Beiträge von pardalisa

    Ich vermute mal, dass die meisten, auch diejenigen mit vielen eigenen Hunden, zustimmen würden, dass es ein "zu viel" gäbe – eine Anzahl X von Hunden (die natürlich individuell verschieden und von zahlreichen Faktoren abhängig wäre) bei der man sagen würde, dass diese Person ihren Hunden nicht mehr gerecht wird.

    Was wären denn so Anzeichen oder (Vor-)Warnungen davon, bei denen man skeptisch werden würde oder es sich abzeichnet, dass dieses "zu viel" erreicht ist? Wann würde man auch sich selbst kritisch hinterfragen, bevor ein weiterer Hund einzieht?

    Ich kenne z.B. beides aus dem Bekanntenkreis, aus Züchter-Haushalten und aus aktiven Sport-Zeiten: Vielhundehalter, bei denen ich echt Respekt habe, wie gut die das schaffen und was für ein schönes Leben die Hunde da haben, und leider auch Vielhundehalter, bei denen der zweite/dritte/vierte Hund noch gut versorgt waren, aber die Lebensqualität der Hunde mit dem siebten/achten/neunten Hund dann massiv schlechter geworden ist. :( :

    (Ich beziehe mich da nur auf Menschen, die ich persönlich kenne, kein 'habe ich mal im Internet gesehen'. ;))

    Wir waren früher mit unseren Familienhunden (Dackel) immer in einer Tierarztpraxis eines Ehepaars, die selbst Dackel hatten. War eine Empfehlung des Züchters. Das war lange Jahre prima – als ich dann allerdings meinen ersten eigenen Hund (Aussierüde) bekommen habe, gab's direkt beim ersten Impftermin mit dem Welpen komische Sprüche: ich solle den schnell kastrieren lassen, so große Hunde werden immer 'dominant', der braucht eine harte Hand, ... etc. pp. :muede:

    Auf Empfehlung einer Bekannten bin ich dann zügig zu einer anderen Praxis gewechselt – und da bin ich heute noch, mit dem mittlerweile dritten und vierten eigenen Hund. Ist eine Gemeinschaftspraxis und die Tierärztin, bei der wir in 99% der Fälle sind, ist richtig klasse – kompetent, verweist bei Bedarf an Spezialist:innen, ich hab' immer das Gefühl, dass ich jede Frage stellen kann (und sei sie noch so doof... :ops:), außerplanmäßige Kosten werden angekündigt und erklärt, der Umgang mit den Hunden ist weder übertrieben tüddelig noch grob, sondern einfach pragmatisch und freundlich. Selbst, als ich zwischendurch weit entfernt gewohnt habe, habe ich alle planbaren TA-Termine (Röntgen für HD/ED-Auswertung und solche Sachen) so gelegt, dass ich damit zu dieser TÄ gehen konnte.

    Bei meinem älteren Hund gab's letzten Sommer eine furchtbare Diagnose als Zufallsbefund, als wir eigentlich wegen einer Kleinigkeit einen Termin hatten, und die empathische und gleichzeitig fachlich fundierte Beratung, die ich da bekommen habe, war mir eine wahnsinnig große Hilfe bei den schwierigen Entscheidungen, die dann getroffen werden mussten. Ich bin da sehr, sehr dankbar für und finde meine Hunde dort rundum gut aufgehoben.

    Worauf achtet ihr bei Boxen generell? Die Preisspanne ist ja teils immens. Was sind Qualitätsmerkmale? Nach was muss ich schauen? Hersteller?

    Mir war 'stabile Verarbeitung, gute Belüftung, leicht zu reinigen, kein Klappern' wichtig. Zu der Verarbeitung gibt's Crashtests und Vergleiche in einer Ausgabe von Stiftung Warentest – kann man hier (klick) mittlerweile kostenlos als PDF laden –, das hat mir bei der Entscheidung und worauf man so allgemein achten sollte sehr geholfen. :smile:

    Und zum Thema Rücksitzbox: wie macht man die fest? Kauft man eine reguläre Box und dafür irgendein Gurtsystem?

    Je nach Auto gibt's verschiedene Möglichkeiten: ich hab' zum Beispiel die Rücksitzbox von Schmidt, da ist das Anschnallsystem schon dabei und lässt sich einfach so an die Sitzgurte der Rückbank anschließen. Ich hatte aber auch schon eine Box, die nicht explizit als Rücksitzbox konzipiert war, und hab' die da mit Spanngurten befestigt, das ging auch gut. Kommt ein bisschen auf die Beschaffenheit der Rücksitze an.

    Blowert ihr alle oder wie kriegt ihr die Fellmonster trocken? Und renoviert ihr danach das Bad?

    Bei einigermaßen annehmbaren Wetter bürste und blowere ich im Garten, bei Schietwetter blowere ich die Hunde nach dem Waschen direkt in der Dusche. Danach mit so einem Abzieh-Dings die Wände lang, das sammelt die meisten Haare ein. Alles trocknen lassen und die restlichen Flusen später mit dem Staubsauger erledigen – funktioniert hier gut, Renovierung bisher nicht nötig. ;)

    Fairerweise muss man allerdings dazusagen, dass meine zwar Stockhaar haben (und das aktuell auch gefühlt sehr freigiebig verteilen |)), aber verglichen mit einem DSH, Husky, etc. ist das nix, da sind das hier moderate Fellmengen. Kommt also sicher auch auf die Fellmenge und -dichte an, ob das so klappt.

    Der Kobold ist von sich aus recht wegtreu, der trabt am liebsten so vor sich hin, pendelt ein bisschen vor und zurück, aber er würde z.B. nicht in höheren Bewuchs gehen, das macht es mir einfach. :smile: Unsere Pfade und Wege hier scheinen für ihn auch gut als solche erkennbar zu sein, da war nicht viel Training nötig. (Ein "Raus da"-Kommando kennt er aber, das finde ich praktisch und nutze es in unbekannten Umgebungen.)

    So sieht das bei uns aus...

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    Klassischer Waldweg bei uns: Weg ist erlaubt, das Busch-Zeugs rechts und links ist verboten.

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    Der Weg und der niedrige, gemähte Bewuchs ist erlaubt, Abbiegen in den Wald wäre verboten.

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    Freie Bewegung auf dem Pfad ist erlaubt, das höhere Grünzeug wird nicht betreten.

    Hat jemand von euch einen Tipp für ein handelsübliches Reinigungsmittel, was nicht schäumt? Hab keine Lust das überteuerte Zeug von Bissell zu bestellen…

    Kennst du den "Universal Reiniger Orange" von Frosch? Schäumt sehr wenig, ich nehm den auch für den Bissel. Nicht so viel, wie auf dem Wassertank für die Füllhöhe des Reinigungsmittels angegeben ist, lieber nur ein kleines bisschen auf den ganzen Wassertank – aber das klappt prima. :smile:

    Kein Mensch denkt bei seiner Autoversicherung so. Man zahlt und ist trotzdem froh, wenn man keinen Schaden hat und genau so sollte es bei der KV für den Hund auch sein. Sie soll im worst case die Sicherheit bieten, das Tier adäquat behandeln lassen zu können.

    Aber Autoversicherung und Hunde-KV kann man doch überhaupt nicht vergleichen. :???: Meine KFZ-Haftpflicht habe ich zum einen, weil ich sie haben muss, und zum anderen, weil mich Unfälle, gerade mit Personenschaden, in die Insolvenz treiben können – und das ziemlich schnell. Aus dem gleichen Grund habe ich auch eine Hunde-Haftpflicht. (Die in meinem Bundesland ebenfalls Pflicht ist, was ich gut finde.)

    Eine Hunde-Krankenversicherung sichert doch ein ganz anderes Risiko ab. Ein kranker Hund kann mich schon alleine deswegen nicht in die Insolvenz zwingen, weil da eben kein Gläubiger oder Unfallgegner auf der Matte steht und berechtigte Forderungen hat – so hart es eben auch ist, einen Hund, den man sich wegen einer Erkrankung nicht mehr leisten kann, kann man einschläfern lassen. (Die ethisch-moralische Abwägung steht auf einem anderen Blatt und hat ja nix mit dem versicherten Risiko in diesem Sinne zu tun.)

    Insofern finde ich es logisch, dass solche Versicherungen unter verschiedenen Aspekten von Nutzen betrachtet werden. Wenn man dann bedenkt, dass eine Hunde-Krankenversicherung – wie hier ja auch eindrücklich beschrieben – eben gerade nicht automatisch die Sicherheit bietet, das Tier adäquat behandeln lassen zu können, sondern dass es da weitere Faktoren und Hindernisse geben kann, die man bedenken sollte, finde ich die Frage nach dem Nutzen/"Lohnt sich das für meinen konkreten Fall/meinen Hund?" absolut legitim.

    Hab' gerade mal deine letzten Beiträge überflogen – ihr habt einen Mix aus Aussie und Golden Retriever, oder? Leider häufig eine ungünstige Kombi, der eine Rasse-Teil ist eher reizoffen, der andere sehr Maul-affin. Kommt dann Stress oder Unsicherheit dazu, hat man genau das: normales Welpen-Verhalten (= die Umgebung u.a. mit dem Maul untersuchen und erleben) wird intensiver gezeigt und als Ventil genutzt.

    Das Verhalten einfach 'nur' zu verbieten oder mit einem Kommando abbrechen zu wollen, ist vermutlich wenig zielführend, weil es ja nur ein Symptom ist und nix an der Ursache dahinter ändern würde – dafür spricht z.B. auch, dass das Verhalten abends schlimmer wird.

    Ich würde gucken, was den Knirps alles so stark fordert, dass er solches Verhalten zeigen muss, und das erstmal umgehen: Laufen an der Leine ist in dem Alter z.B. meist enorm anstrengend für die Konzentration, also stattdessen lieber den Welpen auf den Arm nehmen, dorthin tragen, wo er gefahrlos herumtapsen kann (eine Wiese o.ä.) und dann auf dem Arm wieder zurück.

    Und dann die 'übliche Checkliste' sozusagen noch mal in Ruhe durchgehen: wie hat der Welpe vor seinem Einzug bei euch gelebt, passt der Tagesablauf, kommt der Welpe genug zur Ruhe, hat er auch mal Auszeit von seinen Menschen, hat er ausreichend (vernünftige!) Hundekontakte, kann er genügend frei flitzen, ... also solche Dinge – ggf. mit einer kundigen Trainerin – unter die Lupe nehmen.

    Ich hatte bisher drei Winterwelpen und der vierte ist jetzt im sehr warmen Herbst eingezogen, also quasi ein „Fast-Sommerwelpe“. ;) Mein Eindruck bisher ist, dass beides so seine Vor- und Nachteile hat, die sich ziemlich die Waage halten – für mich wäre das in Zukunft also weiterhin kein wichtiges Kriterium, in welcher Jahreszeit der Welpe geboren ist.