Beiträge von pardalisa

    Ist es ein Toller?

    Ist KfT nicht der Klub für Terrier? Dann würde mich ein Toller wundern... ;)

    Ansonsten: Ich würde auch den Züchter nach seinen Gründen für die Auswahl der Elterntiere fragen. Welche Vorteile hat die Verpaarung? Wie bewertet er selbst das Inzucht-Risiko? Wie gesund sind die Linien und wo liegen die "Schwachstellen"?

    Vielleicht können hier ja mal ein paar schreiben was ihr Hund an TA-Kosten bis jetzt auf das Leben gekostet hat.
    Auch von vergangenen Hunden.
    Denn etwas abschreckend ist schon, man ließt zwei Monate 2000€ etc.

    Aber ich nehme mal an das hat man dann nicht jedes Jahr einmal oder doch?

    Das Problem ist halt, dass das von Hund zu Hund schwankt und sich sehr, sehr schnell ändern kann... :ka: Mal kurz ein paar Beispiele: Die Dackelhündin meiner Eltern ist ihr ganzes Leben lang nur zum Impfen beim TA gewesen, hatte dann aber mit knapp 12 Jahren ein plötzliches Nierenversagen, an dem sie auch gestorben ist. In den letzten paar Stunden ihres Lebens kamen da also Tierarztkosten zusammmen, die alles bisherige weit überstiegen.

    Mein Aussierüde war die ersten sieben Jahre seines Lebens auch nur zum Impfen beim TA, benötigte dann aber innerhalb von 2 Jahren eine 1. OP, anschließend tägliche Medikamente und schließlich eine 2. OP. Jetzt ist er 10 Jahre alt, gesundheitlich wieder fit und braucht keine Medikamente – dafür kann ich langsam anfangen, Geld für eventuelle Physiotherapie und "Alterszipperlein" beiseite zu legen.

    Die Golden Retrieverhündin meiner Tante ist dagegen ein echtes "Groschengrab": Herzprobleme seit dem 8. Geburtstag, empfindliche Augen, öfter mal entzündete Ohren, Fettgeschwulste, ein gutartiger Tumor, der entfernt werden musste - aber dem Hund geht's prima, die ist mobil und hat Spaß am Leben.

    Bei allen drei Hunden bin/war ich froh, dass bei uns in der Familie immer genug finanzielle Rücklagen vorhanden sind, um auch eine Not-OP oder langwierige Behandlungen bezahlen zu können.

    Insofern: Ja, ich bin Studentin, und um mir den Luxus von zwei eigenen Hunden leisten zu können, gehe ich nebenbei arbeiten. Ich weiß aber auch, dass ich wirklich Glück habe, dass das mit meinem Studium so gut vereinbar ist und bin meinen Eltern sehr dankbar, dass ich "nur" die regulären Kosten selbst trage und sie mir bei plötzlich anfallenden TA-Rechnungen aushelfen. Hätten wir diese Regelung nicht, hätte ich keine Hunde.

    Ich hab mal irgendwo - vermutlich hier - gelesen, daß Spitze zu den wenigen Rassen gehören, die man besser in der Dissidenz als beim VDH sucht. Ich hatte mich damals belesen und fand das sinnig. Vor allem der Verzicht auf eine strikte Trennung zwischen Varietäten / Farben.

    Das habe ich so noch nicht gehört, aber zumindest bei den Großspitzen ist die allzu strikte Trennung zwischen den Farben seit kurzem aufgehoben. Schwarz-weiß-Verpaarungen sind also (wieder) möglich. :smile:

    Weißt du noch, ob es da noch andere Gründe gab? (Sorry für's OT, aber bei den Aussies gibt es ähliche - sehr gute! - Argumente, bei der Dissidenz zu gucken, deshalb interessiert mich das so.)

    Vom Abendspaziergang vorhin: Shawnee, 10 Jahre alt, ein bisschen grau um die Schnauze, aber mit Begeisterung unterwegs :smile:

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    Meine Eltern hatten einen schwarzen Großspitzrüden - ich fand den wirklich niedlich, fremde Leute sahen das irgendwie anders und haben meistens etwas Abstand gehalten. ;)

    Vom Charakter her war er ziemlich genau das, was deine Tante sich vorstellt: gerne auf Wandertouren unterwegs, im Haus unauffällig, leicht zu begeistern (solange man keinen "Kadavergehorsam" verlangt), und sehr wachsam, dabei aber kein Kläffer. Er hat es geliebt, im Garten zu liegen und die Umgebung zu beobachten, und hat nur dann angeschlagen, wenn jemand tatsächlich auf's Grundstück gekommen ist.

    Im Alter von ca. 2 Jahren, mit fast vollständigem Erwachsenenfell:

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    Und im Größenvergleich zu meinem Aussierüden (ca. 62cm Schulterhöhe):

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    Die kleine Großspitz-Population ist schon ein Problem, besonders bei den schwarzen, aber wenn man ein Stück fahren kann, ist die Züchterwahl nicht sooo schwierig. Die Spitz-Leute, die ich kennengelernt habe, waren überwiegend nett und erzählen gerne (und viel :D ) von ihren Hunden. Soweit ich weiß, gibt es sogar regelmäßige Treffen, wo man auch als Nicht-Spitz-Besitzer gerne vorbeikommen und die Hunde mal "live" erleben kann.

    Gibt es eigentlich Sachen die ihr euren Hunden mit viel Mühe beibringen oder abgewöhnen musstet?

    Shawnees Baustellen waren sein mittelprächtig ausgeprägter Jagdtrieb und seine heftige Abneigung gegen kleine Kinder. Beides hat langes Training gekostet, läuft jetzt aber prima. (Kinder findet er immer noch doof, lässt mich das aber gerne regeln, dass sie ihm nicht zu nahe kommen, dann ist er zufrieden; Interesse an flüchtendem Wild ist vorhanden, aber der Rückruf über Pfeife sitzt).

    Myrddin hat ein großes Hundekissen und meine alte "Krieg und Frieden"-Ausgabe auf dem Gewissen, bleibt mittlerweile aber entspannt alleine; woran wir noch arbeiten, sind Begegnungen mit anderen Hunden im Freilauf: er ist dreist, tollpatschig und stürmisch, da muss ich ab und zu noch eingreifen und vorher Ruhe verlangen, damit er den anderen Hund nicht "umbombt".

    Meine Familie füttert meine Hunde auch gerne und natürlich ist dieses "Liebe geht durch den Magen" bei allen Beteiligten sehr beliebt... ;)

    Da meine Eltern (und teilweise auch die Großeltern) eingesehen haben, dass es besser ist, 2x ca. 25kg Hund nur dann zu belohnen, wenn sie ihre Pfoten auf dem Boden haben und nicht, wenn sie sich gerade im "Anflug" befinden, greife ich da nur noch selten ein.

    Warum können eigentlich nur wenige Menschen ein feundliches "Ab und Verschwinde" bei herankommenden/fremden hunden durchsetzen?

    ... weil das nicht meine Aufgabe ist. Meine Hunde sind prima verträglich, wenn der Senior also einen guten Tag hat (= schmerzfrei und stabil auf den Pfoten) und ein fremder Hund angezischt kommt, dann ist mir das herzlich egal, ob der uns folgt.

    Wie gesagt: beim ersten Mal würde ich vielleicht noch warten, treffe ich den selben Hund ein zweites Mal und er rast wieder zu uns, darf das dem Besitzer ruhig richtig unangenehm sein – wenn er dann die Beine in die Hand nehmen und uns ein paar hundert Meter hinterherlaufen darf, umso besser. Dann kommt er vielleicht nächstes Mal auf die Idee, seinen Hund rechtzeitig anzuleinen.