Beiträge von pardalisa

    Hmm, und was sind die Gründe dafür, sind die tatsächlich besonders kompetent o.ä. oder ist das eher eine Gewohnheits- / Gefühlssache?

    Auf mich machen sie fachlich einen guten Eindruck, ob das tatsächlich in allen Details so ist, kann ich nicht sagen, weil wir (*toi toi toi*) bislang noch keine wirklich lebensbedrohliche Erkrankung bei einem unserer Hunde hatten, die echtes Spezialwissen erfordert hätte.

    Was ich so sympathisch finde, sind eher Kleinigkeiten: sie nehmen sich für jedes Tier eine Menge Zeit (der Hund meiner Eltern hatte panische Angst und konnte ganz langsam an routinemäßige Untersuchungen gewöhnt werden), machen auch Hausbesuche, klären völlig wertungsfrei über "Reizthemen" wie Fütterung, Kastration, etc. auf; als mein Rüde kastriert werden musste, ist die TÄ bei ihm geblieben und hat ihn auf ihrem Schoß aufwachen lassen (er liebt sie und das hat ihn wirklich beruhigt) – solche Dinge eben.

    Es ist eine Gemeinschaftspraxis, also ist rund um die Uhr jemand erreichbar und wenn's nötig ist, kann eine 2. Meinung direkt eingeholt werden.

    (Im Gegensatz dazu habe ich hier direkt vor der Haustür eine Praxis, die ich wirklich ungern betrete: Die TÄ versucht einem ständig dieses Hill's Spezialfutter aufzuschwatzen, kastriert alles, was mit 9 Monaten normales Junghundeverhalten zeigt "aus Dominanzgründen" und lässt ihren eigenen Hund unangeleint durchs Wartezimmer turnen. Da fahre ich lieber ein Stück... :fear: )

    Mach dich nicht verrückt – die meisten Züchter werden dir auch viele Fragen stellen, da ergibt sich schnell ein Gespräch. :smile: Überleg dir einfach, was dir an deinem zukünftigen Hund wichtig ist, mach dir ein paar Stichworte und los geht's!

    Nach dem Preis würde ich persönlich am Telefon nicht fragen, aber das ist Geschmackssache. Bei "meiner" Rasse lässt sich vorher ziemlich leicht rausfinden, was ein Welpe ungefähr kostet; ist das beim Golden Retriever nicht auch so? Dann würde ich einfach mit einem Preis in der geschätzten Größenordnung rechnen, das Geld beiseite legen und dann beim ersten Besuch bei den Welpen fragen, was sie genau kosten sollen, ob's eine Anzahlung gibt, etc.

    Habt ihr mehrere Tierärzte zu denen ihr geht? Oder nur eine Stammpraxis?

    Ich gehe, wenn's geht, immer in die gleiche Praxis – unsere (Familien-)Hunde tauchen da seit mittlerweile mehr als 10 Jahren in der Kartei auf. :smile: Leider ist die Praxis bei meinen Eltern in der Nähe, also von mir aus ein Stück zu fahren, aber für wichtige Dinge (z.B. Myrddins Röntgen in Narkose nächste Woche) ist mir das die Fahrt wert.

    Die einzigen Fälle, die ich kenne, wo sich Hund und Mensch "nix zu sagen haben" und schlecht zueinander passen (obwohl der Hund als Welpe eingezogen ist), sind solche, wo's unbedingt ein Hund einer bestimmten Rasse sein musste, die charakterlich einfach nicht zu den Lebensumständen der betreffenden Menschen passt. Mit ein bisschen mehr Recherche und 'ner realistischen Einschätzung der eigenen Ansprüche wär' das nicht passiert.

    Wenn ich hier so mitlese habe ich den Eindruck, dass Angst und Unsicherheit echt noch um einiges schwieriger ist als Schutztrieb.

    Finde ich auch, zumindest, was die "Trainierbarkeit" angeht. Angst ist ja nicht rational, da dringt wenig zum Hund durch und die Gefahr des "Reinsteigerns" ist bei manchen Hunden echt groß.

    Schutztrieb ist ja ursprünglich gewollt und durch Zucht geformt, wenn man da bei der Wahl der Hunderasse drauf eingestellt war, kann man mit Erziehung wirklich eine ganze Menge Probleme mit wenig Aufwand beheben/umgehen.

    Du nimmst dann verschiedene Teebeutel und lässt ihn den mit gewünschtem Geruch raussuchen?

    Genau. Oder eine Reihe von Stoffstücken/Wäscheklammern/etc., die ich nur mit Handschuhen angefasst habe und eines davon, das nach mir riecht, und das muss er rausfinden. Ein Nasengenie ist mein Senior auch nicht :D , aber mit Spaß bei der Sache – und das ist ja das Wichtigste.

    Wie macht ihr das, wenn ihr so Denksachen übt mit mehreren Hunden? Anbinden, Ablage, aussperren?

    Am Anfang habe ich den Lütten angebunden, was kein Problem war, da ich mit den Hunden meistens draußen was mache und ihn einfach am nächsten Baum "geparkt" habe. Mittlerweile kann er "Geh auf deinen Platz!" und legt sich dann auf Decke/Jacke/Rucksack ab und wartet ohne Leine.

    Ich reihe mich hier auch mal ein... Mein 10-jähriger Rüde (Australian Shepherd) hat zwar rassetypisch Schutz- und Wachtrieb, allerdings deutlich mehr als im Standard erwünscht. Bei ihm zeigt sich das bei zwei ziemlich klaren "Feindbildern": kleine Kinder und betrunkene Männer. Die Kinder findet er einfach nur gruselig und kann sie nicht einschätzen, da ist er nach langem Training so weit, dass er sie mir anzeigt und mir dann die "Gefahrenabwehr" überlässt, d.h. ich sorge dafür, dass er nicht gestreichelt oder bedrängt wird.

    Betrunkene Männer findet er komplett überflüssig, die würde er stellen, verbellen und – wenn sie mir zu nahe kommen - vermutlich auch beißen. Da trainiere ich nix, wenn wir jemanden treffen, der so betrunken ist, dass es auffällig ist, leine ich den Hund an und weiche aus, das hat man ja zum Glück nicht häufig.

    Seltsamerweise hatte er mit Besuch noch nie Probleme – wenn ich jemanden ins Haus lasse, ist das für ihn völlig okay. Hat derjenige Kekse, ist er spannend, wenn nicht, geht er eben auf seinen Platz. :p

    Was macht ihr denn an Geruchsunterscheidung "im Liegen"?

    Geruchsunterscheidung (entweder mit Teebeuteln oder mit Dingen, die nach mir riechen) war mal ganz beliebt, das geht auch komplett im Liegen. Ansonsten habe ich so ein offenes "Kramregal", da sich über eine ganze Wohnzimmerwand zieht, da kann man das Feuerzeug vom ZOS gut drin unterbringen und der Hund muss sich nur minimal fortbewegen, und kann im Liegen anzeigen. Das Hütchenspiel mit Blumentöpfen fand ich eine gute Idee, dem Hund war's zu öde. :roll: :D

    Aber wie ist das bei euch anderen Mehrhundehaltern denn eigentlich mit Fremdhundekontakt?
    Treffen eure Hunde sich oft mit fremden (oder auch bekannten, aber nicht zur "Familie" gehörenden) Hunden?
    Haltet ihr es für notwendig, auch Kontakt mit anderen Hunden zu haben, wenn zuhause schon mindestens 1 anderer Hund ist?
    Und haben eure Hunde überhaupt Interesse daran?

    Meine Hunde haben 1x pro Woche den Hundeplatz als "festen Termin", an dem sie andere Hunde treffen und mit denen sie nach dem Training auch laufen dürfen.

    Im Alltag hängt die "Fremdhundedichte" stark davon ab, welche Runden ich gehe. Wenn wir jemanden treffen, dürfen sie nach Absprache mit dem anderen HH schon gerne Kontakt haben – Shawnee braucht das nicht, der schnüffelt kurz und ignoriert dann, Myrddin ist bei 'nem passendem Hund einem Rennspiel nicht abgeneigt. Für ihn finde ich das ab und zu ganz gut, denn der große Altersunterschied zwischen meinen beiden (9 Jahre) heißt für ihn oft, dass er sich beim Toben ein bisschen zurücknehmen muss und dann ist's klasse, wenn er gelegentlich gleichaltrige Hunde trifft. :smile: