Beiträge von pardalisa

    Aber lernt der Hund nicht auch, wenn er felsenfest stehenbleibt, sich hinlegt (da hab ich dann meist gar keine Chance mehr), das sich dieses verhalten lohnt und er das bekommt, was er will? Also in diesem Beispiel den Kontakt zum Hund bzw. dessen näher kommen?
    Oder denke ich da falsch?

    Kommt drauf an, was dein Hund als "Erfolg" sieht. ;) Den sollte er natürlich nicht mit dem Stehenbleiben haben, d.h. wenn er zu dem anderen Hund hin will, würde ich ihn nicht mitziehen, aber auch keinen Kontak haben lassen, bis er nicht wenigstens kurz mit seiner Aufmerksamkeit bei dir war.

    Ich setze das, da wo's geht, bei Myrddin ganz gezielt als Belohnung ein: Er will irgendwo hin, z.B. eine flatternde Papiertüte im Feld untersuchen -> ich verlange ein Schau/Sitz/irgendwas -> Hund bekommt Freigabe und wir gucken uns das "Objekt der Begierde" zusammen an. Funktioniert bei uns auch mit Hundebegegnungen ganz gut und hat den netten Nebeneffekt, dass Graf Unfug mich, überspitzt gesagt, nicht als langweilige Spaßbremse sieht, sondern eher als Co-Abenteurer. ;) :smile:

    1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?

    Ich gebe mir Mühe, meinen Hunden Spaß an der Erziehung und der Zusammenarbeit mit mir zu vermitteln. Ziel ist für mich, dass der Hund gerne mit mir arbeitet, schnell reagiert und für mich - so gut das bei einem selbstständig denkenden Tier abschätzbar ist - "vorhersehbar" agiert. Am zielführendsten finde ich für mich und meine Hunde die Erziehung über positive Verstärkung.

    2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?

    Ich bin mir sicher, dass die ungefähre Richtung für uns richtig ist; ich find's aber auch wichtig, sich selbst immer mal wieder kritisch zu hinterfragen: Warum mache ich das so? Gibt's da auch noch andere Wege? Ist dieser Weg wirklich für diesen konkreten Hund der beste? Daran angepasst findet dann das "Feintuning" statt.

    3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?

    Nein.

    4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?

    Mit unserem allerersten Familienhund war ich damals (als jüngste Teilnehmerin; 11-jähriges Mädel unter lauter Rentnern :D ) Mitglied in einer BHP-Vorbereitungsgruppe des Teckelklubs. Trainiert haben wir auf einem Schäferhundplatz der ganz, ganz alten Schule und den Anblick fanden wir, d.h. meine Eltern und ich, so abschreckend, dass wir nach Alternativen gesucht haben.

    5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?

    Ich habe 2 eigene Hunde und betreue in unregelmäßigen Abständen Sitterhunde aus dem Familien- und Freundeskreis. Meinen ersten eigenen Hund, für dessen Erziehung ich ganz alleine verantwortlich war, habe ich mit 15 Jahren bekommen.

    Wie reagiert ihr, wenn eure Hunde nicht weiterlaufen wollen, weil sie z.B. einen Hund in einiger Entfernung hinter euch sehen und der HH in eure Richtung kommt/in die selbe Richtung gehen will? Zieht ihr dann einfach weiter?

    Wenn Myrddin noch "ansprechbar" ist, mache ich ein paar kleine Übungen (Schau, Platz, etc- – was halt gerade so klappt) und lenke so seine Aufmerksamkeit wieder auf mich, dann geht's weiter.

    Wenn im Hundekopf nur noch "Ich will da aber jetzt hin!" existiert (passiert selten, hatten wir aber neulich, als er eine fremde Passantin mit meiner Mutter verwechselt hat) und sonst gar nix mehr geht, gehe ich beiseite, warte bis der "Auslöser" verschwunden oder weit genug weg ist, und gehe dann weiter.

    Den Hund mitziehen würde ich nur im äußersten Notfall (= "Hund stemmt auf vierspuriger Straße die Pfoten in den Boden und die Grünphase der Ampel ist vorbei" oder solche Sachen) - davon lernt er ja im Alltag nix. :ka:

    Shawnee ist in solchen Sachen auch wirklich gut... Er mag keine großen Gewässer, schwimmt auch nur, wenn's sein muss (= wenn ich vorschwimme) und ist generell der Meinung, dass Wasser gefährlich ist und er mich "retten" muss.

    Vor ein paar Jahren hat er es beim Baden in der Ostsee geschafft, die Zipfel von der Schleife an meinem Bikinioberteil zu fassen zu bekommen – und wollte mich flugs daran wieder zurück ans Land ziehen. Tja, blöd nur, dass das Material das so nicht mitgemacht hat und ich dann "oben ohne" dastand... :ops:

    mal ne Frage an alle die sagen "ich würde mein Pferd nie weggeben oder schlachten und würde alles für meinen Hund tun": Was wenn die finanziellen Mittel einfach nicht da sind? Nicht jeder kann mal eben 10000 oder auch mehr, besonders bei Pferden, aufbringen. Was dann? Nicht jeder kann einen Kredit aufnehmen. Nicht jeder hat reiche Eltern, Freunde usw. Heisst das man darf also keine Tiere halten?

    Ja, wenn ich die finanziellen Mittel nicht hätte bzw. über Eltern/Kredit/etc. nicht mobilisieren könnte, hätte ich keine Hunde. Ich finde Pferde auch toll und hätte gerne eins, ich hätte auch gerne eine kleine Herde Schafe und ein paar Hühner - aber weil das alles Geld kostet, das ich nicht habe, verzichte ich darauf.

    Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, wenn man schon einen Hund hat, dann in eine finanzielle Notsituation gerät und die überbrücken muss. Dass man dann auch für eine begrenzte Zeit "am Hund" spart, finde ich völlig verständlich. Wofür ich kein Verständnis habe, sind die Leute, die schon wissen, dass sie in eine solche Situation geraten werden und sich trotzdem (weitere) Tiere anschaffen, und diejenigen, die nicht wahrhaben wollen, dass der Hund mehr braucht, als man selbst leisten kann, um ein beschwerdefreies Leben zu führen, und trotzdem nicht zu einer Abgabe bereit sind.

    Rein theoretisch könnte er mich ja auch einfach anlügen und sagen da gab es nie vorerkrankungen etc. und ich erkenne es ja nunmal nicht ob er die Wahrheit sagt oder nicht.

    Gibt es da keine offiziellen Auswertungen/Zeugnisse, die du dir (wenn's dann ernst wird mit dem konkreten Wurf) zeigen lassen kannst?

    Jetzt verreißt mich mal nicht gleich. Meine Antwort kam ja danach oder hat sich überschnitten.
    Natürlich ist KFT ein Terrier-Club. Aber warum macht man hier so ein Geheimnis? Kommt doch keiner stehlen, oder doch?

    Sorry, das war überhaupt nicht böse gemeint! :ops: Tut mir Leid, wenn das geschrieben so rüberkam.

    Die Geheimniskrämerei finde ich auch albern.