Beiträge von Dimmalimm

    Ich möchte dir auch die Angst vor der Narkose nehmen. Meiner Hündin wurde mit 13,5 Jahren wegen eines kleinen Tumors die Milz entfernt und ich hatte auch fürchterliche Angst vor dem Eingriff. Aber das ist heutzutage wirklich gar kein Problem, wenn der Hund ansonsten gesund ist. Meine Hündin hat die Narkose damals gut weggesteckt und ich konnte sie nach ein paar Stunden auf der Station schon wieder mit nach Hause nehmen. Eine Inhalationsnarkose mit entsprechendem Monitoring wäre für mich aber auch Grundvoraussetzung (übrigens nicht nur bei älteren Hunden).

    Alles Gute für euch :kleeblatt:

    Bitte bring den Hund sehr zeitnah (=heute!) wieder in die Klinik. Auch ich habe meine Hündin vor etwas über einem Jahr wegen einer akuten Pankreatits einschläfern lassen. Wegen nicht ganz typischer Symptome ist die Pankreatitis recht spät entdeckt worden, sie hat erst in der ganz akuten Phase (1 Tag vorher) erbrochen und dann aufgehört zu fressen. Sie war komplett wesensverändert und es ging ihr mit Sicherheit trotz Schmerzmitteln nicht gut. Sie war wie weggetreten. Wegen einer anderen Vorgeschichte war es für mich keine Option mehr, ihr den Kampf in einem stationären Klinikaufenthalt zuzumuten, weshalb ich sie am nächsten Morgen erlöst habe.
    Aber ganz ehrlich: Wenn es dem Hund trotz Klinikaufenthalt immer noch (oder wieder - das ist ja irrelevant) so schlecht geht, dann ist es allerhöchste Eisenbahn!

    Ich habe nie die Höhe der Kosten beanstandet. Ich prangere die fehlende Aufklärung an, die Tatsache das man Abrechnet ohne zu Kommunizieren. Das ist eine Frechheit die besonders auffallend in der Medizin stattfindet.

    Gezieltes Nachfragen soll Wunder wirken. Manche (Tier-)Ärzte kommunizieren nicht zu ausführlich mit Patienten(-besitzern), weil sich einfach nicht jeder für die Details interessiert und viele auch nichts hinterfragen, was die Ärzte sagen. Wenn einem also Informationen fehlen, muss man die eben einfordern. Mir ist bisher noch jede Frage beantwortet worden - man muss sie nur stellen.

    Hat die Klinik vielleicht andere Möglichkeiten dir entgegenzukommen, wenn nur ein "letzter Rest" noch fehlt? Versuch es auch über Tierschutzvereine in deiner Gegend, die haben oft große Reichweiten. Aufrufe in sozialen Medien.

    Ich würde trotz allem auch mit der Bank sprechen, evtl. hilft ja schon ein kleiner Dispokredit.

    Ich wünsche euch, dass deinem Hund geholfen werden kann.

    Es tut mir sehr leid, dass du das durchmachen musstest, und wir wissen hier wahrscheinlich alle, wie es ist, einen Herzenshund zu verlieren. Ich musste meine Hündin letztes Jahr an Weihnachten einschläfern und kann den Schmerz gut nachvollziehen. Jeder Mensch geht aber anders mit der Trauer um, und du wirst deinen eigenen Weg finden. Mir hat es geholfen zu wissen, dass ich sie erlösen konnte. Dass ich ihr weiteres Leid erspart habe, und dass sie ruhig und friedlich in meinen Armen einschlafen durfte. Dieser schwere letzte Schritt ist vielleicht das Größte, was wir für unsere Hunde tun können.

    Einen Tipp mag ich dir trotzdem geben: Nimm deine Trauer an. Sag dir nicht (und lass dir nicht sagen), dass es jetzt bald mal gut sein müsste oder ähnliches. Nimm dir ganz gewusst Zeit zum Trauern und zum Leiden. Ich habe in den ersten Tagen viel gewerkelt: Ich habe ein Regal gestaltet für Candys Urne und einige Dinge sortiert, die ich jetzt dort in Schubladen aufbewahre. Ihr Halsband, eine Leine, einen Mantel, eine Decke, usw. Ich habe Karten für ihre Tierärzte geschrieben, eine schöne Kerze für die Fensterbank ausgesucht usw. Das hat mir einfach geholfen in der Zeit. Und solche Momente nehme ich mir auch heute noch: An einem unserer Gassiwege ist z.B. eine kleine Kapelle, wo ich eine Kerze für sie anzünde, wenn ich dort vorbei komme. Wenn ich mir bewusst Momente zum Trauern nehme, fällt es mir leichter im Alltag "normal zu funktionieren".

    Was mir persönlich auch sehr geholfen hat, war Abstand zum Alltag. Ich war dieses Jahr wegen einer chronischen Erkrankung 5 Wochen in Reha, und ich glaube, dass das für mich ein riesiger Schritt in der Verarbeitung war. Auch ein Urlaub in einer neuen Stadt mit neuen Menschen hat mir geholfen.

    Ich habe übrigens bis heute keinen neuen Hund und kann es mir auch immer noch nicht vorstellen -- aber für viele, die ich kenne, ist auch das eine gute Hilfe, wenn man sich bereit fühlt.

    Gib dir die Zeit, die du brauchst -- es ist ja noch wirklich sehr frisch bei dir. Auch wenn es jetzt unvorstellbar klingt, wirst du dich an ein Leben ohne deine Hündin gewöhnen. Und das darf dauern. Bei mir werden es morgen 11 Monate, und mein Leben ohne Hund hat sich eingespielt; es ist anders, aber es ist trotzdem schön und in Ordnung so. Aber Candys Bettchen steht immer noch neben meinem Schreibtisch. Und auch das ist in Ordnung.

    Gestern wärst du 15 Jahre alt geworden. Wir haben auf dich angestoßen, und in der kleinen Kapelle an einem unserer Spazierwege brennt eine Kerze für dich.

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    Ganz langsam überwiegen Dankbarkeit und die vielen schönen und abenteuerlichen Erinnerungen an einen wirklich außergewöhnlichen Hund. Ganz langsam versuche ich meinen Frieden zu machen. Aber die Lücke, die du hinterlassen hast, wird sich nie wieder ganz schließen.

    Das tut mir unendlich leid für dich; ich glaube, wir alle hier wissen, wie weh es tut. Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

    Vielleicht tröstet es dich ein wenig, dass du ihm großes Leid ersparst, und dass er in Ruhe und in Frieden von dieser Welt gehen darf. Was du tust, tust du aus Liebe, und du tust genau das Richtige.