz haben und deutlichst mehr Aufmerksamkeit brauchen, einen inkontinent werden, einen, der aus Altersgründen mit dem Rest des Rudels nicht mehr gut klarkommt und abgeschirmt/geschützt werden muss, ein paar, die zu den unmöglichsten Zeiten Medikamente bekommen müssen, ... und dazu dann weiter Hunde in den besten Jahren, die natürlich auch was erleben wollen.

    Mit einer kleinen Gruppe Hunde ist das sicher machbar, so intensiv auf einzelne Bedürfnisse eines oder mehrerer Hunde einzugehen, aber bei einem Dutzend Hunden? Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man das bei 10-und-mehr-Hunden bewerkstelligen will. Selbst, wenn Nerven und Geld im Überfluss vorhanden sind, hat der Tag ja trotzdem nur 24 Stunden. ;) Aber ich würde tatsächlich gerne mal jemanden kennenlernen, der so lebt und mit der Haltung von so vielen Hunden langfristige Erfahrung hat; das Gespräch stelle ich mir spannend vor.


    Ganz lieben Dank für eure Erfahrungsberichte. Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viel Kopf? :ugly:

    Ja, vielleicht. ;)

    Ich hab' im Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass es umso besser lief, je weniger man den neuen Hund im Vorfeld mit Erwartungen überfrachtet hat.

    Bei den Haltern, die sich ganz doll erhofft haben, dass ihre Hunde dicke Kumpels werden und von der ersten Sekunde an wie Ar*** auf Eimer zusammenpassen :D , und den Zweithund mehr oder weniger für den ersten angeschafft haben, war's deutlich angespannter und schwieriger mit der Gewöhnung als bei denjenigen, die – salopp gesagt – da mit der Einstellung "eine friedliche Zweck-WG der Hunde untereinander würde mir reichen; sie müssen sich nicht lieben" rangegangen sind.

    Mein Seniorhund geht regelmäßig zum TA, hauptsächlich für die Kontrolle seiner Blutwerte (im letzten Dreivierteljahr waren wir alle 6-8 Wochen zum Blutabnehmen, weil die Medikamente richtig eingestellt werden mussten), aber natürlich wird da auch ein Blick auf den Gesamtzustand geworfen und ich kann Dinge ansprechen, die mir aufgefallen sind – bei seinem fortgeschrittenen Alter ist das auch sinnvoll, wie wir leider gerade gemerkt haben. Er liebt die Tierärztin bzw. TA-Praxen generell und geht da gerne hin, die Regelmäßigkeit im Moment ist also zum Glück null stressig für ihn.

    Der jüngere Rüde (5 Jahre alt, hält sich für unkaputtbar und unsterblich ;) , neigt aber zu doofen Aktionen mit Kratzer-und-blaue-Flecke-Potenzial) geht nur zum Impfen und wenn wirklich was ist. Nicht-lebendsbedrohliche Kleinigkeiten wie Schnupfen, Durchfall, beim Spielen vertretene Pfote o.ä. beobachte ich erst mal einen Tag zu Hause, wenn's ärger scheint, geht's dann zum TA.

    Ab einer gewissen Anzahl an Hunden kommt es auch einfach deutlich darauf an, wie man sich das Zusammenleben mit Hund so vorstellt - auch bezogen auf seine eigene Alltagsgestaltung.

    Ich kenne mehrere Haushalte mit 10 Hunden (+-). Wo trotzdem jeder Hund „Quality Time“ hat im Sinne von intensiv trainiert werden.
    Aber da ist die Gestaltung des Alltags des Menschen eine völlig andere.

    Klar, wobei man dann irgendwo rein rechnerisch auch an seine Grenzen stößt – oder halt große Abstriche bei den eigenen Ansprüchen an die 'Einzelzeit' machen muss.

    Ich mag z.B. für jeden Hund jeden Tag mindestens eine halbe Stunde nur für ihn haben – abseits der normalen Spaziergänge, halt für solche Sachen wie gemeinsam Kuscheln, Fellpflege, Training, Herumalbern, etc. Die halbe Stunde 'Einzelzeit' nehme ich mir nicht jeden Tag (mal ist's mehr, mal machen wir tagelang auch alles gemeinsam), aber die Option möchte ich auf jeden Fall haben.

    Bei 8, 9, 10, ... Hunden ginge das schon rein rechnerisch nicht, dass man zusätzlich zu ausgedehnten Spaziergängen und dem anderen, eh anfallenden Krams, für die ganze Truppe dann auch noch mal locker 4-5 Stunden (eng getaktete) Einzelzeit irgendwo jeden Tag unterbringt.

    Natürlich ist meine eingeplante halbe Stunde jetzt kein Muss oder für Mehrhundehalter generell irgendwie verpflichtend ;) , aber da wären wir dann wieder bei den Abstrichen, die man bei seinen persönlichen Ansprüchen machen müsste.