Beiträge von pardalisa

    Thema Maulkorb: kenne mich da gar nicht aus, will aber bald mal mit Hund Bahnfahren. Wo kriegt man einen guten her? Was sollten die Anforderungen an den Maulkorb sein, bzw. wie sollte er sitzen? Und wie gewöhnt man Hundilein an ihn?

    Die Anforderungen an den Maulkorb sind davon abhängig, wofür du ihn brauchst. :smile: Wenn er nur zum Bahn- und Busfahren ist, weil das dort vorgeschrieben ist, und nicht wirklich zur Sicherung des Hundes benötigt wird, würde ich ein möglichst leichtes Material nehmen (Plastik oder Biothane). Der Hund sollte mit Maulkorb bequem hecheln und - bei längeren Fahrten - auch trinken können.

    Wenn du ein gutes Zoogeschäft in der Nähe hast, würde ich da einfach mal mit Hund vorbeigucken und ein paar Modelle anprobieren, ansonsten gibt es bei verschiedenen Onlineshops auch die Möglichkeit "Probierpakete" zu bestellen. Ich finde die Links gerade nicht wieder, aber jemand hatte hier im Forum mal eine gute Übersicht gepostet.

    Es gibt ja hier doch den einen oder anderen mit Hütehund. Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema und mich würde interessieren, inwiefern sie Ansätze zum Hüten zeigen und wenn sie diese zeigen, wen und was sie hüten würden. Unterbindet ihr das dann grundsätzlich, lenkt ihr es, wie händelt ihr das?

    Die "offensichtlichen" Anzeichen wie Fersenschnappen, Umkreisen, etc. haben meine beiden nie gezeigt, aber gerade Myrddin ist im Moment Meister im Fixieren und Anpirschen (bei anderen, fremden Hunden, nicht bei Menschen). Da das gefährlich werden kann und außerdem ziemlich unhöflich ist, greife ich vorher ein und unterbinde es.

    Wurde der Aussie nicht zum Hüten gezüchtet? Ich dachte immer?

    Der Aussie ist ein Hüte- und Wachhund, wurde also schon zum Hüten gezüchtet, ist allerdings nicht in dem Maße Spezialist, wie man das z.B. vom Border Collie kennt. Die meisten Aussies sind mit "Ersatzbeschäftigung" ziemlich leicht glücklich zu machen und brauchen das Hüten nicht zwingend - weil ihr ursprünglicher Arbeitsbereich eben auch nicht "nur" das Hüten (einer Tierart) war, sondern breiter gefächert.

    Mit einer Unterkunft kann ich leider nicht behilflich sein, aber wenn ihr nach Greifswald kommt – das kleine Fischerdorf Wieck ist wirklich nett, hat eine gute Fischräucherei und das Café Alte(r) Schule hat den leckersten Apfelstrudel der Gegend. :smile:

    Einen ausgewiesenen Hundestrand gibt es dort – soweit ich weiß – nicht, aber an der gegenüberligenden Seite des Boddens ist ein langer Naturstrand, an dem eher wenig los ist, und wo man auch mit Hund prima ans und ins Wasser kann.

    Muss sich denn immer alles nach Tierhassern richten? Ich würde da gar nicht hingehen.

    Man muss doch nicht gleich Tiere hassen, weil man keinen Hund im Haus haben mag. :ka: Da gibt es so viele mögliche Gründe, warum jemand das ablehnt, die völlig legitim und verständlich sind.

    (Ich will z.B. nicht unbedingt kleine Kinder in meiner Wohnung haben, aber deswegen bin ich noch lange kein "Kinderhasser".)

    Und um beim Thema zu bleiben: Ich würde auch mit Hund ins Hotel/zum Couchsurfing/etc. ausweichen oder - wenn das Wetter es zulässt, einfach mit dem Hund im Garten zelten. :smile:

    Sessellift bin ich mit Hund noch nie gefahren, aber schmale Klettersteige sind wir schon öfter gegangen.

    Die beste Vorbereitung fand ich bisher immer, dass der Hund einfach fit und gelenkig ist (und ev. gut abgesichert wird). Um das Körpergefühl zu trainieren kann man z.B. den Hund regelmäßig klettern, balancieren und auf Baumstämme hüpfen lassen, beim Spaziergang mal einen richtig steilen Hang herunterkraxeln, Tricks üben, bei denen die Hinterpfoten gezielt gesetzt werden müssen, usw.

    Außerdem würde ich in ein weiches, richtig gut sitzendes Geschirr investieren, wenn man das noch nicht hat, weil es das "den Hund mal schnell packen" unglaublich erleichtert.

    Wegen dem Schutz-/Wachtrieb - das kam mir halt so bei den Aufzählungen DSH, Hovawart, Aussie... Kann auch echt Blödsinn sein

    Kann auch sein, dass ich da einfach total falsch liege. :smile: Die Rassen, die du aufzählst, sind ja alle eher etwas "ernster" und für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet - ich hätte daraus jetzt nicht geschlossen "Aha, der Hund wurde zum Bewachen/Verteidigen/etc. gezüchtet, also findet er Artgenossen wahrscheinlich doof, weil das der ursprünglichen Aufgabe widerspricht", sondern eher "Aha, bei der Zucht wurde Wert auf Selbstständigkeit, Härte, Durchsetzungsvermögen, schnelle Reaktionen gelegt - also kann es zu Problemem mit Artgenossen kommen".

    Wie gesagt, kann sein, dass ich da Blödsinn erzähle, aber für mich ist die Motivation hinter einem unverträglichen Verhalten in so einem Fall (minimal) anders.

    Das finde ich schon spannend mit dem Aussie - da scheint es einfach große Unterschiede zu geben, ich lese mal das eine Extrem (finden alle toll) und mal das andere (finden alle blöd und hauen dann schnell drauf). Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass sie meist andere Tiere, inklusive Artgenossen ziemlich klasse finden - in der Praxis scheint sich das aber nur zum Teil zu spiegeln.

    Nach dem, was ich bisher so beobachten kann, liegt es in vielen Fällen auch am Besitzer/der Erziehung: Der Aussie bringt von sich aus meistens einen ziemlich starken Willen mit, wenn man das mal so sagen kann :D , und ist eher ein "harter" Hund. Das ist - wenn man mal überlegt, wofür sie ursprünglich gezüchtet wurden - definitiv gewollt und steckt eben in der Rasse drin.
    Wenn ich meinem pubertierenden Jungrüden jetzt erlaube, "König der Wiese" zu spielen, andere Hunde permanent zu kontrollieren und viel über "die machen das schon unter sich aus" laufen lasse, habe ich u.U. später einen erwachsenen Hund, der genau dieses erlernte Verhalten wieder und wieder zeigt.

    Ich will damit nicht sagen, dass alle unverträglichen Aussies schlecht erzogen sind oder unfähige Besitzer haben! Aber leider sieht man viel zu oft, wie ein junger Aussie mobbend durch eine Hundegruppe fegt, Herrchen oder Frauchen das irgedwie süß finden und nicht eingreifen - und derselbe Hund dann ein Jahr später gar keinen Hundekontakt mehr hat, weil er "plötzlich" unverträglich geworden ist. :/

    Bei den genannten Aufzählungen stellt sich mir die Frage, ob der Schutz-/ Wachtrieb nicht auch gewisse Tendenzen hat, sich auf die Verträglichkeit auszuwirken (also prinzipiell eher negativ).

    Das kann ich, zumindest bei den Aussies, die ich näher kenne, so nicht beobachten - oder zumindest nur direkt vor der eigenen Haustür, also im "eigenen Terretorium". Shawnee, mein älterer Rüde, hat z.B. einen ziemlich ausgeprägten Schutztrieb (bezogen auf fremde Menschen), kommt aber mit fremden Hunden prima klar, sogar im eigenen Haus/Garten. Die Aussies einer Freundin tolerieren dagegen keine fremden Hunde auf dem eigenen Grundstück, sind draußen aber absolute Lämmchen. Aber so grundsätzlich sehe ich keinen Zusammenhang zwischen viel Schutztrieb = sehr unverträglich.