Beiträge von pardalisa

    Geht ihr eigentlich so abseits spazieren, weil euch das mit mehreren Hunden sonst zu stressig ist oder würdet ihr das auch mit nur einem Hund machen?

    Ich bin auch, als ich "nur" einen Hund hatte, schon immer am liebsten mitten in der Pampa spazieren gegangen – zum einen, weil ich's da landschaftlich reizvoller finde als z.B.in 'nem vollen Stadtpark, zum anderen, weil es für mich entspannender ist, wenn ich nicht ständig Rücksicht auf Kinderwagen/Radfahrer/Jogger etc. nehmen muss. Meine Hunde haben damit zwar keine Probleme, aber man will ja nett sein und sammelt die Hunde dann doch häufig ran.

    Auf ein Seminar hätte ich auch mal Lust – weiß jemand, ob's irgendwo eine Übersicht gibt, was wann wo angeboten wird? :smile:

    Ansonsten war ich gerade mutig und habe unser erstes Turnier für Oktober gemeldet – mal gucken, wie Graf Unfug sich so unter Ablenkung macht...

    :winken:

    Kurze Frage: Wie habt ihr angefangen? Habe jetzt mehrfach gelesen, dass man RO auch gut alleine trainieren kann.

    Ich hab' mir die DVD von Imke Niewöhner gekauft und mir da schon mal einen Überblick verschafft und mir dann eine Gruppe gesucht. Ganz alleine üben wollte ich mit Myrddin am Anfang nicht, weil die UO-Grundlagen von Shawnee schon so lange her waren, dass ich da nix falsch machen wollte. Wenn man da mehr "drin" ist, kann man bestimmt auch gut alleine anfangen. :smile:

    Cool, das "Rum" könnte meine schon. Aber wie entwickel ich aus dem Stopp einen wirklichen Gänsemarsch mit Laufen? Bei Stopp soll sie ja angewurzelt bleiben.

    Mhm, bei meinen ging das dann über ein kleinschrittiges "Weiter!": 1 Schritt gehen, Position bestätigen, 1 Schritt gehen, usw. Die haben allerdings auch die Köpfe in bequemer Keks-reinschieben-Höhe, sodass ich mich nicht ständig umdrehen, sondern "hinterm Rücken" füttern konnte. ;)

    Bei einem kleinen Hund würde ich da wahrscheinlich mit 'nem Target arbeiten - dem Hund beibringen, 'ne alte Fliegenklatsche (= Target) mit der Nase zu berühren (Länge langsam steigern), dann das Target hinter den Rücken halten -> Bestätigung -> kleine Schritte gehen -> Bestätigung, usw. Und dann anschließend den Ablauf zusammensetzen, d.h. Hund hinter sich schicken, aus der Position mit Target losgehen. Und dann ganz zum Schluss nach und nach das Target abbauen, wenn der Hund verstanden hat, wo er sein soll. :smile:

    Ich hab' das mit meinen Hunden so geübt, dass sie sich auf Kommando/Sichtzeichen um alle möglichen Dinge herumschicken lassen - ist auch ganz praktisch, wenn hund sich mit der Leine um eine Straßenlaterne gewickelt hat.

    Sobald das funktionierte, habe ich das gleiche Kommando quasi auf mich angewandt, Hund umkreiste mich also, und sobald er hinter mir war, gab's ein Stopp/Warte. Die Position hab' ich dann bestätigt und mit einem neuen Kommando ("Gänsemarsch!" :D ) belegt.

    Das Ganze geht bestimmt auch einfach/in weniger Zwischenschritten, aber bei uns hat's so gut geklappt.

    Ich hab' Shawnee ein Mal überfordert, als ich mit einer Gruppe wandern war. Ich hatte mich nur angeschlossen, war nicht für die Tourenplanung verantwortlich (Kennenlern-Krams in der ersten Studiumswoche) und wie das dann so kommt, haben wir uns verlaufen... :D

    Nach vielen Umwegen sind wir dann wieder in der "Zivilisation" gelandet und mein Hund war platt. Ich hab' mir dann von da ein Taxi nach Hause bestellt und daraus gelernt, dass ich seitdem immer eine eigene Wanderkarte dabei habe.

    Es kommt auch vor, dass einem in 10 Minuten über 10 Hunde entgegen kommen und man für 10 s anleinen muss und dann wieder ab und dann wieder anleinen...

    Ich weiß nicht was das große Problem an drei Quasi Kurzführern ist

    Wow, okay, dann haben wir völlig verschiedene Auslaufgebiete... :shocked:

    (Und 'nen "Problem" finde ich Kurzführer gar nicht, ich hab' nur gerne an meinen Hunden, die ziemlich körperbetont miteinander spielen, so wenig Krams wie möglich hängen. :smile: Die Verletzungsgefahr ist mir sonst zu groß. Bei ruhigen Hunden ist das ja was Anderes.)

    Wenn hier ein angeleinter Hund um die Ecke kommt müsste ich innerhalb weniger Sekunden drei Hunden ein Zugstopp überfriemeln oder die Karabiner einklipsen..ich schaff das auf jeden Fall nicht...

    Ich auch nicht, deshalb bleiben meine Hunde an Ecken, an denen ich nicht weit genug gucken kann, angeleint. Ein bisschen wie beim Autofahren – nur maximal so schnell unterwegs sein, dass man innerhalb der halben Sichtweite bremsen kann. ;)

    Komplett bescheuerter Satz gestern Abend von einer Mutter:

    Wir begegnen uns auf einem schmalen Waldweg, ich hab' also meine Hunde angeleint und auf die andere Seite genommen, weil ihr Kind (ca. Grundschulalter) einen Stock in der Hand hatte. Als wir fast auf gleicher Höhe sind, holt der Junge aus und wirft den Hunden den Stock ins Gesicht. Ich erschrecke mich, muss wohl kurz aufgeschrieen haben, Shawnee geht in Hab-Acht-Stellung.

    Die Eltern gehen seelenruhig weiter, wuscheln ihrem Kind durchs Haar und die Mutter sagt: "Aber Konstantin, das solltst du doch nicht. Der Hund erschreckt sich."

    Ähm, ja. Und der erschreckt sich nicht nur, der wehrt sich auch, wenn man ihm Schmerzen zufügt (und ich ihn lasse). 'Ne Entschuldigung wäre außerdem nett gewesen, kam aber nicht.