Hund kommt unter die Räder, weil neben der Straße nicht angeleint- da gehe ich mit dir Konform.
Aber Hund wird geschädigt wenn er irgendwo sitzt - da nicht
Wenn andere Ein Verbrechen begehen, Diebstahl, Tierquälerei, etc. dann ist es unfair dem Halter die Schuld dafür zu geben.
Sorry, ich hätte das vielleicht klarer schreiben sollen
– mir geht es da gar nicht um Schuldzuweisungen.
Oder unbedingt um Straftaten im engeren Sinne: für einen zurückhaltenden, eher vorsichtigen Hund, kann es ja z.B. schon ein übles Erlebnis sein, wenn er alleine vor dem Supermarkt angebunden hockt und von wildfremden Leuten so richtig herzhaft "durchgekuschelt" wird. Oder von einem fremden Hund bedrängt wird. Oder jemand, der verwirrt/geistig beeinträchtigt ist/etc., kann den Hund losbinden, der erschreckt sich und läuft davon – es geht mir nicht darum, mit dem Finger auf Hundehalter zu zeigen, die ihren Hund an der Straße freilaufen lassen/ihren Hund vor dem Supermarkt warten lassen und, überspitzt formuliert
, zu sagen: "Haha, selbst Schuld, wenn deinem Hund was passiert! Bist du doof!"
Ich gehe nur davon aus, dass Hundehalter, die ihren Hund in solche Situationen bringen, das Risiko kennen und für sich beschlossen haben, dass es das wert ist. Die Gründe dafür gehen mich erstmal nix an. Da aber bekannt ist und auch der gesunde Menschenverstand einem sagen sollte, dass in genau solchen Situationen dem Hund etwas zustoßen kann, und das bewusst in Kauf genommen wird, hab' ich hinterher eben keine Lust, mir tränenreiche "Die bööööse demente Omma hat meinen Fido losgebunden und jetzt ist er weggelaufen"/"Ein kleines Kind, das es noch nicht besser wusste, hat meinen Hund geärgert"-Geschichten
oder rührseelige Storys, dass das ja immer gutgegangen wäre mit dem Freilauf an der vierspurigen Straße, anzuhören...
Dass Straftaten wie Diebstahl, Böllerwurf auf Hunde u.ä. natürlich absolut daneben sind und der Hundehalter daran keine 'Schuld' trägt, ist klar, da müssen wir gar nicht drüber reden.
Für mich sind das aber zwei verschiedenen Ebenen: Bin ich Schuld, wenn jemand meinem Hund bewusst Schaden will? Nein, natürlich nicht. Kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn etwas Schlimmes passiert und ich es mit einfachen Mitteln (= Hund nicht unbeaufsichtigt in einer Stadt rumsitzen lassen, Leine dran an Straßen) hätte verhindern können? Ich könnt's nicht, ich würde mir ewig Vorwürfe machen, deswegen mach ich das mit meinem Hund nicht. Wer sich anders entscheidet, kann das gerne tun (ich mein das weniger passiv-aggressiv, als es geschrieben rüberkommt
), aber wie gesagt – bewusstes Risiko.