Willkommen auch von mir an alle,
Barbara85: Solltet ihr irgendwann nochmal mit dem Thema Mauli in Kontakt kommen, würde ich das nochmal ganz langsam angehen lassen. Bei uns hat die Gewöhnung gut 6 Wochen gedauert. Die ersten Wochen war der Mauli einfach nur da. Lag hier überall rum, besonders in ihrem Bett. Alle Leckerchen hab es nur noch daraus, er war aber nie in unserer Hand. Wir haben die Leckerlies einfach reingelegt und fertig oder ihn mit Leberwurst eingeschmiert, die Ziemer,... haben wir immer da rein gepackt und Sunny musste sie sich rausholen. Beim Fressen haben wir den Mauli neben den Napf gelegt,... er war also bei allen tollen Sachen einfach immer nur dabei.
Dann wurde er für einen Bruchteil der Sekunde aufgesetzt (ohne zu schließen) immer vor den Mahlzeiten, dann irgendwann wirklich kurz geschlossen. Und auch immer nur in der Wohnung. Ich glaub so ab 4 Wochen haben wir ihn draußen das erste mal für ca. 2m aufgesetzt und ich hab sie schnell hinter mir hergelockt, fertig, danach wurde gespielt,... Und so wurde das ganz langsam gesteigert.
Unsere mag es nicht was über den Kopf gezogen zu bekommen und reagiert dann auch mit Knicköhrchen und Leidensblick. Deshalb ganz langsam, super positiv. Hat ewig gedauert und hat sich aber gelohnt. Zudem mag sie es absolut nicht, wenn ihr was auf der Nase liegt, sie hat dann ständig geschleckt, deshalb hat unser recht viel Platz nach oben. Polster ist OK, aber er soll bitte unter keinen Umständen vorne die Schnute berühren, dann ist die nur noch mit schlecken beschäftigt.
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Wetterabhängigkeit gibt es hier nicht, aber eindeutig Tagesform. Auch ein Hund ist ja nicht immer gleich gut drauf und schon wenn wir aus der Tür rausgehen merk ich wie die Stimmung heut ist.
An wirklich ganz schlimmen Tagen, die Gott sei Dank nur noch selten vorkommen, fällt sie komplett ins alte Muster zurück. Keine Ahnung was ihr da über die Leber läuft, die Tür geht auf, alles wie immer, aber Sunny scannt die Umgebung, ist nur im Stolzegang unterwegs, reckt den Kopf und schaut nervös in alle Richtungen auf der Suche nach anderen Hunden, da bekomm ich sie auch kaum raus.
Nachmittags kann das dann schon wieder ganz anders aussehen, dann gibt es Tage wo es wirklich richtig gut läuft und wir jede Begegnung super meistern und am nächsten Tag ist es dann schwierig und erfordert mehr management.
Wenn ich schlecht drauf bin, ist sie es immer auch, das kommt noch dazu.
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Friert er denn wenn ihr steht grPups? Also wenn ihr 5min wo rumsteht? Unsere friert im Lauf auch nicht, dafür wenn wir stehen, das zeigt mir, dass es ihr zu kalt ist und sie bekommt den Mantel an.
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Davon ab ist das Pilzchen in ihrem Gebiet auch nochmal krasser drauf als in fremder Umgebung und man kann bei ihr gut managen. Wenn wir uns mit der Gruppe treffen muss ich die ersten Minuten klar machen, das sie nicht auf andere Hunde drauf zu gehen hat und dann kann sie auch in der Gruppe frei laufen ohne das zu tun. Würden wir das aber vorher nicht klären würde sie auf jeden einzelnen draufspringen und auch während des spazierens muss man immer ein Auge auf sie haben und zur Not zwischendrin auch mal eingreifen.
Je nachdem wie die das gemacht haben, kann ich mir das also gut vorstellen und glaube nicht, dass das was mit dir zu tun hat. Die Umgebung ist fremd, es sind mehrere Hunde, du bist nicht da (das kann auch eine Rolle spielen > Stress, viele Hunde reagieren da anders und am Anfang ist das sicher Stress) und vorallem scheinen die ihm klar gemacht zu haben was geht und was nicht. Das ist bei Begegnungen auf der Straße meist gar nicht möglich, weil es dafür oft einen wiederholten Eingriff in dieser Situation erfordert, man aber auf der Straße oder im Park meist einfach aneinander vorbei geht ohne eine Situation zu klären, auszusitzen, positiv zu belegen,...
Da würde ich mich nicht entmutigen lassen, frag doch mal ob du dir das anschauen kannst, wie genau sie die Hunde aneinander heranführt und wie sie eingreift.
In der Raufergruppe hat Sunny kein Thema mit den alten Hasen dort. Sie kennt die Hunde und weiß das jeder ein Auge auf alle Hunde hat. Da gehen wir danach auch entspannt die halbe Stunde zurück zur Bahn durch den Wald sitzen in einem 4er eng zusammen, alles schick, weil nur wenn einer den Blick verändert gleich eingegriffen wird, da braucht man es gar nicht versuchen, die Hunde spüren das.
Ich kann aber nicht jeden auf der Straße anquatschen ob er mal stehen bleiben kann, damit ich das mit dem Hund ausdiskutieren kann bis sie ruhig da sitzt und dann weitergehen.
Diese "Normalbegegnungen" sind nie mit kontrollierten zu vergleichen, auch weil man selbst weiß, da sind noch andere die auf ihre Hunde WIRKLICH achten. Weil ehrlich, die Leute hier merken nichtmal wenn deren Hund fixiert oder lauert.
Gestern hatten wir auch eine HH mit weißem Schaf, der läuft frei hinter ihr. Das Pilzchen im Komando, das Schaf schon tiefergelegt im feinsten Pirschegang fixierend. Bin dann stehen geblieben und hab der HH klar gemacht, das ich wenn der SO guckt sicher nicht an dem vorbeigehen werde. Die hat das nicht mal gemerkt.
Manche hier haben immer Ärger mit ihren Hund und wenn man die anspricht kommt "aber der macht das immer so"
Ja eben und deshalb bekommt er immer ein auf den Deckel oder andere Hunde reagieren so extrem auf den. Agressivität drückt sich ja nicht nur in brüllen und Zähne fletschen aus, das kapieren die wenigsten.
Aber ich glaube das wird ihm richtig gut tun, sone Gruppenerfahrung ist schon was gutes, vorallem wenn er sich dann wirklich so schön frei bewegt und ja anscheinend nicht eingeschüchtert ist.
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Unser "Gassi-Date" wurde ja nun auf diesen Sonntag verschoben, ich bin gespannt, aber ich hab nicht mehr so viel Magen wie vor einigen Wochen, jetzt hatte ich länger Zeit mich menthal darauf vorzubereiten. 
Ansonsten hatten wir heute wieder die Begebung mit zwei Erzfeinden und der HH hat jetzt zum 1000. gefragt "ist das ein Rüde" NEIN, Hündin immer noch! "Oh die ist aber heftig". Ja ist sie, immer schon, wie auch die letzten 1000 Begegungen. Und das hat gaaaar nix mit seinem fixierenden Rüden zu tun, nein überhaupt nicht.