Beiträge von SanSu

    Wir haben ja auch nach Pia Gröning gearbeitet, bzw. auch einfach die Sachen rausgenommen, die für uns am besten passen.

    Wie schon erwähnt, jeder Hund und jeder Halter ticken anders. Mit Clicker arbeiten wir nicht, aber mit Markerwort. Ich gebe zu, ich bin zu blöde alles zu händeln: Schlepp, Clicker, Leckerlie. Den Clicker nutzen wir eigentlich nur beim tricksen.

    Ohne Ablenkung (fremde Menschen, Hunde,...) klappt das super. Jetzt geht es an die Ablenkung, wir sind einfach zu selten mit anderen unterwegs. :ops: Dann ist das Stresslevel immer etwas höher und es fällt ihr schwerer gelernte Sachen umzusetzen. Dann steht sie nicht mehr schön, trippelt noch ein bisschen vor und steht dann erst, oder braucht tatsächlich einem Abbruch + "Stopp" um in den stehenden Glotzmodus zu kommen. Wenn sie da erstmal drin ist, weiß sie wieder was gefordert wird.

    Aber gerade den Gebrauch der Schleppleine fand ich bei Pia Gröning sehr schön erläutert, Superschlachtsruf,... haben wir alles so aufgebaut.

    Unsere hat das Stehen und Gucken ja angeboten, deshalb wurde das gefestigt. Bei erfolgtem Schlachtruf hier eine mega Party zu verantalten wäre bei uns total kontraproduktiv, weil sie sehr sensibel ist und teils noch unsicher, diese Aufregung würde bei ihr wahrscheinlich zu totalem Meideverhalten führen. Hier wird also freudig, aber ruhig und hochwertig belohnt.
    Unsere alte Hündin hat sich gefreut, wenn es richtig abging, da wurde gerannt, gezergelt,... könnten wir mit Kami jetzt nie machen, die würde wohl nach der 3. "Rückrufparty" gar nicht mehr kommen oder sehr langsam angeschlichen kommen.

    So unterschiedlich sind Hunde eben und so unterschiedlich sind auch die Methoden hier.

    Und das dauert, wir konnten nach 9 Monaten auf die Schlepp verzichten, jetzt nach 11 Monaten klappt es auch mit uns gut bekannten Menschen. Hunde bereiten ihr immer noch etwas Stress, das wäre nun der nächste Schritt, das ganze auch gut in Gegenwart anderer Hunde umzusetzen ohne das sie dafür noch extra Kommandos,... braucht.

    Also einfach gucken wie der eigene Hund so drauf ist, nicht alles blind übernehmen, sonder gucken was zu euch passt und zu nix drängen lassen, wenn du ein doofes Bauchgefühl hast.

    Und auch ein Hund hat mal "schlechte" Tage, Kami läuft mit uns nun fast immer frei, aber es gibt so Tage da ist sie einfach schlecht drauf, dann kommt sie an denen eben an die Schlepp, auch wenn das sonst in dieser Situation eigentlich nicht mehr nötig wäre.

    Edit: @Helfstyna

    Das meine ich ja, deshalb wäre es sicher auch hilfreich, so grob zu schreiben, was man füttert (günstig gewolft, hochwertig gewolft, stückig, vom Bauern günstig direkt,...) oder ob man Exoten füttert.

    Ist doch als Orientierung für Interessierte dann nett, wenn sie auch sehen woran die enorme Spanne liegt.

    170€ fand ich extrem viel, jetzt wo ich weiß, das Superpferd aber auch Exoten füttert, wegen der Verträglichkeit, kann ich mir das besser vorstellen.

    Ich barfe nicht, aber mich würde da auch mal eine genaue Aufstellung interessieren. Ich fand das immer erstaunlich wie günstig Barf ist, kann mir das irgendwie gar nicht so richtig vorstellen.

    Sicher spielt es auch eine Rolle ob man wenig Fleisch + fleischige Knochen oder nur Fleisch + Calciumquelle.

    Und eben die Zusätze, das ist ja das was meist etwas kostet.

    Denn letzendlich gehen die KHs und Gemüse, Öle,... meist vom Menschen mit weg, gehören ja aber trotzdem zu den Futterkosten mit dazu.

    Nehme ich teureres hochwertiges stückiges Fleisch oder gewollfte Mixe,...

    Fisch, Milchprodukte und mal ein Ei gehören ja auch dazu.

    Beispiel: 22kg Hund = 530g (bei 2,5%)

    70% Fleisch = 148g Fleisch - 48g Pansen - 48g Innereien - 48g fleischige Knochen

    30% Gemüse = 159g

    Das kann, wenn ich billiges gewolftes Fleisch kaufe + günstiges Gemüse:

    Fleisch: 34ct
    Pansen: 10ct
    Innereien: 10ct
    Knochen: 10ct

    Gemüse: 24ct

    88ct kosten.

    Dann gab es aber noch kein Ei, keinen Hüttenkäse, keine Öle, keine Zusätze,...

    Ich koche ja, kaufe auch nur Fleisch aus der Kaufhalle, denn wer einmal gewolftes Barffleisch (Muskelmix) gekocht hat, macht das nie wieder :ugly: und stückig kommt man in der Kaufhalle traurigerweise sogar billiger weg.

    Ich glaube also wenn, bringt das nur was mit Zusatzinfos, denn Barf ist nicht gleich Barf. Genauso wie ich einem Hund Dosenfutter füttern kann und dafür 24€ ausgeben kann oder für den selben Hund 114€.

    Lasst euch Zeit, überlege dir was du willst und dann arbeitet in Ruhe darauf hin. Ein Hund ist nie zu alt um dazu zu lernen. 4 Wochen ist ja nix und von Haus und Garten in die Stadt ist ein gewaltiger Sprung.

    Unsere letzte Hündin haben wir mit fast 11 Jahren übernommen, sie ging mit Beschädigungsabsicht und teils Tötungsabsicht auf andere Hunde los ohne Vorwarnung und konnte absolut nichts. Fast 2 Jahre später sind wir durch das Freilaufgebeit spaziert und sie hat sich wirklich richtig toll gemacht. Maulkorb trug sie zwar als Vorsichtsmaßnahme bis zum Ende, aber man konnte einfach so im Freilaufgebiet spazieren gehen, ohne das sie den Hulk hat raushängen lassen und sie hat sogar einige Hundebekanntschaften geschlossen. Menschen waren toll, sie liebte die gemeinsame Beschäftigung, lernte so viel, Leinenführigkeit, Öffifahren, chillen im Park,...

    Das braucht Zeit, ihr müsst euren gemeinsamen Trainingsweg noch finden und lasst euch die Freude an der gemeinsamen Zeit und Arbeit nicht von den anderen vermiesen.

    Natürlich kann man das aber alles nicht grundsätzlich pauschalisieren, letztendlich kommt es ja auch immer auf den individuellen Hund an und darauf wie gut er zu den Besitzern passt.


    Da gebe ich dir recht, was Territorial und Schutztrieb anbelangt, auch nicht nur wegen der HSH Gene.

    Für uns persönlich wären die expliziten Jagdhundmixe aber nix gewesen. Ich persönlich würde aber auch keinen Auslandshund ungesehen nehmen. Auch da sind die Vorlieben der Menschen ja verschieden, was den Hundetyp oder die Art der Auswahl/Suche anbelangt.

    Ich glaube trotzdem das die Angst vor MMKs da eine Rolle bei spielt, warum sich bei vielen die Suche eher in den Osten verlagert.

    Bei Tierschutzhunden ist übrigens hier grad der Trend aus Rumänien oder zumindest aus dem Osten den Hund zu haben.
    Spanier bzw. Südländer sieht man immer seltener

    Ich glaube das liegt daran, das sich auch immer mehr Leute die einen Hund aus dem Ausland holen informieren und da vielleicht die unterbewusste Angst vor Mittelmeerkrankheiten mitschwingt.

    Das war zumindestens der Grund, warum wir von den Südländern Abstand genommen haben und weil es oft Jagdhundmischlinge sind.

    Wenn wir gefragt werden, sage ich immer "aus dem Tierheim in Eisenhüttenstadt" und erst wenn gefragt wird, ob man was zu ihrer Vergangenheit weiß, das sie von einem polnischen Hof kommt.

    Das mir einer gleich die ganze schreckliche Geschichte seines Hundes erzählt hat, ist mir erst einmal passiert.

    Bei uns läuft es immer noch toll, keine Vorkomnisse, muss quasi nicht reden mit dem Wauzl.

    Heute ist im Park sehr überraschend ein Eichhörnchen 3m vor uns über den Weg gerannt. Früher wäre sie in die Schlepp geknallt. Heute laufen wir den Weg lang, das Hörnchen springt über den Weg, Kami stoppt abrupt, steht wie einbetoniert und glotzt.
    Keks konnte sie erst nach 30Sek. nehmen, aber sie stand wie eine Eins. Es gab einen Keks, sie durfte noch etwas schauen und nach dem "weiter" haben wir den Weg fortgesetzt.

    Nächste Woche Treffen mit einer Bekannten, dort gibt es Wildkaninchen, die kennt Kami gar nicht. Aufregung ist vorprogrammiert, bin gespannt ob sie das gelernte nach einigen Anläufen abrufen kann.

    Aber die TE lässt den Hund doch hier nicht an der Schlepp spielen, sie geht auch auf keine eingezäunte Spielwiese.

    Ich verstehe das Problem nicht.

    Unser Auslaufgebiet sieht so aus:
    forest-1442247_1920.jpg?itok=4JX6ZVYr
    Grunewald_04.jpg


    Hier scheint es sich um einen ÖFFENTLICHEN PARK zu handeln, in dem eben netter weise keine Leinenpflicht herrscht.

    Unsere trägt die Schlepp tatsächlich NUR in Gebieten wo andere Hund sind. Sind keine anderen Hunde da, ist keine Schlepp am Hund.

    Weil sie distanzlosen Spring ins Felde keine Ansage machen kann, sondern dann lieber ihr Heil in der Flucht sucht. Und sie kommuniziert sehr wohl, das sie keinen Kontakt will, interessiert aber den ein oder anderen Hund nicht, weil die auf "Softdrohen" > Blickkontakt oft gar nicht mehr reagieren.

    Andere Hunde jagen, wieder andere gehen vielleicht gern zu fremden Menschen,... irgendwie muss man das auch alles trainieren.

    Und wenn die Schlepp vorrausschauend, fachgerecht und technisch korrekt genutzt wird, weiß ich gar nicht, wie es da zu Verletzungen kommen kann.

    Die TS hat doch geschrieben, das sie mit Schlepp nicht spielen lässt. Ist ja auch alles eine Frage der Handhabung. Hier im Park herrscht Leinenpflicht, unsere ist an der Schlepp, viele anderen laufen frei.

    Unsere will eigentlich keinen Kontakt und kommuniziert das auch, kommt doch einer an, blocke ich denn entweder oder nehme die Schlepp locker auf und hoch. Dann können die sich beschnüffeln und dabei auch umkreisen ohne das sich irgendeiner verknuddeln kann.

    Damals 1. Trainingsstunde: WENN Leinenkontakt > Leine locker ÜBER den Hunden halten. Wenn beide Hunde an der Leine sind, selbes Szenario + mit den Bewegungen des eigenen Hundes mitgehen, dann gibt es auch keinen Leinensalat. Dann kann sich keiner verknuddeln und es kann keine Spannung durch die Leine entstehen.

    Unsere spielt wie gesagt nicht, habe noch nie erlebt, das sich bei schleppender Schlepp bei einem höflichen "Hallo" sagen verknuddelt wird.

    Ich sehe gar nicht ein, warum ich nicht in ein Freilaufgebiet gehen dürfte. Unser Hund ist nett und höflich, springt niemanden an, geht in Ruhe seiner Wege und die Freilaufgebiete hier sind eben nunmal meist die Wälder mit Öffianschluss.

    Hatte hier in den Freilaufgebieten oder im Park aber noch nie Probleme, weder mit verknuddeln, noch wurde ich doof angemacht.

    Außerdem treffe wir in 2 Stunden Freilaufgebiet massig viele Hunde, aber maximal 2-3 die an der Schlepp sind. Da sollte es möglich sein, wenn man keinen Kontakt zu einem Schleppihund will, diese 2-3 Ausnahmen gelassen hinzunehmen und dem anderen Halter keine Vorwürfe zu machen, er solle sich doch einen anderen Ort suchen um mit seinem Hund spazieren zu gehen.

    Ist ja nicht so das man mit seinem angeleinten Hunde auf eine eingezäunte Hundespielwiese geht und keine Hundekontakt wünscht, dann könnte ich verstehen, wenn man dann entnervt ist. Aber die Freilaufgebiete sind auch Naherholungsgebiete für jedermann und wenn der Jogger mich bittet den Hund dran zu nehmen mache ich das auch, trotz Freilaufgebiet, einfach weil es sich so gehört.

    Das wäre mir ehrlich gesagt auch herzlich egal. Ein Freilaufgebiet ist kein Freifahrtschein und wenn ich mit meinem Hund dort laufen will, ob an der Schlepp oder an der 1m Leine, dann habe ich auch das Recht dazu.

    Auch dort gibt es Regeln. Hier zum Beispiel sollte der Hund im Einflussbereich des Halters sein und jederzeit zurückgerufen werden können, sonst muss er angeleint sein, auch im Freilaufgebiet.

    Wir laufen auch mit Schlepp durch den normalen Park, aber auch durch die Freilaufgebiete. Mich hat da noch nie einer angequatscht und selbst damals mit Sunny, die ich bei Hundesichtung kurz genommen habe und die einen Maulkorb trug, wurde ich nie doof im Freilaufgebiet angemacht.

    DAS ist nicht dein Problem. Irgendwann kennen dich die Leute ja auch besser, man hat sich öfter mal gesehen und dann wird es vielleicht auch lockerer, weil sie dann wissen, das sie bei dir nicht mehr anleinen müssen.

    Ich würde mir da gar keine Gedanken machen und ich finde es ziemlich dreist, dich zu bitten woanders spazieren zu gehen.