Beiträge von Dimmalimm

    Das verwirrt mich ehrlich gesagt. Kann es nicht sein, dass ein Hund einfach eine so enge Bindung aufbaut, dass er sein Frauchen in der Nähe haben möchte?

    Frauchen gerne in der Nähe haben ist aber nicht dasselbe wie leiden, sobald Frauchen nicht verfügbar ist. Meine Hündin hat zum Beispiel auch eine sehr enge Bindung an mich und ist am liebsten bei mir, aber sie kann genau so gut bei anderen Menschen zufrieden sein. An meinen Bürotagen geht sie z.B. fröhlich mit der Nachbarstochter spazieren, und ich kann sie problemlos jederzeit bei meinen Eltern lassen. Sie ist anders, wenn ich nicht bei ihr bin - etwas zurückhaltender und vorsichtiger, aber sie ist auch fröhlich, geht spazieren, spielt und schläft entspannt. Ich finde das sehr wichtig für alle Beteiligten.

    Wenn ich mir deinen anderen Thread so anschaue, kann ich nur sagen: Lass den Hund ziehen und gib ihm die Chance auf ein Zuhause bei Leuten, die mit dem Hund arbeiten wollen und können und die ihm ein strukturiertes, stressfreies Leben ermöglichen. Die Konstellation bei euch ist ja denkbar ungünstig und wird die Probleme des Hundes auf Dauer nur verschlimmern.

    Ich wohne in Chemnitz (Sachsen) und es wäre schön, wenn der Züchter nicht zu weit entfernt ist. Mehr als 2,5 Stunden entfernt wären denke ich unpraktisch. Ist ja auch Stress für den Welpen so eine lange Autofahrt. =(

    Wenn es eh schon schwierig ist, Züchter zu finden, machst du es dir damit ja noch schwieriger. Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen mit längeren Reisen gemacht... meine Eltern wohnen in der Mitte Deutschlands und haben schon Welpen von der Ostseeküste und vom Bodensee geholt, weil es ein Welpe aus genau dieser Verbindung sein sollte. Soweit ich mich erinnern kann, haben die Welpen die Fahrt immer problemlos weggesteckt.

    Ich muss whyona da absolut Recht geben: Wenn der Hund jetzt Probleme macht, wäre das doch ein guter Zeitpunkt, mal mit der Erziehung anzufangen! Artgenossen anpöbeln ist ja jetzt nichts, was man nicht in den Griff kriegen könnte... Erfordert halt konsequentes Training und entsprechenden Einsatz. Was habt ihr denn bisher versucht? Wie geht ihr diese Probleme an? Ich meine damit gezieltes Training und nicht "möglichst ausweichen" (was immer noch besser ist als nicht auszuweichen, aber schlussendlich ja das Problem nicht behebt).

    Den Tipp mit den Plissees finde ich auch gut; meine Hündin ist in ihrem Zuhause sehr wachsam und hat deshalb im Schlafzimmer zur Straße hin Verdunkelungsplissees in der unteren Hälfte der (bodentiefen) Fenster, sonst würde sie da den Straßen-Sheriff spielen, wenn ich nicht zu Hause bin.

    Wenn ihr mit dem Hund ernsthaft arbeiten wollt, sucht euch einen guten Trainer und geht die Sache an - ich sehe da jetzt ehrlich gesagt nichts, was man nicht trainieren könnte. Wollt ihr das nicht, ist es nur fair, dem Hund ein neues, ruhigeres Zuhause zu suchen, wo man auch entsprechend motiviert ist den Hund zu erziehen. Die meisten lokalen Tierheime bieten externe Vermittlungshilfe an, d.h. sie unterstützen euch bei der Vermittlung ohne dass ihr den Hund im Tierheim abgeben müsst.

    Das tut mir wirklich sehr leid für euch, das ist eine richtig blöde Situation!

    Leider klingt wirklich alles danach, dass ein entspanntes Zusammenleben nicht möglich sein wird.

    Ich habe so eine Situation bei meinen Eltern: Meine (äußerst reaktive und reaktionsschnelle) Terrier-Hündin ist mehrmals mit den Hovawart-Hündinnen meiner Eltern aneinander geraten, so dass wir die Hunde bei Besuch mittlerweile konsequent trennen. Sei es mittels Zimmerkennel, Türgitter oder Türen, und draußen bleibt meine eben an der Leine. Und wir reden hier über Hunde, die sich eigentlich durchaus mögen und tolerieren(!), die sich freundlich begrüßen und an der Leine entspannt miteinander schnüffeln usw. Trotzdem ist die Situation im Haus und im Garten anstrengend.

    Diese Art des Zusammenlebens würde ich weder für mich noch für meine Hunde auf Dauer wollen!

    Wenn ich mich recht erinnere, hast du einen sehr magensensiblen Hund. Never change a running system wäre da für mich die Devise.

    Wenn das stimmt, dann würde ich zwei so unterschiedliche Fütterungsarten tatsächlich nicht anstreben wollen - wenn du lieber frisch füttern möchtest, was spricht dann dagegen, komplett umzustellen?

    Das ist aber vllt eine sehr menschliche Sicht?

    Ich denke ja. Meine Hündin mit chronischer Gastritis bekommt seit Monaten ausschließlich ihr Diätfutter und scheint damit nicht unglücklich zu sein. Wenn du Abwechslung zum Trockenfutter möchtest, probier doch mal eine andere Sorte von der gleichen Marke? Oder ein passendes Nassfutter zu deinem TroFu? Dann hat sie mal einen anderen Geschmack, aber nicht so viel Durcheinander im Magen.

    Aus welchem Grund möchtest du denn so "durcheinander" füttern? Ich finde es, gerade bei einem heranwachsenden Hund, unter Umständen schwierig, wirklich ausgewogen zu ernähren mit so unterschiedlichen Fütterungsarten. Das Fertigfutter enthält ja bereits alle relevanten Zusätze, die du dann ggf. bei den selbst erstellten Rationen zufügen müsstest. Hast du einen entsprechenden Futterplan?

    Zu deinen eigentlichen Fragen können andere sicher mehr sagen; durch die Fleisch-Shops wirst du dich ggf. selbst "durchtesten" müssen. Ob roh oder gekocht hängt unter anderem davon ab, was der Hund verträgt - meine Hündin z.B. verträgt roh gar nicht, ist aber auch eh sehr magensensibel. Ich glaube, unterm Strich ist es egal, aber das ist meine laienhafte Meinung ;-)