Beiträge von lajosz

    so, am donnerstag morgen ist es so weit, wir werden das blut abnehmen, also nur wir halter, zu hause, ohne fremde personen.
    beinchen halten mit intermediärer brücke ist schon toll aufgebaut, lediglich das rasieren, welches wir morgen machen werden damit am donnerstag nicht so viel stress da ist, macht mir noch ein wenig sorgen. das haben wir auch nicht aufgebaut. augen zu und durch.

    hab zwar vorhin noch gerade gesagt wir machen keine grosse fortschritte. heute musste ich meinen hund ins büro mitnehmen, da war sonst immer krawall (auch nach 14 monate hat sich hundi nicht an den chef gewohnt, wobei, ich mich auch nach 15 jahren nicht :D ), aber heute reagiert sie kaum auf den menschen.

    wir fahren ja seit 3 wochen so richtig runter, kein büro mehr für den hund (heute ist eine notlösung, ging nicht anders) und nur 3x 15 minuten gassi. es scheint sich positiv auf den hund auszuwirken.

    viele hunde gerade aus dem osten sind eben lange als hofhunde gehalten worden, die sollen ja angeben.

    unsere tut das auch, fängt sie an zu bellen stehe ich ruhig auf, gehe zur tür, gucke durch den spion und bedanke mich mit einem lobwort fürs melden. damit konnten wir die länge des bellens von mehreren minuten auf 1-2 wuffs verkleinern.

    ich würde es nicht unterbinden, sondern eher markieren und belohnen. es ist natürlich dass wir dinge welche uns sorgen machen lieber im blick haben. wenn du angst vor spinnen hast und in einem raum mit einer vogelspinne bist dann steigert sich deine angst ins unerträgliche wenn du nicht gucken darfst, oder es jemand sogar von aussen unterbindet. das baut viel stress auf.

    dann hat der hund aber verknüpft dass sobald der mensch ihn draussen anspricht oder stoppt etwas unangenehmes folgen wird.

    ist oft das selbe mit dem auf den arm nehmen, wenn ich den hund vor oder während jeder unangenehmen situation auf den arm nehme wird schon das reine hochnehmen ohne reiz stress und angst auslösen. baue ich aber das auf den arm nehmen positiv auf und mache es nur sehr selten in situationen vor welchen sich der hund fürchtet kann man damit die angst lindern. aber das ist sehr unterschiedlich von hund zu hund.

    tschuldigung, hab mich falsch ausgedrückt, die angstdistanz wird eben nicht verkleinert, sondern wegen dem futter unterschritten.

    ich mag eine übung sehr gerne, funktioniert auch gut:

    ich gebe dem fremden, angstmachenden menschen den futterbeutel, so dass es für den hund sichtbar ist. dieser mensch geht nun in der umgebung den beutel verstecken. danach suche ich mit dem hund den futterbeutel. so bleibt stets eine distanz zum fremden, er tut aber trotzdem etwas gutes.

    aus diesem grund sagt man ja bei stark ängstlichen hunden man solle diese nicht anfüttern. weil die angstdistanz damit verkleinert wird, es entsteht gerade der genannte konflikt.

    ich darf manchmal mit heimhunden welche extrem ängstlich (die gehen nur in der "wohnung" auf die toilette) sind trainieren, da in diesem heim nur frauen angestellt sind. da trainieren wir stets ohne anfüttern. das heisst ich setz mich mit dem rücken zum hund auf den boden und warte, 15 aber auch 45 minuten, bis der hund von sich aus kommt.

    gegenkonditionierung geht ja meistens fast schon automatisch in ein alternativverhalten über. während man anfangs noch markert um die spannung zu lösen führt es meist bei geringerem stresslevel dazu dass der hund eine erwartungshaltung einnimt, also sich dem halter zuwendet. dann kann man sicher sein das man auf dem richtigen weg ist.

    das sehe ich ganz anders. angst ist ein programm im gehirn und wird nicht durch zureden bestätigt. natürlich kann man angst mit positiv belegten markerworten, aber auch den clicker lösen. und natürlich kann man angst lösen indem man konditionierte hörsignale, darunter eben auch worte gibt.


    den hund zu ignorieren wenn er angst hat ist ein überbleibsel der hundeerziehung der 90er jahren. es ist kontraproduktiv.