Beiträge von pardalisa

    Auf welchen Seiten im Internet kann man gute und große Kausnacks bestellen? Also am besten eben was, das nicht in 5 Minuten weg ist bzw. mit einem Happs verschluckt werden kann.

    Ich bestelle gerne hier: https://www.hunde-kausnacks.de/

    Da steht bei jedem Artikel dabei, wie hart, groß und geruchsintensiv (wobei das ja subjektiv unterschiedlich sein kann) er ist, und die Qualität ist super. :smile:

    Wo ist der Unterschied zwischen einem nicht angeleinten Hund und einer Freigängerkatze? Warum ist es beim Hund verantwortungslos ihn frei laufen zu lassen, bei der Katze aber artgerecht?

    Ich find's auch bei der Katze nicht artgerecht, sondern eher verantwortungslos. :ka: Die Ungewissheit, dass ein Freigänger eventuell nicht zurückkommt, würde mich wahnsinnig machen, und den Gedanken, dass meine Katze angefahren wird oder im Mähdrescher landet und nicht sofort tot ist, sondern langsam und schmerzhaft und ohne tierärztliche Hilfe irgendwo im Straßengraben stirbt, finde ich so furchtbar, dass ich, hätte ich Katzen, entweder den Garten katzensicher einzäunen oder so ein Freigehege bauen würde.

    Und aus Sicht des Autofahrers finde ich auch beides furchtbar, da käme es nicht drauf an, ob da plötzlich eine Katze oder ein Hund vor mein Fahrzeug gesprungen und überrollt worden ist – mies würde es mir mit beidem gehen.

    Der einzige Unterschied, den ich sehe, liegt vielleicht in der Reaktion anderer Fußgänger: aus Sicht von Menschen, die mit Hunden keine Erfahrung haben, sind Katzen sicher 'ungefährlicher', wenn man sie zufällig und freilaufend auf einem Bürgersteig neben einer Straße trifft – Katzen springen niemanden so an, dass derjenige stürzt, man hört in den Medien wenig von Beißvorfällen mit Katzen ;) und gerade bei großen Hunden ist ja meist die Erscheinung schon imposanter als bei einer Katze.

    Aber ansonsten bin ich grundsätzlich der Meinung, dass Tierhaltung eben mein Hobby ist. Und dass ich die Pflicht habe, andere Leute, die sich das nicht so ausgesucht haben, möglichst wenig in die Risiken und Nachteile der Tierhaltung zu verwickeln – und das heißt für mich auch, dass meine Tiere im Straßenverkehr gesichert werden und nicht ohne meine Aufsicht in der Öffentlichkeit herumlaufen.

    Das war aber kein Kommando, kein Befehl oder sonst was, was der Hund mal nicht ausgeführt oder ignoriert hat. Das war eine Verhaltensweise, die er - natürlich schon unter einen gewissen Maß an Training, nur nie in dem Ausmaß - von selbst angeboten hat. Das macht für mich schon einen Unterschied.

    Ich weiß, und da bin ich auch völlig bei dir, dass – wenn man das Risiko schon eingehen will – so ein Verhalten als absolute Basis dasein sollte. Die Frage ist halt, was passiert, wenn es da mal einen 'Aussetzer' gibt oder irgendwas anders ist als sonst, und welche Handlungs- und Eingriffmöglichkeiten man dann noch hat.

    Bei einem unangeleinten Hund an befahrener Straße bleibt da nicht mehr viel. Es fehlt die Zeit und es fehlt der Zugriff auf den Hund.

    Im Endeffekt ist man darauf angewiesen, dass der Hund immer aufmerksam ist, keine Situation falsch einschätzt, nichts übersieht, keinen Fehler macht und keinen schlechten Tag hat, ohne dass man es vorher bemerkt. Ich finde das von einem Lebewesen mit eigenem Willen ziemlich viel erwartet. Und ich finde den 'Gegenwert', den man für den Freilauf in solchen Situtationen bekommt, das Risiko bei weitem nicht wert.

    Edit:

    Mir ging es um meinen Beispiel jetzt aber wirklich um einen Hund, der durchstartet, weil er was in der Nase hat oder sonst etwas.

    Ein Hund, der durchstartet, weil er einem Reiz hinterherjagt, und dann nicht abrufbar ist, wäre aber in beiden Beispielen platt. ;) Den hätte es beim Freilauf direkt an der Straße nur schneller erwischt. Und - wie gesagt - ohne Zeit für eventuell 'Besinnung' auf den Rückruf.

    Wenn du gar nicht damit leben kannst, dass der Hund eventuell Jagdtrieb hat, und Freilauf für dich absolut unabdingbar für den Hund ist, darfst du dir keine 'Wundertüte' kaufen. ;)

    Das Risiko, das der Hund ein Anti-Jagd-Training braucht oder schlimmstenfalls später nur ab und zu in ausgewähltem Gebiet ableinbar ist, gehört nunmal dazu, wenn man sich für einen noch jungen, 'unfertigen' Hund unbekannter Herkunft entscheidet.

    Es gibt hier aber einen Austausch-Thread zum Thema Jagdverhalten, wo eine Menge gute Tipps versammelt sind: ANTI JAGD TRAINING oder Dr Jackyll und Mr Hyde

    Aber ein gewisses Risiko besteht immer, wenn ich einen Hund ableine. Selbst wenn ich in absoluter Einöde einen sonst so gut hörenden Hund ableine, kann der 5km bis zu nächsten große Straße durchstarten und ist Matsch.

    Na, aber so eine Situation ist doch im Vergleich zu dem "Hund direkt neben der Bundesstraße/vierspurigen Stadtstraße freilaufend" der sprichwörtliche Äpfel-Birnen-Vergleich, oder? ;)

    Wenn ich mitten im Feld stehe und mein Hund warum-auch-immer anstartet oder zehn Meter vom Weg abweicht, dann habe ich massig Reaktionszeit, um das zu bemerken und den Hund zurückzuzitieren, bevor irgendwo in weiter Entfernung eine Straße wäre.

    An der Bundesstraße hab' ich das nicht. Wenn der Hund da zehn Meter vom 'erlaubten Weg' abweicht, ist er hin.

    Eine solide Grunderziehung inkl. funktionierendem Rückruf sollte der Hund so oder so haben, aber beim ersten Szenario kann ich im Notfall noch eingreifen. Beim zweiten Szenario muss ich darauf setzen, dass der Hund niemalsnienicht einen Fehler macht – denn Zeit für eine Korrektur hätte ich im Ernstfall nicht. Fies gesagt, setzt man die Gesundheit oder schlimmstenfalls das Leben des Hundes als 'Wetteinsatz' darauf, dass das klappt. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, völlig unabhängig davon, was der Hund anbietet und wie sehr man glaubt, dass das schon gutgehen wird.

    Die 'Jugendfreundin' meines älteren Rüden war auch so ein Hund: Labrador-Collie-Mix, super entspannt, null Jagdtrieb, freundlich-neutral allen Mitgeschöpfen gegenüber. Die war überall, selbst an vielbefahrenen Straßen, ohne Leine unterwegs und ich war 'damals' fünfzehn und fand das irre beeindruckend.

    Ein böses Erwachen gab's dann, als die Hündin mit nicht mal sechs Jahren in einer Tempo-50-Zone bei uns im Dorf überfahren wurde – weil sie geglaubt hatte, auf der anderen Straßenseite ein Familienmitglied gesehen zu haben, einen kurzen Schritt zur Seite machte, um zu gucken, und ausgerechnet in dem Moment ein Auto kam.

    Seitdem kann ich an freilaufenden Hunden in der Innenstadt, auf Bahnhöfen oder direkt an Straßen nix Beeindruckendes oder Faszinierendes mehr finden (und hab' als Autofahrer dabei auch teilweise ein echt mulmiges Gefühl) und meine eigenen Hunde sind in solchen Situationen angeleint.

    Weshalb soll ich mich als Privathundehalter zum Retter der Rasse aufspielen?

    Das Röntgen (oder andere relevante Tests) hat doch nix mit "Retter der Rasse" zu tun? :???:

    Für ich ist es einfach so: ich ziehe einen Nutzen daraus, dass die Verwandtschaft meines Hundes untersucht wird und die Ergebnisse offengelegt werden. Das fängt beim 'simplen' HD-Röntgen über mehrere Generationen an und geht über genetisch bedingte Augenkrankenheiten bis zur Abklärung von (bei der Rasse seltenen, aber vorkommenden) Epilepsiefällen. Der Nutzen, den ich daraus habe, dass all solche Sachen untersucht, wenn immer möglich offiziell ausgewertet, und mit Züchtern und Deckrüdenbesitzern offen kommuniziert werden, ist der, dass ich einen pummerlgesunden, voll belastbaren Hund habe und weiß, dass die Züchter, die auf diese Infos zurückgreifen können, ihre Wurfplanung nach bestem Wissen und Gewissen machen – wovon ich beim Kauf meines Hundes bereits profitiert habe und dann in der Zukunft eventuell wieder profitieren werde.

    Wenn jetzt jeder sagen würde, "ach, es werden doch eh nur X Welpen aus der Zucht ausgewertet, warum sollte ausgerechnet ich da mitmachen?" – auf was sollen sich solche Überlegungen dann stützen? Auf den einen Welpen des Wurfes, der die ZZL macht?

    Ne, das ist mir zu kurz gedacht. Jeder will 'nen gesunden Hund, von dem er möglichst lange was hat – dann muss man eben auch ein bisschen was dafür tun. Für mich hat das nix mit "Pionierrolle", "Vorreiter" oder sonst was zu tun, sondern gehört einfach zu den Basis-Sachen, mit denen man sich mal beschäftigen kann. Eine Gesundheitsauswertung lässt sich mit minimalem Kosten- und Zeitaufwand umsetzen – wenn ich wirklich "Vorreiter" sein wollte, würde ich mit meinem Rüden die ZZL machen und ihn überregional auf Prüfungen vorstellen und Leistungsnachweise sammeln. Ein bisschen HD-Röntgen ist nix dagegen...