Wir haben hier 4 Border in der Umgebung. Alltagstauglich finde ich die alle, die laufen im Park durch die Gegend, meist Freilaufend, vorne an der Einkaufspassage,... aber "gestört" sind 3 von denen auf jedenfall.
Klar laufen die nett mit, sind an der Leine auch recht entspannt, aber die 3 "problematischen" weisen eben Zwangshandlungen auf und hüten die Besitzer beim laufen.
Die laufen also 3m vor, warten, umrunden den Besitzer, gehen wieder 3m vor,... So läuft das die ganze Zeit wenn sie nicht angeleint sind.
Der 4. scheint OK, kenne die aber eben auch nicht persönlich, der lebt mit 2 anderen Hunden zusammen und der interagiert beim Spaziergang zumindestens mit den beiden anderen Hunden und nimmt die Umwelt aktiv war (schnüffelt, fällt mal zurück, schließt auf, kurzes Spiel,...).
Ich habe hier allerdings auch schon einige Border kommen und gehen sehen, wo die Leute letzendlich nicht mit den Hunden fertig geworden sind.
Anfängerhund tja, kommt immer auf die Leute und den Hund an.
Wir hatten eine 11jährige Hündin die in Beschädigungsabsicht mit reingesteigerter Tötungsabsicht gegen andere Hunde vorgegangen ist. Die konnte nix, hat sich 11 Jahre an der Leine stranguliert,... Wir wussten das und in 23 Monaten war sie soweit, das sie mit anderen Hunden zusammen im Freilauf laufen konnte (wenn auch mit Mauli gesichert), wir haben die Drohkette wieder aufgebaut, sie hat Beschwichtigen gelernt und hat toll gehört. Sie hat ZOS gelernt, Dummyarbeit, Unterordnung und eine Menge Quatsch und hat das toll gemacht, ich habe es geliebt mit ihr zu arbeiten und zu trainieren. Sie konnte Stressfrei durch die Gegend laufen und ist innerlich so richtig zur Ruhe gekommen. Mein Seelenhund.
Anfänger ist nicht gleich Anfänger, klar lernt man dazu, aber nur weil einer keine Erfahrung hat, muss das nicht heißen, dass er keine Leidenschaft und vielleicht auch ein Händchend dafür hat. Unsere Hündin war besser erzogen als die Hunde der meisten Leuten die ich kenne, die seit Jahrzehnten Hunde halten.
Und auch ich brauch im Alltag keinen Turbo und unterscheide da zwischen Kommandos mit hartem und weichem Klang: "warte mal" - "stopp", "platz" - "leg dich",...
Bordstein heißt "halt" ohne Kommando, der Bordstein IST das Kommando für's halten und muss erst von mir aufgelöst werden, auch wenn nen Keks auf die Straße fliegt, wird da keine Pfote drauf gesetzt, bis ich nicht "los" sage. Dafür ist mir beim warten wurscht wie der Hund wartet, hauptsache er bleibt an Ort und Stelle. Ob die dann steht, sie nach einiger Zeit hinsetzt oder hinlegt ist mir wurscht, bequem darf es sich das Tierchen machen, solange sie an Ort und Stelle verweilt.
Warte heißt auch nur, stelle bitte die Bewegung ein, "stopp" heißt dann wirklich sofort. Die Kommandos sind in ihrem weichen oder dem kurzen harten Klang auch nicht umsonst so gewählt. Bei "komm mal her" darf gerne zu mir getrottet werden, bei "zack zack zack" möchte ich eine Staubwolke sehen.
Wobei mir im Alltag eigentlich fast ausschließlich die weichen Kommandos nutzen, ich kam noch nie in die Verlegenheit, das ein Hund etwas sofort in Sekundenschnelle machen musste.