Außerdem glauben viele Leute, dass Pflege am Hund ihm lästig ist (stimmt ja auch, die wenigsten Hunde lassen sich mit Genuss die Zähne putzen. Und wer es nicht beigebracht kriegt, ist auch noch bockig oder ängstlich. Das ist dann echt ein kleiner Kampf... ). Die bemittleiden ihn ja schon in der Dusche. Und dem Hund sowas regelmäßig "antun"? Ist doch Tierquälerei...
Genau das hatte ich gerade bei einem Gespräch mit einer Gassi-Bekanntschaft
: die Hunde haben während der Spaziergangs schön in Matsch und Modder getobt und sahen also aus wie kleine Erdferkel, und als wir wieder am Auto standen, meinte ich so nebenbei, dass das eigentlich gut passt, weil ich mit meinem eh noch das "Wellness-Programm" machen wollte – duschen, Krallen kürzen, einmal Kontrolle rundum.
Die Bekannte war völlig verwirrt – ich dusche den Hund? Findet der das nicht total furchtbar? Und die Krallen selbst schneiden? Das würde sie sich nicht trauen. Ihre beiden Hunde bekommen ja schon beim Abspülen mit klarem Wasser einen halben Herzinfarkt und müssen von zwei Personen gehalten werden.
Ich hab' versucht, ihr zu erklären, dass das 'ne Gewöhnungssache ist und wie wichtig ich das finde, dass ich solche Sachen mit meinem Hund stressfrei (für uns beide!) erledigen kann. Und dass das mittlerweile auch echt "Qualitätszeit" ist – ich schalte mir halt ein Hörbuch oder einen Podcast an, der Hund legt sich bequem hin und dann wird alles einmal kontrolliert und eben so Pflegekrams gemacht, ganz in Ruhe.
Die Hunde der Bekannten sind nicht verwahrlost oder so, werden gut ernährt, leben im Haus, werden beschäftigt und geliebt. Aber der Gedanke, dass so simple Pflegesachen für den Hund auf jeden Fall ganz furchtbar sein müssen und man ihm damit nix Gutes tut, scheint bei einigen Leuten echt tief zu sitzen, leider. :/