Beiträge von Jimmy Jazz

    Hallo,

    ...danke für Eure zahlreichen Antworten. Sehr interessant.

    Zitat

    Dein Hund ist ein Jagdhund mit recht viel Trieb.

    Aber warum glaubst du, hat das mit ihre südländischen Vergangenheit zu tun? :?

    Ich glaube nicht, dass es mit ihrer südländischen Abstammung zusammen-
    hängt, wenn sie sich so verhält.

    Es liegt ihr bzw. ihrer Rasse einfach im Blut.
    Und sie hat gejagt. Der Grund, wesswegen sie vermutlich davon gejagt
    wurde ist, dass sie panische Angst vor Schüssen hat.
    Und was nützt der beste Jäger, wenn er beim ersten 'Päng' davonrennt.

    Es stellt sich für mich generell die Frage, ob es richtig ist, Hunde die so
    spezialisiert sind an 'Normal-Hundehalter' vermittelt.


    Zitat

    Ich glaub du romatisierst das...

    Ach nee, ich finde am Leben auf der Strasse nichts besonders romantisch.
    Weder bei Menschen noch bei Tieren.

    Aber ich sehe einen freilebenes Wesen und ich sehe auf der anderen
    Seite das gleiche Wesen, dass aus seinem Leben gerissen wird, damit
    es ihm in der Fremde besser gehen soll.
    Und dann sehe ich wieder dieses Tier, dass nun das Pech hat in falsche
    Hände zu kommen und wie in dem Beispiel jetzt mit einem 'Ferntrainer'
    traktiert wird.

    Könnte ein Hund rationell entscheiden. Was würde er wählen?

    Ein Leben wider seiner Natur, dafür aber immer satt, oder ein Leben, dass
    seinem Naturell entspricht, auch wenn dieses Leben dann reich an ent-
    behrungen ist?

    Ich denke, die Entscheidung würde völlig unromantisch getroffen werden.
    Aber sie würde im Sinne der Instinkte, Bedürfnisse und vor allem der
    Würde des Hundes getroffen.
    Und ein Strom-Collar ist wohl das entwürdigendste, was man sich vor-
    stellen kann.

    Wie es die Onkelz so schön in einem Lied zum Vortrage bringen:

    'Lieber stehend sterben, als kniend leben.'

    Ich finde es ist verdammt schwer, das richtige Maß zu finden. :|

    liebe Grüsse ... Patrick

    Hallo,

    ...schön Eure Gedanken zu dem Thema zu hören.

    Und ja, ihr habt Recht.
    Orgas, die wilde, gewachsene Rudel auflösen und diese Hunde u.A. nach
    Deutschland vermitteln, handeln nicht im Sinne des Tierschutzes.

    Drum würde ich auch nie so eine Orga unterstützen.
    Wichtig ist die Vor-Ort-Hilfe. Medizinische Betreuung. Kastrations-
    programme. Aufklärung.
    Bei diesen Orgas ist die Vermittlung der Tiere auch nicht das Haupt-
    Aufgabenfeld. Von so einer Orga kommt auch Véro. Eine ausgesetzte
    Streunerin. Und sicher hat sie es gut bei uns.

    Und doch, war ich überrascht, welches verborgene Potenzial tief im
    unserem Tönnchen schlummert.
    Ich denke einfach, wir Menschen übertragen unsere Vorstellung von
    Glück und Zufriedenheit auf die Tiere, die bei uns leben und denken,
    dass diese genau so fühlen müssen, wie wir.

    Wir versuchen unsere beiden Auslands-Kamele so 'roh' wie möglich zu
    lassen und versuchen ein Zusammenleben ohne grosse Zwänge, aber
    mit viel Gemeinsamkeit und grossem Spielraum zu ermöglichen.

    Ganz schlimm hingegen finde ich das Beispiel der o.A. Hündin aus Spanien,
    die 'befreit' wurde, nur um in echte Gefangenschaft zu kommen.
    Gefangen nicht nur in Wänden und Mauern, nein gefangen auch ihre
    Persönlichkeit und ihre Selbstbestimmung durch eine peinvolle Fessel
    aus Strom und Schmerz.
    Ein Paradoxon würdig einer Institution á la Guantanamo.

    Bei dem angesprochenen Beispiel mit den Laborhunden gibt es natürlich
    keine Frage, was für die Tiere besser ist. Aber einem Hund, der die
    Freiheit kennt, seine Kommunikation durch Stromstösse abzuerziehen ist
    für mich pure physische und psychische Folter.
    Solch gedankenlose Menschen sollten niemals Tiere halten dürfen.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Als wir vor kurzem im Urlaub waren, hatten wir mit unserer Verona ein Er-
    lebniss, welches mich doch recht nachdenklich gemacht hat.
    Nun las ich heute in einem Thread, folgendes:

    Zitat

    Ich habe eine Bekannte, die haben eine 7-jährige Hündin.
    Diese wurde damals in Spanien wild geboren und ist 2 jahre lang wild, also auch ohne jeglichen menschlichen Kontakt, aufgewachsen.

    Nun hat die Hündin seid einigen Monaten ein Stromhalsband. :sad2:

    Da kam mir Verona's Verhalten und meine Gedanken dazu wieder in den Sinn.

    Wir haben ja die Möglichkeit, ausgesetzten, herrenlosen, 'armen' Hunden zu
    helfen, ihnen ein Zuhause, eine Familie zu geben.
    Doch haben wir auch immer Recht damit?

    War die oben erwähnte spanische Hündin nicht vielleicht glücklicher in
    ihrem Rudel?
    Ist Freiheit, die mit Entbehrung, vielleicht auch Krankheit und manchmal
    Schmerz verbunden ist, im Endeffekt nicht besser als ein geborgener und
    umsorgter Gefangener zu sein?

    Der Wind, der den Hunden um die Nase weht, die Möglichkeit das zu tun,
    was der Instinkt befiehlt, anstatt Leinen, Geschirre und Gehorsam als Preis
    dafür, medizinisch versorgt zu sein und immer genügend Wasser und
    Nahrung zu haben.
    Würden die Hunde das nicht vorziehen?

    Ist eine Hand die streichelt und schützt nicht abscheulich, wenn sie auch
    in der Lage ist Stromhalsbänder umzulegen?

    Verona hat mich sehr überrascht.
    Sie kam hier an, angstvoll, unsicher und scheu.
    Rasch hatte sie sich gefangen, sich eingelebt und Freundschaft mit uns ge-
    schlossen.
    Sie scheint zufrieden und wir sind es damit auch.
    Glücklich mit ihr und zufrieden, sie aus schlechten Verhältnissen geholt zu
    haben, ihr Geborgenheit geben zu Können.

    Doch als wir an unserem Urlaubsort aus dem Auto ausstiegen, erlebten
    wir erstmals die echte, die ursprüngliche Verona.
    Unser Ferienhaus liegt inmitten der Dünen. Und diese Dünen sind unter-
    höhlt von unzähligen Kaninchen.

    Verona explodierte regelrecht. Sie stand da. Zitternd. Aufrecht. Die Ohren
    aufgestellt, die Nase im Wind...
    Und dann gab sie diesen unbeschreiblichen Laut von sich. Im ersten Moment
    wusste ich gar nicht, dass dieser seltsame Ton von ihr ausging.
    Ein Pfeifen, in einer seltsamen, langgezogenen Tonart. Tief, laut und lange.

    Dann zog sie los, spurte, witterte, sog den Duft vom Boden in sich auf, aus
    der Luft von überall.
    Wir gingen dann in das Haus.
    Doch Verona fand lange keine Ruhe, rannte von Fenster zu Fenster, sog die
    Luft ein, durch den Spalt unten in der Eingangstüre.

    Die Unruhe im Haus legte sich mit der Zeit, aber ihr Verhalten draussen
    blieb das gleiche.
    Das Ganze steigerte sich nochmal. Als sie Pferde sah, die am Strand entlang
    geritten wurden.
    Da wollte sie hin mit aller Macht.
    Und wieder gab sie dieses unheimliche pfeifende Geräusch von sich.
    Sie erkennt anscheinend auch Jagdhunde an ihrem äusseren Erscheinungs-
    bild. Bei diesen Hunden wird sie unheimlich nervöse und will zu ihnen. Ganz
    extrem, als wir an den Dünen entlang gingen und Leute hinter uns mit einem
    Jagdhund daher kamen.
    Sie wollte unbedingt da hin, krallte sich im Sand fest, setzte sich hin und
    heulte und pfiff und schrie, als ob man sie schlagen würde.

    Lt. Aukunft der Orga war Verona wohl ein Jagd- wahrscheinlicher noch ein
    Meutehund.
    Sie kennt Pferde, andere Jagdhunde, Hasen, erkennt das alles und will
    wieder das sein, was sie einmal war.
    Das steckt anscheinend in ihr, ist ihre Natur.

    Ist es da richtig, sie im Haus zu halten, mit ihr spazieren zu gehen und
    stets gut auf sie zu achten?
    Ist sie dabei glücklich?
    Oder ist sie eine Gefangene?

    Nach wie vor, ist es für mich eine Verpflichtung, mich für Hunde in Griechen-
    land und Spanien einzusetzen. Denen zu helfen, die gequält werden. Die
    man verhungern lässt. Die man aufhängt, verstümmelt...

    Aber ist es denn immer nur richtig, was wir tun?
    In jeder Konsequenz?
    Im Sinne der Hunde?

    Ist ein Strassenhund in seinem Rudel nicht der glücklichere Hund?

    Hungrig zwar, auch durstig, nicht immer gesund und Lebensgrundlage
    von ganzen Flohgenerationen. Er wird wissen, wie weh ein Fusstritt tut.
    Wird fliegende Steine kennen, Menschen eher meiden.
    Er muss kämpfen für sein Auskommen.
    Wird auch manches Mal verlieren und sterben, bevor er ein alter Hund ist.

    Aber er war frei. Frei wie der Wind, niemandem verpflichtet. Er selbst.

    Wäre die oben genannte Hündin nicht lieber frei mit fünf Jahren gestorben,
    als unter Zwang bei unverständigen Menschen zu leben?
    Fünf, zehn... fünfzehn Jahre lang?

    Was ist die grössere Qual?

    Ist ein schnelles, wildes und kurzes Leben nicht schöner, als als 17 Jahre
    alter Hundegreis auf einer Heizdecke dahin zu siechen, voller Rimadyl und
    Cortison?

    Dürfen wir freie Hunde, Jäger in Stadtwohnungen halten?
    Sie wider ihre Natur behüten und reglementieren?

    Tun wir den Hunden Gutes, beim Gutes tun?

    Ob ich mir zu viel Gedanken mache?
    Ich weiss es nicht.

    Aber Verona's Verhalten hat mich dafür empfindlich gemacht, macht mich
    nachdenklich.

    Liege ich falsch? -was meint ihr dazu?

    Liebe Grüße … Patrick

    Zitat

    Nur bin ich mir nicht sicher ob wir Ihm mit einem jungen Hund was gutes tun.

    LG Dea

    Hallo Dea,

    ...ob Du ihm was Gutes tust, musst Du auspobieren.

    Wenn Ihr einen Zweithund holen wollt, nimm ihn einfach mit, lass ihn
    mit Euch zusammen auswählen.
    Es muss ja doch auch nicht zwingend ein Welpe oder ganz junger Hund sein.
    Er war ja einen relativ jungen Hausgenossen bereits gewöhnt.
    Ich denke, das würde schon gehen.

    liebe Grüsse ... Patrick

    Hallo-hallo...

    Jetzt macht doch mal bissle langsam.

    Die TS scheint nervlich etwas angeschlagen.

    Welpen-Blues. :roll:

    Und sage mir keiner, der schon mal einen Welpen hatte, er kenne das nicht.
    Welpen sind nun mal Babys. Und Babys sind anstrengend. Und die
    Erziehung ist nicht ganz einfach. Vor allem, wenn sie gewaltfrei ist.
    Und das sollte sie ja sein.

    Aber was passiert hier?
    Da patzen die Kragen und es wird 'rumgeschrien'.
    Zwar in Schriftfom, aber immerhin.

    So erzieht man keine Foris! :klugscheisser:

    Also bitte Ruhe bewahren.
    Tipps hingegen werden gerne genommen.
    Nehmt Euch ein Beispiel an souma.

    mäßigende Grüsse ... Patrick

    Zitat


    Nein hier Leben alle für die Hunde. Und die hören auch alle zu 100%, haben keinen Jagdtrieb und pöbeln auch nicht rum.
    Naja in der Realität siehts dann aber irgendwie anders aus. :roll:

    Frank! :schockiert:

    ...wie kommst' denn da drauf?

    :D

    liebe Grüsse ... Patrick

    Hallo Dea,

    ...erstmal willkommen im Forum.

    Im Prinzip ist es natürlich immer gut, einen Zweithund zu holen.
    Voraussetzung ist natürlich, dass diese(r) sich mit dem bereits
    vorhandenen Hund verträgt.

    Aber so, wie Du das schilderst, kann auch ein anderer Grund für das
    Verhalten Deines Hundes verantwortlich sein.
    Es kommt bei älteren Hunden nicht selten vor, dass sie ruhelos werden,
    umherwandern und keinen rechten Schlaf mehr finden.
    Dies hat zumeist altersbedingte Ursachen, kann auch krankheitsbedingt
    sein.
    Vor allem anderen, würde ich das Verhalten mal beobachten und das
    mit einem TA besprechen, bzw. den Hund untersuchen lassen.

    Sollte da alles so weit OK sein, steht einem Neuankömmling natürlich
    nichts mehr im Wege, sofern sich die Beiden einig sind.

    liebe Grüsse ... Patrick

    So, jetzt habe ich den ganzen Thread duchgelesen und hab' dabei so
    nebenher mal 2 Kilo zugenommen. -Nur vom Gucken.

    Und hab' jetzt Hunger.

    Eigentlich müsste ich den Thread ja sperren.

    Zu viele Kalorien. :lol:

    liebe Grüsse ... Patrick (heute mit Kohldampf)