Beiträge von pardalisa

    Naja, im Moment lernt er, dass er andere Hunde unterbuttern kann, ohne dass du direkten Zugriff auf ihn hast. Er hat ja immer wieder das Erfolgserlebnis. :/

    Ich wäre jetzt auch vorsichtig, auf die Entfernung zu sagen, warum er das tut. Hast du jemanden, der da mal live draufgucken kann? Je nachdem, was seine Motivation ist, würde ich dann auch das Training gestalten - ein Hund, der unsicher ist und mit der Einstellung "Angriff ist die beste Verteidigung" durch die Gegend läuft, würde ich anders behandeln als einen, der mit prolligem "Alles meins!"-Verhalten unterwegs ist.

    Same hier. Ich glaube für Tex besteht da kein Unterschied zum Einzelhunddasein.

    Hier auch nicht. Shawnee ist wirklich glücklich darüber, dass er nicht mehr jeden Blödsinn mitmachen muss (dafür habe ich ja Graf Unfug :D ), aber insgesamt verbringe ich deshalb nicht weniger Zeit mit ihm, als wenn er noch Einzelhund wäre. Das, was wir machen, ist halt ein bisschen anders organisiert, aber sonst hat sich für ihn nix verändert.

    Bei uns ist der Zeithund immer dann eingezogen, als der Ersthund soweit "fertig" war – zwischen der Familienhündin und Shawnee lagen drei Jahre Altersunterschied (das war perfekt), zwischen Shawnee und Myrddin liegen sogar neun Jahre; das allerdings nur deshalb, weil ich uni- und wohnungstechnisch vorher keinen Welpen aufnehmen konnte. Hätte das keine Rolle gespielt, hätte ich mir so ab 3-4 Jahren einen Zweithund zu Shawnee zugetraut.

    "Fertig" heißt bei mir auch nicht "100% perfekt erzogen" (das ist eh utopisch, denke ich), aber ich würde immer wollen, dass der Ersthund so souverän und in der Erziehung gefestigt ist, dass man im Notfall beide Hände für den Neuzugang frei hat – konkret: dass der Ersthund aus der Pubertät raus ist, vernünftig an der Leine gehen kann, problemlos alleine zu Hause bleibt, andere Hunde im eigenen Zuhause kennt und akzeptiert und einfache Hausregeln und Ruhezeiten kennt und einhält.

    Zu Myrddin, der jetzt mit seinen knapp zwei Jahren langsam erwachsen wird, hätte ich mir bislang keinen Welpen dazugesetzt – auf die Tobeparty quer durch's Haus und die grauen Haare, wenn sich das Jungvolk beim Spaziergang gegenseitig mit Blödsinn ansteckt, kann ich gut verzichten... :D

    Was die generellen Zweithund-Kommentare angeht: Ja, bekommt man am Anfang häufiger zu hören, lässt aber - zumindest in meinem Umfeld – schnell nach.

    Und warum bei mir ein Zweithund eingezogen ist? Ganz egoistisch für mich. Ich wollte einen sportlicheren Hund, der meinem Langsam-doch-Senior quasi die "Arbeit" abnimmt, mich zu bespaßen. ;)

    Ganz einfach. Zieh dir mal ne Kette ums Bein. Die zieht sich überall zu, wenn sie grobgliedrig ist, geht irgendwann nichts mehr und trotzdem hast du noch Luft. Es dürfte überall am Bein leicht drücken. Wenn du jetzt ne Kette mit Zugstopp nimmst, schneidet die dir an einer Seite richtig ins Bein, während sie bei den anderen lockerer ist. Ob das jetzt angenehmer ist als überall Druck ist fraglich.

    Danke!

    Mit Ketten kenne ich mich nicht aus, da ist das dann wohl manchmal anders; bei den Leder-Zugstopps und Retrieverleinen mit Stopp, die meine Hunde tragen, habe ich das noch nie beobachtet. :ka:

    Das Problem ist ja aber: Das Bauchgefühl muss nicht immer richtig sein. Bzw. woher kommen solche Sachen wie "Bauchgefühl" und "Intuition"? Sicher gibt es Menschen, die schon mit mehr "Hundeverstand" auf die Welt kommen, als andere, aber grundsätzlich ist unsere Bauchgefühl ja erstmal geprägt von unserem Mensch-/Primaten-Sein und muss deswegen nicht grundsätzlich passend auf andrere Spezies anwendbar sein. "Gutes" Bauchgefühl setzt sich doch zusammen aus Wissen und Erfahrung - und da es naturgemäß dauert, letztere zu erwerben, ist es nebenbei sicherlich sinnvoll, ein bisschen Informationen anzusammeln.

    Das ist genau das, was ich immer schreiben will, wenn hier im Forum "Bauchgefühl" in der Hundeerziehung als non plus ultra empfohlen wird, und was ich bisher nie gut in Worte fassen konnte – danke! :gut:

    ich hab ja keine Erfahrung mit mehrhundehaltung. Ist das wirklich so, dass Hund A sauer wird wenn Hund B den rückruf nicht beachtet? Aus welcher Motivation heraus?

    Nein, bei meinen beiden definitv nicht. Wenn da einer irgendwohin abflitzt (Myrddin z.B. unerlaubterweise zum Bach vorrennt) und zurück kommt, dann interessiert das den anderen herzlich wenig.

    Und bei den Mehrhundegruppen im Bekanntenkreis sehe ich das auch nicht als Maßregelung der Hunde untereinander für "unerlaubtes Weglaufen". Die meisten Hunde gehen den zurückkommenden Hund an, weil sie "völlig drüber sind", wie man so schön sagt – entweder sie merken, dass der Besitzer stinkewütend ist, beziehen das auf sich und brauchen ein Ventil - oder sie wären gerne mitgerannt, wurden rechtzeitig eingefangen und schieben Frust, den sie am nächstbesten auslassen.

    So oder so würde ich meinen Hunden auf jeden Fall nicht erlauben, den jeweils anderen so zu "korrigieren" – Erziehung ist mein Job, das hat keiner von den beiden zu übernehmen.

    Ja, du machst dir zu viele Gedanken. ;)

    Frag den oder die Sitter, was sie als Zubehör haben wollen, guck bei der Haftpflichtversicherung, ob und wie Fremdbetreuung geregelt ist, und lass eine Notfall-Telefonnummer, unter der du oder jemand, der den Hund gut kennt und für dich Entscheidungen im Notfall treffen kann, erreichbar ist.

    Wenn ich Hunde zum Sitten bei mir habe, bringen die ihr eigenes Futter und manchmal 'ne Decke mit, den Rest hat man als Hundebesitzer doch eh meist da – solange der Hund keine Krankheiten oder sonstige Besonderheiten/Einschränkungen hat, würde ich mir da nicht so'n Stress machen.