Beiträge von Geckolina

    Ich finde, dies ist einer der widersprüchlichsten Threads im kompletten Hundeforum. Ich bin mittlerweile komplett verwirrt und hätte ich nicht schon lange Hunde, ich täte wohl auf Hamster umschwenken.

    Welcher Hund braucht denn bitte keine Führung? Mein jetziger Hund wird überaus stark reglementiert: Verlasse den Weg nicht, halte den Radius ein, bleib stehen, wenn du etwas siehst.... Bekommt er zu wenig Bewegung macht er nachts Theater. Bekommt er zu wenig Ruhe, wird er nervös und folgt gar nicht mehr. Quatschend durch den Wald laufen konnte ich noch nie, da ich immer starke Jäger hatte. Fußgängerzonen meide ich, wäre aber mit meinem jetzigen Hund null Problem. Ich wohne hier seit etwa 6 Wochen. Mir ist bei allen Spaziergängen genau ein einziges Mal ein Hund begegnet. Gestern zum ersten Mal ein Wanderer.

    Ich möchte wieder Hundesport machen, aber auch einen normalen Hund haben. Weil mein Haus von einem 2600-2700 qm Grundstück umgeben ist, dachte ich, ich könnte mich an den Gebrauchshund wagen. Bei viel Platz außenrum und einer einsamen Gegend kann man ein paar Fehler verschmerzen. Allerdings scheinen Tierschutzmixe, allgemein ja als Überraschungseier verschrien, viel unkomplizierter und vorhersagbarer zu sein, als ein Hund aus der Rassezucht. Einem Gebrauchshund muss man seine komplette Freizeit opfern oder in Kauf nehmen, dass er weder Alltag noch Sport kann. Die einen empfehlen einen DSH aus der HZ, andere raten ganz vom DSH ab und vom Hundesport, die nächsten empfehlen Tiere aus der LZ. Das ist alles unfassbar verwirrend und ich Frage mich: Für wen ist dann der Rassestandard, wenn die Chance bei 80% liegt, dass der Hund aus der HZ ihn doch nicht erfüllt?

    Mir wurde mal gesagt, dass Rassehunde vorhersagbarer sind und für Aufgaben gezüchtet. Welche Aufgabe ist für den HZ- Schäferhund denn vorgesehen?

    Bevor Du Dir da nicht sicher bist, würde ich nach gemäßigteren Linien gucken - denn wenn Du dann an dem Aufwand keinen Spaß hast, aber einen im Alltag eng zu führenden Hund zuhause - stelle ich mir das sehr frustrierend vor.

    Gut, wo gibt es dann die gemäßigten Hunde?

    Bei den HZ-DSHs wohl auch nicht. Dann habe ich einen Hund, mit dem dann wortwörtlich gar nichts geht. Weder entspannt wandern noch der Einstieg in den Hundesport. Also sind die ganzen DSHs nicht geeignet für meine Zwecke, bzw. das Risiko ist hoch, dass es die Hölle wird.

    Dann nehme ich lieber eine insgesamt gemäßigtere Rasse wie den AT oder einen TS-Mix und gehe das Risiko ein, dass der Hund auf dem Platz schlecht arbeitet, aber dafür im Alltag läuft.

    : Ich möchte keinen EXTREM-Hund.

    Das kommt aber manchmal so rüber :lol: als müßte es die Sportskanone schlechthin sein.

    Wo denn? Hier etwa:

    Oder hier?

    Ich traue mir grundsätzlich einen Gebrauchshund zu. Nur stelle ich in Frage, ob das nicht auch einer sein kann, der nicht aus einer Sportlinie kommt.

    Oder doch hier:

    Aber, und da bin ich auch deiner Meinung: Der Sport wäre eben nur das Tüpfelchen auf dem "I". Ich würde wegen Untauglichkeit weder weinen noch den Hund abgeben. Mir ist natürlich wichtiger, dass der Hund alltagstauglich ist.

    mit ihr, sie ist eingefleischte Hundesportlerin, Trainerin und bildet unter anderem auch Schäferhunde für den Polizeidienst aus.

    Sie kann es dir genau erklären, auch, daß du, wenn du den Extremhund im Hundesport haben möchtest, dann die meiste Zeit auf dem Hundeplatz verbringen müßtest, sechs Tage die Woche Minimum. Von nix kütt halt nix. ;)

    Bitte: Ich habe jetzt gefühlt 1000 Mal geschrieben: Ich möchte keinen EXTREM-Hund. Ich möchte einen NORMALEN Hund. Aber auch nicht einen, mit dem man nichts machen kann.

    Spielzeug? Ja wenn es fliegt vielleicht mitlaufen, aber reinbeißen und festhalten? Och nö...

    Futter? Hm, jetzt nicht, vielleicht Mittwoch.

    Ich fange glaub echt einfach mit der Bracke beim Schäferhundverein an. Wir werden da gar nicht auffallen. Reinbeißen und festhalten kann er nämlich. Er lässt es halt los, wenn du es willst.

    Aber mal ernsthaft: Das Fazit aus diesem Thread ist für mich jetzt:

    Ein Sporthund für den Anfänger, der auch den Alltag mitmacht, bekomme ich bei den Gebrauchshunden gar nicht.

    Von fünfen hat eine ne ganz ordentliche BH gemacht

    Echt jetzt? Aber selbst mein Clown hat die damals bestanden. Das kann doch nicht sein. Die müssen doch alle den Rassestandard erfüllen. Du schockst mich jetzt.

    @Syrus Danke! Jetzt kann ich mir das vorstellen.

    Aber der Riesenschnauzer an sich wird ja sehr selten in der Vielseitigkeit geführt, das ist mir damals bei meiner Gebrauchshund-Recherche nämlich aufgefallen. Die Riesen fand ich nämlich auch sehr hübsch.

    Aber, und da bin ich auch deiner Meinung: Der Sport wäre eben nur das Tüpfelchen auf dem "I". Ich würde wegen Untauglichkeit weder weinen noch den Hund abgeben. Mir ist natürlich wichtiger, dass der Hund alltagstauglich ist.

    Und wenn der Sportler-Hund erst die Kinder nebenan frisst und sich beim Wandern in die Hüttenwirtin verbeißt und an einem Lazy Sunday das Sofa schreddert, wäre das für mich wesentlich schlimmer als noch so einen liebenswerten Trottel im Haus zu haben.


    Ich hatte den Eindruck, dass die ATs zumindest ab und an mal noch auftauchen.

    Beschränkt man sich auf die Nicht-Exoten bleibt ja nur der DSH übrig, wenn man keinen Belgier will, oder?

    Jepp, ich habe mit allen Hunden IGP-Sport gemacht, mit meiner 2. Hündin die fast 14 wurde, habe ich am meisten gemacht, die hatte alle Prüfungen, die IGP 3 sogar mehrmals.

    Danke für deine Erfahrungen! Das klingt wirklich gut. Aber dann war ja die erste schon ziemlich nah an der LZ, oder nicht? Liest sich so.


    Gerade wenn man vor hat als Anfänger in den Sport rein zu schnuppern... nimm keinen HZ und auch keinen Exoten oder eine Rasse, die gerade noch so als Gebrauchshund zählt.

    Wäre der AT ein Exot?

    Inwieweit spürt man denn (als Anfänger) die Limitierung bei der HZ und in welchem Bereichen?

    Fährte würde zum Beispiel auch der Loki machen, Obi ...nja, wenn's nicht regnet, er gut geschlafen hat und die Belohnung toll ist, so einigermaßen, Schutzdienst wäre dann gar nichts mehr, weil er nicht bellt oder nur solange der Helfer ein Spieli schwenkt, zergeln-da lässt er halt los, wenn man zu doll zieht...

    Wäre das dann vergleichbar extrem?