Beiträge von SanSu

    Huhu,
    ja wir haben hier auch eine "Beschwichtigungskünstlerin".

    Ich kann mich da anfängerinalina nur anschließen, man muss einfach auf viele Kleinigkeiten achten, sowohl bei sich, als auch beim Hund.

    Beschwichtigungssignale sind neben dem züngeln, tiefes wedeln, auch blinzeln bzw. die Augen klein machen,...

    Wenn sie gestreichelt werden will achte mal auf ihre Körpersprache. Ich kann das hier nicht so gescheit beschreiben, weil Kami ein "Schleckmonster" ist. Sie geht auch aktiv auf Menschen zu, befindet sich aber in einem extremen inneren Konflikt. Sie schleckt einen dann sehr stark ab, alle denken sie freut sich so, sie KANN aber selber nicht aus der Situation gehen. Löst sich die Situation dann auf, legt sie danach den Turbo ein zum Stressabbau. Wenn es ganz schlimm ist fiddelt sie (spielerisches rumgehopse) und alle denken erst recht sie freut sich.

    Das Schlecken nennen wir "Abwehrschlecken". Bei uns macht sie es kaum noch und auch nicht bei Leuten die sie besser kennt.

    Wir haben sie nun bald 9 Monate und es dauert einfach. Sie ist kein ängstlicher Hund in dem Sinne, aber sie muss schlechte Erfahrungen gemacht haben.

    Wir finden auch gerade unseren Weg. Wie das Sitz in deinem Beispiel, Sachen die direkt mit ihr zu tun haben fallen ihr sehr schwer. Sitz haben wir aufgebaut, indem wir immer wenn sie von sich aus Sitz gemacht hat, das Wort drauf gelegt haben und gelobt haben. Irgendwann hatte sie Wort und Handlung verknüpft.

    Beschäftigung ist auch schwierig. Beispiel Leckerlies in Baumrinde verstecken. Am Anfang bin ich mit ihr zusammen zum Baum, das war aber schon zuviel Druck (sie will irgendwas von mir). Also lasse ich sie jetzt absitzen, gehe zum Baum, verstecke die Leckerlies in der Rinde, gehe zu ihr zurück und schicke sie dann zum Baum. Das ist für sie ein riesen Unterschied.

    Geschirr wurde hier anfang auch sitzend mit Hilfe von Käse angezogen.

    Wie gesagt allgemein änsgtlich ist sie nicht, aber sie hat Probleme bei der aktiven direkten Interaktion.

    Das dauert einfach und man kann schauen wie man sie besser versteht und man ihnen einiges leichter machen kann.

    Clicker wurde schon angesprochen, eventuell auch erstmal Sachen von dir Weg (Leckerliesuche,...). Beschäftigung schweißt natürlich auch zusammen, aber dann kommt sie nicht in so einen Konflikt/Stress weil es zu direkt ist.

    Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du ja auch mal Videos machen und dann kann man sich das mal anschauen. Gibt hier auch einen Körpersprache Thread mit Videos: https://www.dogforum.de/index.php/Noti…onfirm/8638173/

    Oh das ist ja ganz Zentral, von dort aus ist natürlich alles recht weit draußen.

    Ich rufe mal @Estandia und empfehle den Südosten Löcknitztal, Müggelspreewiesen,... eigentlich die ganze Ecke. Ich meine Claudi ist da auch öfter, die kennt da sicher eine tolle Strecke oder eine Alternative.

    Schönower Heide ist auch ganz nett, das wäre dann im Norden, da hat man dann auch etwas freie Fläche und natürlich Wald drum herum.

    Hast du eine Himmelrichtung die du präferierst?

    Genau,
    das gibt es nirgends auf der Seite ausgeschrieben. Das ist einfach ein netter Service, wenn man ihn nett anschreibt und sich unsicher ist. Einfach mal Pixels Fangmaße durchgeben, schauen welche Richtung du gerne hättest und fragen ob er dir da eine kleine Auswahl zusammen stellen kann.

    Viel Erfolg bei der Suche.

    Ich muss mich hier auch mal freuen, fast 9 Monate Schleppleinentraining und heute das 1. mal offline im Wald :applaus: !

    2Std. musste quasi nix sagen - einfach Landschaft genießen.

    Gucken ist erlaubt

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    Ohne Strippe gleich viel schöner :herzen1:

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    Hat sie sooo toll gemacht! =)

    Kann der medizinische Gebrauch hier ausgeschlossen werden?

    Davon abgesehen ist es wie gesagt egal, wenn der Hund ein verändertes Verhalten zeigt würde ich auch eine Alternative suchen.

    Als wir hier am Anfang noch öfter Betreuungshunde hatten, war Kami auch "lethargischer", weil sie gestresst war, nicht richtig zur Ruhe kam und damit verbunden auch einfach müde. Das Lämpchen ist auch bei uns erst aufgegangen, als wir feststellten, das auch ihr Stressverhalten (Teppich knabbern) verstärkt auftrat, wenn andere Hunde da waren bzw. an dem Tag wo wir welche zu Besuch hatten.

    Sie ist ein ruhiger Hund, hat dann aber Hängeohren und massive Müdigkeitsfalten. Hat etwas gedauert, bis wir das erkannt haben.
    Sollte sie mal regelmäßig in Betreuung müssen käme für sie nur ein "Einzelplatz" in Frage. Und wir hatten ganz liebe nette ruhige Hunde hier, die nur geschlafen haben und gar nicht aufgefallen sind, das hat ihr aber schon gereicht. Die Stressschwelle,... ist eben sehr unterschiedlich. Mal ist das sicher kein Problem, aber wenn wir hier täglich Hunde hätten, weiß ich nicht, wie sich das bei ihr entwickeln würde, wahrscheinlich würde sie dauerhaft in den Seilen hängen.

    Von deinen Schilderungen her würde ich wohl auch eine neue Betreuung suchen, aber auch andere Faktoren im Hinterkopf behalten (falls andere Hunde parallel da sind, die Betreuungssituation an sich,...). Fall paralle auch andere Hunde da sind, hat sich da die Gruppenzusammensetzung geändert (Stress, Mobbing,...).

    Davon ab sind die Studien natürlich interessant, aber ich erkenne bei Freunden sofort ob die einen geraucht haben oder nicht und die sind gedämpfter und reaktionsschwächer, auf sowas habe ich keine Lust und fahre dann auch wieder Nachhause und die merken das übrigens sogar selber.

    Für mich ist das ein NoGo, ich bezahle Geld für eine Dienstleistung, selbst wenn es schwarz ist und erwarte dann auch, das sich dort an Gesetze und Regeln gehalten wird, vielleicht bin ich da altmodisch. Ich würde mir das auch so wünschen wenn ich jemandem meinen Hund anvertraue und ich käme nicht einmal auf die Idee auch nur ein Bier zu trinken, wenn ich "fremde" Hunde betreue und ich mach das als Freundschaftsdienst und nicht gegen Bezahlung.

    Viel Erfolg...

    Den Beitrag von Regula finde ich sehr wichtig und möchte ihn nochmal hervorheben.

    Eine Patenschaft ist da wirklich sinnvoll und genauere Informationen über den Hund zu erfahren, sowohl aus der Vergangenheit als auch jetzt. Wenn er schon länger im TH sitzt, wie hat er sich entwickelt, was hat er am Anfang für Verhalten gezeigt, was ist besser, was ist schlechter oder einfach anders geworden.

    Es ist möglich, das der Hund einfach kein geeignetes Zuhause hatte und sich vieles mit ihm durch einen normalen Umgang und etwas Training verbessert. Nicht jeder Mensch ist für einen Hund geeignet und manchmal passen auch einfach ein Typ Hund und ein Typ Mensch nicht zusammen und aus dieser individuellen Konstellation heraus entstehen Probleme, die es mit einem anderen Menschen gar nicht geben würde.

    Es kann aber eben auch sein, das der Hund sich im TH noch gemäßigt verhält, in seinem Verhalten gehemmt ist,... und die "richtigen" problematischen Verhaltensweisen erst auftreten, wenn er ein konstantes Zuhause hat, eine richtige Bindung zu seinem Menschen und dann vielleicht erst der Schutztrieb,... richtig durchschlägt,...

    Denn ein bisschen Leinezerren/beißen und rumgehopse macht keinen "extrem problematischen" Hund aus, der ist dann höchstens unerzogen, da würde ich genauer nachfragen. Wie ist er mit anderem Hunden im Direktkontakt, in bedrohlichen Situationen, mit fremden Menschen im Direktkontakt,... Meine Defintion von "extrem problematisch" schaut einfach etwas anders aus, da würde ich nochmal konkret nachfragen.

    Unsere Hündin ist ja eher unsicher. Und sie reagiert sehr deutlich auf Hunde mit speziellen Körpermerkmalen auf die Entfernung.

    Ich gehe auch davon aus, das ihr da auch zusätzlich die Erfahrung fehlt. Sie kommuniziert gut, ich habe aber wirklich teils das Gefühl, sie kennt/kannte einfach keine Knautschnasen,... das röcheln macht es da oft nicht besser. Das hat sich in der Zeit bei uns schon verbessert, weil hier einfach sehr viele unterschiedliche Hunde rumlaufen.

    "Trigger" sind ganz klar:

    - hochgetragene Kringelruten
    - anatomisch bedingter steifer Gang
    - Knautschgesicht
    - zugewucherte Hunde

    Am schlimmsten sind Shar Peis, die fast alles vereinen, die kann sie absolut nicht einschätzen und das sieht man wiederum auch an ihrer Körpersprache.

    Das ganze relativiert sich dann wenn die Hunde sich nahe kommen und die anderen Kommunikationsmerkmale noch hinzukommen. Dann merkt man ganz deutlich wie ihre eigene Körperspannung nachlässt und sich auch ihre Kommunikation verändert.