Beiträge von pardalisa

    Wie weit würdest du denn fahren wollen bzw. welche Richtung passt für dich gut? :smile: Südlich von Hannover kann man z.B. im Dreieck zwischen Vörie – Linderte – Ihme-Roloven sehr gut und sehr einsam ;) durch die Feldmark laufen.

    Und östlich von Hannover war ich letztes Jahr öfter bei Sehnde und Lehrte in der Ecke unterwegs, das war auch immer entspannt.

    Ich gehe tagtäglich mit meinem Hund bewusste Risiken ein.

    Manche Risiken sind grösser, manche kleiner.


    Muss jeder selber abgwägen. Das Schicksal ist manchmal ein Arschl*****.

    Ich auch, ich nehm mich da gar nicht aus. :smile:

    Ich geh z.B. gerne lange Wanderungen mit meinem Hund, auch alleine, auch in Gebieten mit schlechtem oder gar keinem Handyempfang. Und ich lass meinen Hund durchaus auf Bäumstämmen, kleinen "Klippen" und sonstigen Hindernissen balancieren, weil ihm das echt viel Spaß macht – wohl wissend, dass es im allerschlimmsten Fall bei einer Verkettung blöder Umstände sein kann, dass er sich was bricht und es eine Weile dauert, bis Hilfe da ist oder ich ihn zurück zum Auto getragen und in die TK gefahren habe. Das ist ein Risiko, das ich abgewogen habe und bewusst eingehe – und ich würde niemandem einen Vorwurf machen, der dann in so einem Fall hinterher sagt, "Du, ich hab' da kein Mitleid mit dir, das wusstest du vorher, das soetwas passieren könnte."

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    Oh verdammter Sch*** :( :, das tut mir sehr Leid mit deinem Hund! Ist das die tolle schwarze Hündin, die auch immer mit auf deinen Fotos im Wanderthread ist? Sowas ist einfach nur unfair – und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand, der noch halbwegs bei Verstand ist, dir irgendeine Schuld an so einer Situation geben würde. Ich wünsch euch alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit!

    Hund kommt unter die Räder, weil neben der Straße nicht angeleint- da gehe ich mit dir Konform.

    Aber Hund wird geschädigt wenn er irgendwo sitzt - da nicht


    Wenn andere Ein Verbrechen begehen, Diebstahl, Tierquälerei, etc. dann ist es unfair dem Halter die Schuld dafür zu geben.

    Sorry, ich hätte das vielleicht klarer schreiben sollen :smile: – mir geht es da gar nicht um Schuldzuweisungen.

    Oder unbedingt um Straftaten im engeren Sinne: für einen zurückhaltenden, eher vorsichtigen Hund, kann es ja z.B. schon ein übles Erlebnis sein, wenn er alleine vor dem Supermarkt angebunden hockt und von wildfremden Leuten so richtig herzhaft "durchgekuschelt" wird. Oder von einem fremden Hund bedrängt wird. Oder jemand, der verwirrt/geistig beeinträchtigt ist/etc., kann den Hund losbinden, der erschreckt sich und läuft davon – es geht mir nicht darum, mit dem Finger auf Hundehalter zu zeigen, die ihren Hund an der Straße freilaufen lassen/ihren Hund vor dem Supermarkt warten lassen und, überspitzt formuliert ;), zu sagen: "Haha, selbst Schuld, wenn deinem Hund was passiert! Bist du doof!"

    Ich gehe nur davon aus, dass Hundehalter, die ihren Hund in solche Situationen bringen, das Risiko kennen und für sich beschlossen haben, dass es das wert ist. Die Gründe dafür gehen mich erstmal nix an. Da aber bekannt ist und auch der gesunde Menschenverstand einem sagen sollte, dass in genau solchen Situationen dem Hund etwas zustoßen kann, und das bewusst in Kauf genommen wird, hab' ich hinterher eben keine Lust, mir tränenreiche "Die bööööse demente Omma hat meinen Fido losgebunden und jetzt ist er weggelaufen"/"Ein kleines Kind, das es noch nicht besser wusste, hat meinen Hund geärgert"-Geschichten ;) oder rührseelige Storys, dass das ja immer gutgegangen wäre mit dem Freilauf an der vierspurigen Straße, anzuhören...

    Dass Straftaten wie Diebstahl, Böllerwurf auf Hunde u.ä. natürlich absolut daneben sind und der Hundehalter daran keine 'Schuld' trägt, ist klar, da müssen wir gar nicht drüber reden. :smile: Für mich sind das aber zwei verschiedenen Ebenen: Bin ich Schuld, wenn jemand meinem Hund bewusst Schaden will? Nein, natürlich nicht. Kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn etwas Schlimmes passiert und ich es mit einfachen Mitteln (= Hund nicht unbeaufsichtigt in einer Stadt rumsitzen lassen, Leine dran an Straßen) hätte verhindern können? Ich könnt's nicht, ich würde mir ewig Vorwürfe machen, deswegen mach ich das mit meinem Hund nicht. Wer sich anders entscheidet, kann das gerne tun (ich mein das weniger passiv-aggressiv, als es geschrieben rüberkommt ;)), aber wie gesagt – bewusstes Risiko.

    Trefft ihr viele Hunde?

    Nein, überhaupt nicht. Wenn's in der ganzen Woche zusammengerechnet 'ne zweistellige Zahl Fremdhunde war, war schon "viel los" für unsere Verhältnisse. :lol: Blöde Begegnungen haben wir (deshalb?) zum Glück nur sehr, sehr selten.

    Trefft ihr viele Menschen ohne Hunde?

    Ein bisschen mehr als Menschen mit Hunden, aber auch nicht viele. Auch hier: blöde Begegnungen sind äußerst selten – ich sammel meinen Hund ran, wenn wir Spaziergänger, Jogger o.ä. treffen, man nickt sich kurz zu oder grüßt, manche bedanken sich sogar für's Anleinen/Hund absitzen lassen und jeder geht seiner Wege. :smile:

    Wie sind eure eigenen Hunde drauf, wenn ihr andere Hunde Passiert?

    Er checkt den anderen Hund kurz auf große Entfernung ab und geht dann ruhig vorbei. Solange der andere Hund nicht sehr, sehr unhöflich wird (= freilaufend mit großer Geschwindigkeit angerast kommt oder auf-Teufel-komm-raus Körperkontakt aufnehmen will), ist meinem Hund so ziemlich alles egal und er steckt das auch locker weg, wenn er fixiert oder angepöbelt wird.

    Wie sind Durchschnittlich die anderen Hunde drauf, wenn ihr diese passiert?

    Gemischt – manche hängen sich in die Leine und wollen unbedingt zu uns hin, viele sind eher desinteressiert (die mögen sowohl ich als auch mein Hund am liebsten ;)), ein paar pöbeln, ein paar sind ängstlich... ganz normaler Hundepopulationsdurchschnitt, würde ich schätzen.

    Wo wohnt ihr? (Kleinstadt, Großstadt, Dorf, irgendwelche Besonderheiten?)

    'Offiziell' gehört das hier noch zum Stadtgebiet einer mittelgroßen Studentenstadt, de facto fühlt es sich hier am wenig hippen Rand ;) aber an wie Leben auf'm Dorf xD – abends werden "die Bürgersteige hochgeklappt" und man sieht niemanden mehr draußen, die einzigen Geschäfte sind 'ne Bankfiliale, die Post und ein kleiner Supermarkt, und wenn man die Straße runtergeht, steht man direkt im Feld, wo man wochentags eine 10km-Runde laufen kann ohne irgendwen zu treffen.

    Ich fahr trotzdem ganz gerne ein Stück mit dem Auto in verschiedene Richtungen, weil ich die Abwechslung beim Spaziergang mag, aber nötig wär's nicht, um doofe Situationen zu vermeiden. Ich find' Hundehaltung und unsere Spaziergänge hier im Großen und Ganzen sehr entspannt.

    Hundehalter, die ihren Hund in der Stadt unbeaufsichtigt vor'm Supermarkt anbinden, lösen bei mir die gleiche Reaktion aus wie diejenigen, die ihren Hund in der Stadt an befahrenen Straßen ohne Leine laufen lassen: mit dem passenden Hund mag das in vielen Fällen lange, lange Zeit gutgehen und es geht mich nix an, ich muss da niemanden "bekehren" das anders zu tun.

    Aber wenn dann doch mal was schief geht und der ach-so-straßensichere Hund sich erschreckt oder verschätzt und auf die Fahrbahn gerät, oder der Hund vor'm Supermarkt drangsaliert oder gestohlen wird, hält sich mein Mitleid mit dem Halter in Grenzen und ich möchte, salopp gesagt, dann auch nicht vollgeheult werden. Das Risiko ist bekannt; wer sich trotzdem dafür entscheidet, muss mit den Konsequenzen leben.

    Ich kann aber auch gleich gerne mal Fotos raus suchen die es Beweisen.

    Kein Stress, musst auch nix 'beweisen' :smile: – mir kam nur gerade der größere Hund in einigen Momenten des Videos etwas... öhm, "schwabbelig" vor :ops:, aber manche Hunde haben ja einfach Pech mit dem Bindegewebe und so.

    (Ich find' sowas immer arg schwierig, auf ne nette Art anzusprechen, dass ein Hund etwas mopsig aussieht – besonders, wenn der Besitzer das überhaupt nicht wahrhaben will. Insofern: cool, dass du das im Blick hast und sorry für meine etwas doofe Frage. :smile:)

    Als ich zu meinem Ersthund (Rassehund) auf der Suche nach einem zweiten war, hatte ich sehr genaue Vorstellungen, was ich an "Eckdaten" (max. Größe/Gewicht, Fellbeschaffenheit, etc.) und Charakter beim Hund gerne hätte, war aber überhaupt nicht auf eine bestimmte Rasse festgelegt. Genau mit dem Hintergedanken: Es gibt so viele tolle Hunde; nur, weil ich mit dem Ersthund so glücklich bin, heißt das ja nicht, dass nicht auch was anderes zu mir/uns passen könnte. :smile:

    Ich hab' dann eine ganze Weile intensiv im Tierschutz geguckt – auch, weil 'meine' Rasse in der Zwischenzeit leider zum Modehund geworden war und ihr das überhaupt nicht gut getan hat :( :, was einfach traurig mitanzusehen war –, bin im TS aber absolut nicht fündig geworden (sooo kompliziert und anspruchsvoll fand ich meine Wünsche an einen Hund gar nicht, aber nun gut – anderes Thema).

    Letztendlich ist es dann doch ein Welpe vom Züchter geworden – gleiche Rasse wie der Ersthund. Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung: die Hunde waren total harmonisch miteinander und haben sich sehr gemocht, und ich hab' genau den Hund bekommen, den ich mir erhofft hatte. Die Jahre mit den beiden zusammen waren bislang mit Abstand meine schönste Hundehalter-Zeit. :herzen1:

    Der Ersthund ist letztes Jahr verstorben und ich hab' seitdem im Freundeskreis schon öfter gehört: "Wie sieht's aus, zieht wieder ein zweiter ein? Wieder die gleiche Rasse?" Abwegig ist der Gedanke nicht, die Rasse ist eigentlich 1:1 genau das, was ich an einem Hund schätze und haben möchte. Ich hab' mir tatsächlich im Laufe der Monate zwei erwachsene Abgabe-/Nothilfen-Hunde angeguckt... und kann's einfach nicht. :ops: Die Ähnlichkeit ist zu groß; die Angst zu vergleichen ist zu groß. Ich werde vermutlich noch eine Weile warten, und wenn dann wieder ein Zweithund einzieht, dann einer aus einer ganz anderen Rassegruppe, mit einem ganz anderen Charakter und völlig anderem Aussehen. Wird wahrscheinlich eine Umstellung für mich werden ;), aber genau das ist dann ja gewollt.

    Insofern – ich kann beides verstehen; sowohl jemanden, der sagt "einmal Rasse X, immer Rasse X", als auch jemanden, der sich noch mal ganz neu orientiert und lieber verschiedene 'Hundetypen' hat.

    (Einem neuen Hund wieder den Namen des verstorbenen zu geben finde ich allerdings... einfach nur schräg. Ich schätze bei allen rassetypischen Eigenschaften die Individualität meiner Hunde trotzdem total, die jeweiligen kleinen 'Spleens', ihre Vorlieben und Abneigungen, wie sehr man im Laufe der Jahre zueinander findet und sich kenennlernt, im Team 'funktioniert' – und ein Teil dieser Wertschätzung wird für mich auch durch den Namen ausgedrückt, den ich auswähle. Da einfach den 'alten' Namen draufzudrücken, "ist halt der Hund der Familie, passt schon?" Nein. Könnt ich nicht.)

    Was meint ihr denn? Kann sowas klappen?

    Das kann klappen - du wirst dutzende Berichte von Auslands-TS-Hunden finden, die hier ankamen, einmal kurz geguckt haben und sich gleich wohl und wie zu Hause gefühlt haben (und genauso viele Berichte, wo ein Hund aus dem Tierschutz ein bisschen mehr Zeit für den Start ins neue Leben gebraucht hat oder so ein, zwei "Päckchen" mitbrachte, die Schwierigkeiten gemacht haben...).

    Die Frage bei solchen "Hund direkt aus dem Ausland"-Übernahmen ist immer: Was, wenn es nicht klappt? Wie sieht der Plan B aus? Welche Unterstützung hat man, was traut man sich selbst zu, was ist realistisch?

    Bei euch z.B. bezogen auf die Mitnahme zur Arbeit: Was ist, wenn der Hund das nicht packt? Wenn er beispielsweise panische Angst hat, überfordert ist o.ä.? Was, wenn er aber auch nicht allein zu Hause bleiben kann?

    Ich bin bei solchen Direkt-Übernahmen für Hundeanfänger immer sehr, sehr skeptisch; die Erfahrung zeigt, dass das manchmal wirklich übel schief gehen kann und dann für alle, Menschen und Hund, in vermeidbarem Stress endet. Ich find's toll, dass ihr einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause geben wollt :smile: - aber ich würde mich nach einem umschauen, der schon eine Weile (= mehrere Monate) hier vor Ort in einer Pflegestelle lebt, und den ihr vorher kennenlernen könnt und nicht direkt nach einem Transport in die Hand gedrückt bekommt.