Ich bin weder Mama noch Frauchen – ich habe und will keine Kinder, brauche also auch keinen Kinderersatz, und "Frauchen" finde ich vom Klang her auch irgendwie doof.
Dafür sind meine Hunde bei meinen Eltern aber "Henkel"... H(unde-)Enkel! ![]()
Ich bin weder Mama noch Frauchen – ich habe und will keine Kinder, brauche also auch keinen Kinderersatz, und "Frauchen" finde ich vom Klang her auch irgendwie doof.
Dafür sind meine Hunde bei meinen Eltern aber "Henkel"... H(unde-)Enkel! ![]()
Nochmal: die Pferdesteuer ist aufwändig zu erheben - schon die Ermittlung der Pferde und Besitzer, die wohnen oft nicht mal im selben Ort, mögl. Ausnahmen usw - und Rechenmodelle einiger Kommunen selbst haben ergeben, dass es sich unterm Strich nicht lohnt. Einige wollten die Steuer einführen und haben es aus dem Grund nicht getan.
Das finde ich einen total spannenden Einwand und das war mir bisher so noch nicht klar.
Ist dieser Mehraufwand nur in der Anfangszeit so hoch, bis sich das Modell "eingespielt" hat, oder wäre das mit dauerhaft hohen Verwaltungskosten verbunden? Gibt's dazu irgendwo Infos?
Sorry, aber da bin ich so gar nicht bei dir. Wenn Gemeinden mal anständig wirtschaften würden, gäbe es mit Sicherheit weniger Geldprobleme.
Nur für unsere Gemeinde (!): Hier wird - vergleichsweise - anständig gewirtschaftet, d.h. es gibt kein riesengroßes Minus im Gemeindehaushalt und die nötigste Grundversorgung ist gesichert. Wofür Geld fehlt, sind solche Sachen wie eine vernünftige Busanbindung in die nächstgrößere Stadt (gerade für alte Menschen und Schulkinder wichtig), die kleine Bibliothek, die immer kurz vor Schließung ist, und die Nachmittagsbetreuung mit Hausaufgabenhilfe, die in der Grundschule angeboten wird.
Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass eine Gemeinde sich solchen "Luxus" nicht leisten können muss. Da gehen dann die Meinungen einfach auseinander, ich finde z.B., dass diese Dinge wichtig sind und leiste dann eben auch meinen Beitrag dazu. Und wenn das bedeutet, dass die Hundesteuer so wie jetzt zum kommenden Jahr erhöht wird, dann ist das eben so. Finde ich (als Studentin mit begrenztem Einkommen) jetzt auch nicht toll, aber so profitieren davon Menschen, denen es deutlich schlechter geht als mir.
Das Problem hier bei uns ist einfach, dass die Gemeinde völlig überaltert ist und nullkommakein Gewerbe in die Ecke ziehen will. Woher soll das Geld denn kommen?
Wo fängt denn für dich Geld haben an? Wir haben ein Pferd, einen Hänger und unsere Tochter startet auf Turnieren.Trotzdem sind wir bestimmt nicht reich.
"Geld haben" fängt für mich da an, wo man sich ein Hobby leisten kann, für das man größere Summen parat hält. Meine Hunde sind z.B. reiner Luxus; ich "brauche" die streng genommen nicht. Und ich fahre gerne mal für ein Wochenende zu einem Seminar, habe eine finanzielle Reserve für TA-Kosten und füttere nicht das billigstmögliche Futter – solange ich mir das leisten kann, kann ich auch Hundesteuer bezahlen, denn - wie oben schon geschrieben – bei uns im Dorf gibt's genug Leute, die's im Leben deutlich schlechter haben. Mag sein, dass es unter denen auch vereinzelt Pferdebesitzer gibt – aber die überwiegende Mehrheit der Pferdebesitzer hier (und noch mal: ich rede nur von der Gemeinde, in der ich lebe!) stellt ihr Pferd teuer unter, kann sich hohe TA-Rechnungen leisten und fährt zu Turnieren, die reines Privatvergüngen sind – und ja, damit sind die Pferdebesitzer hier im Vergleich zu vielen anderen Gruppen im Dorf "reich". Die Hundebesitzer übrigens auch, genau so wie jeder, der einen vierstelligen Betrag auf dem Sparkonto hat, um sein Tier im Notfall versorgen zu können.
klar, warum sollen auch nicht die Pferdebesitzer dafür zahlen, die habens ja...
Nur für unsere Gemeinde (!) – ja, wenn jemand sein Pferd regelmäßig zu Turnieren karren kann & das ganze dafür erforderliche Zubehör und Geld hat (Hänger, Startgelder, Ausbilder/Trainer), dann hat der definitv mehr Geld als die einkommensschwachen Familien, die hier leben und deren Kinder z.B. auf das Mittagessen im Hort und die kostenlose Betreuung, die von der Gemeinde finanziert wird, angewiesen sind. Das hat überhaupt nix mit Sozialneid zu tun, das ist 'ne ganz sachliche Analyse wer Geld hat und wer keins hat. ![]()
Mag sein, dass ich in einer absoluten Ausnahme-Umgebung wohne, aber wenn ich sehe, dass vor der Reithalle im Stall, wo die Einstellplätze für Pferde mal locker 300-400€/Monat kosten, Autos mit "Pferdesteuer nein danke!" Aufklebern stehen, dann frage ich mich schon, warum sich ausgerechnet dort gegen die Pferdesteuer gewehrt wird. Wie gesagt – bei den vorher beschriebenen Fällen (Gnadenbrotpferde, Freizeit-Pferde bei "Selbstversorgern", etc.) kann ich das gut verstehen, dass man protestiert – aber hier bei uns? Ne, wirklich nicht.
Bei useligem Wetter, was macht ihr da?
Nix, da laufen wir 'ne große Runde im Wind und dann leg' ich mich mit den Hunden auf's Sofa.
Fellpflege ist bei uns definitv "Schönwetterarbeit".
Dann mache ich mich mal unbliebt... Für unsere Gemeinde fände ich eine Pferdesteuer prima. Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden, irgendwoher muss es ja kommen, und wir haben einen großen Sportpferdestall.
Die Hundesteuer wurde übrigens gerade erhöht, auch das finde ich nicht toll, aber nachvollziehbar und habe ich mich nicht an den Protesten beteiligt.
In einer Gemeinschaft leben heißt nun mal auch, dass ich Dinge mitfinanziere, die mir keinen direkten Vorteil bringen – dann wird von den 350€, die ich jährlich an Steuer für 2 Hunde bezahle, eben ein Kind mit kostenlosem Mittagsessen versorgt, statt ein Kotbeutelspender aufgestellt – ist doch eine gute Sache. Und wenn die Pferdebesitzer mit ihrer Steuer dafür sorgen könnten, dass wir weiterhin eine ÖPNV-Verbindung an den Rest der Welt haben, wäre das auch klasse.
Weils auch drauf ankommt, was der Hund gewohnt ist. Ist er es gewohnt, dass er immer Rückmeldung bekommt, dann verunsichert ihn eine ausbleibende Rückmeldung.
Zum einen das, zum anderen ist das auch eine Typ-/Rassefrage: Meine bisherigen Hunde (Hütehunde), waren alle so, dass die schon im zarten Alter von 8-9 Wochen losstiefelten, irgendwas machten und sich dann bei mir vergewisserten - "Is' gut so?" (Abwarten, Blickkontakt)
Das sind natürlich traumhafte Bedingungen, um mit einem Hund über positive Verstärkung zu arbeiten; heißt aber gleichzeitig, dass der Hund für dieses "Nachfragen" eine Reaktion von mir bekommen muss, sonst stellt er das irgendwann wieder ein.
Weil ich nicht mehr editieren kann: Und das lässt sich natürklich auch auf andere Situationen übertragen (Pöbeln an der Leine, Hochspringen am Menschen, usw.) - wenn für den Hund das Verharren in der Unsicherheit unangenehmer als eine angemessene Korrektur ist, dann würde ich in jedem Fall meinen Trainingsansatz noch mal überdenken.
Hast du so ein Beispiel gemeint:
z.B jede Bestätigung bei Blickkontakt. Der Hund wird für jeden Blickkontakt bestätigt, jetzt gibt es aber seltene Situationen, wo das Frauchen/Herrchen Blickkontakt nicht bestätigt,z.B reden mit Freunden, Warten, etc. Der Hund ist verunsichert, weil er kein Rückmeldung bzw. positive Rückmeldung bekommt. Der Hund wimmert, weil er nicht versteht, warum in der Situation der Blickkontakt nicht bestätigt wird.Das wäre für mich eine Form von Stress.
Das hatte ich zwar so nicht vor Augen, ist aber auch ein Beispiel. ![]()
Woran ich dachte, war folgendes: Mein Myrddin ist ein Hund, der es mir ständig recht machen will. Anfang des Jahres war ich mit ihm bei einem Seminar und eine der Aufwärm-Aufgaben war, den Hund mit der Pfote ein Target auf dem Boden berühren zu lassen. Klassischer Aufbau durch freies Shapen: Jede Annährung an das Target wird belohnt, kleine Fortschritte immer weiter aufgebaut.
Nach ein paar Wiederholungen war Myrddin so weit, dass er das Prinzip verstanden hatte, zielsicher auf's Target zuging und fast immer die Pfote draufsetzte. Nur manchmal stupste er das Teil stattdessen mit der Nase an. Um ihm die Unterscheidung zu erleichtern, habe ich die "Nasenstüber" mit einem neutralen 'Schade' kommentiert, was ihm deutlich geholfen und die "Trefferquote" verbessert hat.
Die Trainerin (arbeitet nach eigener Aussage ausschließlich positiv) meinte dann, das 'Schade' muss ich auf jeden Fall weglassen, das sei eine Strafe und baue zu viel Druck auf; ich soll nur das richtige Verhalten bestätigen. Interessant war dann zu sehen, dass das - zumindest bei meinem Hund - zum kompletten Gegenteil des erwünschten Verhaltens geführt hat: Myrddin war verunsichert, bot nach und nach immer mehr andere Verhaltensweisen an (Bringen des Targets, Sitz und Platz neben mir, etc.) und war offensichtlich "verzweifelt", weil ihm das Feedback fehlte.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ich meinem Hund diese Ungewissheit ersparen kann, dann tue ich das, weil das für mich einfach zum fairen Verhalten im Team gehört.
@pardalisa
Tut mir leid mit Handy und schlechten Internet grade kann ich leider so lange Texte nicht schreibenmein Handy schickt die leider nicht immer ab.
Ich kann gerne Mittwoch etwas mehr darüber schreiben an Pc geht das einfach besser.
Das ist doch mal ein Angebot - dann würde ich mich über eine ausführliche Antwort am Mittwoch sehr freuen. ![]()
Nachtrag, weil zu spät gesehen:
@pardalisa
Ich habe meine Gründe doch genannt ich habe nie gesagt das alle gegen positive Verstärkung sind.
Nur mich nervt der Gedanken das manche denken ich komme mit Verstärkung nicht weiter also Strafe ich.
Ob andere Methoden schneller gehen ,kann man ja nicht einfach beurteilen es gibt ja genug Gründe warum etwas nicht geklappt hat.
Nein, du hast eben keine stichhaltigen Gründe genannt!
Und genau das ist der Punkt, den ich gerne mit dir diskutieren würde. Ob du für dich jetzt Strafe anwendest oder nicht ist mir relativ egal. Aber wenn man hier über die Vor- und Nachteile von verschiedenen Methoden debattiert, ist es halt äußerst kontraproduktiv, wenn ein Teilnehmer der Diskussion immer nur "find ich nicht gut" sagt.
Das, was ich fett markiert habe, wäre z.B. ein spannender Einstieg in genau so eine Diskussion: Welche Gründe gibt es? Wie unterscheiden die sich bei strafbasiertem Training im Vergleich zu positiv verstärktem Training? Welche Grenzen hat positive Verstärkung, welche hat Strafe? Wie kann man pV und Strafe nebeneinander anwenden?
So viele weiterführende Fragen und du hängst dich immer wieder daran auf, dass Strafe für dich nur doof ist. Schade. :/