Beiträge von SanSu

    Klar, aber der Hund ist noch jung, der Jagdtrieb womöglich noch nicht voll ausgereift. Im schlimmsten Fall kommt das erst, wenn du ihn im August laufen lassen willst.

    Vieles kommt da erst mit 2-3Jahren.

    Unsere ist ohne Ablenkung (andere Hunde) inzwischen ziemlich sicher. Sie läuft in Wald und Feld immer frei, hat mir nach 9 Monaten Training keinen Anlass gegeben zu zweifeln. Trotzdem würde ich sie, obwohl es tagsüber super läuft in der Dämmerung nie von der Schlepp lassen.

    Das Wild ist aktiver, das hört man teils sogar, die Erregungslage bei ihr größer und die ist keine Jagdsau.

    Ich kenne einen Spaniel, der die Begegnung mit einem Wildschwein nur knapp überlebt hat (musste wieder zusammen geflickt werden), der hat vorher nie gejagdt. Das Risiko würde ich nie eingehen, wenn ich weiß mein Hund ist da eh schon empfänglicher für. Von den Gefahren für das Wild mal ganz abgesehen.

    Gerade bei einem so jungen Hund wäre ich da noch sehr vorsichtig.

    Jetzt den Grundstein legen ist super, aber im schlimmsten Fall entwickelt sich der ganze Trieb erst noch und da wäre ich noch seeehr vorsichtig.

    Was ist los, haben sie sich schlagartig verhundertfacht? Turnen Eichhornbebis besonders ungeschickt oder aber neugierig in Hundesichtweite auf den Bäumen rum?


    Hier in jedem Fall! Gestern ist ein grenzdebiles Babyhörnchen auf das Schnutentier zugesprungen. :ugly: Wir standen am Rand und wie beim süßen Brei, sind gefühlt immer mehr Babyeichhörnchen aus einem Loch im Baum rausgequillt. Eins war am Boden, wir haben es beobachtet, da ist es plötzlich in unsere Richtung gesprungen. :headbash:

    Ich musste das Schnutentier dann schnell wegziehen, die blieb zwar tapfer stehen, aber das Wildtiere auch auf einen zulaufen und man dann den Rückzug antritt haben wir natürlich nicht trainiert. :hust: Das wäre glatt weg in ihr Maul spaziert.

    ***

    Ansonsten, wenn Nastro trotz Anspannung Statik in Form von Stehen oder Sitzen anbietet, würde ich persönlich das auch fördern und da auch gleich die Distanzkontrolle aufbauen (Hörzeichen auch auf Distanz befolgen). Kenne mich mit Junghunden aber nicht aus. Aber wenn er es anbietet würde ich es schon auch nutzen, gerade wenn eine Umorientierung für ihn noch nicht möglich ist.

    :dafuer: Auf die Idee bin ich tatsächlich noch nicht gekommen.

    Ich werde mir mal ein Plätzchen im Garten von den Eltern meines Freundes reservieren - brauner Daumen und so, bei uns wächst das eh nicht auf dem Balkon, hier verbrutzelt dank Südseite fast alles und der mag es ja eher schattig und feucht.

    Ein Fünkchen Hoffnung! :bussi:

    Edit: Tatuzita: Ja, probiert und gescheitert, da waren welche schneller bzw. wenn ist es dieses Wunderkraut, das weniger intensiv ist.

    Nee,
    ich renne schon seit Wochen mit offenen Augen durch die Botanik und weiß auch wie das Zeug aussieht. Nix.

    In der Kaufhalle und auf dem Markt auch nix.

    Als ich mal in Thüringen war, bin ich da im Wald auch durch richtige Bärlauchfelder gelaufen, einfach toll!

    Hier gibt es Wunderlauch, soll ähnlich Bärlauch sein, aber ich trau mich nicht so richtig daran. Ohne Blüte traue ich mir die Unterscheidung von einigen anderen Sachen nicht zu. Alles was ähnlich aussah und ich angegrabbelt habe, hatte nicht das Aroma das es haben müsste, deshalb habe ich es lieber gelassen.

    Letzte Jahr habe ich in der Kaufhalle 2,99€ für eine Winzpackung bezahlt :ugly: Hat für 2x Quark gereicht. :hust:

    Das ist wahrscheinlich wie mit den Kräutern für die Grüne Soße. Gibt es hier regional nicht so, also kommt man schwer ran.

    Und dass jemand die Leine eines sich im Galopp erratisch in alle Richtungen bewegenden Hundes ständig auf Spannung halten kann, glaube ich erst, wenn ich es gesehen habe. Ich befasse mich doch recht professionell mit dem Handling längerer Leinen, aber so schnell wie mein Hund dreht kann ich nicht wickeln, und habe auch noch niemanden gesehen, der dies könnte.

    Ich glaube zwar auch, das mit und ohne Schlepp ein Unterschied besteht, aber wie gravierend der ist, kommt sicher auch auf den Hundetyp an und sein Energielevel.

    Kami entspricht eher dem Typ stoische Gelassenheit, sprinten und in alle Richtungen bewegen, kennt die nur während ihrer 5min.

    Ansonsten bewegt das Tier sind entweder im lockerem Trab oder Schritt. Wilde Richtungswechsel gibt es nicht, keine "hysterisch" wilde Aufregung. Selbst wenn sie in dem Jagdmodus ist, wo man ihr Leckerlies auf den Kopf legen kann, strahlt sie dabei eine enorme Ruhe aus. Konzentriert - ja, zappelig - niemals.

    Trotzdem ist ihr Trab lockerer ohne Schlepp, obwohl das Wickeln bei ihr wirklich das geringste Problem darstellt und sie vom Energielevel eher einem HSH gleicht, als einem energetischem Jagdhund.

    Ich zitiere mich mal kurz selbst, ergänze Ball durch etwas das er liebt (Dummy, Futter,...) und Felix durch Elin.

    Zitat von SanSu

    Die Steigerung wäre nun (nicht in dieser Reihenfolge natürlich)


    • Felix, Platz, Bleib - du wirfst mit Schmackes den Ball. Felix sitzt.
    • Felix, Platz, Bleib - du wirfst mit Schmackes den Ball. Felix sitzt und sitzt und sitzt, du gehst auf den Ball zu, Felix sitzt immer noch,...
    • Nächste Übung Felix Platz Bleib - du wirfst mit Schmackes den Ball - schickst Felix und rufst ihn von dem fliegenden Ding ab, er wenn er gerade erst los ist, dann auf halber Strecke, dann wenige Zentimeter vor dem Ziel.
    • Felix Sitz Bleib du hast den Ball in der Hand und hüpfst quietschend und hüpfend um ihn herum er bleibt sitzen.
    • Felix Sitz Bleib - du läufst und schießt den Ball immer wieder über die Wiese, Felix bleibt sitzen. Du gehst hin, Auflösekommando, der Ball fliegt mit Schmackes und er darf hinterher.
    • Felix Sitz Bleib - du wirfst den Ball entfernst dich in die entgegengesetzte Richtung rufst ihn zu dir, als Belohnung darf er danach den Ball holen.
    • Felix sitzt du wirfst den Ball auf den Boden, das er kräftig hüpft,...

    Wahlweise auch für die anderen Kommando. Ihr lauft ganz normal den Weg lang, du wirfst überraschend den Ball STOPP/ WARTE wie auch immer und er tut das, auch in völlig überraschenden Situationen. Denn der Hund kann auch unterscheiden ob es eine "Trainingssituation" auf der Wiese ist oder das beim ganz normalen Spaziergang nebenbei passiert. Das ist natürlich auch noch kein plötzlich vorbei flitzendes Eichhörnchen, aber ein Stück weiter dran, als ein rollender Ball aus einem aktiven Kommando heraus, nämlich die Kontrolle in der freien Bewegung ohne vorheriges Kommando.

    An Impulskontrolle,... kann man auch ohne Wild arbeiten. Das bietet sich sogar an, weil der Hund in dem hohen Erregungslevel bei Wildsichtung und in dem Moment wo er in der Leine hängt, gar nichts mehr lernen KANN.

    Dann der normale Grundgehorsam. Aus diesen Dingen oben heraus, die Kommandos festigen (Stopp, Sitz, Platz, Rückruf,...). Danach würde man eh erstmal bei den Enten anfangen (wo er vielleicht nur zuckt). Auch bei anderen Dingen die aufregend für ihn sind, auch wenn sie erstmal gar nix mit Wild zu tun haben.

    Das Stehen eventuell auch unter ein Kommando stellen. Denn klar bekommt er bei der Katze für das Stehen Leckerlies, aber wahrscheinlich weiß er gar nicht, das er stehen bleiben soll, auch wenn das Tier sich in Bewegung setzt. Kannst ihm auch ein "Sitz" geben, das ist etwas statischer,...

    Tatsächlich am Reh wird das am Anfang eh nix, weil das Erregungslevel zu hoch ist, da hat das keinen Zweck. Also dort trainieren wo er nur leicht erregt ist und überhaupt aufnahmefähig ist und das muss wie gesagt kein Wild sein. Das kann auch sein, du triffst dich mit Freunden, er darf sie nicht sofort begrüßen, sondern muss Absitzen und auf Freigabe warten,... So wie du es schon bei anderen Hunden machst. Da kann man in der Interaktion auch schon den Rückruf festigen. Natürlich am Anfang nicht, wenn die gerade wild spielen, sondern in ruhigen Momenten, wo er es auch ausführen kann. Damit in vielen Situationen eine Routine entsteht. Das dauert, nicht übertreiben, keine Dinge einfordern, die er eh nicht leisten kann. Es wäre blöde den Rückruf zu versauen, wenn er ein Reh sieht, denn da ist er eh schon in anderen Sphären.

    ***

    Vom Weg darf Kami hier tatsächlich auch nur runter wenn ich sie aktiv Beschäftige (Futtersuche,...) oder für Fotos positioniere. Sie geht EIGENTLICH nicht auf Spur, würde man sie aber streuseln lassen, wäre das auf jedenfall bei uns ein Thema.

    Das fand ich interessant und ich denke, auch in einem Wohnhaus kann man ein schönes Terrarium (heißt das so bei Ameisen?) einrichten, mit vielen Gängen und Dingen, die sie zerbeißen und transportieren können und wo sie sich einen schönen Staat bauen und glücklich herumkrabbeln können.


    Da muss man aber sehr aufpassen, welche Arten man sich da holt. Ich habe 8 Jahre Ameisen gehalten, die bereits angesprochenenen Temnothorax Arten (einheimisch).

    Gerade bei den Exoten gibt es hochinvasive Arten, da muss man mit den Ausbruchsschutz wirklich hinterher sein - doof sind die nämlich alle nicht.

    Dazu kommt, das die meisten Arten einen extremen Radius haben und riesige Nester anlegen, sowohl bei den Exoten, als auch bei den Einheimischen.

    Hört sich blöde an, aber die meisten Arten werden sehr unüberlegt angeschafft und es gibt haufenweise Notfälle, wo ganze riesige Kolonien abgegeben werden, weil der benötige Platzbedarf den Haltern buchstäblich über den Kopf wächst.

    Aber es gibt durchaus einige Arten, die sich gut halten lassen, wo eine ganze Kolonie nicht mehr als 200 Individuen fasst und in einer Eichel lebt und nur einen Radius von 1,5m um das Nest herum nutzt.

    Bei vielen Arten stellt sich das unterirdisch dann aber ziemlich groß und komplex dar:
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    Bei Ameisen heißt das dann Formicarium. Die Platzfrage und welche Arten da überhaupt als "Heimtiere" geeignet sind, ist aber dort ein immer wieder gern diskutiertes Thema. Die meisten geben die Haltung nach 2-3Jahren auf, sodass es kaum zu vollentwickelten Kolonien kommt, aber man sollte da ja vom Idealfall ausgehen: welches Platzbedürfnis hat eine vollentwickelte Kolonie.

    Ich glaube ehrlich das das bei keinem Tier wirklich möglich ist. Am nächsten kommt das meiner Vorstellung nach noch bei Katzen mit uneingeschränktem Freigang (Katzenklappe,...) in Frage.

    Ich würde mal behaupten unserem Hamster geht es nicht schlecht, aber naturnah ist anders, auch wenn er unterirdisch in seinem Gangsystem wohnt,... an die größe eines natürlichen Revieres kommt das nicht heran.

    Tierhaltung ist einfach meist sehr egoistisch. Ich rechtfertige dieses Hobby, indem ich Tiere aus dem Tierschutz aufnehme und hoffe, das sie es nun zumindestens besser haben. Ein Hund aus einem liebenden Privathaushalt, wo es vorher Haus und Garten gab, kommt ebenso wenig in Frage, wie einer der andere Hunde liebt und dann erst so richtig aufblüht, weil es hier keinen 2. Hund geben wird. Bei einigen Wildfängen und Straßenhunden je nach Region finde ich es auch schwierig, weil das nicht per se ein schlechtes Leben sein muss. Das ist aber mein persönlicher Spleen.

    Zuchttiere kämen für mich PERSÖNLICH nur in Frage, wenn ich dem Tier meine PERSÖNLICHEN Idealbedingungen bieten kann. Das geht im Moment nicht, also verzichte ich darauf.

    Triopse kann ich mir noch vorstellen, die leben in der Natur, teils nur in größeren Pfützen und kommen auch mit wenig Platz gut aus.

    Auch einige Ameisenarten haben einen sehr kleinen Radius um ihr Nest herum, sodass man sie mit etwas Mühe aber wirklich sehr gut halten kann (z.B. die Temnothorax Arten)