Beiträge von pardalisa

    Achso!
    Naja, bis man sich richtig kennt ist aber auch sehr individuell, oder? Ich hab noch nie 2 Jahre oder mehr gebraucht um meine Hunde richtig zu kennen, darum denk ich das es sehr abhängig von einem selber ist.

    Ja, ist wahrscheinlich eine Typfrage. :smile: Und ein bisschen vermutlich auch vom Hund abhängig (wo wir dann wieder bei den Unterschieden zwischen den Rassegruppen wären ;) ) – der jüngere von meinen beiden hat z.B. in den letzten vier Jahren eine ganz ordentliche Entwicklung hingelegt und das war toll mitzuerleben. Wenn ich dem mit zwei Jahren einen 'Neuzugang' vorgesetzt hätte... das hätte ihm nicht gutgetan und hätte ich wirklich schade gefunden.

    Ich hab' aber auch keine Hunde, die andere Hunde wirklich ganz dringend "brauchen" – sie mögen sich, sie leben gut und gerne zusammen, aber der Zweithund ist hier ganz egoistisch für mich eingezogen und beim eventuellen Dritthund wird das genauso sein.

    Die Hunde haben ganz andere Ansprüche.
    Die wollen Beachtung, wenn sie wollen. Menschen sind toll, aber eigentlich nie so toll wie ein Mithund.
    Arbeiten, naja, wenn sie wollen geht was. Also, so wie sie halt wollen und das ist beim Großteil dann die Frisbee oder ähnliches wiederbringen.

    Mir ging's gar nicht so sehr um 'Arbeit' mit dem Hund oder ähnliches, zumindest nicht im Sinne von Hundesport & Co. ;) Ich hab' nur (ganz persönlich für mich!) den Anspruch, dass ich einen neuen Hund der Familie erst mal richtig und über einen längeren Zeitraum kennenlernen will, bevor da der nächste dazukommt - ich will seine Entwicklung verfolgen, ich möchte gucken, wie er sich im Umgang mit den vorhandenen Hunden so gibt, etc. Für mich gehört dazu auch, dass ich beispielsweise öfter mal "Einzelhundezeit" mit jedem Hund verbringe, besonders am Anfang, aber auch später noch.

    Deshalb käme für ich ein Abstand von 1-2 Jahren oder sogar noch weniger einfach nicht in Frage (und bei 'meiner' Rasse kenne ich auch nur wenige Leute, die das machen - und noch weniger, bei denen das gutgegangen ist ;) ). Mag sein, dass Windhunde da andere Ansprüche an ihre Menschen haben, ich hätte umgkehrt den 'Anspruch' an meine bevorzugte Art der Hundehaltung aber trotzdem, unabhängig von dem Hundetyp, der hier wohnt.

    Insofern scheinen nicht nur die Hunde, sondern auch die Besitzer da bei den Windhunden (oder zumindest Teilen davon) einfach anders zu sein. Ist ja nicht schlimm, wundert mich nur gelegentlich, weil ich halt anderes gewohnt bin.

    :winken: Noch eine Stimme "pro Zeckenschutz und Impfen".

    Mein Seniorhund ist jetzt dreizehneinhalb, er wird geimpft und hat nahezu sein ganzes Leben lang Zeckenschutz bekommen (nahezu, weil ich zwischendurch zwei Jahre auf dem "Das geht doch bestimmt ohne böse Chemie"-Trip war... in der Zeit hat er sich dann Anaplasmose eingefangen, was glücklicherweise mit Antibiotikum behandelt werden konnte, ich hab' mir wahnsinnige Vorwürfe gemacht und bin von diesen ganzen "natürlichen" Mittelchen echt endgültig weg – hätte halt auch übler ausgehen können). Seine Blutwerte – letzten Monat frisch kontrolliert – sind prima, sein Gesamtzustand wurde beim TA extra gelobt, er ist fit und hat Spaß am Leben. :smile:

    Umfassendes Informieren über alles, was man so in den Hund wandern lässt ;) , ist nie verkehrt, aber wäg' die Risiken ab (die ja z.B. je nach Wohnort, Gassistreckenbeschaffenheit, etc. variieren können) und lass' dich nicht panisch machen.

    So eine Mischung aus ungefragter Belehrung und "da wollte jemand einfach nur motzen" hatte ich vorgestern auch. :muede:

    Ich stand auf einem Parkplatz (= kurz gemähte Wiese, die aber eindeutig als Wanderparkplatz ausgeschildert ist) und wartete auf jemanden, mit dem ich zum Spaziergang verabredet war. Neben mir saß mein Hund mit (neon-orangem) Geschirr und (ebenfalls neon-oranger) Schleppleine.

    An der Straße fuhr also ein Auto langsamer, kam zum Stehen, der Fahrer guckte ein paar Minuten zu uns herüber, kurbelte dann das Fenster herunter und brüllte, völlig ohne 'Hallo' oder sonstiges: "BRUT- UND SETZZEIT!"

    Bei solchen skurril-unfreundlichen Begegnungen ist mir dann auch nicht mehr nach einem höflichen Austausch :hust: , also hab' ich "AN-GE-LEINT!" zurückgerufen und fröhlich mit der Schleppleine gewinkt.

    Aufheulender Motor und weg war der Typ – ich werd' nie verstehen, was solchen Deppen durch den Kopf schießt und warum die glauben, dass ihr Kommentar irgendwie nötig war...

    Die müssen das lernen/das unter sich klären. Diesen Spruch hatte ich zu 99,9% nie, als Lucy noch gelebt hat, je kleiner und nicht wehrfähig der gegenüber-Hund wirkt, umso öfter hört man es :ugly: , warum wohl :hust:

    Oh Gott, ja. :ugly: Früher, nur mit der Familien-Dackelhündin (klein, nett, dackel-untypisch ein bisschen schüchtern ;) ) an der Leine, hab' ich das ständig zu hören bekommen - dann kam der Aussierüde dazu und der Spruch kam seltener...

    Jetzt, mit zwei ausgewachsenen Aussierüden , hör' ich das vielleicht zweimal im Jahr - und die Spaziergänge, wo dann echt keiner mehr irgendeinen blöden Spruch von wegen "ohne Leine ist alles besser, die müssen das unter sich klären, blubb" bringt, sind die, wo ich noch zusätzlich den schwarzen, Maulkorb-tragenden, dauer-angeleinten Sitterhund dabei habe. Mit dem scheine ich für Erziehungsbesserwisser als hoffnungsloser Fall zu gelten :D und hab' meine Ruhe.

    Den Satz bringe ich aber auch bei anderen Hunden. Nur so in etwa. "Armer Hund, wird Zuhause nicht gestreichelt..."Meine es natürlich nie ernst XD

    So ähnlich läuft das hier auch. Wenn jemand nett fragt, darf er gerne meinen jüngeren Rüden streicheln (den älteren meist nicht, der ist da eigen |) ) – der schmeißt sich dann, wenn ihm die Person sympatisch ist, mit seinen vollen 22kg Kampfgewicht auf den Arm/Schoß/egal, hauptsache Körperkontakt. Häufig kommt dann sowas wie: "Ja, du Armer, wirst du zu Hause denn nicht gestreichelt?"

    Woraufhin meine Standardantwort ist: "Ne, der wird nie gestreichelt, bekommt kein Futter und muss im Kohlenkeller schlafen." :lol: Wenn die Person selbst Hundehalter ist, folgt dann ganz häufig: "So tut unserer auch immer!"

    Ernst meint das natürlich auch niemand ;) , aber ist find's witzig, wie sehr sich solche Dialoge ähneln.

    "Abgesehen vom Jagdtrieb", so etwas kann nur von jemanden kommen, der Nicht- Windhunde führt od. gar keinen Hund hat. Windhund = Jagdtrieb. Angreifen will ich dich damit nicht, aber diese Aussage ist gewagt. ;) Ich kenne viele Windhunde und diese zwei Rassen finde ich nicht ohne Grund reizlos.

    Ich will jetzt hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, aber das ist schönes Beispiel für das, was ich in dem anderen Thread mit "Dingen, über die ich in der 'Windhunde-Szene' staune" meinte ;) – diese Reduzierung auf "Windhund = muss ordentlich Jagdtrieb haben" ist mir in der Form noch bei keiner anderen FCI-Gruppe bzw. deren Haltern aufgefallen. Mir wäre z.B. noch niemand aus der Hütehund-Ecke untergekommen, der sagen würde "och ne, also ein Sheltie gehört nicht zu den Hütehunden!" – obwohl die ja auch nur noch im Ausnahmefall an Schafherden arbeiten und die Zucht schon lange nicht mehr den Fokus hat. Da hat sich ja auch ein Wandel zum Begleit-/Sporthund vollzogen und trotzdem ist der Charakter eindeutig "hütehund-ig".

    wieso hatte der Hund denn keinen MK an? Ist das in De nicht Plicht in Öffis?

    Nein, das regelt jede Stadt bzw. jedes Transportunternehmen für sich. Im Fernverkehr der deutschen Bahn müssen z.B. Hunde ab einer gewissen Größe einen Maulkorb tragen und angeleint sein; an meinem alten Wohnort galt das genauso für Busse; dort, wo ich jetzt wohne, ist in Bussen eine Leine Pflicht, aber kein Maulkorb; bei meiner Schwester in der Gegend ist Maulkorb oder Leine in Bussen und Stadtbahnen Pflicht, kann sich der Hundehalter aber aussuchen, welches von beiden, usw. usf.

    Um die Verwirrung perfekt zu machen, kann es in ein- und demselben Landkreis unterschiedliche Regelungen geben, je nachdem ob man Stadtbus, Überlandbus, S-Bahn, U-Bahn, usw. fährt, weil da mitunter verschiedene Unternehmen dahinter stehen können, die alle ihre eigenen Regeln für die Mitnahme von Hunden machen. Also Verwirrung und nerviges Herumfragen hoch 10, wenn man Pech hat und sich vor der Fahrt mit Hund informieren will.

    @pardalisa, welche Windhundrassen guckst du dir denn an? =)

    So (beinahe) alle zum Schwärmen und Anschmachten auf Ausstellungen & Co. ;) – für's realistische "könnte hier in den nächsten fünf Jahren einziehen": Whippet und Silken Windsprite.

    Aber bis dahin dauert's noch und ich staune in der Zwischenzeit, wie unterschiedlich manche Sachen in der jeweiligen "Züchter-/Halter-Szene" gehandhabt werden. Im Vergleich zu den Erfahrungen mit meinen Hüteviechern sind da einige Dinge doch seeehr anders. Aber spannend zu sehen, so allgemein. :smile:

    Das kann ich von Yuna leider nicht behaupten :( :lol:

    Wahrscheinlich bist du einfach ein besseres Vorbild als ich 'damals', daher das frühe Aufstehen bei Yuna. :lol: So mit 15/16, als mein Monsterchen jung war, war ich ein echt übler Morgenmuffel :ops: und er hat das anscheinend mit Freude übernommen und über die Jahre beibehalten. |)