Beiträge von pardalisa

    Der Heidschnuckenweg ist echt schön und wirklich entspannt machbar – viel Ausschilderung, keine krassen Steigungen, in der Hauptsaison auch mit netten kleinen Cafés zum Einkehren immer mal wieder unterwegs.

    Falls du nicht als Streckenwanderung unterwegs sein willst, sondern irgendwo zentral übernachten und dann Tagestouren machen – kennst du schon die „Heideschleifen“? Das sind Rundwanderungen in unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit, die sich u.a. am Heidschnuckenweg orientieren. :smile:

    Was ich bedenken würde: zur Heideblüte ist’s in der Gegend streckenweise voll. Also so richtig, richtig voll. Ich bin eher Fan von einsameren Wanderungen und bin gezielt nur dann in der Heide, wenn nix blüht |), aber das ist ja Typsache, muss man nur vorher wissen.

    Und zum Freilauf… tendenziell ist in der Heide vieles Naturschutzgebiet und damit durchgehend Leinenpflicht für Hunde. Ich war vor Kurzem mit jemandem dort unterwegs, meine beiden Großen im Zuggeschirr am Bauchgurt, der Mini meiner Begleitung frei. Hat niemand was gesagt; ich hab aber auch schon gehört, dass gerade Schäfer (verständlicherweise!) seeehr ungehalten werden, wenn sie freilaufende Hunde sehen.

    Ich würde nichts unterschreiben, bei dem ich nicht gewillt bin, mich daran zu halten.

    Auch aus hehrer moralischer Überzeugung ;), aber viel, viel mehr aus Faulheit |): ich hätte überhaupt keine Lust auf rechtliche Streitigkeiten mit einem Verein, der dann anschließend Stress macht, weil er glaubt, er hätte da irgendwelche Befugnisse.

    Auch, wenn man da juristisch sicher ist – alleine das Hin und Her wär‘s mir nicht wert; es gibt so viele andere tolle Hunde und wahrscheinlich auch vernünftig arbeitende Vereine und Organisationen.

    Unser Garten ist dreigeteilt: eine große Fläche, auf der die Hunde auch mal ohne Aufsicht sein dürfen (also z.B. ich sitze drinnen am Schreibtisch, die Tür zum Garten steht offen und die Hunde suchen sich aus, wo sie sein wollen), dann ein kleiner Zwischenzaun zu einem Bereich, wo die Hunde nur sind, wenn jemand dabei ist, und dann ein relativ blickdichter und hoher Zaun an der Grundstücksgrenze.

    Am äußersten großen Zaun hängt ein „Achtung, freilaufende Hunde!“-Schild, direkt an die Hunde kommt durch den Bereich dazwischen aber eh niemand und hineinwerfen kann auch keiner was.

    Zur Haustür kommt man unabhängig von alldem; man sieht zwar das Schild, muss aber durch keine Pforte oder so, und Postboten o.ä. haben keine „Berührungspunkte“ mit den Hunden.

    Ok, sorry. Habe das Gefühl das manche dachten, dass wir die Kleine einfach für 20 Minuten eingesperrt haben und gemeint hätten, dass das kleinschrittig genug sei.

    Ne, das kam schon an, dass das Heulen und Bellen neuer ist und sie vorher ruhig war. Mir z.B. ging’s nur darum, darauf hinzuweisen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt eben kein gescheites Training ist. (Und dass man den Einsatz der Box da grundsätzlich überdenken sollte.)

    Ich persönlich bin auch kein Fan von diesem Minuten-weisen Steigern oder dem mehrfachen „zur Haustür rausgehen und wieder zurückkommen“ als Alleinbleib-Training. Aber das ist eine persönliche Sache, das Konzept muss nicht schlecht sein.

    Nur wenn der Hund jetzt mehrfach die Erfahrung „in die Box gepackt werden – alleine sein – heulen“ gemacht hat, würde ich das definitiv auch (ggf. mit Welpenauslauf-Ecke, in einem anderen Raum, mit anderem Konzept, etc.) noch mal ganz neu aufbauen.

    Ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass die Box hier so problematisch betrachtet wird… sie muss im Auto auch darein (klappt problemlos).

    Naja, streng genommen ist es einfach nicht erlaubt, einen Hund so wie du das beschreibst in eine Box zu sperren, solange keine entsprechende Anweisung von einem TA vorliegt. (Deshalb meine Frage nach dem Grund.)

    Hier mal ein Artikel von der Bundestierärztekammer dazu: KLICK.

    (Grundsätzlich kann ein Training, dass der Hund die Box mit Ruhe verknüpft und man auch mal die Tür schließen kann, gut und sinnvoll sein – wie alle Maßnahmen, die beim TA erforderlich sein können, kann man das vorher selbstverständlich üben. Aber das ist kein Alleinbleib-Training, und wie gesagt – wenn der Hund heult und bellt, ist es eh kein Training mehr, weil der in dem Moment überhaupt nicht lernfähig ist, sondern einfach nur Einsperren und Stress.)

    Ich finde das mit dem Rasseerhalt im Kontext dieses Threads auch ein etwas schräges Argument, muss ich zugeben. Salopp gesagt: was hat denn der einzelne Hund davon, wenn seine Rasse erhalten wird? Wenn er im privaten Zuhause ohne rassegerechte Arbeit unglücklich ist, pfeift der doch auf den 'Rasseerhalt'...

    Ob er tatsächlich unglücklich ist, ist hier ja die Frage – mMn steigt das Risiko dafür mit zunehmender Spezialisierung des Hundes, starren Vorstellungen des Halters und wenig Spielraum bei den Anpassungsmöglichkeiten des Lebensumfeldes.

    Oder anders gesagt und aus meiner Erfahrung mit dem Typ Hund im Freundes- und Bekanntenkreis: je stärker die Rasse für einen hoch spezialisierten Job gezüchtet wurde, desto größer das Risiko, dass ein Hund dieser Rasse ohne den Job nicht richtig glücklich ist. Je stärker die Halter*innen an ihren Vorstellungen hängen, wie das Leben mit Hund zu sein hat, was der Hund zu können hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, sich mit so einem Spezialisten an "Alltagsthemen" aufzureiben. Je weniger die Möglichkeit besteht, im Lebensumfeld und der Haltung als Mensch umdenken zu können und Kompromisse zugunsten des Hundes zu finden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund darunter leidet und es langfristig zu Problemen kommt.

    Habt ihr eigentlich Pläne und Ziele für eure Hundekinder in diesem Jahr?

    Hier steht im Sommer auch das Röntgen an (und was seiner Züchterin sonst noch so an Untersuchungen für die Zukunft einfällt – wenn er eh in Narkose liegt... |);)), dann möchte ich mir nach der Winterpause einen Hundesportverein hier in der Gegend angucken, und die ersten größeren Wanderungen sind auch für dieses Jahr geplant.

    Auf die Wanderungen freu ich mich am meisten (das Röntgen verdränge ich gedanklich noch eine Weile... :ugly:); der Kobold war letzten Herbst schon ein paar Mal auf kleinen Runden mit und hat das schön gemacht, und ich liebe lange Wanderungen/Trekking/Wanderurlaube – ich denke, das wird echt klasse mit ihm, wenn wir da jetzt 'richtig' einsteigen können. :herzen1: