Beiträge von pardalisa

    Ohne damit jetzt jemanden angreifen zu wollen: Wenn ich solche "Student-will-Hund"-Threads lese, frage ich mich immer, wie das sein kann, dass man als Student so viel Geld zu freien Verfügung hat. Klar, gab es auch zu meiner Studienzeit vereinzelt "wohlhabende" Studenten... Aber heutzutage muss ich mich da schon wundern...

    Ohne mich angegriffen zu fühlen ;) : Ich bekomme den Bafög-Satz und habe einen studentischen Nebenjob: von ersterem finanziere ich meinen eigenen Lebensunterhalt, das Gehalt des Nebenjobs ist allein für die Hunde. Solange man für größere OPs Rücklagen hat (bei mir z.B. die Vereinbarung, dass meine Eltern mir bei TA-Kosten aushelfen), ist das eigentlich kein Problem.

    Und "viel Geld" finde ich das nicht. :ka: Es gab neulich gerade eine Umfrage (ich glaube, Spiegel Online hat darüber berichtet), dass Studenten im Durchschnitt ca. 800€ monatlich zur Verfügung haben. Wenn man davon in München leben will, ist das natürlich eher knapp und es wäre weniger Geld für einen Hund übrig, als z.B. in Greifswald.

    Was habe ich falsch gemacht???

    Gar nix, aber vielleicht andere Prioritäten gesetzt? ;)

    Ich habe Kommilitonen, die gerne reisen oder eine teure Fitnessstudio-Mitgliedschaft haben oder auf Kamera-Ausstattungen oder Rennräder sparen oder Geld für Zigaretten ausgeben oder gerne in Clubs gehen – andere geben ihr "Freizeit-Geld" im Studium eben für die Hunde aus. :smile:

    Hier ist es auch affenheiß in der Wohnung. Trotzdem pennen sie alle im Bett, wenn sie dürfen (ich trenn gerade, weil es MIR zu heiß ist).

    So einen Spinner habe ich hier auch – nachts sind 28° und der Hund meint, dann wäre die ideale Zeit, um sich längs auf Hüfthöhe an mich anzukuscheln – vermutlich, damit wir möglichst viel Körperwärme teilen können. :roll: Ich mag dieses Tier, aber es ist unbestreitbar seltsam.

    Ich hab's auch eher, dass Leute ohne Hundeerfahrung mir erklären wollen, wie meine Hunde ticken und was die so können müssen und zum Leben brauchen.

    Besonders nervig sind immer zwei unbelehrbare Gruppen: die einen wollen mir nicht glauben, dass mein Senior nicht von jedem dahergelaufenen Kind angefasst werden mag ("Aber der sieht so lieb aus!" Ja, er ist gefleckt und hat Plüschfell, aber wir sind trotzdem kein mobiler Streichelzoo. :muede: ); die anderen haben zwar nullkommakeine Ahnung von Hunden – und von Hütehunden erst recht nicht -, wissen aber gaaanz genau, dass Aussies ja furchtbar wilde, total anstrengende Hunde sind, die man den ganzen Tag beschäftigen muss.

    Anfangs hab' ich mich noch in Erklärungen versucht (man will ja nett sein und niemanden dumm sterben lassen...), aber mittlerweile lächel ich nur noch, denk mir meinen Teil und geh weiter. Für sinnlose Diskussionen mit fremden Menschen auf 'nem Spaziergang ist mir meine Lebenszeit zu schade.

    Wenn ich den Welpen abhole, hat drei Tage danach mein Freund Eröffnungsfeier in seiner Agentur. Logischerweise kann der Welpe dann noch nicht alleine bleiben. Nun bin ich am überlegen, ob ich eventuell eine Stoffbox kaufe, in der er sich dann liegen kann, sodass er etwas Ruhe findet. Hattet ihr eventuell einmal eine ähnliche Situation und wie habt ihr das gehandhabt?

    Ich musste Shawnee kurz nach seinem Einzug zu einem Familiengeburtstag mitnehmen, um den ich mich nicht drücken konnte :D und hab's genauso gemacht wie du das vorhast. Ich hatte 'ne Stoffbox für ihn dabei und was zum Kauen, hab' mich mit ihm am Rand des Trubels gehalten und wenn's ihm zu viel gewesen wäre, wäre ich halt früher gegangen.

    Mir wäre die Variante auch lieber als ein Sitter.

    Und zu der Rasse: Ich hab auch schon gehört das ein Malamute eigentlich nichts für einen Anfänger ist, aber jeder Hund ist ja bekanntlich anders ;) Es ist kein reinrassiger Malamute und er ist sehr lieb und macht eigentlich keine Probleme und auch sein Bewegungsdrang ist nicht ganz so groß wie bei anderen Hunden seiner Rasse.

    Das hört sich erst mal gut an! :smile: Trotzdem würde ich dann noch mal ganz genau nachfragen, warum er im Tierheim gelandet ist.

    Ich bin Studentin mit zwei Hunden, möglich ist das also grundsätzlich schon. :smile: Was ich auf jeden Fall beachten würde:

    1) Die Finanzen: Ich plane für meine beiden Hunde (mittelgroß, um die 25kg) je 100€ pro Monat für alle laufenden Kosten ein und komme damit sehr gut hin. Die Tierarztkosten für alles außer Impfungen laufen extra, die kommen da noch dazu. Meine beiden sind allerdings auch unkompliziert, brauchen kein spezielles Futter, kein Einzeltraining/Hundeschule und keinen Sitter, der bezahlt werden muss. Die Kosten können also auch deutlich höher sein.

    2) Nach dem Studium: Dass der Hund während des Studiums bei dir nicht lange alleine bleiben müsste, ist schon mal super! 5 Jahre sind für ein Hundeleben allerdings eine relativ kurze Zeit – was wäre nach dem Studium mit dem Hund?

    3) Rasse/Art des Hundes: Gerade wenn du selbst unsicher bist, ob du einem Hund gewachsen bist, würde ich eher nach einem kleineren, "einfacheren" Hund Ausschau halten. Malamutes sind toll, aber groß und haben meistens ihren eigenen Kopf. Das kann, wenn du umziehen musst, den Hund später mit zur Arbeit nehmen willst, ihn jemandem zur Betreuung geben musst, etc. zum Problem werden.

    Was du machen sollst, musst du letztendlich selbst entscheiden – aber wenn man den passenden Hund für sich und seine Lebensituation gefunden hat, ist ein Leben mit Hund ziemlich großartig. ;) :smile: