Beiträge von pardalisa

    Rohe Knochen gibt's bei uns nicht, da kann ich dir also leider nicht helfen, aber hier mal ein paar Dinge, die meine Hunde gerne knabbern und auch für längere Beschäftigung sorgen: Rinderohren (mit und ohne Fell), getrocknetes Maulfleisch, Rindernasen, getrocknete Büffelhaut, Rinderkopfhaut, Pferdestreifen, usw.

    Kann sein, dass einiges davon für einen Welpen und die kleinen Zähne noch zu groß und "unhandlich" ist – was mein Zweithund als Welpe geliebt hat, waren Karotten (gerne frisch aus dem Kühlschrank, das kühlt das Zahnfleisch und lindert die Schmerzen im Zahnwechsel) und den Kong, gefüllt mit Futter, Quark, Gemüse, Hackfleisch, ... alles, was dir so einfällt. Da gibt's 'ne Menge Rezepte in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – besonders fies ist das mit überbackenem Käse, da brauchen meine beiden ewig für :D –, die sich leicht mit ein bisschen googeln finden lassen.

    Bei meinen Eltern in der Nachbarnschaft gibt's eine Elo-Züchterin. Ich mag ihre Hunde – nett, aufgeschlossen, verträglich, nicht zu aufdringlich. Mindestens eine der Hündinnen arbeitet im Bereich Theraphiehund bzw. Altenheimbegleiter, bei der anderen weiß ich's nicht genau. Mir wären sie zu ruhig und zu schwer zu motivieren, aber ich hab' auch Aussies und bin da andere Zusammenarbeit gewohnt... :p

    Den "Wesensstandard", den der EZFG auf seiner Homepage veröffentlicht, habe ich allerdings lange für einen Scherz gehalten, bis ich feststellen musste, dass die das ernst meinen.

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    Der robuste, belastbare Elo® kann meist schon im Welpenalter nach einer Eingewöhnungszeit von einigen Wochen für einige Stunden alleine gelassen werden. Bei Angebot von geeigneten Spielsachen sowie Kaumaterial wird er kaum die Wohnungseinrichtung zerstören oder die Nachbarn durch sein Bellen belästigen.

    Diese wie auch viele andere Eigenschaften werden dem Elo® nicht durch Abrichtung oder Erziehung vermittelt, sondern sie gehören zu seinem überwiegend angeborenen Verhaltensmuster.


    (Quelle: EZFG)

    Wenn mir ein Züchter sowas erzählen und mit solchen Pauschalaussagen werben würde (und da gehört auch die "Familientauglichkeit" dazu!), wüsste ich zumindest, dass ich da auf gar keinen Fall einen Welpen kaufe... Wie bei jeder anderen Rasse muss man also auch bei Elos aufpassen, wo man landet, wenn man sich wirklich für einen Welpen interessiert.

    Ja, natürlich – m.M.n. hatte der beim Agility überhaupt nix verloren. Und ich stimme dir auch zu, dass ein Hund (und besonders ein Aussie, die ja gerne mal auf den kleinsten "Auslöser" reagieren) auf jeden Fall lernen muss, mit Frust umzugehen und Frust auch mal zu ertragen. :smile:

    Ich wollte nur als Denkanstoß dazusetzen, dass das "kein Alternativverhalten anbieten" eben auch gehörig nach hinten losgehen kann, gerade bei so einem jungen Hund.

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    Habe ihm dann eine Ansage gemacht, die hat er verstanden. Seither hat er nie wieder versucht in meine Beine/Arme zu gehen. Ich hab ihm kein Alternativverhalten angeboten - nichts. Es gab einfach "ist nicht".


    Bei uns im Verein hat mal ein Aussie mittrainiert, der nach solch einer "Ansage" komplett das Hirn ausgeschaltet und angefangen hat andere Hunde, Menschen und notfalls die eigene Rute zu zerlegen...

    Was ich damit sagen will: Es kann unglaublich schwierig sein, die für den eigenen Hund passende Erziehungsmethode zu finden – aber ich persönlich würde mir sehr schwer damit tun, Verhalten einfach zu "deckeln" ohne dem Hund eine Alternative anzubieten. Wie ruppig oder nett der Abbruch ausfällt, ist ja von vielen Faktoren abhängig (Temperament des Hundes, Gemütszustand oder eben auch Schock des HH, persönliche Erziehungsvorlieben, äußere Einflüsse, ...), aber ich versuche immer im Hinterkopf zu haben, dass mein Hund das "falsche" Verhalten ja nicht aus böser Absicht zeigt – er kann's halt (noch) nicht anders.

    Um auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: Dein Hund ist noch sehr jung, oder? Ich schließe mich an, dass ich eben nur Dinge verlangen würde, die er tatsächlich schafft, d.h. keine 15 Minuten rumsitzen, stattdessen wie schon geschrieben die Übungen abwechseln. Natürlich soll der Hund nicht "pöbeln", aber die Frage ist doch: Warum macht er das? Und bewirkt meine Korrektur wirklich, dass es's fürs nächte Mal gelernt hat oder war der Schreck bloß vorrübergehend und das Verhalten kommt spätestens in der Pubertät wieder?

    So einen habe ich hier auch... :D Myrddin hat schon als Welpe Gänseblümchen im Hof gepflückt und ins Haus getragen, sammelt beim Spaziergang liebend gerne leere Papp-Kaffeebecher und trockene Blätter sind sowieso das Größste – und wenn ich ihn lasse, "hortet" er seine Spielzeuge wie ein Drache an den seltsamsten Orten.

    Aber immerhin findet er sie auch selbst wieder und da Shawnee sich so gar nicht für Spielzeug interessiert und es deshalb auch keinen Zoff gibt, lass ich ihn mit ein paar wetterfesten, günstigen Sachen einfach machen. :smile:

    (Guck mal in deine Schränke... Vielleicht ist in einem davon der Zugang nach Narnia versteckt und dein Hund verschleppt da heimlich Spielzeug hin. ;) )

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    ... was für Hundeboxen (Maße) habt ihr so?


    Eine Faltbox aus Stoff, ziemliches Riesenteil (Maße ca. 105 x 68 x 70cm), das als "Höhle" offen im Haus steht. Da passen sie sogar zu zweit rein und das Ding wird heiß und innig geliebt. Und dann noch eine Transportbox im Auto (Maße ca. 100 x 60 x 66cm), wo sie für ganz kurze Strecken auch zu zweit reinpassen. (Für längere Strecken sitzt einer in der Box und einer im Anschnallgeschirr.)

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    Falls noch jemand Lust hat: war euch das glasklar, dass euer erster Hund kein Problem mit nem zweiten haben wird oder ward ihr da auch unsicher, ob er doch lieber alleine geblieben wäre?


    Ja, ich war mir ganz sicher, dass mein Ersthund "schlimmstenfalls" höflich-desinteressiert reagiert hätte. Er ist zwar sehr stark auf mich fixiert und durchaus verfressen, aber ein Problem mit Ressourcenverteidigung hatten wir nie und gegenüber anderen Hunden ist er ausnahmslos freundlich oder neutral, da habe ich mir nie Sorgen gemacht.

    Ich hätte auch gut damit leben können, dass sich die beiden nicht viel zu sagen haben und quasi friedlich nebeneinander her leben, da ich den Zweithund sowieso für mich wollte und nicht primär als Kumpel für den Großen – aber natürlich habe ich mich trotzdem gefreut, dass sie schon am ersten Abend zusammen in der gleichen Kudde gekuschelt haben. :smile: Mittlerweile (9 Monate nach Einzug des Welpen) läst sich definitv beobachten, dass der Ersthund sich sogar in vielen kleinen Dingen positiv verändert hat: Er genießt seine "Vorbildfunktion", spielt häufiger und ist entspannter, weil er dem Kleinen bestimmte Aufgaben überlässt. Die tun sich gegenseitig mächtig gut.

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    Wo wir gerade irgendwie bei dem Thema sind: Woher bekomme ich denn die Information, ob die Marke sichtbar getragen werden muss? In dem Begleitschreiben mit dem ich sie bekommen habe stand jedenfalls nichts dazu.


    Das sollte in der Stadt-/Gemeinde-/ oder, wenn vorhanden, Hundeverordnung stehen. Ansonsten hilft auch 'ne Mail ans Ordnungsamt, in Göttingen steht das z.B. in der Hundesteuersatzung (... oder genauer, unter §9 Meldepflichten: "(4) Nach der Anmeldung werden Hundesteuermarken ausgegeben, die bei der Abmeldung des Hundes wieder abgegeben werden müssen. Hunde müssen außerhalb einer Wohnung oder eines umfriedeten Grundbesitzes eine gültige, deutlich sichtbare Hundesteuermarke tragen.")

    Wäre nicht meine bevorzugte Lektüre, aber da isses "versteckt". ;)

    Meine beiden haben einen ziemlich großen Altersabstand – der Ersthund war 9 Jahre alt, als der Zweithund (Welpe) eingezogen ist. Ich hätte gerne schon früher einen zweiten gehabt, musste das aber wegen Unistundenplan, Umzügen, unpassender Wohnng, etc. leider ziemlich lange verschieben.

    Mir war wichtig, dass der Ersthund bei Einzug des Nachwuchses "fertig" ist, d.h. leinenführig, abrufbar, verträglich beim Spaziergang und mit Besuchshunden im eigenen Haus, und an alle Alltagssituationen gewöhnt. Ich find's praktisch, dass ich mich jederzeit auf meinen Großen verlassen kann, dass ich auch mal die Leine fallen lassen und mich nur auf den Lütten konzentrieren kann, dass er geduldig wartet, während ich mich mit anderen Hunden beschäftige, und keine Baustellen hat, an denen sich der Kleine Probleme abschauen könnte. Natürlich ist er nicht hundertprozentig perfekt – er klaut z.B. Essen, wenn man's unbeobachtet stehen lässt –, aber er bringt im Alltag die nötige Gelassenheit mit, sodass ich die Umstellung von einen auf zwei Hunde ziemlich einfach fand. :smile:

    Fazit: Ich würde mindestens warten, bis der Ersthund körperlich und geistig erwachsen ist, also vermutlich so 2 - 3 Jahre alt, und dann gucken wie zufrieden ich mit dem Stand der Erziehung und meinen Lebensumständen bin.