Ich kann mich da nur anschließen – meine Aussies sind lange nicht so "schwierig" wie die Rasse gerne dargestellt wird. Oder besser gesagt: Ein Aussie ist m.M.n. nicht kompliziert, weil er wahnsinnig viel Auslastung oder Beschäftigung braucht. Meine beiden sind zum Beispiel mit ca. 2 Stunden Spaziergang pro Tag, 1x die Woche HuPla und ansonsten Alltag als Gerne-mit-dabei-Hund völlig zufrieden. 
Was beim Aussie allerdings oft vernachlässigt wird, ist darauf hinzuweisen, dass die auch mal runterkommen müssen, besonders im ersten Lebensjahr lernen müssen, Frust auszuhalten (und das kann - je nach Hund – echt Nerven kosten) und im Erwachsenenalter meistens eine Portion Schutztrieb mitbringen.
Insofern: Ob ein Aussie schwierig ist oder nicht, hängt wie bei jeder Rasse sehr stark von den eigenen Lebensumständen ab. Wenn man sehr viel Laufkundschaft im Büro hat oder die Kinder zu Hause häufig Freunde mitbringen; wenn man eher einen unkomplizierten Begleiter sucht, der in der Erziehung nicht viele Widerworte gibt; wenn man einen Hund sucht, der immer und überall freilaufen kann und mit Mensch und Tier ohne großes Training verträglich ist, dann kann ein Aussie, der selbstständig bewacht und Leute stellt ein Alptraum sein.
Wenn man dagegen einen Hund sucht, der Schutztrieb mitbringen darf, an dem man es schätzt, dass er mitdenkt, der bei so ziemlich allen sportlichen Aktivitäten unermüdlich dabei ist, der sich stark an eine Person/seine Familie anschließt – dann kann ein Aussie prima passen.