Beiträge von pardalisa

    Ich schließ' mich an, viel wirst du da nicht machen können. :/ Aber was du bei den Schwiegereltern vielleicht ansprechen könntest, wäre, ob sie eine Kranken-/OP-Versicherung für den Hund abschließen wollen. Wenn du sagst, dass die finanzielle Lage einer der Gründe war, warum es ein Welpe aus so einer Quelle wurde, dann wäre man damit zumindest für das Gröbste, was sich an gesundheitlichen Problemen aus der schlechten Aufzucht ergeben kann, gewappnet. (Und jetzt, wo der Hund noch jung ist und keine Vorerkrankungen bekannt sind, bekommt man auch noch gute Tarife.)

    Das Gleiche gilt für Kuscheltiere vom Flohmarkt.
    Auch nicht eklig, aber unangenehm. Fand ich. Erst recht, wenn man ein echt knuffiges Bulldoggen-Plüschi verkauft, weil man es selber nicht übers Herz bringt, dem Knuffel das Augenlicht zu nehmen, nur damit der Hund damit rumalbern kann. Hatte irgendwie gehofft, dass es jemand für sein Kind kauft, aber soviel Glück hatte ich nicht...

    Oh, ich fürchte, meine Familie ist da auch wenig sentimental und kurzentschlossen... :ops: Meine Mutter hat vor einiger Zeit beim Aufräumen alte Plüschtiere auf dem Dachboden gefunden (Werbegeschenke von irgendeiner Bank und so), alle verschluckbaren Teile abgetrennt und als ich mit den Hunden zu Besuch kam, durften die daraus Konfetti machen. |)

    Besonders beliebt war der "Keinaugenlöwe" – ein katzengroßer Simba-ähnlicher Plüschlöwe, seiner Plastikaugen beraubt, stattdessen mit zwei zugenähten, schwarzen Xen im Gesicht. xD Der hat tatsächlich ein paar Tage gehalten, bevor er endgültig entsorgt werden musste.

    Mein Satz des Tages stammt von meiner Nachbarin: Sie verreist morgen für längere Zeit und hat festgestellt, dass sie noch Kartoffeln herumliegen hat, die zwar nicht mehr hübsch aussehen, aber noch essbar sind. Wir stehen im Treppenhaus, sie drückt mir die (große, ausgebeulte, undurchsichtige) Tüte mit den Kartoffeln in die Hand und sagt dazu: „Musst nur die Augen rausschneiden, dann freuen sich die Hunde noch drüber.“

    … und ausgerechnet in dem Moment kommt der neu eingezogene Nachbar von oben um die Ecke und wirft uns einen leicht schrägen Blick zu. Öhm, willkommen in der Hausgemeinschaft? :D

    Mein älterer Rüde mag von fremden Leuten nicht angefasst werden, der geht dann aber einfach von sich aus weg. Dort, wo das nicht geht (wenn er angeleint ist und wir z.B. an der Ampel o.ä. stehen und nicht einfach so ausweichen können), kümmere ich mich darum, d.h. ich sage den Leute erst freundlich, dass sie ihn bitte nicht anfassen sollen, dann deutlich und unfreundlicher – und wer's dann noch nicht begriffen hat und irgendwie an mir vorbeigekommen ist, um den Hund anzutatschen, wird von mir mit großen Augen angeguckt und bekommt eines der beiden Sprüchlein, die ich für solche Fälle habe. Entweder "oh, da sollten Sie sich jetzt aber schnell die Hände waschen gehen, der hat ganz frisch dieses Anti-Zecken-Mittel drauf und das ist ja mordsmäßig giftig für Menschen" oder "oh, das war jetzt aber keine gute Idee. Der hat einen Hautpilz und das Laborergebnis ist noch nicht da, ob der ansteckend ist. Wir sind gerade auf dem Weg in die Tierklinik zum Kontrolltermin." (Dabei immer schön lächeln, hilflos die Schultern zucken und auf patzige Kommentare mit einem unschuldigen "wieso, ich hab' doch mehrfach gesagt, dass Sie ihn nicht anfassen sollen" antworten...)

    Mein jüngerer Rüde findet Menschen im Allgemeinen ganz okay, der darf auch gerne gestreichelt werden, solange vorher gefragt wird und die Person stabil auf den Beinen steht (zu Kindern und sehr alten Menschen darf er nicht, das ist mir zu riskant).

    Ich bin für solche Fälle ja ein großer Fan von Zielobjektsuche (ZOS). Irgendwo hier im Forum geistert auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung herum.

    ZOS ist deswegen so praktisch, weil man fast nix an zusätzlichem Material braucht, man das auf schön wenig Platz und ohne große Bewegung/Tobereien machen kann und es den Hund nicht groß 'hochdreht', sondern im Gegenteil durch konzentrierte Nasenarbeit schön müde macht.

    (Ich hab' allerdings nur ganz wenig Ahnung von Dummytraining und weiß nicht, ob sich die beiden Dinge vielleicht ins Gehege kommen und der Hund unnötig verwirrt wird. :ops: Vielleicht kann dazu noch jemand was sagen.)

    Ich hab bisher mal gehört, das Beagle auch sehr stur sein können. Ob das so ein Rassemerkmal ist? Sonst kenn ich aber auch keinen mit Beagle und kann somit auch niemanden fragen.

    Sturheit wird gerne Hunderassen nachgesagt, die nicht beim ersten Kommando des Besitzers sofort mit "Du hast was gesagt? Hier bin ich! Was kann ich für dich tun?" - Haltung neben dem Menschen sitzen und jedes Kommando x-mal hintereinander ausführen würden ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. ;) (... und das kann auch anstrenged sein, gerade für Hundeanfänger.) Dem Spitz sagt man z.B. auch 'Sturheit' nach und unser Großspitz war ganz sicher nicht stur oder bockig – man musste halt nur wissen, wie man ihn richtig motiviert, dann hat der jeden Blödsinn unermüdlich mitgemacht und war begeistert bei der Sache.

    Beim Beagle hat man den Vorteil, dass die meist sehr gut über Futter zu motivieren sind und vom Grundcharakter ziemlich soziale, offene Gesellen sind – da hat man viele Probleme gar nicht erst. Platt gesagt: ich würde von einem Beagle keinen "Schäferhundeplatzgehorsam" ;) erwarten, aber unerziehbar sind sie definitiv nicht – die wollen und können schon gut was lernen. :smile:
    Wenn du mal mehrere Hunde 'zum Vergleich' kennenlernen willst, ob nun Beagle oder eine andere Rasse, kannst du ja mal nach rassespezifischen Treffen gucken. Bei Facebook gibt es häufig regionale Gruppen mit Spaziergangsverabredungen, der Spitz-Zuchtverein organisiert (oder hat das zumindest vor einigen Jahren noch getan) Wanderungen und Grillfeste, und viele Züchter haben auch ab und zu mal ein Nachzuchttreffen, wo die Besitzer der Hunde aus den vorherigen Würfen zusammenkommen. Wenn man da vorher anfragt, kann man häufig gerne dazukommen und sieht dann mal viele, viele Hunde der Rasse auf einem Fleck und kommt mit den Besitzern ins Gespräch.

    War schonmal jemand mit seinem Hund auf einem Seminar/Workshop und weiss wie das so abläuft? Kann man da wirklich was erreichen wenn man von 11-17 Uhr an einem Problem arbeitet (Leinenaggression) ?

    Ich würde da vermutlich nicht mit der Erwartung hingehen, dass man nach dem Seminar sofort eine Verbesserung im Verhalten sieht – die Seminare, die ich bisher besucht habe, waren eher "Intensiv-Training mit Theorieteil", wo man Tipps und Strategien an die Hand bekommt, mit denen man dann in den folgenden Wochen (... oder Monaten) zu Hause selbst weiterarbeiten kann. :smile:

    Aber um einen Überblick über verschiedene Ansätze und vielleicht auch eine neue Perspektive auf das Verhalten des eigenen Hundes zu bekommen, fand ich solche Seminare bislang immer wirklich nützlich.

    Freunde von uns haben sich in einer ähnlichen Situation (vier kleine Kinder, eine Katze, vorher nur wenig Hundererfahrung) einen Beagle angeschafft und sind sehr glücklich damit. :smile:

    Klar, der Jagdtrieb kann Arbeit machen bzw. es gibt Situationen, wo der Hund dann einfach mal an der Leine bleibt, aber er ist freundlich (und dabei nicht ganz so überschwänglich wie ein Labrador ;) ), hat eine gute, mittlere Größe, eine hohe Reizschwelle (gerade in einem Haushalt, wo manchmal viel Trubel ist, ist das eine großartige Eigenschaft), ist wahnsinnig verfressen, d.h. lernt gerne mit den Kindern kleine Kunststückchen und darf überall mit hin kommen, weil er einfach ein netter Begleiter ist.

    Die Frau geht einmal die Woche mit ihm zum Mantrailing, das findet er super, und ansonsten ist er mit Spaziergängen und seinem Leben als Familienhund ausgelastet und gut zufrieden.

    Um Schurwolle vom Pudel wurde ich auch schon aus Tierabwehrgründen gefragt...

    Danach hat die Nachbarin bei meinen Eltern auch schon öfter gefragt: die wohnen auf'm Dorf, überall alte Scheunen und dementsprechend gibt's viele Marder – als meine Aussies das Winterfell abgeschmissen haben, hat sie sich das tütenweise abgeholt und ihr Auto nachts damit "präpariert". Scheint zu helfen. :smile:

    Die Erfahrung, dass viele Ferienhausvermieter ihre Grenze bei zwei erlaubten Hunden ziehen, hab' ich auch schon häufiger gemacht (zumindest in den Gegenden, wo ich gern hinmöchte).

    Für mich ist das einer – von vielen – Gründen, warum's hier erst mal bei zwei Hunden bleibt und der Dritthund unter "ach, schön wär's, aber schrecklich unvernünftig" läuft. Auch, wenn ich immer mal wieder in Versuchung bin und mir selbst auf die Finger kloppen muss... |) Im Moment genieße ich das Spontan-wegfahren-Können (und ohne Stress eine Unterkunft zu finden) noch zu sehr.