Bei uns ist der Zeithund immer dann eingezogen, als der Ersthund soweit "fertig" war – zwischen der Familienhündin und Shawnee lagen drei Jahre Altersunterschied (das war perfekt), zwischen Shawnee und Myrddin liegen sogar neun Jahre; das allerdings nur deshalb, weil ich uni- und wohnungstechnisch vorher keinen Welpen aufnehmen konnte. Hätte das keine Rolle gespielt, hätte ich mir so ab 3-4 Jahren einen Zweithund zu Shawnee zugetraut.
"Fertig" heißt bei mir auch nicht "100% perfekt erzogen" (das ist eh utopisch, denke ich), aber ich würde immer wollen, dass der Ersthund so souverän und in der Erziehung gefestigt ist, dass man im Notfall beide Hände für den Neuzugang frei hat – konkret: dass der Ersthund aus der Pubertät raus ist, vernünftig an der Leine gehen kann, problemlos alleine zu Hause bleibt, andere Hunde im eigenen Zuhause kennt und akzeptiert und einfache Hausregeln und Ruhezeiten kennt und einhält.
Zu Myrddin, der jetzt mit seinen knapp zwei Jahren langsam erwachsen wird, hätte ich mir bislang keinen Welpen dazugesetzt – auf die Tobeparty quer durch's Haus und die grauen Haare, wenn sich das Jungvolk beim Spaziergang gegenseitig mit Blödsinn ansteckt, kann ich gut verzichten... 
Was die generellen Zweithund-Kommentare angeht: Ja, bekommt man am Anfang häufiger zu hören, lässt aber - zumindest in meinem Umfeld – schnell nach.
Und warum bei mir ein Zweithund eingezogen ist? Ganz egoistisch für mich. Ich wollte einen sportlicheren Hund, der meinem Langsam-doch-Senior quasi die "Arbeit" abnimmt, mich zu bespaßen. 