Beiträge von pardalisa

    Moin!
    Ich wollte mal fragen, ob irgendjemand Tabletten gibt, die dann mehrere Monate vor Zecken schützen. Ich möchte keine Diskussion lostreten, mich würden nur eure Erfahrungen interessieren. Danke schonmal im Voraus für eure Antworten :gut:

    Bei uns exakt wie bei @miamaus2013 und @Hummel – seit einigen Jahren gibt's Bravecto, der Hund verträgt's prima. :smile: Eine miniwinzige (nicht vollgesogene, tote) Zecke hab' ich seit der Tablettengabe an ihm gefunden, ansonsten war nix, nicht mal krabbelnde Viecher auf dem Hund.

    Wenn ich mir angucke, wie viele Zecken ich manchmal nach einem Spaziergang von meinen Hosenbeinen sammeln kann :fear: , dann wird's Ende Juli/Anfang August noch die zweite Bravecto für den Hund geben und damit werden wir dann hoffentlich gut durch's Jahr kommen.

    eigentlich kein konkretes, nur fällt mir hier im Forum auf, daß bei nicht wenigen Rassen alles vermeintlich negative sehr hervorgehoben wird, tw auch sehr emotional (aber ey, Person x hat so einen und kommt damit klar).

    Mhm, ich glaube, da muss man den Kontext mitbeachten. :smile: Bei absoluten Hundeanfängern, die komplett "bei Null beginnen" (nicht böse gemeint!) und sich z.B. oberflächlich für einen Aussie interessieren, neige ich auch dazu, die etwas... weniger großstadtkompatiblen |) /nicht so familientrubelgeeigneten/eher 'schwierigen' Rasseeigenschaften erstmal deutlich zu betonen. Das hat nix damit zu tun, dass ich mich selbst für super-duper-toll halte und denke, dass nur ein kleiner, handverlesener Kreis von Hundeprofis einen Aussie richtig halten kann. ;) (Eher im Gegenteil, ich find' meinen Rüden beispielsweise herrlich leichtführig und überhaupt nicht kompliziert und kenne zahlreiche Aussies, die ähnlich sind - solange halt die Umstände passen, in denen sie leben. Und mir würden umgekehrt auch viele, viele Rassen einfallen, die Leute hier im Forum problemlos halten, die mich aber wiederum vor richtig große Probleme stellen würden.)

    Der Grund, warum man als jahrelanger Halter einer Rasse eventuell etwas dazu neigt, auch die von Außenstehenden als 'schwierig' wahrgenommen Eigenschaften zu betonen, liegt vermutlich u.a. darin, dass man - gerade, wenn man sich im Bereich der Nothundevermittlungen schon mal engagiert hat oder Hundetrainer im Freundeskreis hat - dutzende und aberdutzende Beispiele vor Augen hat, wo Leute sehr, sehr blauäugig an die Anschaffung genau dieser Rasse herangegangen sind, das Projekt "wir wollen aber genau diesen Hund, weil der so süß ist/jemand im Bekanntenkreis auch so einen hat/das ja alles nur eine Frage der Erziehung ist, ob der zu uns passt/etc." mit großem Getöse gescheitert ist - und der Hund schlußendlich der Leidtragende war.

    Insofern finde ich es immer wichtig, dass jemand eine gut informierte Entscheidung trifft, wenn er sich für eine Hunderasse entscheidet - und dazu gehören halt auch Infos über Dinge, die schief gehen können; Eigenschaften, die einen überraschen können, wenn man noch wenig Erfahrung auf dem Gebiet hat; mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwartende Entwicklungen des Hundes, die man vielleicht als Anfänger noch nicht so auf dem Schirm hat; Aufräumen mit Vorurteilen oder häufigen Missverständnissen über die Rasse, usw.

    Ab und zu klingt hier im Forum ja sachte an, dass sowas als "Schlechtreden" oder unnötiger Pessimismus empfunden wird - das finde ich eigentlich sehr schade, denn was kann einem Hund besseres passieren, als dass er zu einem Halter kommt, der den 'worst case' der Rassebeschreibung im Kopf mal durchgespielt hat und trotzdem sagt "ich finde die Rasse toll und ich liebe diesen Hund genau so, mit genau diesen (rassetypischen) Eigenschaften!" - besser kann's doch fast gar nicht laufen? :smile:

    Mag also sein, dass ich da andere Threads als du vor Augen habe :smile: , aber wenn hier im Forum jemandem von einer bestimmten Rasse (von Haltern dieser Rasse) abgeraten wird/rassetypische Eigenschaften dargestellt und deutlich beschrieben werden, dann empfinde ich das in den allermeisten Fällen nicht als "boah, guck mal - nur ich bin sooo toll und kann diese Rasse bändigen, alle anderen sollten die lieber gar nicht haben, weil sie's eh nicht richtig können" ;) , sondern, wie oben schon geschrieben, als Rundum-Info, zu der eben auch die Eigenschaften gehören, die eventuell 'anecken' können.

    Ich könnte seitenweise darüber schreiben, wie großartig ich die Hunderassen finde, die bei uns schon gelebt haben, welche Charakterzüge ich an denen liebe, wie toll das Zusammenleben war/ist :herzen1: - aber das ist ja nicht das, was jemandem, der vor der Entscheidung "passt diese Rasse zu mir oder nicht?" steht, in den meisten Fällen wirklich weiter hilft. Die rosarote Brille der Begeisterung bringt der schon von ganz alleine mit ;) , sonst würde er ja gar nicht mit dem Gedanken der Anschaffung so eines Hundes spielen, deshalb finde ich es u.a. hier im Forum wichtig, dass von Leuten mit Rasserfahrung an solchen Stellen dann ein kleiner 'Realitätscheck' kommt - nicht böse gemeint, nicht als 'den Rassewunsch unbedingt ausreden wollen' gemeint, nicht überheblich oder selbstdarstellerisch gemeint - einfach nur als "Wusstest du das schon? Kennst du Eigenschaft X, Y, Z? Passt das in dein Leben?" Wie gesagt, als Informationsangebot aus Erfahrung.

    Ist Rasse wirklich so dominant, daß ein Rassehund gefangen in seinen Genen ist?

    Ich würd's nicht "gefangen" nennen, aber ansonsten - ja, ich denke schon, dass die Gene einen (Groß-)Teil des Verhaltens beeinflussen. Sonst wäre Zucht und Selektion ja ziemlich ergebnislos... ;) Und wie man neulich hier ja auch schön in dem Thread mit dem Akita als "Großstadt-/Begleithund" gesehen hat: manche rassetypischen Anlagen existieren einfach, die bekommt man nicht "wegsozialisiert"...

    Ich stell mir rassetypisches Verhalten immer als eine Art Spektrum vor - ein ungefährer Bereich, der für die Rasse typisch ist, mit unterschiedlich starken/schwachen Ausprägungen beim individuellen Hund. Wenn ich mit einer dieser zu erwartenden Ausprägungen einer Rasse so überhaupt gar nicht leben könnte, lass ich also konsequenterweise die Finger davon - und im Idealfall werden die rassetypischen Eigenschaften nicht als 'Makel' gesehen, die man aberziehen sollte, sondern der Hund genau deswegen gewollt. :smile:

    Wie sehr möchten sich Halter bestimmter Rassen hervorheben, indem sie eine (angeblich) so schwer zu erziehende/haltende Rasse haben?

    :???: Ich versteh nicht ganz, wie du das meinst - hast du mal ein Beispiel?

    Bei einer Gruppe von völlig verschiedenen Rassen/Mixen mit unterschiedlichen Felltypen würde ich auch bei den Basis-Sachen wie Krallen, Ohren und Zähne kontrollieren, Baden ist nicht grundsätzlich 'böse' oder schädlich, etc. bleiben. :smile: Solche Feinheiten wie verschiedene Trimmtechniken würden die meisten Hundebesitzer, die sich bisher wenig Gedanken über Pflegethemen gemacht haben, vermutlich überfordern/mit zuviel Infos "erschlagen".

    Was mir aufgefallen ist, als ich das letzte Mal in der Hundeschule hier in der Nähe bei einer Hundeführerschein-Prüfung ausgeholfen habe: Die allermeisten der anwesenden Hunde (allle ca. ein Jahr alt) konnten eine ganze Palette Tricks und Kunststücke wie Pfötchen geben, Männchen machen, Rolle, usw. abspulen, aber fast alle Besitzer haben erzählt, dass solche 'simplen' Dinge wie Pfoten nach dem Spaziergang abtrocknen, Krallen kürzen, Filz ausbürsten, usw. ein totales Drama bei ihren Hunden ist.

    Nach den Schilderungen würde ich vermutlich schon in der Welpenstunde regelmäßig ein paar Minuten drauf verwenden, zu betonen, dass man Fell-/Körperpflege-Handgriffe auch richtig toll als 'Trick' aufbauen kann, sodass der Hund daran auch Spaß hat und es nicht für beide – Mensch und Hund – alles mit Widerwillen verbunden und bloß lästige Pflicht ist.

    Ich nehm an, es geht um den Hund auf deinem Profilbild? Dann hast du da keinen Labrador, sondern mit höchster Wahrscheinlichkeit einen Labbi-Weimaraner-Mix...

    Such dir einen Trainer, der ohne dieses bescheuerte Rudelführergedöns arbeitet und Erfahrung mit Jagdgebrauchshunden hat, den wirst du brauchen – aufkommende Unverträglichkeit mit Artgenossen, "sich nicht alles gefallen lassen", etc. sind absolut typisch für diese Mischung, und das Verhalten wird sich von alleine, nur mit dem Aufziehen eines Maulkorbs, nicht verbessern, sondern verschlimmern.

    Homöopathie wirkt bei Kleinigkeiten (also jetzt nicht bei "Bein is' ab" oder so ;) ) über den Placebo-Effekt – da wirkt zwar streng genommen nicht irgendein Zuckerkügelchen direkt, sondern die Gabe mit Umweg über die menschliche Psyche, aber immerhin ist da unter bestimmten Umständen ein Effekt tatsächlich wissenschaftlich messbar.

    Bei Bernsteinketten als Zeckenabwehr halt nicht, weil Zecken für den Placebo-Effekt u.ä. leider nicht so richtig zugänglich sind... ;)

    je nach Rassewunsch kann man da ja auch teilweise bei den "Rasse"notseiten schauen...
    Hab früher und werde beim nächsten Hund auch wieder zB bei einer Dackelnothilfe schauen wo die einfach mit dem Typ Hund nicht klarkommen oder Besitzer verstorben sind...

    Finde ich für viele Rassen auch einen guten Anlaufpunkt, wenn man einen älteren Hund und keinen Welpen möchte :smile: – bei 'meiner' Rasse allerdings leider nicht oder nur seeehr eingeschränkt...

    Da landen in der Notvermittlung zu 95% die "harten Fälle", d.h. Hunde mit heftiger Artgenossenunverträglichkeit, Beißvorfällen mit Menschen als Abgabegrund, so gründlich versaut vom Vorbesitzer und dermaßen hyperaktiv, dass man sich da ein 'schönes' Projekt ins Haus holt, völlig unüberlegt angeschaffte Hunde mit entsprechenden Baustellen und verfestigtem Verhalten, etc. :hust:

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    Nicht falsch verstehen, ich find's gut, dass es die Notvermittlung gibt, und habe 'ne Menge Respekt vor Leuten, die von dort einen Hund nehmen! Aber es hat schon einen Grund, warum ich Leuten, die sehr unbedarft und blauäugig, mit völlig falschen Vorstellungen im Kopf an die Rassewahl herangehen, gerne solche Vermittlungstexte zur Lektüre empfehle – das ist sozusagen der Crashkurs in Sachen "was man falsch machen kann und wie's dann weiter geht". |) Und um die gravierenden Fehler anderer Leute in jahrelangem, kleinschrittigen Training wieder auszubügeln oder einen Hund mit behördlichen Auflagen aufzunehmen, hatte ich z.B. zum Zeitpunkt des Zweithund-Einzugs einfach keine Kapazitäten (und ehrlicherweise auch keine Lust :ops: ).

    Mein erster eigener Hund zog ein, als ich fünfzehn war. Da war schon klar, dass ich noch drei Jahre zu Hause wohne, bis ich mit der Schule fertig bin, und dass die Tendenz im Studium hinterher in eine Richtung gehen wird, die definitv "hundekompatibel" ist. War dann auch so, ich hab' ein Freiwilligenjahr gemacht und dann das Studium begonnen, der Hund war immer dabei. :smile:

    Der Zweithund zog dann als Welpe während des Studiums ein, als das gut lief und ich 'ne passende Wohnung und einen sicheren, unbefristeten Nebenjob hatte. Für uns war das der perfekte Zeitpunkt für einen Welpen und ich würd's jederzeit wieder so machen (solange solche Dinge wie Betreuung im Notfall, finanzielles Polster für hohe TA-Kosten, etc. geklärt sind, natürlich).

    Ich bin da deutlich "Kopfmensch" und wenig impulsiv; ich hab' ein paar absolut unumstößliche Kriterien, die erfüllt sein müssen, bevor ich über den Einzug eines (weiteren) Hundes auch nur nachdenke. Aber wenn die erfüllt sind, dann ist's mir auch egal, ob das für Außenstehende jetzt gut/passend/clever aussieht oder nicht. ;) Solange es dem Hund gut geht und ich damit glücklich bin, lass ich mir da nicht von nöligen Großfamilienmitgliedern und Nicht-Hundehaltenden entfernten Bekannten Leuten reinreden, die meinen, man müsste aber im Leben erst X, Y und Z erreicht haben, bevor man sich einen Hund anschafft.

    Wir haben/hatten bislang nur Rassehunde vom Züchter – 'früher' deshalb, weil meine Eltern mit (kleinen) Kindern im Haushalt keinen "Ü-Ei-Hund" ;) wollten; und ich bin dann später bei meinen eigenen Hunden wieder bei einer bestimmten Rasse gelandet, weil mir letztlich die zu erwartenden, rassetypischen Eigenschaften wichtig waren.

    Vor dem Einzug meines jetzt fünfjährigen Rüden habe ich mich allerdings eine ganze Weile intensiv mit TS-Hunden beschäftigt und das ernsthaft in Erwägung gezogen, im Endeffekt war die Suche aber ziemlich ernüchternd – trotz großem Suchradius scheinen meine Kriterien für einen (Zweit-)Hund einfach nicht "TS-tauglich" zu sein – und ich bin wieder beim Welpen vom Züchter gelandet (und damit sehr glücklich!).

    Kategorisch ausschließen würde ich einen TS-Hund für die Zukunft aber nicht... wer weiß, was in ein paar Jahren ist. :smile:

    WIE GEHT IHR MIT SOWAS UM?

    Indem ich erstens sowas nicht selbst unterstütze (weder durch "Mitleidskauf" eines Hundes, noch durch Likes/Zuspruch o.ä.), zweitens in meinem persönlichen Umfeld Hilfe anbiete, wenn jemand sich einen Hund anschaffen will und auf der Suche nach einer seriösen Quelle ist, und drittens konsequent nicht bei solchen Seiten gucke oder angemeldet bin.

    So hart es klingt: Meine täglich Menge Leid, die ich anschauen und ertragen kann ohne verbittert zu werden, ist begrenzt. Es gibt so viele Bereiche außerhalb des Internets, wo man tatsächlich anpacken und etwas tun/helfen kann – da investiere ich meine Zeit und meine emotionalen Reserven lieber dort, und tue ich mir keine unverbesserlichen Idioten bei Facebook und Co. an.