Beiträge von Dimmalimm

    und wo steht das ich dem Hund das bestmögliche Leben machen muss? In meiner Sicht hat es der Hund gut genug und ich bin nicht dazu verpflichtet das beste rauszuholen

    Doch! Doch, genau das bist du!

    Wenn du ein Lebewesen in dein Leben holst, verpflichtest du dich dazu, diesem Wesen die bestmöglichen Lebensumstände zu bieten. Wenn du das nicht kannst oder nicht willst, dann kauf dir ein Schaukelpferd.

    Mensch, ich mache seit Jahrzehnten alles falsch. Hätte mir mal einer gesagt, dass es unmöglich ist Hunde ohne Klo zu halten. Jetzt habe ich mein Leben lang alles falsch gemacht. Und dass obwohl ich mit meinen 56 Jahren noch nicht einen Tag in meinem Leben arbeitslos war. Und selber einkaufen etc war ich auch immer:crying_face:

    Dann kannst du mir sicherlich erklären wie ein normal arbeitender Mensch der 8h Montags bis Freitags arbeitet seinen Hund rausbringt wenn er z.B. vor Ort da sein muss bei seiner Arbeit und keine Hausfrau/mann oder Kinder hat, oder selbst wenn der Mensch im Home Office arbeitet noch anderen Tätigkeiten nachgehen muss oder ab und zu trotzdem zur Arbeit hin muss, das geht schlicht einfach nicht

    So kompliziert ist das jetzt nicht: Ich lebe auch allein und bin in Vollzeit berufstätig, teilweise im Home Office. An den Bürotagen hatte ich eine Gassigeherin, die mittags eine Runde mit meiner Hündin gedreht hat, an den anderen Tagen habe ich micht selbst so organisiert, dass mein Hund regelmäßig vor die Tür kam. Das ist ja irgendwie das mindeste, wenn man einen Hund hält. So ist meine Hündin trotz Vollzeit-Arbeit, Ehrenamt und dem ganz normalen Leben 14 Jahre alt geworden, ohne je ein Hundeklo besessen zu haben. Das geht problemlos, man muss es halt nur wollen.

    Das ist ja keine besonders gründliche Diagnostik. Ich würde auf jeden Fall Blut untersuchen lassen und den Bauch schallen sowie zumindest mal Röntgen der Wirbelsäule. Gerade bei dem Rasse-Mix würde ich wissen wollen, wie es da aussieht.

    Ein Insulinom lässt sich nicht über Urin diagnostizieren, sondern über entsprechende Blutuntersuchungen und Ultraschall der Bauchspeicheldrüse.

    Es tut mir sehr leid, dass du das erleben musstest und dass du so leidest.

    Trauer ist ein sehr komplexer Prozess, und 2 Monate sind kein langer Zeitraum. Ich musste vor musste vor 15 Monaten meine Seelenhündin gehen lassen, und der Trauerprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Er hat sich verändert, und vieles ist erträglicher geworden, aber es ist immer noch da. Ich bin nicht weniger Kontrolletti als mein Terrier es war, und mein Gehirn will einfach nicht akzeptieren, dass ich machtlos war. Dass es Dinge gibt, die wir nicht beeinflussen können, und dass wir Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben, nicht mit dem Wissen von heute beurteilen dürfen. Wir können nur annehmen und versuchen unseren Frieden zu finden.

    Ich war letztes Jahr wegen einer neurologischen Erkrankung 5 Wochen in Reha, was mir sehr gut getan hat. Vielleicht wäre eine Kur oder Reha auch eine Möglichkeit für dich? Mir hat es sehr geholfen, Abstand vom Alltag zu bekommen und meine Gedanken in einem ganz anderen Setting neu zu sortieren.

    Andere Tipps kann ich dir leider nicht geben, aber ich möchte dir sagen, dass deine Trauer weder abnormal noch übertrieben oder sonstwas ist - und dass sie besser und erträglicher wird. Irgendwann wird der Schmerz leiser und die Dankbarkeit und Erinnerung werden sichtbarer. Und das dauert vor allen Dingen Zeit. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Sei nicht zu hart mit dir und nimm dir genau die Zeit, die du brauchst.

    Ich möchte dir auch die Angst vor der Narkose nehmen. Meiner Hündin wurde mit 13,5 Jahren wegen eines kleinen Tumors die Milz entfernt und ich hatte auch fürchterliche Angst vor dem Eingriff. Aber das ist heutzutage wirklich gar kein Problem, wenn der Hund ansonsten gesund ist. Meine Hündin hat die Narkose damals gut weggesteckt und ich konnte sie nach ein paar Stunden auf der Station schon wieder mit nach Hause nehmen. Eine Inhalationsnarkose mit entsprechendem Monitoring wäre für mich aber auch Grundvoraussetzung (übrigens nicht nur bei älteren Hunden).

    Alles Gute für euch :kleeblatt:

    Bitte bring den Hund sehr zeitnah (=heute!) wieder in die Klinik. Auch ich habe meine Hündin vor etwas über einem Jahr wegen einer akuten Pankreatits einschläfern lassen. Wegen nicht ganz typischer Symptome ist die Pankreatitis recht spät entdeckt worden, sie hat erst in der ganz akuten Phase (1 Tag vorher) erbrochen und dann aufgehört zu fressen. Sie war komplett wesensverändert und es ging ihr mit Sicherheit trotz Schmerzmitteln nicht gut. Sie war wie weggetreten. Wegen einer anderen Vorgeschichte war es für mich keine Option mehr, ihr den Kampf in einem stationären Klinikaufenthalt zuzumuten, weshalb ich sie am nächsten Morgen erlöst habe.
    Aber ganz ehrlich: Wenn es dem Hund trotz Klinikaufenthalt immer noch (oder wieder - das ist ja irrelevant) so schlecht geht, dann ist es allerhöchste Eisenbahn!

    Ich habe nie die Höhe der Kosten beanstandet. Ich prangere die fehlende Aufklärung an, die Tatsache das man Abrechnet ohne zu Kommunizieren. Das ist eine Frechheit die besonders auffallend in der Medizin stattfindet.

    Gezieltes Nachfragen soll Wunder wirken. Manche (Tier-)Ärzte kommunizieren nicht zu ausführlich mit Patienten(-besitzern), weil sich einfach nicht jeder für die Details interessiert und viele auch nichts hinterfragen, was die Ärzte sagen. Wenn einem also Informationen fehlen, muss man die eben einfordern. Mir ist bisher noch jede Frage beantwortet worden - man muss sie nur stellen.

    Hat die Klinik vielleicht andere Möglichkeiten dir entgegenzukommen, wenn nur ein "letzter Rest" noch fehlt? Versuch es auch über Tierschutzvereine in deiner Gegend, die haben oft große Reichweiten. Aufrufe in sozialen Medien.

    Ich würde trotz allem auch mit der Bank sprechen, evtl. hilft ja schon ein kleiner Dispokredit.

    Ich wünsche euch, dass deinem Hund geholfen werden kann.