Mein älterer Rüde mag von fremden Leuten nicht angefasst werden, der geht dann aber einfach von sich aus weg. Dort, wo das nicht geht (wenn er angeleint ist und wir z.B. an der Ampel o.ä. stehen und nicht einfach so ausweichen können), kümmere ich mich darum, d.h. ich sage den Leute erst freundlich, dass sie ihn bitte nicht anfassen sollen, dann deutlich und unfreundlicher – und wer's dann noch nicht begriffen hat und irgendwie an mir vorbeigekommen ist, um den Hund anzutatschen, wird von mir mit großen Augen angeguckt und bekommt eines der beiden Sprüchlein, die ich für solche Fälle habe. Entweder "oh, da sollten Sie sich jetzt aber schnell die Hände waschen gehen, der hat ganz frisch dieses Anti-Zecken-Mittel drauf und das ist ja mordsmäßig giftig für Menschen" oder "oh, das war jetzt aber keine gute Idee. Der hat einen Hautpilz und das Laborergebnis ist noch nicht da, ob der ansteckend ist. Wir sind gerade auf dem Weg in die Tierklinik zum Kontrolltermin." (Dabei immer schön lächeln, hilflos die Schultern zucken und auf patzige Kommentare mit einem unschuldigen "wieso, ich hab' doch mehrfach gesagt, dass Sie ihn nicht anfassen sollen" antworten...)
Mein jüngerer Rüde findet Menschen im Allgemeinen ganz okay, der darf auch gerne gestreichelt werden, solange vorher gefragt wird und die Person stabil auf den Beinen steht (zu Kindern und sehr alten Menschen darf er nicht, das ist mir zu riskant).