Ich zitiere mich mal kurz selbst, ergänze Ball durch etwas das er liebt (Dummy, Futter,...) und Felix durch Elin.
Zitat von SanSu
Die Steigerung wäre nun (nicht in dieser Reihenfolge natürlich)
- Felix, Platz, Bleib - du wirfst mit Schmackes den Ball. Felix sitzt.
- Felix, Platz, Bleib - du wirfst mit Schmackes den Ball. Felix sitzt und sitzt und sitzt, du gehst auf den Ball zu, Felix sitzt immer noch,...
- Nächste Übung Felix Platz Bleib - du wirfst mit Schmackes den Ball - schickst Felix und rufst ihn von dem fliegenden Ding ab, er wenn er gerade erst los ist, dann auf halber Strecke, dann wenige Zentimeter vor dem Ziel.
- Felix Sitz Bleib du hast den Ball in der Hand und hüpfst quietschend und hüpfend um ihn herum er bleibt sitzen.
- Felix Sitz Bleib - du läufst und schießt den Ball immer wieder über die Wiese, Felix bleibt sitzen. Du gehst hin, Auflösekommando, der Ball fliegt mit Schmackes und er darf hinterher.
- Felix Sitz Bleib - du wirfst den Ball entfernst dich in die entgegengesetzte Richtung rufst ihn zu dir, als Belohnung darf er danach den Ball holen.
- Felix sitzt du wirfst den Ball auf den Boden, das er kräftig hüpft,...
Wahlweise auch für die anderen Kommando. Ihr lauft ganz normal den Weg lang, du wirfst überraschend den Ball STOPP/ WARTE wie auch immer und er tut das, auch in völlig überraschenden Situationen. Denn der Hund kann auch unterscheiden ob es eine "Trainingssituation" auf der Wiese ist oder das beim ganz normalen Spaziergang nebenbei passiert. Das ist natürlich auch noch kein plötzlich vorbei flitzendes Eichhörnchen, aber ein Stück weiter dran, als ein rollender Ball aus einem aktiven Kommando heraus, nämlich die Kontrolle in der freien Bewegung ohne vorheriges Kommando.
An Impulskontrolle,... kann man auch ohne Wild arbeiten. Das bietet sich sogar an, weil der Hund in dem hohen Erregungslevel bei Wildsichtung und in dem Moment wo er in der Leine hängt, gar nichts mehr lernen KANN.
Dann der normale Grundgehorsam. Aus diesen Dingen oben heraus, die Kommandos festigen (Stopp, Sitz, Platz, Rückruf,...). Danach würde man eh erstmal bei den Enten anfangen (wo er vielleicht nur zuckt). Auch bei anderen Dingen die aufregend für ihn sind, auch wenn sie erstmal gar nix mit Wild zu tun haben.
Das Stehen eventuell auch unter ein Kommando stellen. Denn klar bekommt er bei der Katze für das Stehen Leckerlies, aber wahrscheinlich weiß er gar nicht, das er stehen bleiben soll, auch wenn das Tier sich in Bewegung setzt. Kannst ihm auch ein "Sitz" geben, das ist etwas statischer,...
Tatsächlich am Reh wird das am Anfang eh nix, weil das Erregungslevel zu hoch ist, da hat das keinen Zweck. Also dort trainieren wo er nur leicht erregt ist und überhaupt aufnahmefähig ist und das muss wie gesagt kein Wild sein. Das kann auch sein, du triffst dich mit Freunden, er darf sie nicht sofort begrüßen, sondern muss Absitzen und auf Freigabe warten,... So wie du es schon bei anderen Hunden machst. Da kann man in der Interaktion auch schon den Rückruf festigen. Natürlich am Anfang nicht, wenn die gerade wild spielen, sondern in ruhigen Momenten, wo er es auch ausführen kann. Damit in vielen Situationen eine Routine entsteht. Das dauert, nicht übertreiben, keine Dinge einfordern, die er eh nicht leisten kann. Es wäre blöde den Rückruf zu versauen, wenn er ein Reh sieht, denn da ist er eh schon in anderen Sphären.
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Vom Weg darf Kami hier tatsächlich auch nur runter wenn ich sie aktiv Beschäftige (Futtersuche,...) oder für Fotos positioniere. Sie geht EIGENTLICH nicht auf Spur, würde man sie aber streuseln lassen, wäre das auf jedenfall bei uns ein Thema.