Beiträge von Winkehund

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    Ich bin Lehrerin, bei mir zogen die ersten 2 Hunde im Studium ein, der 3. im Ref. All das war war weniger stressig, als die Hunde, die während der Vollzeitstelle einzogen.

    Und dennoch: Ich finde Lehramt wirklich gut mit Hunden vereinbar. JA, es ist ein Vollzeitjob. Absolut. Aber irgendwie ist es unter Lehrern zum Sport geworden, jedem zu erklären, wie unfassbar viel man arbeiten muss und das finde ich komisch. Denn es ist auch nicht mehr Zeitaufwand als andere Vollzeitjobs. Man ist trotzdem viel Zuhause, kann sich die Arbeit super einteilen.... So viele Freiheiten haben verdammt wenig Berufe. Und ja - es gibt Konferenzen etc, dafür braucht man ne Lösung. Aber andere Menschen mit anderen Berufen brauche auch ne Lösung, wenn mal lange Termine reinkommen.

    Mir persönlich ging es da eher darum, dass es so geplant ist, dass alles ideal ist und bleibt. Klar, man kann nicht in die Zukunft schauen... Der Mann hat einen sicheren Job und verdient gut, man bleibt zusammen, der Ersthund packt seine Probleme nicht nochmal aus und man geht auch mit den Kindern dann unkompliziert mit dem Labbi und dem Galgo zusammen spazieren und arbeitet noch nebenbei. Das muss ja jeder selbst entscheiden, ich finde, dass es nach einem stressigen Vorhaben klingt.

    Ich möchte dir wirklich nicht den Traum vom Zweithund versauen, bei uns sind auch im Studium zwei Tierschutzhunde eingezogen. Aber diese Vorstellung vom Lehrerberuf ist schlicht unrealistisch. Zumal es einfach kaum planbar ist, wo dein Einsatzort im Vorbereitungsdienst sein wird und auch die spätere Stellensuche durchaus noch einen Umzug erfordern kann.


    Ich liebe den Beruf wirklich sehr, aber es ist einfach kein Halbtagsjob.

    Danke für deine Einschätzung :-) Zunächst dauert es noch mindestens 3, eher 3,5 Jahre bis zum Referendariat. Dann steht höchstwahrscheinlich die Familienplanung an und entweder werde ich oder mein Partner eine gewisse Zeit lang beim Nachwuchs zu Hause bleiben. Dass der Beruf kein Halbtagsjob ist, ist mir bewusst. Ich würde mich aber je nachdem, wie die Situation später aussieht (Es kann ja niemand wirklich zu 100% sagen, wie die Zukunft aussieht) nach der Familie und damit auch nach den Hunden richten und zur Not müsste ich oder mein Partner kürzer treten. Ich kenne aber viele LehrerInnen in der Familie und denke schon, dass man deutlich flexibler ist als in anderen Berufen. In unserer ländlichen Gegend habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass man durch Kontakte gute Chancen hat, an der Schule aufgenommen zu werden. Die Schwester meines Freundes und eine Freundin von mir haben gerade im Februar einen Referendariatsplatz an der örtlichen Schule hier bekommen. Ich versuche daher nicht zu pessimistisch aber natürlich auch nicht naiv diesbezüglich zu denken.

    Ich so ganz persönlich kann diese Planung, die kein berufliches Fuß fassen (dafür ist der Vorbereitungsdienst nicht gedacht) vor der Familiengründung vorsieht, ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen. Fand den Hinweis von Rotbunte super. Referendariat abwarten und dann schauen. Dann weißt du meiner Meinung nach viel eher, ob du das so möchtest.

    Auch die Vorstellung, dass man sich das so leisten kann (zeitlich und finanziell), sein Leben nach Hunden und Kindern zu richten und auch auf mögliche Bezüge zu verzichten in diesem Zusammenhang, finde ich romantischer als die Realität. Man will ja schon allen gerecht werden und sich selbst aber ja auch vielleicht!?

    Naiv nicht, aber realistisch sollte man schon bleiben, auch wenn man es nicht unbedingt hören will.

    Danke für die vielen Antworten! Eure Einschätzungen sind sehr hilfreich :-)

    Zum Beruf später:

    Ich werde nach dem Studium Lehrerin. Direkt nach dem Studium wird es vermutlich im Referendariat ein wenig stressig, aber danach bin ich dann täglich keine 8 Stunden weg, sondern i.d.R. am Mittag/frühen Nachmittag zu Hause, weil ein großer Teil der Arbeitszeit (Stundenvorbereitung etc. zu Hause gemacht werden kann), dazu kommen Freistunden zwischendurch. Zudem möchten wir später wahrscheinlich auch Kinder haben und hoffen, dass entweder ich oder mein Partner eine gewisse Zeit zu Hause bleiben kann, wenn es mit der Familiengründung soweit ist (finanziell haben wir für diese Auszeit zum Glück ganz gute Rücklagen). Wir wollen zudem in der Nähe unserer Familien bleiben, sodass die Betreuung notfalls gesichert wäre, wie jetzt auch schon.

    Ich möchte dir wirklich nicht den Traum vom Zweithund versauen, bei uns sind auch im Studium zwei Tierschutzhunde eingezogen. Aber diese Vorstellung vom Lehrerberuf ist schlicht unrealistisch. Zumal es einfach kaum planbar ist, wo dein Einsatzort im Vorbereitungsdienst sein wird und auch die spätere Stellensuche durchaus noch einen Umzug erfordern kann.

    Ich liebe den Beruf wirklich sehr, aber es ist einfach kein Halbtagsjob.

    Hm. Ich höre da jetzt allgemein einen eher kritischen Tenor raus.

    Auch wir haben ja bereits einen Schulhund. Einen Golden, der jetzt so zweieinhalb sein dürfte. Den Hund halte ich für hochgradig phlegmatisch, was aber vielleicht gut passt. Vorteil der Kollegin, die auch eine unserer zwei gebundenen Ganztagesklassen (5. und 6.) betreut und diese koordiniert, ist, dass sie deshalb ein Büro hat, wo der Hund Liegeplätze und Wasser zur Verfügung hat. Sie kann ihn da "parken". Ist ihr Ersthund und sie könnte sich keinen Hund halten, wenn sie ihn nicht in die Schule mitnehmen könnte, da Vollzeit, alleinstehend und 40 km zum Pendeln. Sie hat auch eine Schulhundausbildung mit ihm gemacht, aber von dem, was sie da erzählt hat, hab ich das Konzept nicht kapiert. Weiß auch nicht mehr, welche Orga das angeboten hat. Kann sie auch momentan nicht fragen, weil man sieht sich ja nicht und schulisch hab ich sonst mit ihr kaum Berührungspunkte.

    Bei der Webung um Schüler kommt der Schulhund aber total gut an.

    Du wolltest Eindrücke, die hast du bekommen.

    Jeder Hund geht halt anders mit der Situation um (was soll er auch anderes machen, als es hinzunehmen?), finde die Vorstellung dennoch etwas traurig, wenn Schule alternativlos für den Hund ist, weil man ihn sonst nicht halten könnte.

    Dass Schüler das erstmal toll finden, ist ja klar! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es aber auch für die Kinder schnell anstrengend wird, weil die Anwesenheit des Hundes eben schon an sehr viele Regeln etc. geknüpft ist, wenn man es für den Hund auch angemessen gestalten will. Auch in den Pausen! Daher eben gezielter Einsatz und nicht pauschales Mitbringen.

    Naja, deine Kollegin hat doch sicherlich eine Mailadresse oder Handynummer, da fand ich erstmal naheliegend, sich mit ihr über dein Vorhaben auszutauschen, da ihr an der gleichen Schule seid und der bürokratische Weg für dich wohl gleich sein würde. Denn 2 Schulhunde, die sich ja auch mal begegnen, sind schon nochmal eine andere Nummer als der eine Hund.

    Wesensmässig sehe ich bei Kaya,keine Probleme. Sie ist ein gefestigter und gelassener Hund, die Menschen und vor allem Kinder gut findet.

    Ist ein Wesenstest denn gesetzlich vorgeschrieben? Soweit ich weiß nicht. Schätze außerdem, dass es, falls es überhaupt feste Regelungen und Vorgaben gibt, wieder auf das Bundesland ankommt. Hier wäre es Bayern.

    Ich finde da aber auch nix Konkretes.

    Ist halt wirklich die Frage, ob man dem Hund damit einen Gefallen tut. Ich finde den pädagogischen Einsatz von Tieren toll, aber halt in einem geeigneten Rahmen.

    Dem stimme ich voll zu. Würde meine Tiere wirklich nur gezielt einsetzen und nicht pauschal mitbringen.

    Bin super enttäuscht, dass ich den Pimmeltanz verpasst habe. :(

    Ich muss auch sagen, dass ich viele Treffen, die durch dieses Forum entstanden sind, in sehr positiver Erinnerung habe. Mit Estandia zB könnte ich täglich spazieren gehen und die Hunde denke ich auch und das ist so schade, wenn man irgendwie so weit auseinander wohnt.

    Je mehr man nachdenkt, desto mehr fällt einem ein. Ich weiß noch, wie die damalige Französische Bulldogge meiner Schwiegereltern (geplant) operiert werden musste, als wir ihn gesittet haben und plötzlich total viele geholfen haben, weil wir Tipps etc. brauchten. Auch die Anteilnahme, dass die OP keinen Erfolg hatte und er nur kurze Zeit danach erlöst werden musste.

    Auch die Anteilnahme zum Tod meines Schimmelshettys vor nicht allzu langer Zeit hat mich persönlich sehr gerührt.

    Bei den Trends musste ich auch SEHR lachen, ganz so arm bin ich dadurch zum Glück noch nicht geworden, aber ein bisschen schon. :hundeleine04:

    Ich erinnere mich auch noch an einen jungen Staff (Mix?), der gefährlich wurde und dann durch viel Beratung und Empfehlung hier an einen Verein vermittelt wurde. Ich glaube, die Userin ist auch noch im Forum mit mittlerweile zwei kleinen Hunden.

    Es gab auch mal einen Thread mit Hunden, die wirklich vegan ernährt wurden und wo viel darüber berichtet wurde. Es war ein Pfoto-Thread, ich glaube, ganz vegan vielleicht nicht, mit Ausnahmen, aber dort blieb es erstaunlich friedlich.

    Winkehund Da bin ich voll bei dir. Wenn ich im Pferdeforum lese, wie manche dort jedes Wochenende 10+km machen und das in echt krassen Zeiten muss ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass ich erstmal 4km gehen muss um überhaupt auf den Weg zu kommen wo man dann mal Gas geben kann. Dieser ist aber auch nicht flach sondern hat auch wieder Steigungen und runter reitet man eh nur im Schritt. Dafür haben wir in den Bergen kein Problem ordentliche Hinterhandmuskulatur zu trainieren ohne großen Aufwand. :pfeif:

    Ja, also meine Ponys sind dadurch auch sehr fit und mittlerweile trabe ich auch viel bergauf/bergab - wo es halt geht. Hier ist es aber auch weniger bergig als bei euch, meine ich. Aber wenn ich nur auf ebener Strecke traben oder galoppieren würde, dann würde ich wirklich nur Schritt gehen können. :hust:

    Und ich finde den Umgang mit Pferden einfacher. Ich hatte mit 6 Jahren mit Voltigieren angefangen. Meine beste Freundin hatte Pferde und ihr Vater war früher bei der Kavallerie. Von dem habe ich unfassbar viel gelernt. Leider ist er vor 4 Jahren im Alter von 96 Jahren verstorben, eigentlich war sein Plan 100 zu werden.

    Letztes Jahr musste ich meinen selbst gezogen Hannoveraner wegen einer Kolik gehen lassen. Er fehlt mir sehr und ich vermisse den Umgang mit ihm total. Er gehörte zu den Pferden die immer gute Laune hatten und der einen mit seinen, manchmal sehr kreativen Ideen, entweder zur Weissglut treiben konnte oder zum Lachen brachte.

    Mein Beileid zu deinem Verlust. Wie traurig, wenn man sich so lange kennt. Ich finde Pferde definitiv auch "einfacher" als Hunde.

    Sunti

    Da möchte ich mich den anderen anschließen, das klingt wirklich so sympathisch und liebevoll geschrieben. :herzen1: Manchmal neigt man ja doch dazu, die wertvolle Zeit mit den Pferden als selbstverständlich zu nehmen und immer, wenn ich deine Beiträge lese, weiß ich es erst wieder so richtig zu schätzen.

    Pepper.

    Was für ein mega Ausblick!! Ich muss auch erstmal überhaupt Strecke machen bis ich mal auf etwas ebenere Wege komme. Zum Fahren sind die Berge bei uns echt mega ungeeignet und man muss schon auch rechnen 10-12 km im bergigen Gelände mit viel Trab ist schon auch wirklich nochmal viel, viel anstrengender als in der Ebene. Das sage ich mir dann immer, wenn ich denke, dass ich gern einfach mal 10km durchgekramt wäre durch die brandenburgische Einöde, aber ist hier halt nicht.