Wenn man mal bei der absoluten Basis anfängt, gehören zu einer guten Hundehaltung vermutlich zu allererst die Befriedigung der Grundbedürfnisse, d.h. Vorhandensein von Futter, Wasser, Tageslicht, frischer Luft, Bewegung, Sozialkontakte, medizinische Versorgung (sofern nötig).
Bei einem jungen, gesunden "Durchschnittshund" würde das für mich bedeuten, dass jemand, der warum-auch-immer als Halter nicht in der Lage ist, das im Normalfall täglich zu leisten, keinen Hund haben sollte.
Persönlich fände ich es darüber hinaus noch schön, wenn der Hund rassetypisch oder nach seinen eigenen Interessen (klingt übel vermenschlicht
, aber was dem Hund halt so liegt) in irgendeinerweise beschäftigt bzw. gefördert würde und der Halter sich wenigstens oberflächlich auch ein bisschen mit der Theorie hinter der Hundehaltung auseinandersetzen würde (Erziehungsmethoden, versch. Motivationen für Verhalten, etc.). Ich bin mir aber sicher, dass es massig Hunde gibt, bei denen das nicht der Fall ist und die trotzdem ein ganz wunderbares Leben führen und gut gehalten werden, das wäre also nur so mein sehr subjektives "Sahnehäubchen".
Bei den Details kommt es mir oft so vor als ob sich da in Diskussionen in Glaubenskämpfen verrannt wird... Gerade bei solchen Fragen wie "Ist eine Box gut/böse?" (überspitzt gesagt
), "Welches Futter ist das beste?", "Flexileine ja oder nein?" etc. pp. – das finde ich oft anstrengend und wenig zielführend. Solange man bei solchen Fragen nicht in absolute Extreme gerät, sagen einzelne Positionen bei solchen Themen m.M.n. noch nix über gute oder schlechte Hundehaltung im Ganzen aus.