Und meine 2 Pudel würden sich nicht mit nur gassi zufrieden geben. Die sagen nach 3 Stunden immer noch "hey, was nun?"
Ich streite nicht ab, das ein Pudel eine aktive Rasse ist, auch die Cocker Spaniel kenne ich als lebhaft, was nicht fordernd heißt.
Aber ich glaube auch man kann sich sowas ("nach 3 Stunden sagen die...) auch schaffen, nicht nur durch Erziehung, Förderung,... sondern auch durch das eigene Wesen. Was nichts schlechtes ist, Hunde sind anpassungsfähig, wenn der Charakter passt und Förderung ist ja nicht gleich Überforderung.
Nun wohne ich in Berlin und hier sind Pudel und Cocker ziemlich beliebte Begleithunde. Vom Großpudel bis zum Toypudel ist da alles dabei und die sind tatsächlich alle sehr unkompliziert und geben sich mit den üblichen "Parkrunden" völlig zufrieden. Es gibt auch die Sportlerfraktion so ist es nicht, da sind auch die Besitzer sportlich unterwegs und die Pudel machen das freudig mit, sehen nun aber auch nicht freudiger aus, als die die durch den Park stromern.
Die Pudel sind alle ziemlich lieb und ruhig, verträglich, unauffällig auch Zuhause... Die Cocker etwas aufdringlich, gleichen manchmal einem distanzlosen Labbi in Kleinformat, auch was den Hang zur Futtersuche betrifft. Die sind alle fröhlich und locker unterwegs, keine Frage, flitzen auch mal durch die Gegend, aber eben total unkompliziert.
Einer der Pudel lebt mit einem Shiba zusammen, die sehen wir fast jeden Tag im Park, die laufen immer frei. Der Shiba läuft ignorant an jedem vorbei, der Pudel sagt jeden "Hallo", Erziehung kennen die nicht.
Vor einigen Monaten waren Pudel hier noch die Anfängerhunde, egal welcher Anspruch, es wurde der Pudel emfpohlen, das scheint hier auch irgendwie so Phasenweise im Forum zu sein, im Moment ist der Kurzhaarcollie dran.
Das heißt nicht, das ich die Einstellung vom TE teile, was die herangehensweise angeht. Optik sollte je nach Lebenssituation das Letzte sein, was eine Rolle spielt, es sei denn das eigene Leben und man selbst ist so flexibel, das man sich auf ALLES einstellen kann.
Es schadet aber nicht, mal nach draußen zu gehen in die wirklich Welt und mit HHs zu quatschen, sich in den Park zu setzen und sich das Treiben mal anzuschauen. Gefällt einem ein Hund gut, mal zu gucken was hat da so mitgemischt. Sich Züchter rauszusuchen und sich dort zu informieren, die Tiere kennenlernen. Oder im TH mal mit einigen Hunden Gassi zu gehen um zu schauen, welches Energielevel einem liegt,... Auch ruhig mal bei den Nothilfeseiten der einzelnen Rassen gucken, nicht weil man vielleicht DEN Hund findet, sondern weil die Probleme einer Rasse dort nett verdeutlicht werden. Oft liest man immer von den selben Problemen bei unterschiedlichen Individuuen und weiß was im schlimmsten Fall kommen könnte. Auch wenn das beim Pudel, Cocker,... wohl nicht so eindringlich ist wie beim Border, Schäferhund,...
Und klar, kann man auch hier ein Gesuch im Forum in seiner Nähe machen, schauen ob es Besitzer einer Rasse in der eigenen Stadt gibt und die mal kennenlernen. Zu theoretischen Fakten gibt es sowohl im Forum als auch Netz genügend Infos. Und sollte es ein Mischling werden, die Ausgangsrassen betrachten, nicht nur nach der Optik, sondern nach dem Wesen oder hal gleich ein Individuum im Tierschutz suchen, das charakerlich und optisch passt, was auch immer dann da so mitgemischt hat.