Meine beiden haben ja auch einen relativ großen Altersabstand – der Opi steuert auf den 14. Geburtstag zu (den er hoffentlich noch erleben wird), der jüngere Rüde wird Ende des Jahres erst fünf. Ich hab' mich bewusst dafür entschieden, aber ich bin auch echt froh, dass ich meinen Tag so frei planen kann, um beiden Bedürfnissen gerecht zu werden und mit jedem Hund Qualitätszeit verbringen zu können.
Und aktuell sieht das dann auch häufig so aus, dass ich eine gemütliche Trödel-Schlendertempo-Runde mit dem Opi gehe, wo er 'Narrenfreiheit' hat und Tempo, Richtung und Pausen (... und Keks-Gebe-Frequenz für niedliches Gucken) vorgibt
, und eine Action-Runde mit dem jungen personifizierten Unfug, das gerne auch rennen, Hundekumpels treffen und Strecke machen möchte. 
Ansonsten ist bei uns im Moment auch ein wenig seltsame, melancholische Stimmung: auf der einen Seite genieße ich jeden Moment mit dem Opi, schaue ihm zu, wie er völlig sorglos im Bach planscht, sich im Garten auf seinem Lieblingsplatz räkelt, in der Küche bei der Mittagessenvorbereitung bettelt, sich abends einen Schlafplatz im Bett erschleicht; auf der anderen Seite tut es weh, wenn man ihn schwer atmen hört, wenn er nicht richtig hochkommt mit den Hinterbeinen, gerne noch selbst auf's Sofa hüpfen möchte, aber es nicht mehr schafft, und beim Gehen instabil ist und schwankt, wenn er müde ist.
Anfang nächster Woche haben wir den Termin bei der Onkologin zum Ultraschall der Tumore und Beratung des weiteren Vorgehens in der Spezialtierklinik – und das versuche ich, bis dahin mit aller Kraft zu verdrängen.