Beiträge von pardalisa

    Wer würgt denn?

    Ich unterstelle einfach mal, dass jeder vernünftig denkende Hundehalter einem ziehenden Hund keinen Würger ohne Stopp anziehen würde. Ein Hund der nicht in der Leine hängt, trägt einen Würger genauso wie jedes andere Halsband. Es sei denn Halsbänder bereiten per se Schmerzen. ;)

    Aber für's Würgen muss doch der Hund gar nicht ständig in der Leine hängen – da reicht's doch schon, wenn der (sonst super leinenführige) Hund sich kurz erschreckt und einen Satz zur Seite macht oder müde ist und kurz nicht auf den HH achtet oder stolpert o.ä. Ebenso der Mensch am anderen Ende der Leine, also völlig ohne "Schuld" des Hundes.

    Welchen Vorteil hat denn ein Halsband ohne Stopp? :???:

    Wie alt war deiner da, als du das gemacht hast?

    Bei Myrddin war das besonders aktuell, als er so ungefähr 1,5 Jahre alt war. Ich muss allerdings ehrlicherweise dazusagen, dass Myrddin super leicht zu beeindrucken ist und kein Kontra gibt (solange ich in der Nähe bin).

    Wie das wäre und ob das überhaupt funktioniert, wenn man einen Hund hat, der richtig ernsthaft rumprollt und auch nicht locker lässt, wenn der ältere Hund ihn korrigiert, kann ich nicht sagen.

    hatte ich in den Falschen Thread geschrieben.

    Ich hab' Myrddin in dem Alter von allem ferngehalten, was sich nicht "wehren" konnte – alte, körperlich nicht mehr so fitte Hunde, sehr kleine Hunde, ängstliche Hunde, usw. - und ihn dafür bei uns auf dem HuPla gezielt mit älteren, souveränen Hunden laufen lassen, die ihm ganz genau sagen, was sie von solchen Dingen wie Aufreiten, Pfote auflegen, ankläffen halten. (Natürlich in Absprache mit den jeweiligen Besitzern!)

    Er hat relativ schnell kapiert, dass so ein Geprolle unnötig ist und beim anderen Hund schlecht ankommt. Er versucht das ab und zu noch, besonders dann, wenn er eh schon aufgedreht ist, lässt sich aber ganz gut runterfahren, wenn ich ihn kurz rausnehme – da reicht jetzt ein verbales Abbruchkommando.

    Ich sehe den Sinn dahinter gar nicht, dass sie alle nebeneinander fressen...

    Bei mir ist das auch mehr eine Frage der Putzfaulheit als alles andere. Der Lütte läuft gerne mit halbvoller Schnute schon mal los und der Senior hat seit ein paar Monaten wirklich grauenvolle Essmanieren und kleckert... da versuche ich, das Chaos und Putzen auf möglichst wenig Raum zu beschränken und füttere beide nebeneinander. :D Klappt hier auch prima, futterneidisch sind sie beide nicht. Wenn das nicht ginge, müssten sie einfach nacheinander fressen.

    Ne, ich geb bestimmt nicht den Hund ab, der mich glücklich macht, mit dem ich viel Freude habe etc. Not gonna happen.

    ... ich war in meiner idealistischen Vorstellung von Mehrhundehaltung davon ausgegagen, dass "macht mich glücklich" ein Kriterium ist, das auf alle im Haushalt lebenden Hunde zutrifft, man also quasi jeden Hund annährend gleich gern hat. :ops:

    Ich hab' beim Zweithund, der letztes Jahr eingezogen ist, auch einiges anders gemacht als bei meinem Ersthund. Im Alltag waren das hauptsächlich Kleinigkeiten, aber die größte Veränderung war, dass ich bei dem Lütten viel, viel mehr auf "Sporttauglichkeit" geachtet habe.

    Mein Ersthund ist super und passt hier prima her, aber leider findet er Hundesport doof, spielt grundsätzlich nicht mit Menschen, hasst Radfahren und Schwimmen, und verliert an solchen Dingen wie UO schon nach wenigen Wiederholungen das Interesse. Beim Zweithund wollte ich das anders haben und hab' da entsprechend früh drauf geachtet.

    Mal eine andere Frage: Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit den Hund spät abends / nachts mal alleine zu lassen?

    Ich hab' nur gute Erfahrungen gemacht. Die Hunde sind daran gewöhnt, nachts eh zu schlafen und da sie sonst auch mit im Bett liegen dürfen, lasse ich ihnen einfach auch die Tür zum Schlafzimmer offen, wenn ich abends noch mal unterwegs bin. Meistens ist mein Kopfkissen schon nett vorgewärmt, wenn ich zurückkomme. :D

    Danke für die Antwort! :smile:

    Zum anderen ist ne Abgabe immer so ne Geschichte und in diesem speziellen Fall ist einfach Fakt, dass ich keinen finde, der ihn haben will. Einen fast 8 Jahre alten Schäfermix mit originellem Verhalten zu vermitteln ist nicht einfach.

    [...]


    Wäre nur das würde ich auch nicht im Traum an Abgabe denken, so im Gesamtpaket wäre es def. die bessere Entscheidung. Evtl. kommt es ja doch noch dazu, wenn es wirklich nicht mehr tragbar ist.

    Wenn der Schäfermix "verhaltensorgineller" ist und schwer zu vermitteln wäre, käme dann nicht eine Abgabe des anderen Hundes in Frage? Wenn ich mich von einem meiner Hunde trennen müsste, dann würde ich vermutlich den einfacheren, unkomplizierten, jüngeren abgeben, der bessere Chancen hätte.

    Es kam auch schon vor, da war keine Beute im Spiel, sondern einfach beide wollten zugleich durch die enge Stelle im Flur. Zack, gab es Terror.

    Mal 'ne blöde Frage (und ignorier das einfach, wenn's zu persönlich ist), aber warum tut man sich das an?

    Also ich meine, warum leben beide Hunde noch bei dir? Für mich hört sich das ungeheuer stressig an – sowohl für dich, als auch für die Hunde. :/

    Was mich aber immer wieder wundert - geht mein Mann mit Holly raus, gibt es viel weniger Probleme mit Fremdhunden. Er ist groß, kantig, guckt grimmig und hat einen schwarzen Hund an der Leine.
    Die Leute gehen ihm echt alle aus dem Weg, unangeleinte Hunde werden ran gerufen und Kleinhunde hochgenmmen.
    Wenn ich mit Holly gehe - klein, rundlich, Hippie, Hund mit Hello Kitty Halsband - werden wir ununterbrochen genervt. Dabei ist mein Mann total lieb und nett im Gegensatz zu mir.
    Vielleicht sollte ich mal mein Outfit überdenken

    Das Phänomen kenne ich leider auch... Wenn ich mit einem Freund von mir (knapp zwei Meter großer Kerl, Lederjacke, Arme komplett tätowiert, DSH-Mix dabei) unterwegs bin, wird bei den anderen HH ausnahmslos angeleint und niemand schickt seinen Hund einfach so "Hallo" sagen.

    Wenn ich (knapp über 1,60m, blond, jünger aussehend als ich eigentlich bin, zwei plüschig-"liebe" Hunde dabei) alleine unterwegs bin, kommen deutlich mehr Hunde einfach so angerannt.

    Ich find' das ehrlich gesagt weniger praktisch, sondern eher ziemlich traurig, weil's selbst in unserer angeblich so liberalen, weltoffenen Studentenstadt eine ganze Menge über Vorurteile bei den Leuten aussagt. :/