Mein Terrier-Bracken-Mix hat auch von Natur aus einen riesigen Radius - solange sie mich noch sehen kann, hält sie es prinzipiell für unnötig, in meiner Nähe zu bleiben. Auch sie hat ein deutlich höheres Grundtempo als ich. Ich habe mittlerweile eigentlich 3 "Säulen", die das Thema für uns beide einfacher machen:
1. Freilaufrunden, in denen sie einen kleinen Radius zu mir einhalten muss, halte ich relativ kurz.
2. Ich habe 2 Gassigebiete, die so weitläufig übersichtlich sind, dass ich ihr vielleicht 1-2x pro Woche einen längeren Spaziergang gönne, bei dem sie ihren Radius ausleben darf. Diese Runden sind für sie wichtig und tun ihr sehr gut, allerdings geht das eben wirklich nur im passenden Gelände. Außerdem ist Voraussetzung, dass sie auch auf sehr große Distanz auf meinem Pfiff sofort zu mir kommt.
3. Schleppleine. Bei längeren Runden in unübersichtlichem Gelände bleibt einfach die Schleppleine oder Flexileine dran. Das macht es auch für meine Hündin deutlich entspannter, weil sie sich eben nicht ständig selbst regulieren muss, sondern die Leine den natürlichen Radius vorgibt. Das hilft ihr enorm und sie kann entspannt laufen, ohne ständig den Leinenradius auszureizen.
Ich habe tatsächlich eine Weile gebraucht, um zu akzeptieren, dass Freilauf mit diesem Hund eben nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Allerdings haben/hatten wir auch noch andere Themen (starker Jagdtrieb, extrem reaktiv) - ich habe sie erst 5jährig aus dem Tierschutz übernommen. Mittlerweile ist sie 10 und eh deutlich entspannter ;-)