Beiträge von Geckolina

    Ist doch die Frage was unverträglich ist. Treffen wir z.B. eine ältere Hundedame, die jungen wilden Artgenossen durch sauberes knurren mal die Grenzen aufzeigt, schreien alle sofort, oh Gott, die ist unverträglich. Ist das so ? Für mich ist eher der wilde Jungspund, der ohne Spur von Sozialverhalten, auf alten Hunden rumtrampelt und meint du musst jetzt spielen, der unverträgliche.

    Ich finde, keiner der von dir genannten Hunde ist "unverträglich". Keiner richtet Schaden an, also vertragen sie sich. Verträglichkeit bedeutet ja auch nicht "spielt" mit allen.


    Außerdem ist "unverträglich" gar nicht so ein dehnbarer Begriff, wenn man ihn im eigentlichen Wortsinn betrachtet: Der verträgt sich nicht mit anderen Hunden. Der fängt also Streit und Eskalationen an.

    Ich fand diese überengagierten Lehramtsstudenten frisch von der Uni mit 1000 Ideen für ganz tolle Gruppenarbeiten (oder noch schlimmer Rollenspiele), die man alle ausprobieren musste, total anstregend.

    Du scheinst insgesamt demotiviert gewesen zu sein, obwohl sich deine Lehrer wohl sehr bemüht haben. Bei uns werden die Referendare von den Schülern gefeiert, weil sie frische Ideen und manchmal recht verrückte Sachen mit den Kindern und Jugendlichen machen.
    Egal, was du machst, du kannst es eben nicht allen recht machen. Deswegen machen die meisten guten Lehrer im Unterricht was, was sie selbst gut finden, worauf sie Lust haben. Denn nur wer selbst begeistert ist von dem, was er tut, kann andere mitziehen.

    Irgendjemand, der schlau war, hat einmal gesagt: "Lehrer und Bundestrainer sind die einzigen zwei Berufe, bei denen einfach jeder weiß, wie man's besser machen kann!"

    Ich merke, ich arbeite zu lange an städtischen Brennpunktschulen. Wird Zeit, dass ich auf's Land zieh (meine ich ernst). Ich finde die Idee super und kreativ! Meinen Kiddies wär sie "zu schwul" und "bin isch hunt oda was!? Isch schwör, wenn dann bin ich Pit-Bull-Kangal!"

    Meine CRM Gruppen hießen 1-6 (A-B-C-D) und waren eingeteilt nach "Experten" (Matheexperte, Referatexperte...), an jedem Tisch von jeder Sorte einen. Dummerweise waren mir nach zwei Tischen die Experten ausgegangen....naja....

    Listen bringen garnix. Sieht man doch! Die Rasselisten sind da und was ist? Die, die sich dran halten sind die Gearschten und Vorfälle passieren trotzden, weils genug Arschlöcher gibt denen die Liste scheißegal ist.

    Sehe ich exakt genauso. Zum Führen eines Fahrzeugs brauche ich auch einen Sachkundenachweis. Trotzdem gibt es Menschen, die Tempolimits/Verkehrsregeln komplett ignorieren. Das würden die auch, wenn man alle Fahrzeuge über 200 PS verbieten würden.
    Wenn sich also ein Arschloch entschließt, dass er einen Hund als Meinungsverstärker braucht, findet er schon was Passendes. Man bestraft wieder nur die, die sich ohnehin was aus Vorschriften machen.

    Der Hund ist im Ausnahmezustand, vermutlich komplett überfordert mit dem neuen lebensumfeld (aus welchen Gründen auch immer), überreizt, und dann soll sie komplett ignoriert werden? Keinerlei Information was gut und böse ist? Kein "Sozialkontakt"?

    Das habe ich nicht geschrieben. Lies noch einmal.
    Der Hund wird belohnt, wenn er erwünschtes Verhalten zeigt. Sein schlechtes Verhalten wird konsequent ignoriert. Drinnen macht man nichts (kein Spielen, kein Toben, in schlimmen Fällen kein Ansprechen), was den Hund hochpusht. Es geht vornehmlich darum, den Hund beim Bravsein zu erwischen und das zu belohnen und unerwünschtes Verhalten nicht zu provozieren.
    Das ist was völlig anderes als den sozialen Kontakt zu verweigern.

    Allerdings ist irgendwie die ganze gegenseitige Sympathie total flöten gegangen. Die häufigen Beißanfälle haben das Vertrauen und die Freude am Hund total zunichte gemacht. Wir kümmern uns um sie, spielen auch mit ihr, streicheln sie usw aber wir ringen derzeit sehr stark mit uns. Wenn sie gerade brav ist und wir spielen oder schmusen kommt eine Woge der Zuneigung für sie auf und ich denke mir das ich mich an sie gewöhnen könnte aber wenn sie dann wieder ihre Phase hat wo sie nur am beißen und kratzen ist wünschte ich mir die wäre nicht da, so böse wie es klingt aber so ist es leider.
    Der Gedanke daran das Fremde kommen und sie weg holen ist irgendwie verkehrt aber glücklich bin ich gerade auch überhaupt nicht.

    Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber dein Verhalten wirkt sehr unstetig. Der Hund ist noch gar nicht richtig bei dir angekommen und ich glaube dir, dass sein Verhalten heftig ist. Aber du hast dir einen 7 Monate alten LABRADOR gekauft. Dass da einige hyperaktive Kerlchen dabei sein können weiß man doch. Außerdem hast du doch schon einen Workaround gefunden: Wenn sie im Flur brav ist, pack sie dort hin, wenn du es gerade nicht mehr aushälst.

    Übe Ruhephasen. Kurze Leine dran, hinsetzen, Buch lesen. Drinnen würde ich bis auf Weiteres gar nicht mit ihr spielen. Sie soll lernen, dass drinnen Ruhe angesagt ist. Wenn sie Leinen schreddert, dann nimmst du eben eine Kette. Belohne sie, wenn sie brav ist. Zeige, dass Ruhe erwünscht ist.
    Mein Hund war zum Beispiel ein Quengler, wenn wir unterwegs waren. Ich habe dann ein Ruhekissen ausgepackt und ihn ignoriert. Erst wenn er sich hingelegt hat und den Kopf abgelegt hat, habe ich eine Knabberstange oder sein Abendessen oder seine Kauwurzel rausgerückt. Wichtig ist, dass wirklich der Kopf unten ist. Er soll nichts erwarten. Mittlerweile brauche ich in stressigen Situationen nur das Kissen auspacken. Er weiß, was er zu tun hat und was ich will.
    Ich würde mit dem neuen Hund genauso arbeiten. Sprich sie daheim nicht an, ignoriere sie, komme keiner Spielaufforderung oder Kontaktaufnahme nach (auch "Schimpfen" ist Kontakt). Mindestens eine Woche lang. Drinnen passiert nichts. Punkt. Später kannst du dann langsam anfangen, sie zu streicheln, wenn sie gerade entspannt ist. Das klingt hart, aber ich bin mir sicher, du hast schnell Ergebnisse, wenn du konsequent bist. Das soll auch kein Dauerzustand sein, sondern eine kurzfristige Maßnahme, damit der Hund lernt, was du überhaupt von ihm erwartest.